DE206748C - - Google Patents

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DE206748C
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casting
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B5/00Devices for making type or lines
    • B41B5/04Casting devices
    • B41B5/06Casting devices mechanically operated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ink Jet (AREA)

Description

KAISERLICHES
Gegenstand der Erfindung ist eine Gießmaschine, vorzugsweise zur Herstellung von einzelnen Drucktypen, bei welcher in bekannter Weise auf dem Umfange einer umlaufenden Trommel die Gießformen in Gruppen angeordnet sind, die dann durch absatzweise Bewegung der Trommel nacheinander vor den Gußmund eines Schmelzkessels gelangen.
Bei diesen Maschinen werden die Formen
ίο für die Schäfte der Typen in ähnlicher Weise gebildet, wie dies in Fig. 2 der Zeichnung dargestellt ist. Während die Plättchen e als seitliche und die Stirnflächen der Plättchen d als untere Begrenzungen dienen, wird die ganze Gießform oben durch einen gemeinschaftlichen Deckel abgeschlossen.
Es hat sich nun herausgestellt, daß es große Schwierigkeiten bereitet, diesen oberen Deckel, welcher doch nur glatt auf den Stirnflächen der'Scheibchen e aufliegen kann, dauernd so zu erhalten, daß er die einzelnen Gießformen dicht gegeneinander abschließt.
Bei der neuen Maschine ist diesem Übelstand dadurch abgeholfen, daß auch die oberen Begrenzungsflächen durch eine Anzahl Scheibchen c gebildet werden, welche in ihrer Stärke genau mit den unteren Scheibchen d übereinstimmen.
In der Zeichnung ist ein Teil. einer Typengießmaschine dargestellt, bei welcher die Typenformen einer Schriftart in vier Gießinstrumenten am Umfang eines ruckweise um je 90° gedrehten Rades oder Trommel α angeordnet sind.
Die Typenformen gelangen in stetem Kreislauf abwechselnd vor den Trichter eines bekannten Schmelzapparates, wo sie unter Einwirkung einer bekannten Gießpumpe voll Metall gepreßt werden. Sodann werden die Typen in den folgenden Stellungen des Rades a von ihrem Anguß befreit, aus den Gießinstrumenten automatisch ausgestoßen und in die Kanäle des Typenmagazins befördert. Die Kanäle des Magazins entsprechen in ihrer Anordnung und Teilung genau den einzelnen Gießformengruppen.
Fig. ι zeigt ein Gießinstrument sowie das Typenmagazin teilweise im Schnitt,
Fig. 2 in Vorderansicht, ohne das Magazin.
Fig. 3 stellt eine Einzelheit dar.
Die Formen für die Schäfte der Typen werden durch drei verschieden geformte Scheibchen c, d, e gebildet, welche im Gießinstrument b vorzugsweise in Schwalbenschwanznuten c1 und d1' gehalten sind. Die Befestigung der Scheibchen kann auch auf andere Weise, z. B. durch flache Nuten o. dgl., geschehen, jedoch muß die Lagerung so genau sein, daß sich die Scheibchen in ihrer Nut wohl seitlich, nicht jedoch nach oben oder unten oder nach vorn oder hinten verschieben können.
An die Rückseite der Scheibchen c, d, e legt sich die Maternplatte 0 an. Dieselbe besteht aus einem Metallstreifen, in welchem sich vertieft die Formen für die Typenköpfe befinden. Die Maternplatte 0 kann durch die Zugschrauben o1 und entsprechende Druckschrauben oder auf ähnliche Weise verstellbar an dem Gießinstrument δ befestigt sein.
Das Gießinstrument besteht aus den Querleisten n, n1, n2, ns, die durch Stiftschrauben o2 .zusammengefügt sind. Um in der Maschine Typen von verschiedenen Größen gießen zu
können, sind die Scheibchen d und β in einer Nut einer durch Druck- und Zugschrauben g höher oder tiefer einstellbaren Leiste n2 gelagert. Man kann jedoch diese Einstellbarkeit auch auf andere Weise erreichen, indem man beispielsweise den ganzen unteren Teil des Gießinstrumentes verstellbar. einrichtet.
Der obere Teil ns des Gießinstmmentes ist derart gelagert, daß er sich in der Pfeilrichtung herausschieben läßt. In diesem Oberteil ist nun das Scheibchen c ebenfalls in einer Nut derart befestigt, daß es sich wohl seitlich, jedoch nicht nach oben oder unten oder nach hinten oder vorn bewegen kann.
Das Scheibchen c hat an seiner Rückseite einen geradlinigen Fortsatz φ und unten eine Nase s. Die Nase gibt der gegossenen Type an ihrem unteren Ende in der Nähe des Fußes einen kleinen Einschnitt (Signatur). Es können an jedem Oberscheibchen c auch . mehrere derartiger Nasen s vorgesehen sein, welche dann etwa hintereinander angebracht werden und der gegossenen Type dann auch mehrere Einschnitte (Signaturen) geben.
Dies würde den Zweck haben, dem Typenkorper beim Herausgleiten eine genauere Führung zu geben. Wenn sich nun das Oberteil n3 in der Pfeilrichtung verschiebt, so wird durch die Nase s die gegossene Type aus dem Instrument herausgeschoben, während der Ansatz ft den Zweck hat, die Oberscheibchen c zwischen ihren seitlichen Begrenzungen e zu halten.
Das Herausgleiten des Oberteiles ns erfolgt, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, folgendermaßen :
Am Teil n3 des Gießinstrumentes befindet sich zu beiden Seiten je ein Führungsstift t, welcher wie das Gießinstrument die kreisende Bewegung mitmacht. Auf einer Welle u ist ein U-förmiger Doppelhebel ν gelagert, dessen verstärktes Oberteil Führungsnuten w aufweist. Seine pendeiförmige Bewegung erhält der Hebel ν durch einen auf der Antriebswelle der Maschine befestigten Rollenexzenter χ oder auf ähnliche Weise.
In dem Augenblick, wo sich die Stifte t in den Führungsnuten w befinden, macht der Hebel ν eine Pendelbewegung und schiebt das Oberteil n3 einmal heraus und hinein.
Beim Herausgehen des Oberteiles n3 werden die Typen mitgenommen und sofort in · die Kanäle des Magazins eingeschoben. Diese Kanäle stimmen in ihrer Anordnung genau mit den einzelnen Gießinstrumenten überein.
Da nun die frisch gegossenen Typen leicht an den Oberscheibchen c anhaften, muß eine Vorrichtung .a angebracht werden, welche im geeigneten Augenblick die Typen abstreicht.
In Fig. ι und 2 ist. eine Ausführungsform der Abstreichvorrichtung dargestellt.
Auf der Welle u ist zwischen dem Hebel υ ein Doppelhebel y gelagert. Das untere Ende y1 ist ausgespart und greift beweglich über den Hebel v. Am oberen Ende des Hebels greift ein Winkelhebel ζ ein, der bei z1 gelenkig gelagert ist und einen Schieber 1 . bewegt. Wird der Hebel ν bewegt, so" nimmt der kleinere Doppelhebel y ebenfalls an der Bewegung teil und schiebt vermittels des Winkelhebeis ζ den Schieber 1 nach oben oder unten. Am Schieber 1 ist eine Abstreichzunge 2 befestigt, die die herausgetretenen Gußkörper beim Zurückgang des Teiles ns festhält; die Zunge bewegt sich so weit aufwärts, daß sie sich beim Heraustreten des Teiles n8 zwischen den Gußkörper und das Gießinstrument schiebt, wodurch ein Zurückgehen der Gußkörper ausgeschlossen ist. Eine Feder 3 bringt nach Beendigung dieser Periode die Hebel in ihre Normalstellung zurück. Um zu vermeiden, daß das Gießinstrument bei der Weiterbewegung auf die Abstreichzunge aufschlägt, sind Arme 4 am Schieber 1 vorgesehen, die bei der Drehung vom nächstfolgenden Gießinstrument zurückgedrängt werden und somit die Abstreichzunge 4 aus dem Bereich der sich drehenden Gießtrommel bringen. Dieser Vorgang wiederholt sich ebenfalls immer bei einer Drehung der Trommel um 90°. ' go
Da die Abstreichvorrichtung, um richtig zu wirken, eine genaue Feststellung der Gießtrommel erfordert, ist eine solche Vorrichtung vorgesehen und in Fig. 3 dargestellt. ■
Von der Antriebsachse aus erhält der Hebei 5 durch geeignete Übertragung 6 seinen Antrieb. Er ist bei 7 gelagert und trägt oben einen Bolzen 8, der zeitweilig in die vier Löcher der Scheibe 9 eingreift und diese im geeigneten Moment wieder verläßt, -wonach der Scheibe wieder eine Drehung von 900 gestattet ist.
Die Scheibchen c, d und e müssen zeitweise sehr stark zusammengepreßt werden, um ein Durch- und Überlaufen des flüssigen Metalles aus den durch die Scheibchen gebildeten Formen zu verhüten. Dies wird durch eine sehr einfache und sicher wirkende Vorrichtung erreicht.
An beiden Seiten des Gießinstrumentes befindet sich je ein Druckhebel f, der bei g drehbar mittels eines Gewindebolzens h befestigt ist.
An geeigneter Stelle i sind Stifte k vorgesehen, die im geeigneten Moment auf den mit im Kreislauf befindlichen Druckhebel / auflaufen, ihn ein Stück drehen und ihn dann wieder durch die Nut / verlassen. Diese Drehung der Hebel / und damit auch der Gewindebolzen h genügt, die Scheibchen c, d und e noch mehr zusammenzupressen, als sie schon durch die von Hand aus eingestellten Stell-
• schrauben nt zusammengepreßt waren. Der Vorgang wiederholt sich bei jeder Umdrehung der Trommel α um 90 °. Um nun die Teilchen c, d, e bei der Herausnahme der Gußkörper aus dem Gießinstrument wieder zu lockern, ist an den beiden inneren Seitenflächen des Hebels ν je ein zweiter Stift k1 angebracht, auf welchem die obere Hälfte f1 des Hebels f bei der Drehung des Gußrades aufstößt, wodurch der Hebel/ und mit diesem der Gewindebolzen g zurückgedreht werden.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbsttätig arbeitende Gießmaschine mit auf dem Umfang einer umlaufenden Trommel zu Gruppen vereinigten Gießformen für Drucktypen, die durch absatzweise erfolgende Drehung der Trommel nacheinander in die Gießstellung gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschluß der Gießformen durch Oberscheibchen (c) erfolgt, die in einem Oberteil (n3J so gelagert sind, daß sie nach jeder Drehung der Gießtrommel um 90° einen Vor- und Rückgang ausführen, um die gegossenen Typen aus dem Gießinstrument auszustoßen. .
  2. 2. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberscheibchen (c) an ihrer .unteren Fläche einen oder mehrere Ansätze (s) haben, wodurch das Ausstoßen der Typenkörper aus dem Gießinstrument erfolgt und zugleich jeder Type ein oder mehrere Einschnitte (Signaturen) gegeben werden. .
  3. 3. Gießmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberscheibchen (ο) auch an ihrer hinteren Fläche einen Ansatz (p) haben, welcher verhindert, daß sie beim Herausgleiten ihre Führung zwischen den Zwischenscheibchen (e) verlieren.
  4. 4. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießformengruppen durch Druckhebel (f) vor, dem Gießen durch eine Vor- und Rückwärtsdrehung eines Gewindebolzens (g) zusammengepreßt und nach dem Gießen zwecks Her- ■ ausnähme der Typenkörper wieder selbsttätig gelockert werden.
  5. 5. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herausbeförderung der gegossenen Typenkörper (r) aus dem Gieß instrument (b) ein beweglicher Hebel (υ) vorgesehen ist, der am oberen Ende eine Führungsnut (w) besitzt, in die die an einem Teil (n3) des Gießinstrumentes befindlichen Stifte (t) laufen und den Teil (n3) mit dem Typenkörper (r) durch die Bewegung des Exzenters (x) heraus- und wieder zurückschieben.
  6. 6. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung des Anhaftens der Gußkörper beim Ausstoßen Abstreichzunge (2) vorhanden ist, welche von einem Exzenter (x) vermittels Hebelübersetzung (y, z) bewegt wird.
    , 7.. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks genauer Einstellung der Gießformen ein Hebel (5) mit daran befindlichem Bolzen (8) vorge- ' sehen ist, der im geeigneten Moment in entsprechende Löcher der auf der Trommelwelle befestigten Feststellscheibe (9) eingreift.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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