DE206983C - - Google Patents
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- DE206983C DE206983C DENDAT206983D DE206983DA DE206983C DE 206983 C DE206983 C DE 206983C DE NDAT206983 D DENDAT206983 D DE NDAT206983D DE 206983D A DE206983D A DE 206983DA DE 206983 C DE206983 C DE 206983C
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Classifications
-
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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- F42B12/52—Fuel-air explosive devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 206983.-KLASSE 72d. GRUPPE
KARL HARTBAUM in ESSEN, Ruhr.
Geschoß zum Beschießen von Luftschiffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Geschosse | zum Beschießen solcher Luftschiffe, die mit
einem eine explosible Gasfüllung (Wasserstoff, Leuchtgas o. dgl.) enthaltenden Tragkörper
versehen sind. Die bisher zu diesem Zwecke verwendeten Geschosse vermögen den Luftschiffen gewöhnlich keinen erheblichen Schaden
zuzufügen, weil die durch die Einwirkung der Geschosse in der Hülle des Tragkörpers entstehenden
Löcher sich vermöge der Elastizität des Stoffes, aus dem die Hülle besteht, teil-'
weise wieder schließen und somit ein erheblicher, ein plötzliches Sinken des Luftschiffes
bewirkender Gasverlust nicht eintritt.
Die Erfindung bezweckt nun, ein, Geschoß zu schaffen, durch das die Gasfüllung des
Luftschiffes zur Explosion gebracht werden kann, wodurch eine augenblickliche und vollständige
Zerstörung des Luftschiffes bewirkt wird. Dieser Zweck wird der Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß das Geschoß mit
einer stark sauerstoffhaltigen Füllung versehen ist, und daß Mittel vorgesehen sind, durch
die beim Eindringen des Geschosses in die Gasfüllung des Luftschiffes eine Vereinigung
des im Geschosse enthaltenen Sauerstoffes mit der Gasfüllung des Luftschiffes und eine Entzündung
des hierdurch entstehenden Gasgemenges erreicht wird.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des den Gegenstand der Erfindung bildenden
Geschosses im Längsschnitt dargestellt.
Der Hohlkörper A des Geschosses nimmt einen dünnwandigen zylindrischen Behälter B
auf, dessen eines Ende sich gegen die Geschoßspitze A1 und dessen anderes Ende sich
gegen eine in den Hohlkörper A eingeschraubte Platte a1 anlegt. Der Behälter B ist mit
flüssigem Sauerstoffe gefüllt und enthält außerdem in einer zylindrischen Vertiefung, deren
Achse mit der Geschoßachse zusammenfällt, eine Sprengladung C. Die Geschoßspitze A1
besitzt eine achsiale Bohrung a3, die sich an ihrem vorderen Ende zu einer muldenförmigen
Vertiefung al erweitert. In die Bohrung a3
ist eine Pille D aus Platinschwamm (Platinmoor) eingesetzt, die mit der Sprengladung C
durch ein mit Knallquecksilber oder einem ähnlichen explosiven Stoffe gefülltes Rohr ä>
in Verbindung steht. Von der Bohrung a3 zweigen sich in Höhe der Pille D mehrere
Kanäle «5 ab, die schräg nach dem Boden des Geschosses hin gerichtet sind und an der
äußeren Begrenzungsfläche der Geschoßspitze A1
ins Freie münden. Der Boden des Geschosses wird durch eine Platte ae gebildet, die in
den Hohlkörper A eingeschraubt ist. Der zwischen den Platten α2 und «e liegende
Raum des Geschosses ist mit einem Brandsatze E gefüllt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Geschosses ist folgende: Sobald das Geschoß die
die Gasfüllung enthaltende Hülle des Tragkörpers des Luftschiffes durchschlagen hat,
treten die Füllgase in die muldenförmige Vertiefung α4 ein und durchströmen mit großer
Geschwindigkeit den vorderen Teil der Bohrung a3 und die Kanäle a5. Hierbei wird
die Pille D durch die Gasfüllung zum Glühen gebracht. Die Entzündung der Pille D bewirkt durch Vermittlung der in dem Rohre d1
enthaltenen explosiven Masse die Explosion
der Sprengladung C. Hierdurch wird die Zerstörung des Sauerstoffbehälters B und die
Entzündung des Brandsatzes E herbeigeführt; der flüssige Sauerstoff geht sofort in den gasförmigen
Zustand über und vereinigt sich mit dem Wasserstoffe der Gasfüllung zu einem Knallgasgemenge, das im Augenblicke seines
Entstehens durch die Einwirkung der glühenden Pille E oder die Flamme der Sprengladung
C oder des Brandsatzes E zur Explosion gelangt. Die Folge der Explosion des Knallgasgemenges,
die sich bekanntlich in besonders heftiger Weise vollzieht, ist eine augenblickliche
und vollständige Zerstörung des Luftschiffes.
Zum Schlüsse sei noch darauf hingewiesen, daß es an sich bekannt ist, bei Geschossen,
die zum Beschießen von Luftballons bestimmt sind, Platinschwamm als Zündmittel zu benutzen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Geschoß zum Beschießen von Luftschiffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß mit einer stark sauerstoffhaltigen Füllung versehen ist, und daß Mittel vorgesehen sind, durch die beim Eindringen des Geschosses in die Gasfüllung des Luftschiffes eine Vereinigung des im Geschosse enthaltenen Sauerstoffes mit der Gasfüllung des Luftschiffes und eine Entzündung des hierdurch entstehenden Gasgemenges erreicht wird.
- 2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß einen mit flüssigem Sauerstoffe gefüllten Behälter (B) enthält.
- 3. Geschoß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Geschosse außer dem mit Sauerstoff gefüllten Behälter (B) eine Sprengladung (C) und in der Geschoßspitze eine geeignete Zündvorrichtung angeordnet ist.
- 4. Geschoß nach Anspruch 1 bis 3, bei dem die Zündvorrichtung eine aus Platinschwamm (Platinmoor) bestehende Zündpille enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Pille (D) in einer achsialen Bohrung (as) der Geschoßspitze (A1) gelagert ist, von der sich in Höhe der Pille mehrere Kanäle (as) abzweigen, die schräg nach dem Boden des Geschosses hin gerichtet sind und an der äußeren Begrenzungsfläche der Geschoßspitze (A1) ins Freie münden.
- 5. Geschoß nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bodenteile des Geschosses ein Brandsatz (E) angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE206983C true DE206983C (de) |
Family
ID=469115
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT206983D Active DE206983C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE206983C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4353303A (en) * | 1978-03-20 | 1982-10-12 | Thiokol Corporation | Projectile for dispensing gaseous material |
-
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Cited By (1)
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