DE206983C - - Google Patents

Info

Publication number
DE206983C
DE206983C DENDAT206983D DE206983DA DE206983C DE 206983 C DE206983 C DE 206983C DE NDAT206983 D DENDAT206983 D DE NDAT206983D DE 206983D A DE206983D A DE 206983DA DE 206983 C DE206983 C DE 206983C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
projectile
airship
tip
pill
filling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT206983D
Other languages
English (en)
Publication of DE206983C publication Critical patent/DE206983C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/46Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances
    • F42B12/50Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing gases, vapours, powders or chemically-reactive substances by dispersion
    • F42B12/52Fuel-air explosive devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 206983.-KLASSE 72d. GRUPPE
KARL HARTBAUM in ESSEN, Ruhr.
Geschoß zum Beschießen von Luftschiffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Geschosse | zum Beschießen solcher Luftschiffe, die mit einem eine explosible Gasfüllung (Wasserstoff, Leuchtgas o. dgl.) enthaltenden Tragkörper versehen sind. Die bisher zu diesem Zwecke verwendeten Geschosse vermögen den Luftschiffen gewöhnlich keinen erheblichen Schaden zuzufügen, weil die durch die Einwirkung der Geschosse in der Hülle des Tragkörpers entstehenden Löcher sich vermöge der Elastizität des Stoffes, aus dem die Hülle besteht, teil-' weise wieder schließen und somit ein erheblicher, ein plötzliches Sinken des Luftschiffes bewirkender Gasverlust nicht eintritt.
Die Erfindung bezweckt nun, ein, Geschoß zu schaffen, durch das die Gasfüllung des Luftschiffes zur Explosion gebracht werden kann, wodurch eine augenblickliche und vollständige Zerstörung des Luftschiffes bewirkt wird. Dieser Zweck wird der Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß das Geschoß mit einer stark sauerstoffhaltigen Füllung versehen ist, und daß Mittel vorgesehen sind, durch die beim Eindringen des Geschosses in die Gasfüllung des Luftschiffes eine Vereinigung des im Geschosse enthaltenen Sauerstoffes mit der Gasfüllung des Luftschiffes und eine Entzündung des hierdurch entstehenden Gasgemenges erreicht wird.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des den Gegenstand der Erfindung bildenden Geschosses im Längsschnitt dargestellt.
Der Hohlkörper A des Geschosses nimmt einen dünnwandigen zylindrischen Behälter B auf, dessen eines Ende sich gegen die Geschoßspitze A1 und dessen anderes Ende sich
gegen eine in den Hohlkörper A eingeschraubte Platte a1 anlegt. Der Behälter B ist mit flüssigem Sauerstoffe gefüllt und enthält außerdem in einer zylindrischen Vertiefung, deren Achse mit der Geschoßachse zusammenfällt, eine Sprengladung C. Die Geschoßspitze A1 besitzt eine achsiale Bohrung a3, die sich an ihrem vorderen Ende zu einer muldenförmigen Vertiefung al erweitert. In die Bohrung a3 ist eine Pille D aus Platinschwamm (Platinmoor) eingesetzt, die mit der Sprengladung C durch ein mit Knallquecksilber oder einem ähnlichen explosiven Stoffe gefülltes Rohr ä> in Verbindung steht. Von der Bohrung a3 zweigen sich in Höhe der Pille D mehrere Kanäle «5 ab, die schräg nach dem Boden des Geschosses hin gerichtet sind und an der äußeren Begrenzungsfläche der Geschoßspitze A1 ins Freie münden. Der Boden des Geschosses wird durch eine Platte ae gebildet, die in den Hohlkörper A eingeschraubt ist. Der zwischen den Platten α2 und «e liegende Raum des Geschosses ist mit einem Brandsatze E gefüllt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Geschosses ist folgende: Sobald das Geschoß die die Gasfüllung enthaltende Hülle des Tragkörpers des Luftschiffes durchschlagen hat, treten die Füllgase in die muldenförmige Vertiefung α4 ein und durchströmen mit großer Geschwindigkeit den vorderen Teil der Bohrung a3 und die Kanäle a5. Hierbei wird die Pille D durch die Gasfüllung zum Glühen gebracht. Die Entzündung der Pille D bewirkt durch Vermittlung der in dem Rohre d1 enthaltenen explosiven Masse die Explosion
der Sprengladung C. Hierdurch wird die Zerstörung des Sauerstoffbehälters B und die Entzündung des Brandsatzes E herbeigeführt; der flüssige Sauerstoff geht sofort in den gasförmigen Zustand über und vereinigt sich mit dem Wasserstoffe der Gasfüllung zu einem Knallgasgemenge, das im Augenblicke seines Entstehens durch die Einwirkung der glühenden Pille E oder die Flamme der Sprengladung C oder des Brandsatzes E zur Explosion gelangt. Die Folge der Explosion des Knallgasgemenges, die sich bekanntlich in besonders heftiger Weise vollzieht, ist eine augenblickliche und vollständige Zerstörung des Luftschiffes.
Zum Schlüsse sei noch darauf hingewiesen, daß es an sich bekannt ist, bei Geschossen, die zum Beschießen von Luftballons bestimmt sind, Platinschwamm als Zündmittel zu benutzen.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Geschoß zum Beschießen von Luftschiffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß mit einer stark sauerstoffhaltigen Füllung versehen ist, und daß Mittel vorgesehen sind, durch die beim Eindringen des Geschosses in die Gasfüllung des Luftschiffes eine Vereinigung des im Geschosse enthaltenen Sauerstoffes mit der Gasfüllung des Luftschiffes und eine Entzündung des hierdurch entstehenden Gasgemenges erreicht wird.
  2. 2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß einen mit flüssigem Sauerstoffe gefüllten Behälter (B) enthält.
  3. 3. Geschoß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Geschosse außer dem mit Sauerstoff gefüllten Behälter (B) eine Sprengladung (C) und in der Geschoßspitze eine geeignete Zündvorrichtung angeordnet ist.
  4. 4. Geschoß nach Anspruch 1 bis 3, bei dem die Zündvorrichtung eine aus Platinschwamm (Platinmoor) bestehende Zündpille enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Pille (D) in einer achsialen Bohrung (as) der Geschoßspitze (A1) gelagert ist, von der sich in Höhe der Pille mehrere Kanäle (as) abzweigen, die schräg nach dem Boden des Geschosses hin gerichtet sind und an der äußeren Begrenzungsfläche der Geschoßspitze (A1) ins Freie münden.
  5. 5. Geschoß nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bodenteile des Geschosses ein Brandsatz (E) angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT206983D Active DE206983C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE206983C true DE206983C (de)

Family

ID=469115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT206983D Active DE206983C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE206983C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4353303A (en) * 1978-03-20 1982-10-12 Thiokol Corporation Projectile for dispensing gaseous material

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4353303A (en) * 1978-03-20 1982-10-12 Thiokol Corporation Projectile for dispensing gaseous material

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE703716C (de) Raketengeschoss-Aufschlagzuender
DE19527621A1 (de) Patronierte Munition
DE2723983C2 (de) Treibladungsanzünder für hülsenlose Kartuschen von getrennt zu ladender Munition
DE1177993B (de) Feuerwerksrauchkoerper fuer Seefahrtszwecke
DE206983C (de)
DE959257C (de) Druckzuender mit Bruchampulle fuer unmagnetische Landminen
DE952421C (de) Treibldungs-Zuendvorrichtung fuer Raketengeschosse
DE450061C (de) Zuender mit Vorrichtung zum Verhindern des Rueckschlagens des Zuendstrahls
DE3780963T2 (de) Unterwasser-leuchtsignalkoerper.
DE851749C (de) Geschoss, Bombe, Mine od. dgl.
DE305133C (de)
CH654407A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum zuenden der treibladung in einer ein gas erzeugenden kartusche sowie kartusche mit der vorrichtung.
DE1097321B (de) UEberschallgeschwindigkeits-Geschoss
DE254356C (de)
DE243828C (de)
DE1185510B (de) Nebelkerze fuer Schiessbecher mit einer elektrisch zuendbaren Treibladung
DE308132C (de)
DE242263C (de)
DE2702398C1 (de) Hohlladungsgeschoss
AT40627B (de) Zündvorrichtung für Raketen und dgl.
DE95045C (de)
DE231632C (de)
DE815722C (de) Schwelgeraet
DE535417C (de) Betriebsstofftank fuer Luftfahrzeuge mit Reaktionsantrieb
DE262359C (de)