DE243828C - - Google Patents

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DE243828C
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projectile
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air
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/44Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information of incendiary type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Brandgeschoß, mit dessen Zündmasse auch kleinkalibrige Geschosse, wie Infanteriegeschosse, auf einfache Weise ausgestattet werden können. Als Zündmittel dient eine der bekannten autopyrophoren, aus den Metallen der seltenen Erden und Quecksilber bestehenden Metalllegierungen. Diese Legierungen sind äußerst empfindlich gegen Luft und zersetzen sich bei
ίο Luftzutritt unter starkem Erglühen und lebhaftem Funkensprühen. Der Wirkungsgrad dieses autopyrophoren Verhaltens richtet sich nach der Zusammensetzung der Legierung, welche so gewählt werden kann, daß die Zer-Setzung' der Legierung beim Luftzutritt entweder sofort oder nach verschiedenen Zeiten erfolgt. Auch die Stärke des Erglühens und des Funkensprühens kann, wie bekannt, durch entsprechende Wahl der Zusammensetzung der autopyrophoren Legierung erhöht oder vermindert werden, so daß die autopyrophore Zündung für beliebige Zündwirkungen von Geschossen zweckmäßig verwendet werden kann. Die Verwendung von Stoffen, die sich bei der Berührung mit Luft von selbst entzünden, für Brandgeschosse ist nicht neu. Derartige Massen wurden in einem leicht zerstörbaren Behälter im Geschosse untergebracht. Der Behälter wurde entweder beim Abfeuern durch den Druck der Treibgase oder beim Auftreffen des Geschosses auf die Ballonhülle zerstört. Im ersteren Falle entzündete der Pyrophor einen im Geschosse untergebrachten Brandsatz, der während des Geschoßfluges weiter- brannte, im zweiten Falle setzte der Pyrophor selbst die Gasfüllung des Ballons in Brand.
Der praktischen Verwendung solcher selbst- · entzündlichen Stoffe in Infanteriegeschossen stand bisher der Umstand entgegen, daß die verwendeten Pyrophore ein zu geringes spezifisches Gewicht hatten, um in größerer Menge in einem so kleinen Geschosse untergebracht werden zu können, ohne das Gesamtgewicht des Geschosses erheblich herabzusetzen und damit seine ballistische Leistung in unzulässiger Weise zu beeinträchtigen.
Diesem Übelstande wird nach der Erfindung dadurch abgeholfen, daß die an der Luft unter starker Funkenbildung sich selbst entzündenden Legierungen der seltenen Erdmetalle mit Quecksilber als Brandmasse in Geschossen kleinen Kalibers verwendet werden. Da das spezifische Gewicht dieser Legierungen das des Bleies sogar noch übertreffen kann, ist es möglich, einen beliebig großen Hohlratim im Innern der Geschosse mit dieser Brandmasse anzufüllen, ohne das spezifische Gewicht des Geschosses gegenüber dem des vollen Hartbleigeschosses zu verändern.
Auf diese Weise werden die Infanterie- und die Maschinengewehre in den Stand gesetzt, einen erfolgreichen Kampf gegen Luftschiffe aufzunehmen. Beispielsweise kann am Boden des Infanteriegeschosses in einer kleinen Aushöhlung des Geschoßkörpers eine geringe Menge der autopyrophoren Legierung eingelagert werden, die durch eine Befestigungsklammer derart festgehalten wird, daß die Oberfläche der Legierung größtenteils vollkommen freiliegt. Das Geschoß sitzt luftdicht in der Patronenhülse, deren Hohlraum überdies zum Schütze der autopyrophoren Legierung mit einem in-
differenten Gase, wie Wasserstoff oder Kohlensäure, ausgefüllt ist. Beim Abfeuern oder während des Fluges des Geschosses erfolgt infolge Zutritt von Luft ein sofortiges Erglühen und Funkensprühen der autopyrophoren Legierung, wodurch beim Einschlagen des Infanteriegeschosses in die Ballonhülle eine Explosion "des Luftschiffes gewährleistet ist.
Des weiteren können die die autopyrophoren ίο Legierungen enthaltenden Räume nach außen im Ruhezustande des Geschosses luftdicht mit. einer äußerst leicht schmelzbaren Masse abgeschlossen sein. Durch die Erwärmung des Geschosses beim Schuß schmilzt die Verschlußmasse ab und gewährt der Luft den Zutritt zur 'autopyrophoren Legierung. Durch entsprechende Wahl der Zusammensetzung der Legierung ist es leicht möglich, Geschosse mit augenblicklicher Zündung und mit beliebig verzögerter Zündung herzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Brandgeschoß, insbesondere zum Zerstören von Luftschiffen, dadurch gekenn- zeichnet, daß als Zündmasse eine an der Luft leicht selbstentzündliche, spezifisch schwere Metallegierung dient.
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