DE209351C - - Google Patents

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DE209351C
DE209351C DENDAT209351D DE209351DA DE209351C DE 209351 C DE209351 C DE 209351C DE NDAT209351 D DENDAT209351 D DE NDAT209351D DE 209351D A DE209351D A DE 209351DA DE 209351 C DE209351 C DE 209351C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds
    • C09B49/124Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds from polycarbocyclic compounds

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 209351 -KLASSE 22 d. GRUPPE
in BASEL.
Es wurde gefunden, daß das dem 2-Methyl-
anthrachinon entsprechende 2 - Methylbenzanthron durch Erhitzen mit Schwefel oder
> Alkalipolysulfiden auf höhere Temperatur in neue wertvolle Küpenfarbstoffe übergeführt wird, welche Baumwolle aus alkalischer Hydrosulfitküpe in blaugrünen, olivegrünen, grünschwarzen bis tief schwarzen Tönen von hervorragenden Echtheitseigenschaften anfärben.
ίο Das Verfahren zur Herstellung dieser Farbstoffe wird durch folgende Beispiele erläutert:
Beispiel 1.
10 Teile 2 - Methylbenzanthron werden zusammen mit 50 Teilen Schwefel auf 200 bis 240° erhitzt, bis die anfangs sehr starke Schwefelwasserstoffentwicklung nachgelassen hat, was nach etwa 3 bis 4 Stunden der Fall ist. Die erkaltete Schmelze wird fein pulverisiert und durch Extraktion mit Schwefelkohlenstoff oder heißer Schwefelnatriumlösung von überschüssigem Schwefel befreit. Der zurückbleibende Farbstoff stellt ein nahezu schwarz gefärbtes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettroter, in 24pfozentigem Oleum mit violettschwarzer Farbe löst. In den gewöhnlichen Lösungsmitteln ist er fast unlöslich;, in kochendem Nitrobenzol löst er sich schwer mit schmutzig bordeauxroter Farbe und starker Fluoreszenz. Beim Behandeln mit Natronlauge und Hydrosulfit liefert er eine olivefarbige Küpe, aus welcher Baumwolle. zunächst in grünen Tönen angefärbt wird, welche beim Verhängen an der Luft in ein sehr echtes Blaugrün übergehen.
Beispiel 2.
Man verfährt wie in Beispiel 1, steigert jedoch die Temperatur auf 300 bis 330 °. Der entstehende Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schmutzig violettroter, in 24prozentigem Oleum mit braunschwarzer Farbe. In kochendem Nitrobenzol ist er nur schwer löslich mit braunroter Farbe und starker Fluoreszenz. Seine alkalische Hydrosulfitküpe ist olive gefärbt und erzeugt auf Baumwolle tiefschwarze Nuancen von vorzüglichen Echtheitseigenschaften.
Beispiel 3.
10 Teile 2 - Methylbenzanthron werden mit 100 Teilen Natriumtetrasulfid während einer Stunde auf 200 bis 240 ° erhitzt. Die Schmelze wird mit heißem Wasser aufgenommen, filtriert, der Filterrückstand mit Wasser ausgewaschen und getrocknet. Der so erhaltene Farbstoff bildet ein schwarzes Pulver, welches direkt zum Färben benutzt werden kann. Mit Natronlauge und Hydrosulfit liefert er eine blaue Küpe, aus welcher Baumwolle zunächst in ebenfalls blauen Tönen angefärbt wird, welche jedoch beim Verhängen an der Luft je nach der Intensität der Färbung in schwärzlich olive bis tief grünschwarze Nuancen übergehen. In konzentrierter Schwefelsäure löst sich der Farbstoff mit braunroter, in 24 pro-
zentigem Oleum mit brauner Farbe. In heißem Nitrobenzol ist er kaum löslich.
Die in vorstehenden Beispielen aufgeführten Mengenverhältnisse zwischen Methylbenzanthron und Schwefel bzw. Alkalipolysulfid sowie die Schweflungstemperaturen können innerhalb weiter Grenzen variiert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von schwefel- ίο haltigen Küpenfarbstoffen der Anthracenreihe, darin bestehend, daß man 2-Methylbenzanthron mit Schwefel oder Alkalipolysulfiden auf höhere Temperatur erhitzt.
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