DE209586C - - Google Patents

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DE209586C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D3/00Pig or like casting
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D29/00Removing castings from moulds, not restricted to casting processes covered by a single main group; Removing cores; Handling ingots

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTfXtTr
PATENTSCHRIFT
- Λ* 209586 KLASSE 31 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Ausheben des Gußstückes aus zweiteiligen, liegenden Gußformen, die auf Drehtischen verlagert sind. Solche Hebevorrichtungen sollen unmittelbar nach dem Guß der geschmolzenen Masse zur Anwendung kommen, um soweit wie möglich jedes Abschrecken der Gußoberfläche am Gußstück zu vermeiden, was durch den erheblichen Temperaturunterschied
ίο zwischen dem geschmolzenen Metall und dem Innern der Form selbst leicht eintreten kann.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung zur
Veranschaulichung gekommen, und zwar ist
Fig. ι eine Draufsicht auf einen Drehtisch mit einer Anzahl zweiteiliger Formen, die in drei verschiedenen Stellungen gezeigt sind.
Fig. 2, 3 und 4 sind Endansichten der drei verschiedenen . Stellungen des Oberteiles der Form in Verbindung mit der zugehörigen Hebevorrichtung, und zwar ist Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1.
In der Zeichnung ist 5 ein gewöhnlicher Drehtisch, der mit einer Reihe wagerecht liegender Formen 6 ausgerüstet ist. Jede Form besteht aus dem Oberteil a, der an dem Unterteil b drehbar befestigt ist. Weiter ist jede Form im Innern mit halbkreisförmigen Ausschnitten c bzw. c1 versehen, wie dies die Fig. 2 bis 4 erkennen lassen. Durch Einflüsse d, d1, d2 (Fig. 1) wird das flüssige Metall zugeführt. An beiden Enden in der oberen Ecke ist jeder Oberteil α mit einem mit Gewicht belasteten Arm 7 versehen, der an der Unterseite in einen Läufer oder in eine Führung e ausmündet. Dieser Läufer hat an der Vorderseite eine gebogene Fläche e1 und einen nach hinten gehenden Vorsprung e2, um mit dem gebogenen Kopf f einer mit Gegengewicht versehenen Klinke 8 in Eingriff kommen zu können. Diese Klinke 8 ist drehbar an dem feststehenden Unterteil δ jeder Form in der Nähe der unteren Kante angeordnet, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Bei geschlossener Lage der Formteile, d. h. dann, wenn der Oberteil α gegen den Unterteil b anliegt und in dieser Stellung den Gußkörper enthält, nimmt der den Gußkörper umfassende belastete Arm 7 an jedem Ende der Form die in Fig. 3 gezeigte Stellung ein, wobei der gebogene Kopf / der Klinke 8 gegen die Vorderfläche e1 am unteren Ende des Armes 7 anliegt, im übrigen jedoch frei ist, aber in solcher Stellung steht, daß der genannte Arm durch die Anschlagvorrichtung 10 in Tätigkeit gesetzt werden kann. Diese Anschlagvorrichtung besteht aus den Ständern 11, 12, wie dies Fig. 1 zeigt, welche neben dem Tisch 5 stehen. Von diesen Ständern springen die Arme 10 nach dem Tisch zu vor, derart, daß sie mit dem Gewicht g der Klinke 8 in Berührung kommen können, und zwar so, daß letztere mit ihrem Kopf längs des flachen Bodens e des Armes 7 entlang bewegt wird und dann den inzwischen geformten Gußkörper 13 zusammen mit dem darin liegenden Kern 14 aus dem Unterteil b der Form 6 heraushebt, wobei der Gußkörper in dem durch Öffnung der Formteile gebil-
deten und zwischen diesen liegenden Raum zu liegen kommt. Dieses Ausheben des Gußkörpers wird dadurch unterstützt, daß die Klinke 8 mit ihrem Kopf f auf den hinteren Vorsprung e2 der Führung e wirkt und unter dem Einfluß ihres Gewichtes den Arm 7 so herumschwingt, daß der Gußkörper einmal an der Öffnung c1 herausgehoben wird und dann zwischen den beiden Formteilen steht, wie dies Fig. 4 erkennen läßt.
■ In dem Augenblick, wo das Gußstück gegossen wird, hat der Kopf der Klinke 8 die Neigung, den Arm 7 so zu bewegen, daß der Oberteil α von dem Unterteil b der Form entfernt, d. h. geöffnet wird. Dadurch wird ■ der Schwerpunkt zwischen den beiden Teilen der Formen b und dem Arm 7 sowie Klinken 8 verschoben, und da weiter die Klinke die Neigung hat, eine Kurve zu beschreiben, so wird der Vorderteil der überneigenden Arme 7 nach vorn bewegt, so daß die Köpfe der Klinken 8 längs der Unterkante der Arme 7 entlanggleiten, bis die Vorsprünge e2 die Spitzen der Klinkenköpfe 8 erfassen und diese festhalten, wobei sie durch die belasteten Enden g ■ unterstützt werden, so daß die Klinken die in Fig. 4 gezeigte Winkellage einnehmen.
Ehe die Form geschlossen wird, d. h. der Oberteil α wieder gegen den feststehenden Unterteil b gelegt wird, ist der Kern 14 in Ausschnitten des Unterteiles b unterzubringen, wobei der Arm 7 und die mit Gegengewichten ausgerüstete Klinke 8 die in Fig. 2 gezeigte Stellung einnimmt. Wird dann die Klinke 8 bzw. das dazugehörige Gewicht g von dem Anschlag 10 angestoßen, so bewegen sich die Teile aus der in Fig. 2 gezeigten Stellung in diejenige der Fig. 3. In dieser Lage wird der Guß vollzogen, nach dessen Beendigung die Teile durch Berührung des Anschlages 10 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung gelangen. Der hier in hängender Lage unterstützte Gußkörper wird dann auf irgendwelche Weise beseitigt, während die mit Gegengewicht ausgerüstete Klinke 8 durch den Vorsprung e2 des Armes 7 unter dem Einfluß des Gewichtes g festgehalten wird.
Das Ergreifen des Gußkörpers unmittelbar nach Entfernen des Oberteiles α von dem Unterteil b der Form 6 verhindert durchaus sicher ein Abschrecken der Oberfläche des Gußstückes, das beim Verbleiben des Gußkörpers in der Form infolge des erheblichen Temperaturunterschiedes zwischen dem Metall des Gußkörpers und der inneren Fläche der Form zu befürchten wäre. Demzufolge wird der Gußkörper unmittelbar nach erfolgtem Guß und nach Abschreckung des Metalles bis zur Erstarrung in den zwischen den Formteilen gebildeten Raum gebracht und hier stufenweise bei der umgebenden atmosphärischen Temperatur abgekühlt. Der Gußkörper bleibt für kurze Zeit in der Hängelage an der gegebenen Stelle, bis er abgenommen und auf einen Stoß anderer ähnlicher Gußkörper gebracht wird, um hier durch die eigene Hitze auszuglühen und bei Luftwärme abzukühlen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Ausheben des Gußstückes aus zweiteiligen, liegenden, mittels eines Drehtisches bewegten Formen, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Formteil (a) ein hakenförmiger Hebel (7), am unteren Formteil (b) eine gewichtsbelastete und von einem Anschlag der Gießvorrichtung beeinflußte Klinke (8) angeordnet ist, die mit ihrem nasenförmigen Ende ff) so mit einer Gleitfläche (e) des Hebels in Beziehung steht, daß beim Anstoß der Klinke (8) an den Anschlag diese . den hakenartigen Hebel (7) so weit herabsinken läßt, bis die Nase (f) der Klinke (8) hinter einen Vorsprung (e2) des Armes fällt und hierdurch beim Öffnen der Form der hakenartige Hebel (7) den in der Form liegenden Gußkörper bzw. den vorstehenden Kern desselben erfassen und aus der Form ausheben kann.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (e) des hakenartigen Armes (7) an einem Ende in eine gebogene Fläche (e1) ausmündet, welche sich bei der normalen oder geschlossenen Lage der Form auf den oberen Teil der Klinke stützt und den Hebel in gehobenem Zustande hält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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