DE2100546A1 - Verfahren zum wasserlosen Färben - Google Patents
Verfahren zum wasserlosen FärbenInfo
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Description
21005^6 TELEGR. PATENTBRYDGES DÜSSELDORF
POSTSCHECK KDLN H0052 DRESDNER BANK 3 536146
COMMERZBANK 3609989
den 5. Janueir 1971
Carlos numberto da Silva Cardona
Arranoada de Vouga/Portu^al
Verfahren zum wasserlosen färben
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wasserlosen Färben
von Garn bzw. Fäden, um dem Garn während des Spinnens selbst
die gewünschte Farbe zu geben, was sowohl hinsichtlich der Zeitersparnis als auch der Arbeitslüsten von wesentlichem Vorteil
ist.
Das übliche Verfahren zum Färben von Textilfasergarn besteht
darin, das Garn bzw. die Fäden in geeignete Färbebäder einzutauchen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Färbeverfahren
zu schaffen, bei dem derartige Färbebäder überflüssig sind, indem der Färbeprozess im Zuge der Herstellung des Garnes
vor sich geht.
Spinnmaschinen sind bekanntlich mit Schmiereinrichtungen, d.h. sogenannten Schmälzeinriclitungen für das Vorgarn bzw.
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hen !.a.-mzug versehe/., ohn(: lie sic nicht Ordnung,-er.Ahß f-.rLoiten
können.
Das Gi-findungsgeiuäie Verfahren ijt dadurch gekennzeichnet,
daiB die Farbe in J1Or,. ein^r Ihiochun. aus flüssigen Färbst ^f ."O
und einer geeignete/. Sch-mälze unt-r Yerr/tnvun.j der V.blio'.en
Scnmlhlzeinric.iti.n^en vvänreud des Spinnvor0a/..jes auf den J-.ri::.\:.-zug
aufgetragen v/irei.
Bei deiu erfindun.sjenäßen Verfahren lassen sich die üblichen
Schmier- bzw. Süh^iLhlzeinrichtungen verv/^niο ., onno d-i.2 di^se
im geringsten verändert v/erden müssen. Die Arbeitsgänge aes
^ Spinnens und Farbens des fernes können du hei· ;jleichz-=iti^
durchgeführt werden, indei:. man eine Ilicchun,. aus i±ü~::i'£en
Farbstoffen und einer Schmelze benutzt, i±h 2ov/onl ±"\v das
Fasergut als auch für üie Farbstoffe geeignet czw. dair.it verträglich
ist.
Das erfin:iun^-;rjgeLia:':e Yerfa/ren, das in Verbindung mit Fäden
aus starken ^cr/lfasern eingeliend erprobt -.:urde, lfc..'ot sie::
auch bei anderen synthetischen oder natürlicr.en Federn anv/ei-iden,
bei denen man n.ch de.:. Prinzip aes "h"a^r:.s-'.innens" arbeitet.
Natürlich hängt die Aufbereitung der ^iscrung aus Fc^rbstoff
W und Schmälze von dem Farbton ab, den man zu erhalten '.'Anseht,
wobei stets flüssige Ftrbctoffe in Anteigen zugesetzt v/eras..,
die man vorher in Laborversuchen ermittelt hat.
Dabei ist stets darauf zu achten, da2 in der verv/endeten
LIischung der Sesai-tanteil an Farbstoffen nicht den Anteil an
Schmälze übersteigt, ..eil sonst Schwierigkeiten beim eigentlichen
Spinnprozess auftreten. Man erreicht dies dadurch, da£ die Farbstoffe jev/eils in der notwendigen Konzentration zur
Verwendung kommen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Auftragen des Farbstoffes
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BAD ORIGINAL
i;i;?t j id: in extrem einfacher '.'/eise durchführen, indem man eine
geeignete und in geeigneter leise steuerbare Auftragevorrichtuii
■ benutzt, dere.. Herkunft und ironjxruktioi- unerheblich
Ϊ3τ, vorai'isgetsetzt, daP nie ein zuverläüci^es und regelbares
üchni. rsyjter.1 mit Pumpe und Kompreacor besitzt, um eine völlig
mäiBi .e Zufuhr der Ili.-c un,- aicherzuut
Die ;..iv5cl:uii- aua. F-.rLucor'f und üch.^J.l/e· v.ird in den zügel·örit
e.: I3e.:::.ltoi· eiiL/e^elje:; und über d^s übliche Zufuhr sister: zum
ί-Ια: LiauLv g^i'öruort, v.'obei ststs da 1-5.1·.Γ ;:eachtöt werde:: cui.',
die Abgabe .lerp.rt au oteuern bsv/. e insure. ;uli sr ex., άε.2 et;,'a
6/0 der r.it>el:un,\ pro jev,'icl:tseinh-cit ICa.:· ...lu.^, d.n. 6 ko
I'iochunj auf 1CC kö· Ka. ;:;2u-; =.u;f.:etragen '.verden. In: ?all von
dunklen oder mixtleren Unifarbe:, iat es vorteilhaft, ^uf der
gleichen c.-.er einer anderen "ascciiie einen s-.voite:: Durchgang
mix mindeo~o:iü 3 ;·>
der I:isc:.:unL- vor zunehme::, wobei der erste
Durcl:ja:i,j auf etv/a 4 >i verringert werde.. r.iu£. .lan erhalt auf
diose ".7eioe sehr schnell eine ^leichciälFige
Das erfinduii;.S^eKIa1Je Verfahren läft sich in vielfältiger
7/eise a::wa..dei:, wobei.der Faclinann diejenige... I.c'cliohkeiten
ai.Vv:e.-den uni kombinieren wird, die zu den besten Ergebnissen
fuhren.
Das erfinc.un.;:sgen:äi?e Verfahren läßt auch eine Mischung von
zv/ei, drei oder -ehr Farben zu, ohne da£ dadurch irgendeine
Verzögerung bei der Garn- bzw. Fadenherstellung eintritt.
ITiiCl: dem Auftragen der Llischung kann das Sarn, ohne es erneut
zu schmälzen, an die folgenden Maschinen weitergeleitet werden.
G-enau zu diese.:: Seitpunkt beginnt die Llischung su wirken, die
in dem Ma3e, wie die einzelnen Verf-..hrensschritte aufeinander
folgen, das ,jesaate Garn vollständig einfärbt, ohne daß dabei
die Iuaschin.3} welche das Garn pasciert, beschädigt oder übermäßig
verschmutzt werden. Es hat sich geneigt, daß der Verschmutzungsgrad
um ein Vielfaches kleiner ist als im Falle
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einer üblichen, für ",Volle benutzten Mischung.
Sobald der Vorspinnprozess beendet ist, zeigt sich eine gleichmäßige Einfärbung, wobei man jedoch erst beim Fertigspinnen
das endgültige Resultat der Imprägnierung und gleichmäßigen
Einfärbung feststellen kann.
Am Ende des Spinnprozesses v/ird man sehen, daß der Faden
bzw. das Garn ein einwandfreies und völlig einheitliches
Auesehen hat, so dar die Farbe nur noch fixiert zu wurden
braucht.
Hierzu v/ird aas Garn, zu Strengen zusammengefaßt, in einen
Autoklaven, vorzu'.rj./eise einen automatisch arbeitenden Autoclave::
ein^e^eben, dat-ät von Fixierung zu Fixierung keine
Unterschiede eintreten»
Im Falle starker Acrylfäden, bei denen sich das Verfahren in Versuchen hervorragend bewehrt hat, ge :t die Fixierung
gleichzeitig mit der Schrumpfung vonstatten; in den meisten
Fällen braucht hierbei weder die Verweilzeit verlängert noch die Temperatur erhöht zu werden.
Hoch bessere Ergebnisse erhält man in einem Autoklaven, der den Aufbau eines Vakuums gestattet.
Im allgemeinen v/ird die Fixierung in einer erwärmten Umgebung
durchgeführt, wobei die Temperatur den einzelnen Faserarten £::gepaßt ist. Für Acrylfasern liegt die Temperatur im allgemeinen
zwischen 100 und 103° C; im Falle von Polyester kann sie auf 130 C erhöht werden. Die Verweilzeit ist veränderlich
und h^ngt von der Intensität der Farbe und der verwendeten
Farbstoffe ab; in keinem Fall ist eine Verweilzeit von mehr als 3C I.'inuten erforderlich.
Dieser Bearbeitungavorhang erfordert keine direkte Dampfzufuhr
und noch weniger die Zufuhr von Feuchtigkeit. Auf
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Fall muß die Berührung mit Washer vermieden werden; aus diesem
G-rund bezeichnet man das Verfahren als "wasserloaes Färbeverfahren"
.
Nach Beendigung des Büarbeitungsvorjanges iat das Ck-.rn in
einera Zustand, in welchem es an seinen VerWcaui ungaort gebracht
werden kann. In den meisten 51LIIlen Icar:n man darauf verzichten,
es vorher zu s üleri oder geschmeidig zu machen.
Kischfasergarn erfordert nach der Fixierung da;.e_en einen
Wasch- oder S.yülvo-rgang, um eine Verschmutzung des nicht
eingefärbten Fasergutes auszuschließen, wobei jedoch alle Eigenarten des Verfahrens hinsichtlich seiner Zuverlässigkeit
erhalten bleiben.
Nachstehend seien einige Vorteile d~s Verfahrens angeführt:
Über die ohnehin erforderlichen Einrichtungen hinaus sind keine weiteren Einrichtungen erforderliche
Das Verfahren gestattet die Verwendung von Farbstoffen in
Mengen von Tausenden Kilogramm, wobei die Binfärbung vom ersten bis zum letzten Kilogramm absolut gleichmäßig ist.
Man erzielt eine Zeitersparnis, da der Farbstoff während der Zeit für den normalen Spinnvorgang aufgebracht wird und es
sich um einen ungebleichten Faden handelt.
Jede Kammgarnspinnerei, die über keine Färberei verfügt, kann
ohne Hilfe von außen Farbtönungen herstellen und reproduzieren.
Da3 ^erfahren verringert die normalerweise zwischen dem
Spinnen und der Endbearbeitung auftretenden Schaden um 80/j
und "bewirkt somit eine Kostensenkung»
Es bietet die Voraussetzung für die bisher nicht mögliche
Wiedereinfärbung, und zwar in erster Linie für Fasern, die
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normalerweise 'urch vcll..t:h.di je oder teil.;.,i.jr;· L>^tti;;un>
eingefärbt '.vorder..
Bs zeichnet sich durch ^röi?ere Zuv^rlüsr;i;.-.eit aus, w^il ^r
Farbatoff gleichmäßig auf../er rächt und vorv/j.-idet wird, or.tie da."
Hilfsstoffe erforderlich sind, ν/α 1 ce die Zuvcrl-.'s^i _;-eit
der Sinfarbun^ beeinträchtigen.,
2o tritt keine oihtti^unj :ier I'asern ein, der.n ea wird vor.
allen ursprünglich vorhandene., üi, .enacnt ::'te.. der !'-..son. Gebrauch
gemacht. Dio Ter.ve:.:". .m^ ve η ".7α; 3 or, die für b·:.·. ti--;..te
Setriebe ein groiPcij Proble;.. "'erstellt, izjt ilberfl.'a .i;;.
unifarber. oder hiochfarten, -.ui bi^hür nur da'lurc;. ao';lic:.
v/ar, dal; dii Parl^xoffe in die ?:>j9r::.;.3' e, e.h. '.vh'rirfcnd* ' -^r
Puaeraufbereitung ein_e^ebe>. v/urä^n«
Die Erfindung ist nicht aai" das beschriebene Ausi?".::r-:n;-:coeisr.-iel
beschränkt, vielmehr er;;iLen nie:, i:.. Hahnen des IJrfii--L;:o"edankena
"lar.ni.'facne Löslichkeit^n :-.er Ab./and
BAD ORiGINAt 109847/1603
Claims (1)
- P a ΐ e η t a ii D η r u c hmivz:..: von -j?.ri- c:;:\. !■':.cier.,cU-uiurc.i c^':-r-^-z^ -i'j!. .e Ii, oai: -.i .; j'^rbe in j-or:: einer Ϊ.ϊ..-:ο1 ruü flu83i.;e:i J1^r"; -jtoTf e·. vvA ein-:- :?wei';ii'3ieii ^cnnulse unter /or\,reirlunj 'er ::biic!.e.: Sei::.:" lzeinric. tun_.:er. wi'.iirGiicl des o"ii:nvor,_;s.ii es ui;f der. iva::.irizu.: au:'rc:ra:,ti. v.'iri.1098A7/1603BAD ORIGINAL
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2115218A (en) * | 1933-12-20 | 1938-04-26 | Hughes L Siever | Fiber treatment |
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1970
- 1970-09-04 FR FR7032318A patent/FR2086434A1/fr active Granted
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1971
- 1971-01-07 DE DE19712100546 patent/DE2100546C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2100546C3 (de) | 1978-06-22 |
| DE2100546B2 (de) | 1977-10-27 |
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