DE2103151B2 - Roentgenroehre mit in zwei nebeneinander liegenden, durch ein balgrohr verbundenen behaeltern angeordneter anode und kathode - Google Patents
Roentgenroehre mit in zwei nebeneinander liegenden, durch ein balgrohr verbundenen behaeltern angeordneter anode und kathodeInfo
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- H01J35/00—X-ray tubes
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- H01J35/04—Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Röntgenröhre, deren Anode und Kathode relativ zueinander unbeweglich
in zwei geerdeten, im wesentlichen parallel nebeneinanderliegenden Behältern angeordnet sind,
die durch ein senkrecht zu den Behälterachsen angeordnetes deformierbares Balgrohr, durch das der
Elektronenstrahl von der Kathode zur Anode verläuft, vakuumdicht verbunden sind, wobei im
Inneren des Balgrohrcs parallel zu dessen Achse ein an seinem einen Ende mit einem Flansch versehenes
Innenrohr angeordnet ist.
Eine solche Röntgenröhre ist aus der deutschen Patentschrift 649 898 bekannt. Der besondere Vorteil
dieser Bauform liegt darin, daß die Hochspannungskabel für die Anode und die Kathode von der
gleichen Seite eingeführt werden können, so daß sich ein sehr handlicher Röntgenstrahier ergibt. Bei der
bekannten Röntgenröhre nacli dieser deutschen Patentschrift 649 898 sind im oberen Teil der Vakuumgcfäße
rohrförmigc Ansclilußstiicke vorhanden. Diese sind mit einem Ansatz verschen und werden
während der Fertigung bereits an dieser Stelle fest miteinander verbunden, wobei die Schwierigkeit
darin bestand, gleichzeitig auch noch eine Ausrichtung der beiden Gefäße zueinander vorzunehmen. In
einer besonderen Anordnung innerhalb dieser rohrförmigen Anschlußteile an den beiden Gefäßen ist
das eine Teil mit einer Schneidrohrvcrlängcrung versehen, und dieses Schneidrohr ist mit einem dcforniicrbarcn
Balgrohr umgeben. Eine entsprechend angeordnete Überwurfmutter wirkt als Zugmutter und
dient bei der Montage dazu, das Schneidrohr η eine am anderen Vakuumgefäß in dem aus diesem ragenden
Rohrstück angeordnete dünne Wandung einzustechen. Der Nachteil dieser Anordnung, bei der
also das Balgrohr mit seinem Innenrohr nicht zur Justierung dient, besteht darin, daß beim Durchstechen
die zwischen den ineinandergeschobenen Ansatztcilen vorhandene Luft in das Vakuum eintritt
und besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das ursprüngliche Vakuum wieder herzustellen.
Bei dieser bekannten Röntgenröhre werden die senkrecht zum Elektronenstrahl austretenden Röntgenstrahlen
ausgenutzt, was bei niedrigen Röhrenspannungen auch zu befriedigenden Ergebnissen
führt. Bei energiereichen Elektronen (30OkV und mehr) bildet jedoch das Maximum der aus der Anode
austretenden Strahlungsenergie einen stumpfen Winkel mit der Richtung des auftreffenden Elektronenstrahles.
Wenn dabei das Maximum der Strahlungsenergie ausgenutzt werden soll, muß die
Elektronenauftreffplatte in einem spitzen Winkel von z. B. 20° zu den auftreffenden Elektronenstrahlen
angeordnet werden. Bei einem so geringen Neigungswinkel können schon geringste, in der Fertigung nicht
ganz vermeidbare Toleranzen zu einem verhältnismäßig starken Auswandern des Brennflecks führen.
Es sind Röntgenröhren bekannt, bei denen eine nachträgliche Einstellung der Brennflecklage durch
eine Relativverschiebung zwischen Anode und Kathode möglich ist (vgl. z. B. Zeitschrift »Röntgen- und
Laborpraxis«, 1962, S. R 57 und R 58). Zu diesem Zweck ist die Kathode über ein deformierbares, balgartig
ausgebildetes Rohr mit dem Röhrenkolben verbunden, so daß die Kathode relativ zum Röhrenkolben
und der damit starr verbundenen Anode verstellt werden kann, bis sich der Brennfleck an der
gewünschten Stelle befindet.
Eine derartige Einstellung der Brennflecklage bei
einer Röntgenröhre der eingangs genannten Art würde erfordern, daß entweder einer der Behälter
mitsamt der darin befindlichen Elektrode (Anode oder Kathode) relativ zur Achse des anderen Behälters
gekippt wird (dann muß das Balgrohr zwischen den beiden Behältern vorgesehen sein) oder
daß eine der Elektroden bzw. der damit verbundene Isolator relativ zu der Behälterachse gekippt wird,
wobei das Balgrohr zwischen dem Isolator und dem Behälter anzuordnen wäre. Bei einer derartigen
Röntgenröhre müßten Anode und Kathode bzw. die entsprechenden Behälter — in der Regel mitsamt den
daran angeschlossenen schweren Hochspannungskabeln — mit recht erheblichem Kraftaufwand
gegeneinander verschoben werden, obwohl in den meisten Fällen nur eine geringe Verschiebung
erforderlich ist. Eine genaue Einstellung der Brennflccklage ist auf diese Weise kaum möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Röntgenröhre der eingangs genannten Art die
Brennflccklage einstellbar zu machen, ohne daß Anofln und Kathode relativ zueinander bewegt
werden müssen. Diese Aufgabe wird bei einer Röntgenröhre der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Innenrohr über ein in Richtung der beiden Rohre schmales Zwischenstück gegenüber der
Achse des Balgrohrcs kippbar mit einer Stelle etwa in der Mitte des Balgrohrcs verbunden ist. Dabei
kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung das Balgrohr aus zwei Teilen bestehen, mit deren von den
Behältern abgewandten Enden das Zwischenstück verbunden ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbcispiclcs
näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt zwei an ihren oberen Enden kalottenförmig abgeschlossene, rohrförmige Bc-
halter 1 und 2, in denen sich die Anode 3 bzw. die Kathode 4 befindet. Anode 3 und Kathode 4 befinden
sich im Betriebszustund auf Hochspannungspotential
und sind daher über Isolatoren 5 bzw. 6 in nicht näher dargestellter Weise mit der Wand der geerdeten
Behälter verbunden. In der Wand des Behälters 1 ist ein Fenster 14 für die in Richtung des
Pfeiles 13 austretende Strahlung vorgesehen.
Insoweit entspricht der Aufbau ungefähr dem der Röntgenröhre gemäß der deutschen Patentschrift
649 898.
Die beiden Behälter sind über ein leicht deforraierbares,
aus zwei gleich langen Teilen 7 α und 7 b bestehendes Balgrohr vakuumdicht miteinander verbunden.
Die von den Behältern 1 bzw. 2 abgewandten Enden der Balgrohrhälften 7 ο bzw. Ib sind an ein
ringförmiges Zwischenstück 8 angeschweißt, das mit einem Innenrohr 9 verbunden ist, das im Innern des
Balgrohres la, Ib angeordnet ist und ungefähr die
gleiche Länge hat wie dieses. Das Innenrohr 9, durch das hindurch die Elektronen von der Kathode auf die
Elektronenauftreffplatte der Anode treffen, beeinflußt das elektrische Feld und damit auch die Elektronenbahn;
daher kann die Lage des Brennflecks auf der Elektronenauftreffplatte durch Verkanten des
Zwischenstücks 8 bzw, des damit verbundenen Innenrahresö beispielsweise in der durch die Pfeile
U angegebenen Richtung in der gewünschten Weise eingestellt werden. Der Innendurchmesser des Balgrohres
7 a, 7 b muß also etwa größer sein als der Außendurchmesser des Innenrohres 9, damit dieses
in dem erforderlichen Maße verkantet werden kann. Weiterhin sollte der Verbindungspunkt zwischen dem
Balgrohr 7 a, Ib und dem Innenrohr 9 möglichst in
der Mitte des Balgrohres liegen — wie in der Zeichnung dargestellt —, weil das Innenrohr 9 auf diese
Weise am leichtesten zur Achse des Balgrohres 7 a, 7 b
verkantet und bewegt werden kann.
An dem der Kathode zugewandten Ende des Innenrohres 9 ist ein Flansch 15 vorgesehen. Dadurch
wird erreicht, daß bei einer Verschiebung des Zwischenstücks 8 und damit des Innenrohres 9 in
axialer Richtung (ohne Verkantung des Innenrohres 9) auf die Kathode 4 zu das elektrische Feld
im Kathodenbehälter derart geändert wird, daß sich die Divergenz des Elektronenstrahls und als Folge
davon die Größe des Brennheckes auf der Anode ändert. Eine entsprechende Wirkung ergibt sich,
wenn der Flansch am anderen Ende des Innenrohres 9 angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Röntgenröhre, deren Anode und Kathode relativ zueinander unbeweglich in zwei ge- s
erdeten, im wesentlichen parallel nebeneinanderliegenden Behältern angeordnet sind, die durch
ein senkrecht zu den Behälterachsen angeordnetes deformierbares Balgrohr, durch das der Elektronenstrahl
von der Kathode zur Anode verläuft, vakuumdicht verbunden sind, wobei im Inneren
des Balgrohres parallel zu dessen Achse ein an seinem einen Ende mit einem Flansch versehenes
Innenrohr angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (9) über ein in
Richtung der beiden Rohre schmales Zwischenstück (8) gegenüber der Achse des Balgrohres
(la, Tb) kippbar mit einer Stelle etwa in der Mitte
des BalgyUires (Ta, 7 b) verbunden ist.
2. Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Balgrohr aus zwei Teilen (Ta, Tb) besteht, mit deren von den Behältern
(1,2) angewandten Enden das Zwischenstück (8) verbunden ist.
151
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103151 DE2103151B2 (de) | 1971-01-23 | 1971-01-23 | Roentgenroehre mit in zwei nebeneinander liegenden, durch ein balgrohr verbundenen behaeltern angeordneter anode und kathode |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103151 DE2103151B2 (de) | 1971-01-23 | 1971-01-23 | Roentgenroehre mit in zwei nebeneinander liegenden, durch ein balgrohr verbundenen behaeltern angeordneter anode und kathode |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2103151A1 DE2103151A1 (de) | 1972-05-25 |
| DE2103151B2 true DE2103151B2 (de) | 1972-05-25 |
Family
ID=5796714
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712103151 Withdrawn DE2103151B2 (de) | 1971-01-23 | 1971-01-23 | Roentgenroehre mit in zwei nebeneinander liegenden, durch ein balgrohr verbundenen behaeltern angeordneter anode und kathode |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2103151B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2301917A1 (fr) * | 1975-02-18 | 1976-09-17 | Philips Nv | Tube a vide haute tension, en particulier tube de rontgen |
-
1971
- 1971-01-23 DE DE19712103151 patent/DE2103151B2/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2301917A1 (fr) * | 1975-02-18 | 1976-09-17 | Philips Nv | Tube a vide haute tension, en particulier tube de rontgen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2103151A1 (de) | 1972-05-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |