DE2103151C - Röntgenröhre mit in zwei nebenein ander liegenden, durch ein Balgrohr ver bundenen Behaltern angeordneter Anode und Kathode - Google Patents
Röntgenröhre mit in zwei nebenein ander liegenden, durch ein Balgrohr ver bundenen Behaltern angeordneter Anode und KathodeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Röntgenröhre, deren Anode und Kathode relativ zueinander unbeweglich
in zwei geerdeten, im wesentlichen parallel nebeneinanderliegenden Behältern angeordnet sind,
die durch ein senkrecht zu den Behälterachsen angeordnetes deformierbares Balgrohr, durch das der
Elektronenstrahl von der Kathode zur Anode verläuft, vakuumdicht verbunden sind, wobei im
Inneren des Balgrohres parallel zu dessen Achse ein an seinem einen Ende mit einem Flansch versehenes
Innenrohr angeordnet ist.
Eine solche Röntgenröhre ist aus der deutschen Patentschrift 649 898 bekannt. Der besondere Vorteil
dieser B'auform liegt darin, daß die Hochspannungskabel für die Anode und die Kathode von der
gleichen Seite eingeführt werden können, so daß sich ein sehr handlicher Röntgenstrahier ergibt. Bei der
bekannten Röntgenröhre nach dieser deutschen Patentschrift 649 898 sind im oberen Teil der Vakuumgefäße
rohrförmige Anschlußstücke vorhanden. Diese sind mit einem Ansatz versehen und werden
während der Fertigung bereits an dieser Stelle fest miteinander verbunden, wobei die Schwierigkeit
darin bestand, gleichzeitig auch noch eine Ausrichtung der beiden Gefäße zueinander vorzunehmen. In
einer besonderen Anordnung innerhalb dieser rohrförmigen Anschlußteile an den beiden Gefäßen ist
das eine Teil mit einer Schneidrohrverlängerung versehen, und dieses Schneidrohr ist mit einem deformierbaren
Balgrohr umgeben. Eine entsprechend angeordnete Überwurfmutter wirkt als Zugmutter und
dient bei der Montage dazu, das Schneidrohr in eine am anderen Vakuumgefäß in dem aus diesem ratenden
Rohrstück angeordnete dünne Wandung einzustechen. Der Nachteil dieser Anordnung, bei der
also das Balgrohr mit seinem Innenrohr nicht zur Justierung dient, besteht darin, daß beim Durchstechen
die zwischen den ineinandergeschobenen Ansatzteilen vorhandene Luft in das Vakuum eintritt
und besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das ursprüngliche Vakuum wieder her-
zusteiien.
Bei dieser bekannten Röntgenröhre wurden aie
senkrecht zum Elektronenstrahl austretenden Röntgenstrahlen ausgenutzt, was bei niedrigen Rohrenspannungen
auch zu befriedigenden Ergebnissen führt. Bei energiereichen Elektronen (30OkV und
mehr) bildet jedoch das Maximum der aus der Anode austretenden Strahlungsenergie einen stumpfen
Winkel mit der Richtung des auftreffenden Elektronenstrahles. Wenn dabei das Maximum der
Strahlungsenergie ausgenutzt werden soll, muß die Elektronenauftreffplatte in einem spitzen Winkel von
z. B. 20° zu den auftreffenden Elektronenstrahlen angeordnet werden. Bei einem so geringen Neigungswinkel
können schon geringste, in der Fertigung nicht ganz vermeidbare Toleranzen zu einem verhältnis
mäßig starken Auswandern des Brennflecks führen
Cs sind Röntgenröhren bekannt, bei denen ein,
nachträgliche Einstellung der Brennflecklage d.mii
eine Relativverschiebung zwischen Anode und Kathode möglich ist (vgl. z. B. Zeitschrift »Röntgen- unu
Laborpraxis«, 1962, S. R 57 und R 58). Zu diesen Zweck ist die Kathode über ein deformierbares, baltartig
ausgebildetes Rohr mit dem Röhrenkolben verbunden, so daß die Kathode relativ zum Röhren
kolben und der damit starr verbundenen Anode verstellt werden kann, bis sich der Brennfleck an de;
gewünschten Stelle befindet.
Eine derartige Einstellung der Brennflecklage bei einer Röntgenröhre der eingangs genannten Ar!
würde erfordern, daß entweder einer der Behälter mitsamt der darin befindlichen Elektrode (Anode
oder Kathode) relativ zur Achse des anderen Behälters gekippt wird (dann muß das Balgroh,
zwischen den beiden Behältern vorgesehen sein) oder daß eine der Elektroden bzw. der damit verbundene
Isolator relativ zu der Behälterachse gekippt wird, wobei das Balgrohr zwischen dem Isolator und dem
Behälter anzuordnen wäre. Bei einer derartigen Röntgenröhre müßten Anode und Kathode bzw. die
entsprechenden Behälter — in der Regel mitsamt den daran angeschlossenen schweren Hochspannungskabeln
— mit iecht erheblichem Kraftaufwand gegeneinander verschoben werden, obwohl in den
meisten Fällen nur eine geringe Verschiebung erforderlich ist. Eine genaue Einstellung der Brennflecklage
ist auf diese Weise kaum möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Röntgenröhre der eingangs genannten Art die
Brennflecklage einstellbar zu machen, ohne daß Anode und Kathode relativ zueinander bewegt
werden müssen. Diese Aufgabe wird bei einer Röntgenröhre der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Innenrohr über ein in Richtung der beiden Rohre schmales Zwischenstück gegenüber der
Achse des Balgrohres kippbar mit einer Stelle etwa in der Mitte des Balgrohres verbunden ist. Dabei
kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung das Balgrohr aus zwei Teilen bestehen, mit deren von den
Behältern abgewandten Enden das Zwischenstück verbunden ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt zwei an ihren oberen Enden kartenförmig abgeschlossene, rohrförmige Be-
3 4
hälter 1 und 2, in denen sich die Ai ..ode 3 bzw. die Zwischenstücks 8 bzw. des damit \Lrbuudenen
Kathode 4 befindet. Anode 3 und Kathode 4 be- Innenrohres 9 beispielsweise in der durch die Pfeile
finden sich im Betriebszustand auf Hochspannungs- 11 angegebenen Richtung in der gewünschten Weise
potential und sind daher über Isolatoren 5 bzw. 6 in eingestellt werden. Der Innendurchmesser des BaIg-
nicht näher dargestellter Weise mit der WanJ der ge- 5 rohres Ta, Tb muß also etwa größer sein als der
erdeten Behälter verbunden. In der Wand des Be- Außendurchmesser des Innenrohres 9, damit dieses
hälters 1 ist ein Fenster 14 für die in Richtung des in dem erforderlichen Maße verkantet werden kann.
Pfeiles 13 austretende Strahlung vorgesehen. Weiterhin sollte der Verbindungspunkt zwischen dem
Insoweit entspricht der Aufbau ungefähr dem der Balgrohr 7 a, Tb und dem Innenrohr 9 möglichst in
Röntgenröhre gemäß der deutschen Patentschrift xo der Mitte des Balgrohres liegen — wie in der Zeich-
649 898. nung dargestellt —, weil das Innenrohr 9 auf diesc-
Die beiden Behälter sind über ein leicht deformier- Weise am leichtesten zur Achse des Balgrohres 7 a, 7 b
bares, aus zwei gleich langen Teilen 7 α und 7 b be- verkantet und bewegt werden kann,
stehendes Balgrohr vakuumdicht miteinander ver- An dem der Kathode zugewandten Ende des bunden. Die von den Behältern 1 bzw. 2 abgewandten 15 Innenrohres 9 ist ein Flansch 15 vorgesehen. Da-Enden der Balgrohrhälften la bzw. Tb sind an ein durch wird erreicht, daß bei einer Verschiebung des ringförmiges Zwischenstück 8 angeschweißt, das mit Zwischenstücks 8 und damit des Innenrohres 9 in einem Innenrohr 9 verbunden ist, das im Innern des axialer Richtung (ohne Verkantung des Innen- BalgrohresTa, Tb angeordnet ist und ungefähr die rohres9) auf die Kathode4 zu das elektrische Feld gleiche Länge hat wie dieses. Das Innenrohr 9, durch ao im Kathodenbehälter derart geändert wird, daß sich das hindurch die Elektronen von der Kathode auf die die Divergenz des Elektronenstrahles und als Folge Elektronenauftreffplatte der Anode treffen, beein- davon die Größe des Brennfleckes auf der Anode flußt das elektrische Feld und damit auch die Elek- ändert. Eine entsprechende Wirkung ergibt sich, tronenbahn; daher kann die Lage des Brennflecks wenn der Flansch am anderen Ende des Innenauf der Elektronenauftreffplatte durch Verkanten des as rohres 9 angeordnet ist.
stehendes Balgrohr vakuumdicht miteinander ver- An dem der Kathode zugewandten Ende des bunden. Die von den Behältern 1 bzw. 2 abgewandten 15 Innenrohres 9 ist ein Flansch 15 vorgesehen. Da-Enden der Balgrohrhälften la bzw. Tb sind an ein durch wird erreicht, daß bei einer Verschiebung des ringförmiges Zwischenstück 8 angeschweißt, das mit Zwischenstücks 8 und damit des Innenrohres 9 in einem Innenrohr 9 verbunden ist, das im Innern des axialer Richtung (ohne Verkantung des Innen- BalgrohresTa, Tb angeordnet ist und ungefähr die rohres9) auf die Kathode4 zu das elektrische Feld gleiche Länge hat wie dieses. Das Innenrohr 9, durch ao im Kathodenbehälter derart geändert wird, daß sich das hindurch die Elektronen von der Kathode auf die die Divergenz des Elektronenstrahles und als Folge Elektronenauftreffplatte der Anode treffen, beein- davon die Größe des Brennfleckes auf der Anode flußt das elektrische Feld und damit auch die Elek- ändert. Eine entsprechende Wirkung ergibt sich, tronenbahn; daher kann die Lage des Brennflecks wenn der Flansch am anderen Ende des Innenauf der Elektronenauftreffplatte durch Verkanten des as rohres 9 angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:L Röntgenröhre, deren Anode und Kathode relativ zueinander unbeweglich in zwei geerdeten, im wesentlichen parallel nebeneinanderliegenden Behältern angeordnet sind, die durch ein senkrecht zu den Behälterachsen angeordnetes deformierbares Balgrohr, durch das der Elektronenstrahl von der Kathode zur Anode verläuft, vakuumdicht verbunden sind, wobei im Inneren des Balgrohres parallel zu dessen Achse ein an seinem einen Ende mit einem Flansch versehenes Innenrohr angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (9) über ein in Richtung der beiden Rohre schmales Zwischenstück (8) gegenüber der Achse des Balgrohres (7 a, 7 b) kippbar mit einer Stelle etwa in der Mitte des Balgrohres (7 a, 7 b) verbunden ist.
- 2. Röntgeimiliie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Balgrohr aus zwei Teilen (7 a, 7 b) besteht, mit deren von den Behältern (1,2) angewandten Enden das Zwischenstück (8) verbunden ist.25
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