DE210563C - - Google Patents

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DE210563C
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nitrobenzonitrile
nitrophenylpyruvic
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oxalic acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Läßt man ι Mol. Natriumnitrit bei gewöhnlicher Temperatur auf o-Nitrophenylbrenztraubensäure einwirken, so ist die Säure selbst nach mehrtägigem Stehen noch unverändert (Ber. 30, Seite 103g, Zeile 18 von oben). In der Siedehitze dagegen wird eine vollständige Umwandlung der o-Nitrophenylbrenztraubensäure in ο - Nitrobenzonitril erst mit 2 Mol. Natriumnitrit erreicht, wobei allerdings die abgespaltene Oxalsäure zerfällt und in Form von Kohlensäure entweicht. Bei Anwendung von weniger als 2 Mol. Natriumnitrit in der Siedehitze bleibt, wie aus dem auf Seite 1040 (a. a. 0.) beschriebenen Versuch hervorgeht, ein Teil der ο - Nitrophenylbrenztraubensäure unverändert, und es entsteht vorwiegend Anhydro-ß-oximido-o-nitrobenzoyloxalsäure. Eine vollständige Umwandlung der ο ■Nitrophenylbrenztraubensäure in o-Nitrobenzonitril mit nur ι Mol. Natriumnitrit war also bisher nicht bekannt und ist auch weder bei gewöhnlicher Temperatur noch bei Siedehitze zu erreichen. Im ersteren Falle entweicht salpetrige Säure ungenutzt, im letzteren wird ein Teil zur Oxydation und Spaltung der Oximidonitrobenzoylglyoxylsäure in Kohlensäure und o-Nitrobenzonitril verbraucht.
Es wurde nun gefunden, daß in äußerst glatt verlaufender Reaktion o-Nitrobenzonitril neben Oxalsäure aus der o-Nitrophenylbren%-traubensäure erhalten wird, wenn man- auf sie molekulare Mengen salpetriger Säure bei mittlerer Temperatur (d. h. einer Temperatur zwischen der gewöhnlichen und der Siedetemperatur, am besten 60 bis 80c) einwirken läßt. Dieses Ergebnis war nicht vorauszusehen und ist von großer Bedeutung, weil es eine äußerst billige und glatte Überführung des o-Nitrotoluols in die Anthranilsäurereihe gestattet. Die intermediär entstehende Oximidonitrobenzoylglyoxylsäure spaltet sich bei mittlerer Temperatur am besten bei 70 bis 8o° glatt in Oxalsäure und o-Nitrobenzonitril. Nach vorliegendem Verfahren wird also:
1. eine Ersparnis an Nitrit erreicht und
2. die Oxalsäure quantitativ wiedergewon
Beispiel.
10,5 kg ο-Nitrophenylbrenztraubensäure werden in 1001 Wasser heiß gelöst und mit 36,5 kg 10 prozentiger Salpetersäure versetzt. In die Masse läßt man unter gutem Rühren bei etwa 70 ° eine konzentrierte Lösung von 3,6 kg Natriumnitrit hineinlaufen. Bei gut geleiteter Operation entweicht keine salpetrige Säure.. Sobald alles Nitrit zugelaufen ist, trübt sich die Flüssigkeit, und nach ganz kurzer Zeit scheidet sich bei der angegebenen Temperatur das o-Nitrobenzonitril in Kristallen ab. Man nitriert, wäscht aus und trocknet. Das Filtrat enthält neben ganz geringen Mengen o-Nitrobenzonitril die Gesamtmenge der abgespaltenen Oxalsäure, die sich in bekannter Weise wieder gewinnen läßt.
Anstatt bei 70 ° die Nitrosierung auszuführen, kann man auch die salpetrige Säure bei niederer Temperatur etwa 50 ° zulaufen
lassen und die Reaktionsmasse dann etwas erwärmen.
In ähnlicher Weise verläuft die Reaktion, wenn man anstatt der o-Nitrophenylbrenztraubensäure das aus Nitro-p-xylol- und Oxalsäureester dargestellte Produkt (o-Nitro-p-methyl-phenylbrenztraubensäure, Ber. 30, - 1050) in der gekennzeichneten Weise mit salpetriger Säure behandelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Verfahren zur Darstellung von o-Nitroverbindungen der Nitrile von aromatischen Carbonsäuren neben Oxalsäure, darin bestehend, daß man ο-Nitroarylbrenztraubensäure mit molekularen Mengen salpetriger Säure bei einer über der gewöhnlichen, aber unter 100 ° liegenden Temperatur — vorteilhaft bei 70 bis 80 ° — behandelt.
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