DE210772C - - Google Patents

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DE210772C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M17/00Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
    • H04M17/02Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
    • H04M17/026Constructional features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

4M Öd) I
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 210772 KLASSE 21«. GRUPPE
HANS ERBKAMM in LEIPZIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1908 ab.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige Sperrvorrichtung für Fernsprecher, welche die Abnahme des Hörers und damit die Benutzung der Sprechstelle erst nach Einwurf eines Geldstückes gestattet, das die Drehung einer die Sprechgarnitur durch Einwirkung einer Zunge sperrenden, mit Aussparungen versehenen Verschlußscheibe bewirkt.
ίο Hörer und Hörerhaken sind, wie dies bereits bekannt ist, durch einen besonderen Kasten verschlossen. Fernsprechersperrvorrichtungen sind in verschiedenen Ausführungsformen bereits bekannt geworden, sie haben aber meistens den Nachteil, daß sie, einmal ausgelöst, eine mehrmalige Benutzung der Sprechstelle für ein und dasselbe Geldstück ermöglichen. Dies wird bei der neuen Sperrvorrichtung unmöglich gemacht, und es muß für jedes Gespräch eine neue Münze eingeworfen werden. Die bekannten Fernsprechersperrvorrichtungen geben nach Einwurf eines Geldstückes- entweder die Anrufkurbel oder den Hörerhaken frei, soweit sie nicht durch Einwurf eines Geldstückes die Tür eines den Hörerhaken enthaltenden Kastens freigeben, welche Tür dann beliebig lang geöffnet bleiben kann, so daß der Fernsprecher ohne besondere Handgriffe beliebig oft benutzt werden kann. Bei den die Anrufkurbel oder den Hörerhaken freigebenden Sperrvorrichtungen kann nach Lösung der Sperre der Fernsprecher dadurch wiederholt benutzt werden, daß nach.jedem Gespräch der Hörerhaken auf und ab bewegt wird, um das Amt aufmerk- '35 sam zumachen. Denn erst nach Einhängen des Hörers in den Haken bzw. nach der auf irgendeine Weise erfolgenden Verschließung der Anrufkurbel wird der Fernsprecher wieder gesperrt. Bei anderen Vorrichtungen wird zwar diese Möglichkeit vermieden, indem das Herabdrücken des Hakens zu dem erwähnten Zweck die Sperrung des Fernsprechers zur Folge hat, aber der Hörer kann dann nur nach'neuer Auslösung' des Hakens durch ein Geldstück wieder eingehängt werden, so daß also Unregelmäßigkeiten und Störungen im Betrieb möglich werden können.
Alle diese Nachteile werden bei der neuen Sperrvorrichtung vermieden, denn der Benutzer des Fernsprechers ist gezwungen, den ■ Hörer nach dem Gespräch wieder in den Haken zu hängen, um dadurch dem Amt die Beendigung des Gespräches anzuzeigen. Sowie dies aber geschehen ist, erfolgt selbsttätig die Sperrung des Apparates, und der Hörer kann nur nach Einwurf eines neuen Geldstückes zu einem weiteren Gespräch wieder aus dem Kasten genommen werden.
Die Vorteile, die der Erfindungsgegenstand gegenüber den bisherigen Sperrvorrichtungen · vereinigt, sind also folgende :
1. ist die wiederholte Benutzung des Fernsprechers durch Auf- und Abbewegen des Hakens nach jedem Gespräch unmöglich gemacht, und es muß für jedes Gespräch ein besonderes Geldstück eingeworfen werden;
2. muß der Hörer zur Schlußzeichengabe
nach jedem Gespräch wieder in den Kasten gehängt werden, so daß Unregelmäßigkeiten im Betrieb nicht zu erwarten sind;
3. ist aber auch noch dadurch, daß die Sperrvorrichtung selbst nicht auf den Hörerhaken wirkt, eine ungünstige Beeinflussung des letzteren ausgeschlossen.
Die Anbringung der neuen Vorrichtung ist übrigens gegebenenfalls auch an Fernspreehern mit festem Haken möglich.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt. Fig. ι zeigt die Anbringung des Kastens am Fernsprecher, Fig. 2 einen Grundriß und Fig. 3 einen Schnitt des Kastenbodens mit der Klappe und der Sperrvorrichtung, Fig. 4 eine Einzelheit.
Hörer und Hörerhaken sind von einem Kasten 1 umschlossen, dessen Boden eine nach innen drehbare Klappe 2 besitzt. Durch einen Schlitz 3 dieser Klappe wird der Hörer nach außen geführt, dessen Muschel bei geschlossenem Apparat auf dem Boden des Kastens 1 aufliegt (Fig. 1), so daß also der Hörer nicht nach oben bewegt und ausgehängt werden kann, solange die Klappe 2 geschlossen ist. Das Öffnen der Klappe wird erst dann möglich, wenn sich eine mit zwei Aussparungen 4, 5 versehene Verschlußscheibe 6, welche in dem festen Teil' des Bodens um eine Achse 7 drehbar gelagert ist, so weit in der Pfeilrichtung gedreht hat, daß eine ihrer beiden Aussparungen gerade über einer Zunge 8 der Klappe 2 sich befindet. Die Drehung der Verschlußscheibe 6 kommt nun folgendermaßen zustande.
Eine in einen Kanal 11 geworfene Münze drückt durch ihr Gewicht das Ende eines zu einer Platte 12 ausgebildeten, um einen Stift 13 drehbaren Hebels 14 nach unten, dessen anderes Ende eine Sperrklinke 15 trägt, welche somit gehoben wird und ein um eine Achse 16 drehbares Sperrad 17 freigibt. Die Drehung der Achse 16, auf welcher außerdem ein Kegelrad 20 und ein Stirnrad 21 befestigt sind, erfolgt unter der Einwirkung einer Feder 18, welche vermittels eines Zwischengliedes 19 an dem Kegelrad 20 angreift. Die Feder 18 kann natürlich auch durch eine der bekannten Uhrfedern ersetzt werden. Die Drehung des Stirnrades 21 wird durch ein mit ihm in Eingriff stehendes, auf der Drehachse 7 sitzendes Stirnrad 22 auf die Verschlußscheibe 6 übertragen. Nach Auslösung des Sperrades 17 durch die Sperrklinke 15 dreht sich also die Verschlußscheibe 6 unter der Federwirkung bei geeigneter Wahl der Zahnradübersetzung sehr rasch so weit, daß die Aussparung 5 über der Zunge 8 steht und mithin die Klappe 2 freigegeben wird. Die Drehung ist begrenzt durch einen Anschlag 9 der Verschlußscheibe, welcher bei der in Fig. 2 punktiert eingezeichneten Offenstellung an einen Stift 10 anstößt und eine weitere Drehung verhindert. Nachdem das Geldstück von der Platte 12 in einen Behälter abgeglitten ist, senkt sich der Hebel 14 mit der Sperrklinke wieder. Durch Einwärtsdrücken des Hörers oder der Klappe 2 selbst ist diese nunmehr zu öffnen, und der Hörer kann von dem Hörerhaken abgenommen und aus dem Schlitz 3 geführt .werden.
Durch ihr eigenes Gewicht fällt sodann die Klappe 2 wieder zu, wobei die vorher entspannte Feder 18 zum Teil wieder gespannt und die Verschlußscheibe 6 wieder so weit zurückgedreht wird, daß jetzt ihre Aussparung 4 über der Zunge 8 steht. Nach Beendigung des Gespräches wird nun der Fernhörer in den Schlitz 3 der Klappe 2 eingeführt, und die Klappe kann zwecks Aufhängens des Hörers am Hörerhaken, wodurch dem Amt das Ende des Gespräches angezeigt wird, ohne weiteres nach innen gedrückt werden. Ist der Hörer angehängt, so fällt die Klappe wieder nach unten, wodurch mittels einer später zu beschreibenden Vorrichtung die Feder 18 vollständig gespannt und die Verschlußscheibe 6 wieder in die in Fig. 2 gezeichnete Anfangslage gedreht wird. Beim Fallen der Klappe 2 würde nun ihrer Zunge 8 durch die Verschlußscheibe 6 der Weg versperrt werden und der go Kasten 1 nicht geschlossen werden können, weshalb die Zunge 8 mit einem nach oben drehbaren Scharnier 23 versehen ist und durch zwei Federn 24 nach unten gedrückt wird, so daß sie, jedoch nur bei Abwärtsbewegung der Klappe, umschnappen und an der Verschlußscheibe 6 vorbei kann. Damit ist nun der Kasten wieder verschlossen, und der Hörer kann nur nach Einwurf eines weiteren Geldstückes wieder herausgenommen werden.
Das Spannen der Feder 18 beim Fallen der Klappe 2 geschieht folgendermaßen.
Auf der Klappe 2 (Fig. 2) ist, drehbar um eine Achse 25, ein Hebel 26 angebracht, dessen eines Ende eine kreisförmig gebogene Zahnstange 27 trägt, welche beim Fallen der Klappe in ein Zahnrad 28 eingreift. Dieses Zahnrad überträgt seine Bewegung auf ein Kegelrad 29, welches mit dem Kegelrad 20 in Eingriff steht, und somit die Achsen 16 und 7 dreht. Damit nun die Zahnstange 27 nur beim Nie-, derfallen der Klappe 2 zum Eingriff mit dem Zahnrad 28 kommt, hat der Hebel 26 an seinem anderen Ende einen Stift 30, der in nach dem Innern des Kastens 1 kreisförmig gebogene Rinnen 31 bzw. 32 geführt wird. Beim Aufgehen der Klappe läuft dieser Stift 30 in der Rinne 31 und der mit der Zahnstange 27 versehene Hebel 26, dessen Ausschlag übrigens durch einen Stift 36 begrenzt ist, wird dadurch vom Zahnrad 28 ferngehalten. Diese Stellung ist in Fig. 2 gezeichnet. Fig. 4 zeigt
die beiden Führungsrinnen 31,32 im Aufriß und zugleich mehrere Stellungen des Stiftes 30 eingezeichnet.
Ist die Klappe 2 oben angelangt und der Hörer aus dem Kasten genommen bzw. wieder eingehängt, so passiert der Stift 30 eine Feder 33 und geht nunmehr unter der Einwirkung der wieder herunterfallenden Klappe in die Rinne 32. Dadurch wird aber der Hebel 26 um seinen Drehpunkt 25 gedreht, und die Zahnstange 27 kommt mit dem Zahnrad 28 in Eingriff und dreht es. Dadurch wird infolge der Übertragung dieser Drehung auf die Räder 20, 21 und 22 sowohl die Feder 18 gespannt als auch die Verschlußscheibe 6 zurückgedreht. Ist die gewünschte Drehung erreicht, so wird der Stift 30 wieder in die erste Rinne 31 zurückgeführt, und der Hebel'26 kommt wieder außer Eingriff mit der Zahn-
2<> stange 27, was durch eine gegen ihn drückende Feder 34 unterstützt wird.
Wird der Inhaber des Fernsprechers selbst angerufen, so erfolgt die Lösung der, Sperre in bekannter Weise so, daß die Platte 12 nicht durch das Gewicht eines Geldstückes, sondern durch einen Elektromagneten nach unten gezogen wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbsttätige Sperrvorrichtung für Fernsprecher, deren Sprechgarnitur in einem Kasten verschlossen ist und nach Einwurf eines Geldstückes freigegeben wird, welch letzteres die Drehung einer die Sprechgarnitur durch Einwirkung einer Zunge sperrenden, mit Aussparungen versehenen Verschlußscheibe bewirkt, wobei bei geschlossenem Kasten die durch einen Schlitz im Kastenboden nach außen· gehende Hörermuschel am Kastenboden aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schlitz (3) tragende Teil des Kastenbodens eine nach innen drehbare Klappe
    (2) darstellt, welche nach Lösung einer Sperre (15) zur Herausnahme des Hörers geöffnet werden kann, dann von selbst derart zufällt, daß sie sich zum Wiedereinhängen.des Hörers an den Haken und zur Schlußzeichengabe an das Amt von neuem öffnen läßt und hierauf wieder zufällt und den Apparat derart sperrt, daß die Klappe nur durch erneuten Münzeinwurf wieder geöffnet werden kann.
  2. 2. Ausführungsform der Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Klappe (2) die auf die Verschlußscheibe (6) einwirkende Zunge (8) befestigt ist, welche bei geschlossenem Kasten (1) durch die drehbare, mit zwei Aussparungen (4,5) versehene Verschlußscheibe (6) überdeckt wird, so daß die Klappe gesperrt ist, wobei die Verschlußscheibe (6) nach Lösung der Sperre (15) unter der Einwirkung einer Feder (18) so weit gedreht wird, daß eine (5) . der Aussparungen über die Zunge (8) zu liegen kommt, so daß die Klappe nach innen gedrückt, der Hörer entnommen und wieder eingehängt werden kann.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannen der Feder (18) und das Zurückdrehen der Verschlußscheibe (6) beim Fallen der Klappe (2) durch ein Räderwerk (20, 21, 22, 28, 29) erfolgt, das seineii Antrieb durch eine kreisförmig gebogene Zahnstange (27) erhält, welche am einen Ende eines mit der Klappe (2) verbundenen, drehbar gelagerten Hebels (26) angebracht ist, der vermittels eines an seinem anderen Ende befindlichen Stiftes (30) in zwei kreisförmig nach dem Innern des Kastens (1) gebogene Rinnen (31,32) derart geführt ist, daß er nur bei der Abwärtsbewegung die Zahnstange (27) mit dem Räderwerk in Eingriff kommen läßt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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