DE213045C - - Google Patents

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DE213045C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M11/00—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes
    • A61M11/04—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised
    • A61M11/041—Sprayers or atomisers specially adapted for therapeutic purposes operated by the vapour pressure of the liquid to be sprayed or atomised using heaters

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Devices For Medical Bathing And Washing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30fr.- GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. April 1908 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Inhalationsapparat, bei welchem durch die Vereinigung eines Luft- sowie- Wasserkessels die Möglichkeit gegeben ist, den Apparat in verschiedener Art, und zwar sowohl zum Inhalieren mittels heißer Luft wie zum Inhalieren mittels Dampf und endlich als Heißluftdusche zu benutzen.
Es ist mittels dieses Apparates möglich,
ίο heiße Luft zum Inhalieren verwendbar zu machen, indem man sie mittels Dampf mit Feuchtigkeit sättigt, ohne daß sie eine Abkühlung erfährt. Auch ist die Temperatur der Luft regulierbar.
Zwei in den Wasserkessel eingebaute und in den Luftkessel mündende kleinere Kolbenkessel ermöglichen es, die heiße Luft mit Arzneidämpfen zu sättigen, so daß letztere auf diese Weise viel leichter in die Lunge gelangen können als in Verbindung mit Wasserdampf. Es können hierbei mehrere Medikamente gleichzeitig verwendet werden. Ferner kann jedes Medikament, ob fest oder flüssig oder flüchtig, (z. B. ätherische öle), zur Inhalation Verwendung finden.
Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand dar und zeigt in Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Gesamtanordnung mit teilweise sichtbarem Innern des Wasserkessels und mit dem auf den Luftkessel aufgesetzten Mundstück, in Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Apparat mit auf dessen Decke aufgesetztem Hydrokonion.
Der Apparat besteht aus zwei aneinander befestigten, an der Verbindungsfläche abgeflachten, zylindrischen Kesseln aus Metall o. dgl., von denen der eine (1) als Luftkessel, der andere (2) als Wasserkessel dient. Boden und Deckel des Luftkessels 1 sind abnehmbar ; der Boden des ganzen Apparates ist außerdem aus unverbrennbarem Material hergestellt.
Im Wasserkessel 2 sind von allen Seiten frei zwei aus dünnem Metall hergestellte U-förmig gebogene kleinere Kessel 3 und 4 mit kolbenartig erweitertem Mittelteil angeordnet. Von jedem dieser Kessel geht je ein Rohr 5 und 6 durch die Scheidewand 7 der beiden großen Kessel 1 und 2 und mündet frei in den Kessel 1, wo es durch Schraubenverschlüsse 8 abschließbar ist. Das zweite Rohr 9 und 10 jedes kleinen Kessels geht senkrecht durch den Deckel des Wasserdeckels 2 nach oben und mündet in geringer Entfernung oberhalb dieses Deckels aus, wo es mit einem Schraubenverschluß 11, 12 verschlossen werden kann.
Ein kurzes, ebenfalls an seinem oberen Ende durch einen Schraubenverschluß 13 verschließbares Rohr 14 geht vertikal durch den Deckel des Wasserkessels 2 und dient zum Einfüllen des Wassers in den letztgenannten Kessel. Auf dem Deckel des letzteren ist ferner ein Sicherheitsventil 15 sowie sonstige Sicherheitsarmatur angebracht. Ein mäßig langes Rohr 16 durchbricht als Verbindung der beiden großen Kessel die Scheidewand 7 in ihrem oberen Teile. Dieses Rohr ist mit einem Hahn 17 versehen, der an seinem oberen, über dem Kessel 2 liegenden Ende einen Handgriff 18 zum bequemen Öffnen und Schließen trägt. Auf eine im Deckel des Kessels 1 befindliche kreisrunde, mit erhabenen Rändern versehene Öffnung 30 wird ein Metallrohr 19 aufgesetzt. Dieses ist stumpfwinklig abgebogen und dient zum Fortleiten der warmen Luft. An seinem freien äußeren Ende trägt das Metallrohr 19 ein Mundstück 20 in Form einer Halbkugel.
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Dasselbe ist ganz aus weichem Metall hergestellt, so daß es sich leicht biegen läßt, und ist mit einem Weichgummiüberzug 21, der ein wenig über den Rand des Metallmund;
■ 5 Stückes hinausragt, versehen.
In den Luftkessel 1 mündet dicht über dem' Boden ein dünnes Rohr 22 zum Zuführen frischer Außenluft. Beide Kessel werden mit je einer regulierbaren Spirituslampe 23 und 24 geheizt. Der ganze Apparat ist weiterhin mit einer in bekannter Weise aus zwei rechtwinklig abgebogenen Glasröhren und einem Inhaliertrichter bestehenden Inhaliereinrichtung 25, 28 versehen.
Die senkrechte Absaugeröhre wird: mit einem unterhalb seines Tisches 26 befindlichen Rohrstück 27 auf das obere Ende des Rohres 30 auf der Decke des Luftkessels 1 aufgesetzt, während das rechtwinklig abgebogene Dampfrohr 28 auf das obere Ende des Rohres 14 auf der Decke des Wasserkessels 2 aufgeschraubt wird. Dem Apparat ist ferner noch ein Trichter zum Einfüllen des Wassers und der Medikamente beigegeben, sowie ein Meßgefäß, welches genau die notwendige Wassermenge faßt. . ;
Die Anwendungsweise des Apparates ist folgende:
A. Zum Inhalieren mittels heißer Luft:
Für diesen Zweck wird der Wasserkessel 2 mittels des beigegebenen Meßgefäßes teilweise mit Wasser gefüllt und das Rohr 14 verschraubt. In die kleinen Kessel 3 und 4 werden die nötigen Medikamente gefüllt und deren senkrechte Rohre 9 und 10 gleichfalls verschraubt.. Nun werden die Spirituslampen 23 und 24 angezündet, auf den Luftkessel 1 wird das stumpfwinklig abgebogene Rohr ig aufgesetzt und Mundstück 20 für Mund oder Nase oder für beide in die richtige Form gebracht. Sobald das Wasser im Wasserkessel 2 siedet, werden die Arzneidämpfe aus den kleinen Kesseln 3 und 4 durch die Rohre 5 und 6 entweichen und sich mit der heißen Luft im Kessel 1 vermengen. Um dieser Einatmungsluft die unbedingt nötige Feuchtigkeit zu verleihen, wird der Hahn 17 vermittels des Handgriffes 18 teilweise oder ganz geöffnet. Durch den nunmehr aus Rohr 16 ausströmenden Wasserdampf wird die heiße Luft mehr oder weniger mit Feuchtigkeit gesättigt und ist zum Einatmen geeignet. Während des Einatmens können Medikamente nach Bedarf nachgefüllt werden.
B. Zum Inhalieren mittels Dampf: Hierbei bleibt der Luftkessel 1 ganz außer Betrieb. Die Flamme der Spirituslampe 23 wird nicht angezündet. Das Rohr 5 wird verschraubt und der Tisch 26 der Inhalationsvorrichtung wird auf die Ränder der Öffnung 19 im Deckel des Kessels 1 aufgesetzt. Der Wasserkessel 2 wird mit Wasser gefüllt und auf seine Rohrausmündung 14 wird das Rohr 28 aufgeschraubt. Der Hahn 17 bleibt hierbei geschlossen, während die Flamme der Spirituslampe 24 angezündet wird. Nunmehr hat man einen gewöhnlichen Dampfinhalationsapparat vor sich, der in bekannter Weise gebraucht, werden kann. .
C. Als Heißluftdouche: Hierbei bleibt der Wasserkessel 2 außer Betrieb. Der Boden des Luftkessels 1 wird abgenommen, das Rohr mit Mundstück 20 aufgesetzt, das Rohr 5 verschraubt und der Hahn 17 verschlossen. Nun wird die Flamme der Spirituslampe 23 entzündet und die heiße Luft auf die betreffende Körperstelle geleitet.

Claims (3)

Pate nt-A N Sprüche:
1. Inhalationsapparat, bestehend aus einem Luft- und einem Wasserkessel, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden fest miteinander verbundenen Kessel voneinander unabhängig nebeneinander gelagert sind, so daß sowohl der Luftkessel für sich als Heißluftdouche und der Wasser-
. kessel für sich als gewöhnlicher Dampf-Inhalationsapparat, als auch beide zusammen als Heißluft-Inhalationsapparat benutzt werden können, wobei die beiden go Kessel durch ein mit einem von außen regulierbaren Hahn versehenes Dampfrohr
. (16) kommunizieren, so daß die im Luftkessel erzeugte heiße, aber trockene Luft mit genau dosierbaren Mengen von Wasserdampf vermischt bzw. gesättigt werden kann,, während gleichzeitig auch die Temperatur der Einatmungsluft genau reguliert werden, kann.
2. Inhalationsapparat nach Anspruch I1 100. dadurch gekennzeichnet, daß in den Luftkessel Ausführungsgänge (5, 6) von im Wasserkessel angebrachten Medikamentenbehältern (3, 4) münden,. so daß die Einatmungsluft zugleich mit verdampften bzw. verflüchtigten Medikamenten gesättigt werden kann.
3. Inhalationsapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er durch einfaches Aufstecken eines Tisches auf die Mündung des Luftkessels zur Aufnahme der Absaugeröhre und des Inhalationstrichters sowie Aufstecken der rechtwinklig abgebogenen Dampfröhre auf den Wasserkessel in einen gewöhnlichen Dampfinhalationsapparat umgewandelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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