DE213332C - - Google Patents

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DE213332C
DE213332C DENDAT213332D DE213332DA DE213332C DE 213332 C DE213332 C DE 213332C DE NDAT213332 D DENDAT213332 D DE NDAT213332D DE 213332D A DE213332D A DE 213332DA DE 213332 C DE213332 C DE 213332C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/16Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
    • C23C18/18Pretreatment of the material to be coated
    • C23C18/1851Pretreatment of the material to be coated of surfaces of non-metallic or semiconducting in organic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

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im ρ pc §Γ ι.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48 α. GRUPPE
in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Metallisierung von Porzellan, Glas, irdenen Waren u. dgl. Oberflächen, so daß nachher auf dieselben ein metallischer Niederschlag auf elektrolytischem Wege aufgebracht werden kann, und zwar hat die Erfindung den Zweck, diese Metallisierung auf eine sehr einfache Art und Weise auszuführen.
Die Metallisierung der Flächen geschieht
ίο gemäß vorliegender Erfindung erst dann, nachdem die betreffenden Flächen aufgerauht worden sind, was in irgendeiner bekannten Art erfolgen kann, z. B. durch die Anwendung von Flußsäure oder vermittels Schmirgelwalze oder Sandgebläse. Die Erfindung wird in folgender Weise ausgeführt: Es wird zunächst Kupferhydroxydul oder Kupferhydroxyd einer Lösung von Silbernitrat zugesetzt, wodurch in kurzer Zeit ein grauer Niederschlag entsteht. Dieser wird in Flußsäure gelöst und die Lösung dann vermittels einer Bürste auf die gerauhte Fläche aufgetragen. Um ihr Anhaften an den Flächen zu sichern, wird das Kupfer und das Silber in dem Fluorid in den metallischen Zustand übergeführt. Hierzu wird die betreffende Fläche nach ihrer Befeuchtung mit der erwähnten Lösung mit einer Mischung von Metallen —■ oder auch mit einem Metall allein — in fein zerteiltem Zustand bestäubt, welche einerseits das Silber, anderseits das Kupfer aus ihrer Fluorverbindung reduzieren. Zu diesem Zweck kann eine Mischung von gepulvertem Kupfer und 45
Zink zur Anwendung kommen oder Kupferpulver mit Eisen oder Nickel, Kobalt, Cadmium, Blei oder Wismut, wobei das Kupfer und Zink das Silber reduziert, während das Zink, Eisen, Nickel, Kobalt, Cadmium, Blei oder Wismut die Reduktion des Kupfers bewirkt. Es kann jedoch auch pulverisiertes Zink allein zur Anwendung kommen, welches sowohl das Silber als auch das Kupfer reduziert. Ferner kann auch pulverisiertes Zink in Mischung mit Eisen, Nickel, Kobalt, Cadmium, Blei oder Wismut verwendet werden, um die Reduktion zu bewirken. In jedem Falle müssen, wenn eine Mischung von Metallen zur Anwendung kommt, die Teilchen innig miteinander vermischt werden.
Die Oberflächen werden auf diese Weise mit einer Mischung von Silber und Kupfer in Form einer sehr dünnen Schicht überzogen, welche an sich schon hinreichend dicht ist, um elektrisch leitend zu sein und dadurch die Aufbringung des gewünschten Metalles oder einer Metallegierung auf elektrolytischem Wege zu ermöglichen. Um aber die Flächen noch besser leitend zu machen, werden sie nach dem Trocknen mittels einer Bürste o. dgl. energisch gerieben, bis sie ein blankes und gleichförmiges Aussehen annehmen und nun den Durchgang des elektrischen Stromes durch die Schicht erleichtern. In manchen Fällen ist es wünschenswert, den elektrolytischen Metallniederschlag nur auf gewissen Stellen der Oberfläche herzustellen, wie z. B.
55
beim Ornamentieren, einer Fläche. Hierbei ist es dann nur nötig, lediglich die zu verzierenden Stellen aufzurauhen und, da die in der vorhin beschriebenen Weise aufgetragene Lösung nur an den gerauhten Stellen haftet, so kann die auf nicht aufgerauhte Stellen etwa geratene Lösung leicht von denselben durch Wegwischen mit einem Tuche o. dgl. entfernt werden.
ίο Der an seinen Oberflächen in der beschriebenen Weise behandelte Gegenstand kann nunmehr in an sich bekannter Weise als Kathode in den entsprechenden Elektrolyten aus Gold, Silber, Nickel, Kupfer oder einem anderen Metall oder Metallegierungen, deren Niederschlag gewünscht wird, eingestellt und mit der Stromquelle verbunden werden, so daß sich elektrolytisch Metall auf dem Gegenstand niederschlägt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Metallisierung einer aufgerauhten Oberfläche von Porzellan, Glas, Töpferwaren u. dgl. behufs deren galvanostegischen Metallbelegung, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche eine Lösung zur Einwirkung gebracht wird, die durch Auflösen des bei Einführung von Kupferoxydul oder Kupferhydrat oder anderen Oxyden oder Hydraten des Kupfers in eine Silbernitratlösung entstehenden Niederschlages in Flußsäure gebildet wird, worauf nach der Einwirkung dieser Lösung die feuchte Oberfläche mit einer Mischung von Metallen oder mit einem Metall allein in fein zerteiltem Zustande eingestäubt wird, um das Silber und das Kupfer des Fluorids auf den metallischen Zustand zu reduzieren.
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