DE2142425C3 - Verfahren zur Herstellung einer rieselfähigen, als Futtermittel verwendbaren Trockenmelasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer rieselfähigen, als Futtermittel verwendbaren Trockenmelasse

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DE2142425C3 DE19712142425 DE2142425A DE2142425C3 DE 2142425 C3 DE2142425 C3 DE 2142425C3 DE 19712142425 DE19712142425 DE 19712142425 DE 2142425 A DE2142425 A DE 2142425A DE 2142425 C3 DE2142425 C3 DE 2142425C3
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Hubert Dr. 6719 Obrigheim; Cronewitz Theodor Dipl.-Ing. 6700 Ludwigshafen Schiweck
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Description

benen Bedingungen nur mit großem technischen Aufwand (z. B. Kolloidmühlen) möglich sein dürfte. Da ohnehin bei der Trocknung das Gut auf über 100°C erwärmi werden muß, stellt das Verfahren gemäß der Erfindung eine wesentliche Vereinfachung dar. Durch Er- .'> wärmung auf 500C sinkt die Viskosität der Melasse, so daß der Mischungsvorgang wesentlich erleichtert wird. Das Auftragen der erwärmten Melasse auf Wa'zentrocknern läßt sich besser durchführen als mit einer kalten Melasse; auch wird die Trocknungsleistung des Walzentrockners um die bei der vorangegangenen Anwärmung zugeführte Wärmemenge erhöht
Auch gegenüber dem Verfahren der französischen Patentschrift 20 40 662 weist das erfindungsgemäße Verfahren wesentliche Fortschritte auf. Ziel der bekannten Verfahren ist die Herstellung einer pulverisier ten Trockenmelasse. Das erfindungsgemäß hergestellte Produkt liegt dagegen in stückiger bis schuppenariiger Form vor mit einer Korngröße im Bereich von 1 bis mm.
In Anbetracht des viskosen Zustandes der Melasse wird eine verhältnismäßig umständliche und zeitraubende Trockung durchgeführt:
1) Zunächst wird die Melasse in einer üblichen zweistufigen Verdampferanlage unter Vakuum bei 80 bis 90° C auf 97% Trockensubstanz pingedickt.
2) Danach erfolgt ein Einkneten von trocknem Calcium- oder Magnesiumoxid, wodurch ein Teil des Wassers in Form der entstandenen entsprechenden Hydrate ge' "jnden werden soll.
3) Als dritte Stufe folgt ein Nachtrocknen des so gebildeten Teiges während ei"er Ab-'-jhlung von 80 bis 85°C auf Raumtemperati'r. D:ese Abkühlung erfolgt nach dem Verspan des Produkts in einem Kaltluftstrom eines Kühlschachtes. Die beim erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführte Verschäumung, welche wesentlich zur Stabilisierung des Endproduktes beiträgt, findet nicht statt. Abgesehen von der umständlichen Trocknungsart müssen sich beim bekannten Verfahren Schwierigketten insofern einstellen, als Melasse mit einem Trockensubstanzgehalt von 97% bei 80°C eine
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wendeten Verdampfungsapparaten mit Röhrenoder Ringheizkammern örtliche Überhitzungen auftreten, welche bis zur Verkohlung der Melasse führen können. Hinzu kommt, daß zur Erreichung einer guten Verteilung das zuzusetzende Calciumoxid auf Korngrößen unter 100 Mikron gemahlen werden müßte, was nur mit einem erheblichen so technischen Aufwand möglich ist. Schwierigkeiten dieser Art treten bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht auf.
An einem Beispiel der Trocknung von Melasse mit einem Walzentrockner wird im folgenden das erfindungsgemäße Verfahren näher beschrieben.
Die Melasse wird mit dem nach der Zuckergewinnung anfallenden Feuchtigkeitsgehalt im Chargenbetrieb aufgearbeitet, indem der Melasse nach Einfüllen in Aufbereitungsgefäße und Aufwärmen auf 50°C unter Rühren in Wasser aufgeschlämmtes Kalkhydrat als Kalkmilch bzw. Kalkbrei zugesetzt wird. Danach erfolgt Einblasen von Preßluft über eine Preßluftschnatter am Boden des Aufbereitungsgefäßes, bis die gewünschte Volumenziinahme erreicht und ein feinporiger Melasseschaum entstanden ist. Die weitere Verarbeitung erfolgt nach an sich bekannter Arbeitsweise auf einem Walzentrockner nach folgendem Schema. Die aufgeschäumte Melasse wird mittels einer Verdrängerpumpe über eine Ringleitung dem Trockner zugeführt. Die Höhe des »Sumpfes« zwischen Auftragswalze und Trocknungswa!ze wird durch ein niveaugestuiertes Regelventil eingestellt. Der nicht vom Trockner abgenommene Anteil Naßmelasse wird zum jeweiligen Abpumpgefäß zurückgeführt. Die auf dem Trocknungszylinder getrocknete, noch heiße und dünnflüssige Melasse wird mit einem Schabermesser abgehoben und unmittelbar einem Kühlzylinder zugeführt, auf welchem die Melasse abkühlt und erstarrt und mit einem zweiten Schabermesser als Schuppen von der Walze abgehoben wird. Die Trockenmelasse kann unmittelbar nach Verlassen der Trocknungsanlage in Schuppenform oder nach Kompaktieren in Kugel- oder Tablettenform verpackt und gelagert werden. Um ein einwandfreies Herauslösen der Tabletten aus der Brikettiermaschine zu gewähr ieisten, ist es notwendig, die Kompaktorwalztn mit einem Gleitmittel zu besprühen. Die Verpackung erfolgt in luftdicht verschlossenen Gebinden. Die Anlage kann von einer Bedienungsperson gefahren werden.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Trockenmelasse ist eine lockere, frei fließende, pulvrige, stückige Masse von hellbrauner Farbe und hohem Futterwert. Das erfindungsgemäße Verfahren ist schorend, so daß der Futterwert, die Verdaulichkeit und die geschmacksverbessernden Eigenschaften der Melasse erhalten bleiben. Das Produki kann in einem Korngi ößenbereich erzeugt werden, der gute Mischeigenschaften besitzt. Bei der Mischung erfolgt eine gute und schnelle Verteilung mit den übrigen Futtermittelkomponenten, wobei die infolge der Hygroskopizität während der Mischung von der Trockenmelasse aufgenommene Feuchtigkeit ausreicht, um eine gute Haftung der Melasseteilchen an den übrigen Komponenten zu gewählleisten. Ein Entmischen kann also nicht erfolgen. Die Verteile der Verwendung solcher Trockenmelasse sind auch namentlich für den Einzelverbraucher, z. B. bei der Bereitung von Futter zur Direktfütterung oder zur Silagebereiiung hinsichtlich der guten Fließ-, Mischungs- und Dosierungseigenschaften von Bedeutung.
Das getrocknete Melassepulver ist in feuchtigkeitsundurchlässiger Verpackung bei normalen Temperaturen gur lagerfähig. Das Pulver ist hygroskopisch, iicni also beim offenen Stehen Feuchtigkeit aus der Luft an oder kann nach Oberflächenkontakt Feuchtigkeit von anderen Stoffen aufnehmen. Das Produkt ist zudem gut wasserlöslich.
DE19712142425 1971-08-24 1971-08-24 Verfahren zur Herstellung einer rieselfähigen, als Futtermittel verwendbaren Trockenmelasse Expired DE2142425C3 (de)

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