DE214317C - - Google Patents

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DE214317C
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F5/00Details or accessories
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51 d. GRUPPE
MATTHEW SINCLAIR in LONDON.
drosselnde Stellung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1908 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft mechanische Musikspielvorrichtungen, insbesondere automatische Klaviere, Klavierspielvorrichtungen u. dgl., welche mittels eines gelochten Notenblattes und eines Gleitblockes gespielt werden, und zwar sind die Schaltventile, d. h. die von Hand zu verstellenden Ventile zum Betonen derjenigen Noten, deren Ton zeitweise durch gewisse Regelungsventile geschwächt worden
ίο ist, derart angeordnet, daß sie die die Drosselmembran steuernde Luft regeln, nachdem diese Luft jene Regelungsventile passiert hat. Diese Regelungsventile andern ihre Stellungen während des zeitweisen Betonens nicht.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß jede Drosselventilmembran eingestellt wird, unmittelbar nachdem ihr Regelungsventil verstellt wird, und daß kein Zwischenventil in Anwendung kommt. Auch ,die Schaltventile sind mit den Drosselventilmembranen unmittelbar verbunden.
Weitere Merkmale der Vorrichtung bestehen darin, daß die Regelungsventile, die Schaltventile und die zu ihnen gehörigenLuftkanäle in gedrängter Ausführung angeordnet sind, und daß ein Schaltkasten, welcher ein Ventil zur Regelung der Schaltventile enthält, in Zusammenhang mit dieser Einrichtung angeordnet wird, und zwar derart, daß er die Anzahl und Länge der mit ihm verbundenen Röhrenleitungen bzw. Kanäle möglichst herabzumindern gestattet.
Die Zeichnung zeigt eine schematische Ansicht zur Veranschaulichung der Merkmale der Erfindung und zur Darstellung der Verbindungen der einzelnen Teile.
Ein Saugrohr 1 verbindet eine Windlade mit einer Saugkammer2 desTonschwächungsventilkastens. Diese Kammer enthält eine Anzahl Membranen 3, je eine für eine oder mehrere Noten. Im vorliegenden Beispiel entspricht je eine Membran den Tönen^ deren Höhe um eine oder mehrere Oktaven verschieden ist. Diesen Membranen kann Außenluft zugeführt werden, und zwar durch Kanäle 4, die von einem Schieber 5 einzeln geregelt werden. Durch den Luftzutritt wird die Membran 3 und das zugehörige Ventil 6 angehoben und die Verbindung des Kanals 7 mit der Saugkammer 2 aufgehoben. Durch den Kanal 8 kann nun Außenluft in die Kammer 9 und weiter in den Kanal 10 eintreten, der von einem Schaltventil 11 geregelt wird. Steht dieses Ventil in seiner normalen gesenkten Lage, so gelangt die Außenluft durch den Kanal 10 und längs der zugehörigen Röhre 7 nach einem oder mehreren Kanälen 12. Will man eine Anzahl Noten zu gleicher Zeit betonen, so werden diese Kanäle 12 zusammen verbunden, und zwar in Abschnitten mit einer Anzahl Regelungskanäle 13, welche in der gezeichneten Form mit den Membranen einer Oktave verbunden sind. .:
Die durch die Kanäle 7, 12 und 13 gelangende Außenluft bewegt eine Membran 14 derart,' daß diese ein in einer Saugkammer 15
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angeordnetes Ventil 16 hebt, wodurch dieses Ventil den zwischen dieser. Kammer und dem Spielbalg 17 liegenden Kanal drosselt.
Die Tätigkeit des Spielbalges wird vorzugsweise durch das Notenblatt beeinflußt, dessen Löcher die Luft vermittels der Röhren 18 nach den Vormembranen 19 gelangen läßt. Dies hat zur Folge, daß ein Ventil 20 gehoben wird und die Saugkammer von einem Kanal 21 abschließt. Dabei gelangt Außenluft durch den Kanal 21 zur Hauptmembran 22, die ihr Ventil 23 anhebt, wodurch die Verbindung zwischen dem Spielbalg 17 und der Saugkammer 15 hergestellt wird.
Bei dieser Ausführung werden alle Drosselventile für die sämtlichen Noten einer Oktave zu gleicher Zeit eingestellt, derart, daß, wenn ihre Spielbälge 17 mit der Saugkammer 15 durch die Tätigkeit ihrer zugehörigen Membranen 22 verbunden werden, der Luftkanal gedrosselt wird. Will man aber bei dieser Einstellung eine oder mehrere Noten dieser Oktave betonen, so bewegt man einen Hebel 24, wodurch ein in einem Schaltventilkasten 25 gelegenes Ventil 26 heruntergedrückt wird und hierdurch die Außenluft in die Kammer 27 hineingelangen läßt. Diese Kammer war vorher durch eine Röhre 28 mit der Saugkammer 2 verbunden. Das Senken des Ventils schließt die Saugkammer ab und läßt die Außenluft durch eine Röhre 29 nach einer Schaltventilkammer 30 gelangen, welche mit einer Anzahl Membranen 31 ausgestattet ist, deren jede dazu dient, eines der Ventile 11 zu heben. Die in der Kammer 30 befindliche Außenluft verstellt diese sämtlichen Ventile 7.U gleicher Zeit, schließt hierdurch die Luft von den Kanälen 10 ab und verbindet dieselben mit der Saugkammer 2. Dadurch wird die Drosselwirkung des Ventils 16 aufgehoben. Die Lage der Regelungsventile 6 hat . sich hierbei nicht geändert.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß durch das Handhaben des Hebels 24 jede gewünschte Oktave mit Ausdruck gespielt werden kann, wenn die entsprechenden Noten vom Gleitblock aus auf bekannte Weise gespielt werden, und ferner, daß diese so gespielten Noten, ohne in die Tätigkeit des Regelungsmechanismus
können.
einzugreifen, betont werden

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Mechanische Musikspielvorrichtung mit je einem Drosselventil für jeden Spielbalg und mit Ventilen zur gruppenweisen Regelung der Drosselventile, wobei Schaltventile, vorgesehen sind zur gleichzeitigen Einstellung der Drosselventilgruppen in ihre nichtdrosselnde Stellung, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der Teile, daß die Regelungsventile (6) durch die Tätigkeit der Schaltventile (11) unbeeinflußt bleiben.
  2. 2.- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltventile (11) und Regelungsventile (6) in unmittelbare Verbindung mit den Drosselventilmembranen (14) angeordnet werden, um ganz freie Kanäle (10,7,13) zu erhalten, wenn die Schaltventile (11) in ihrer Normallage befindlich sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Ventilen zur Regelung der Tätigkeit der Spielbälge und mit Schaltventilen, um die Regelungsventile außer Tätigkeit zu setzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelungsventile (6) und die Schaltventile (11) innerhalb,desselben Gehäuses angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schaltkasten, welcher das Ventil (26) zur Regelung der Schaltventile enthält, auf oder neben dem Regelungsventilkasten angeordnet ist, zum Zweck, die diese Teile verbindenden Kanäle und Röhren möglichst zu verkürzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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