DE215619C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F5/00—Details or accessories
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F1/00—Automatic musical instruments
- G10F1/02—Pianofortes with keyboard
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- JVs 215619 -KLASSE 51 d. GRUPPE
MATTHEW SINCLAIR in BRONDESBURY (Cedar Road, Sutton, Surrey, Engl.).
Vorliegende Erfindung betrifft mechanische Spielvorrichtungen, insbesondere mechanische
Klaviere, Klavierspielapparate und ähnliche Instrumente, welche von einem über einen
Gleitblock sich bewegenden gelochten Notenblatt aus betätigt werden, und bei denen das
Betonen durch Saugluft von hoher und niederer Spannung bewirkt wird.
Die Erfindung bezweckt hauptsächlich eine
ίο verbesserte Anordnung der Betonungsvorrichtungen,
durch die die Regelung des Betonens bei einem Instrument dieser Gattung auf vollendetere
Weise geschieht.
Die Erfindung bezweckt weiter eine bequemere und einfachere Ausführung derartiger
Vorrichtungen, wodurch das Anbringen derselben bei einem aufrechten Klavier (Pianino) mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung
ermöglicht wird.
Das Hauptmerkmal besteht in der Anordnung einer Anzahl Hauptventile, von· denen
jedes zur Beeinflussung einer Gruppe weiterer Ventile dient, welche ihrerseits durch ihre
Lage bestimmen, ob Hochspannung oder Niederspannung zu den zugehörigen Spielbälgen
wird. Die Hauptventile könhineingelassen
nen entweder durch einen handbewegten Schieber oder selbsttätig
vom Gleitblock aus gesteuert werden. Diese mechanische Steuerung
.wird ausgeschaltet, wenn die Auslösung durch die Hand erfolgt.
35-
45
Die Figur zeigt eine schematische Ansicht des Erfindungsgegenstandes in einer beispielsweisen
Ausführungsform.
Der Gleitblock ι hat die gewöhnlichen Öffnungen
2 und besondere Öffnungen 3 für die Betonungsvorrichtungen.
Die Öffnungen 3 sind an den Enden des Gleitblockes angeordnet; sie können aber an
beliebiger Stelle gelegen sein. Ihre Abmessungen sind derart, daß ihre Vorderwände gegen
die Wände der Notenkanäle ein wenig vorstehen, damit, wenn ein Loch des Notenblattes
über einen dieser Betonungskanäle kommt, die Betonungsvorrichtung eingestellt wird, ehe
die Noten angeschlagen werden.
jede dieser Notenöffnungen wird auf bekannte AVeise mit einer in einer Saugkammer
4 angeordneten Membran 5 durch Kanäle 6 verbunden.
Für jeden der Spielbälge 7 ist eine dieser Saugkammern 4 vorgesehen und durch Kanäle
8 und 9 mit den Kanälen 10 und 11 verbunden, die zu den Niederspannungs- und
Hochspannungsluftkasten führen. Die Regelung der Verbindung des Kanals 9 mit der
Saugkammer 4 geschieht von einem für gewöhnlich von einer Feder niedergehaltenen
Ventil 12.
Tritt durch den Kanal 6 Außenluft, so wird die Membran 5 und dadurch das Doppelventil
13, 14 gehoben sowie die Verbindung zwischen
55
dem Kanal 15 und der Saugkammer 4 unterbrochen. Jetzt kann Außenluft in den Kanal
15 treten, die die Membran 16 hebt, in bekannter Weise das Ventil 17 betätigt und die Verbindung
mit der Saugkammer 4 und dem Spielbalg 7 herstellt. Die Saugkammer 4 steht hierbei in Verbindung mit der Niederdruckspannung
im Kanal 10.
Diese Anordnung der Vorventile, der zusätzlichen A^entile und der Membranen ist bekannt
und wird hier lediglich zum Zweck der Veranschaulichung der Erfindung beschrieben.
Will man nun eine· Note oder eine Notenreihe betonen, so wird Außenluft in einen
Kanal 18 eingelassen. Dieser Kanal 18 ist mit einer Anzahl Kanäle 19 verbunden, von denen
jeder in eine unter einer Membran 20 befindlichen Kammer 21 einmündet. Die Membran
20 dient zum Heben des Ventils 12 eines der Spielbalgenventilkasten, wobei die Saugkammer
4 außer Verbindung mit dem Kanal 10 und in Verbindung mit dem Kanal 11 gebracht
wird. Hierdurch gelangt Hochdruckspannung in die Saugkammern 4.
In den Kanal 18 kann auf verschiedene Weise Außenluft eintreten, und zwar erstens
durch die selbsttätige Regelung seitens des Notenblattes durch die Betonungskanäle 3,
z\veitens durch einen von Hand zu betätigenden Schieber 22, der einzelne Abschnitte des
Instrumentes beeinflußt, und drittens durch eine andere von Hand zu betätigende Vorrichtung
23, 24, welche mit sämtlichen Kanälen 18 verbunden ist und sämtliche Noten des Instrumentes
gleichzeitig beeinflußt.
- Diese letztere Vorrichtung kann so angeordnet werden, daß sie außer der ganzen
Notenreihe auch noch dieselbe Notenreihe in einzelnen Abschnitten, wie z. B. Alt oder Baß,·
beeinflussen kann.
Die zum Hauptventil 25, 25" gehörige Membran 26 ist durch die Kammer 27 und den
Kanal 28 mit einem der Betonungskanäle 3 des Gleitblockes verbunden, ebenso die Kammer
. 45 27 durch einen Kanal 29 mit einem Schieber 22. Dieser Schieber 22 wird durch Hand folgendermaßen
beeinflußt.
Für jeden Kanal 18 sind Kanäle 28 und 29 und eine Kammer 27 vorgesehen, d. h. bei
einem in beispielsweise sechs Abschnitte eingeteilten Instrument sind sechs dieser Kanäle
vorhanden, und jede Betonungsöffnung 3 des Gleitblockes beeinflußt einen Abschnitt der
Spielvorrichtung. Der Schieber 22 besitzt eine, gleiche Anzahl Löcher 30 zu demselben
Zweck.
Sollen alle Noten unter Hochspannung gespielt werden, so ist durch eine senkrechte Bewegung
des Handhebels 24 das Ventil 23 zu betätigen. Dadurch tritt Außenluft in die Kanäle 31 ein, von denen jeder mit der ent
sprechenden Kammer 27 verbunden ist, so daß sämtliche Membranen 26 gleichzeitig bewegt
werden.
Man kann auch z\vei solcher Ventile 23 anordnen,
von denen je eins die halbe Notenreihe beherrscht.
Um eine Luftentleerung zwischen der Kammer 27 und der Saugkammer 32 zu verhindern,
solange die Kammer 27 der Außenluft zuganglieh ist, und um eine rasche Luftentleerung zu
bewerkstelligen, sobald diese Verbindung- mit der Außenluft abgeschlossen wird, ist ein Ventil
33 angeordnet.
Der Bewegung der Membran 34 wirkt kein Luftdruck entgegen; das Ventil 25 muß hingegen
beim Heben einen Luftdruck überwinden und besitzt noch dazu ein großes Gewicht. Folglich \virkt der Luftstoß zuerst darauf hin,
das Ventil 33 zu schließen, ehe das Ventil 25 geöffnet \vird. Dies- geschieht, um die Saugkammer
von dem offenen Kanal gänzlich abzuschließen.
Der Schieber 22 wird noch zu einem weiteren Zweck verwendet. In der gezeichneten
Stellung deckt er einen durch einen Kanal 35 mit einer Kammer 36 verbundenen Kanal 37
ab. Die Membran 38 dient zur Bewegung eines Ventils 39, welches Kanäle 40 beeinflußt,
von denen je einer einen Balg 41 mit der Saugkammer und der Außenluft verbindet. Dieser
Balg 41 betätigt einen Arm 42, der einen Schieber 43 so steuert, daß ein oder mehrere
Kanäle 44 bloßgelegt werden. Durch diese Kanäle 44 wird eine in einem Regulierkasten
befindliche Hochspannungskammer 45 mit der Kammer 46 und diese durch einen Kanal 47
mit der Kammer 48 verbunden.
Der Regulierkasten besitzt ferner eine Kammer 49, welche mit der Kammer 46 unmittelbar
und mit der Kammer 45 durch einen Kanal 50 verbunden ist. Der Kanal 50 wird
durch eine Membran in bekannter Weise selbsttätig geregelt, deren Schließwirkung
derart geändert werden kann, daß die Spannung* in der Kammer 49 auf einen beliebigen
Wert herabgemindert wird.
Die Kammer 45 kann mit einer durch Kanäle mit dem Kanal 11 verbundenen Kammer
51 verbunden werden. Diese Kammer 51 kornmuniziert auch mit einer Kammer 52, welche
durch einen in einer Zwischenwand gelegenen Kanal 53 in eine Kammer 54 mündet, die
durch einen Kanal 55 mit dem Motor (An- ■ triebsvorrichtung) unmittelbar kommuniziert.
Mithin wird die Spannung im Kanal 11 durch die im Kanal 55 beeinflußt.
Es ist also ersichtlich, daß in der Kammer 52, welche für gewöhnlich nicht mit dem
Motor in Verbindung steht, stets Hochspannung herrschen wird. Auch wenn der Schieber
43 offen ist, sind die Kammern 46 und 49
in unmittelbarer Verbindung mit der Hochspannungsquelle. Letztere Kammer kommuniziert
durch die Kanäle 56, 57 mit dem Kanal 10. Die Kammern 45, 51 können durch Kanäle
58 vermittels eines Hohlventils 59 miteinander verbunden werden.
Will man nun das Instrument in der oben beschriebenen Weise in Tätigkeit setzen, so
Avird der Schieber 22 derartig bewegt, daß der
Kanal 37 geöffnet, der Balg 41 zum Zusammenklappen gebracht und die.Kanäle 44 geschlossen
werden. Alsdann werden die Kammern 45,49 lediglich durch den von einer
Membran beeinflußten Kanal 50 miteinander verbunden. Folglich wird eine niedere Luftspannung
in der Kammer 49 herrschen, und das Instrument kann auf die beschriebene Weise in Tätigkeit gesetzt werden, wobei der
Kanal 37 während der ganzen Dauer dieses Vorganges offen bleibt.
Die Kammer 52 kommuniziert mit einer Kammer 60 durch einen Kanal 61, der durch
eine Membran in derselben Weise wie der Kanal 50 beeinflußt wird. Die Kammer 60
kommuniziert mit der Kammer 54 durch eine von dem Tempoventil 62 beeinflußte Öffnung,
durch welche die Luft dem Motor unter gewöhnlichen Zuständen zugeführt wird, damit
sie durch das Tempoventil nach Belieben beeinflußt. werden kann. Der Kanal 53 wird
durch ein Ventil 63 beherrscht, welches während des Spielens für gewöhnlich geschlossen
bleibt. Die Kanäle 56 werden durch ein auf derselben Ventilspindel befindliches Ventil 64
beherrscht, wobei das eine Ventil geschlossen ist, wenn das andere Ventil offen ist. Das auf
derselben Ventilspindel angeordnete Ventil 59 dient zur Außerbetriebsetzung der Kammern
45» 51 während des Aufziehens.
Wird also gespielt, während der Kanal 37 und die Ventile 64 und 59 offen und das Ventil
63 geschlossen ist, so wird der Motor die Luft durch den selbsttätig beeinflußten Kanal
6.1 heraussaugen.
Will man nun das Notenblatt wieder aufwinden, so werden die Ventile 63,64 und 59
verschoben; dadurch werden die Kammer 51 und die Kanäle 57 von allen Luftspannungsquellen
abgeschlossen. Dies geschieht, um ein Ertönen der Noten g'änzlich zu vermeiden.
Da die Kammer 32 durch einen Kanal 65 mit
. der Kammer 51 verbunden ist, so wird auch letztere Kammer zu diesem'Zeitpunkt tot, und
das Ventil 12 kann nicht betätigt werden, um die Saugkammer 4 mit dem Hochspannungskanal
11 zu verbinden. Es besteht stets eine freie Verbindung zwischen den Kammern 45
und 52, um den Motor zu betreiben.
Die Kammer 52 kann mit der Kammer 54 durch noch einen Kanal verbunden werden,
welche durch ein Ventil 66 für gewöhnlich geschlossen wird. AViIl man nun den Motor
während des Spielens mit voller Geschwindigkeit laufen lassen, was beim Spielen gewisser
Musikstücke erwünscht ist, so wird dieses Ventil geöffnet, und die Hochspannung wird
in den Motor ohne irgendwelche Regulierung unmittelbar hineingelassen.
Es wird dieses bewirkt, indem man das Tempoventil über seinen gewöhnlichen Hub
hinaushebt und durch eine Ventilspindel das Ventil 66 öffnet.
In dem Instrument werden die beiden Spannungsquellen durch einen gewöhnlichen Balg
gebildet, in dem die eine Quelle mit dem Balg unmittelbar verbunden ist und die andere
Quelle mit der ersten durch einen Regulator in Verbindung steht.
Claims (6)
1. Mechanische Musikspielvorrichtung, welche mit getrennten Quellen für Hochspannung
und Niederspannung zur Erzielung der Betonung" versehen ist, gekennzeichnet
durch die Anordnung von Hauptventilen (25,25s), von denen jedes eine
Gruppe Ventile (12) steuert, die entsprechend ihrer Beeinflussung durch Saugoder
Außenluft Hochspannung oder Niederspannung zu den zugehörigen Spielbälgen hineinlassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung von
Kanälen (28), welche nach dem Gleitblock führen und von wo aus durch Einlassen von Außenluft die Hauptventile (25, 25s)
selbsttätig gesteuert werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptventile
(25, 250) durch einen von Hand bewegten Schieber (22) gesteuert werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Ventil (23), durch
dessen Betätigung von Hand (24) das *°5 ganze Klavier unter Hochspannung gespielt
werden kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen von dem handbewegten
Schieber (22) gesteuerten. Balg (41), der zur Beeinflussung eines Schiebers
(43) dient, um die Hochspannung in einem sonst als Quelle für Niederspannung,
dienenden Kanal (10) hineinzulassen, zum Zwecke, die ganze der Anzahl der Schieber- H5
Öffnungen entsprechende Reihe der Spielbälge unter die Betoriungswirkung zu
bringen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der handbewegte
Schieber (22) einen Kanal (30) besitzt, der in bezug auf die zu den Haupt-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215619C true DE215619C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1108051B (de) * | 1951-12-26 | 1961-05-31 | Rca Corp | Einrichtung zur synthetischen Klangerzeugung |
-
0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1108051B (de) * | 1951-12-26 | 1961-05-31 | Rca Corp | Einrichtung zur synthetischen Klangerzeugung |
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