DE2146367C3 - Elektronischer Regler mit einem Motor - Google Patents
Elektronischer Regler mit einem MotorInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Regler mit einem Motor, dessen Drehrichtung durch
das Vorzeichen der Regelabweichung bestimmt ist und dessen Drehzahländerung durch unterschiedliches
Takten seiner Versorgungsspannung erfolgt, wobei die als Gleichspannung vorliegende Regelabweichung
zwei in ihren Eingangskreisen antiparallel geschaltete Schaltkreise ansteuert, die in Abhängigkeit
von der Größe der Gleichspannung je eine Rechteckspannung mit unterschiedlichem Taktverhältnis
erzeugen und die Rechteckspannungen je ein Stellglied für den Motor ansteuern.
Ein solcher als Dreipunkt-Schrittregler arbeitender Regler ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 763 629
bekannt. Er besteht aus einem die Regelabweichung aufnehmenden Verstärker, zwei die Stellgröße bildenden,
durch den Verstärker angesteuerten Triggerschaltungen mit gegensinnigem Ausgangssignal und
einer über die Stellgröße auf den Verstärkereingang wirkenden Rückführung, die durch kontaktlose
Bauelemente aufschaltbar ist. Für diese Aufschaltung ist eine den Triggerschaltungen nachgeschaltete Transistorschaltung
mit einem gemeinsamen Lastwiderstand vorgesehen, von dem die Rückführspannung abgenommen und auf den Verstärker rückgeführt
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schaltkreise derart auszubilden, daß diese einen
Takt-Arbeitsbereich haben, innerhalb dessen in Abhängigkeit von der Größe der Regelabweichung eine
entsprechende Änderung des Takt Verhältnisses auftritt und bei Überschreitung der Grenzen des Arbeitsbereiches
das Takten aufhört und daß ferner die Takt-Arbeitsbereiche gegenseitig verschoben sind.
Diese Aufgabe wird bei einem Regler der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Schaltkreise zwei Operationsverstärker mit je einer unverzögerten Rückführung, einer verzögerten
Rückführung und einem nachgeschalteten Relais sind, die antiparallel an die Diagonalspannung einer Brükkenspannung
geschaltet sind und daß in einem Brükkenzweig ein Ohmscher Widerstand vorgesehen ist,
der zwischen die einander entsprechenden Diagonalpunkte zweier Schaltkreise geschaltet ist.
Zweckdienliche Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entneh-
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ausführung der erfindungsgemäßen Regelanordnung,
Fig. 2 ein Diagramm mit zeitlichen Spannungsveriäufeii
an den verschiedensten Punkten der Anordnung,
Fig. 3 ein weiteres Diagramm mit den sich beim
Erfindungsgegenstand ergebenden Arbeitsbereichen der verwendeten Verstärker.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, umfaßt die Anordnung
zwei Operationsverstärker 1,1', deren Eingänge + - über Widerstände 3, 4 bzw. 3', 4' beispielsweise
an die Meßdiagonale A, B bzw. A', B' einer Temperatur-Meßbrücke 20 geschaltet sind, die aus den Widerständen
6,9,7,8 und 10 besteht. Der Widerstand 9
ist dabei ein Temperaturfühler.
Bis auf den Widerstand 10 ist diese Meßbrücke 20 an sich bekannt. Der Widerstand 10 ist reiativ niederohmig
ausgebildet und kann für die folgenden Betrachtungen zunächst unberücksichtigt bleiben.
Im Ausgangskreis der Operationsverstärker 1,1' ist je ein Relais D, D' mit dem den Kontakten d, d' angeordnet.
Diese Kontakte liegen im Speisekreis eines Stellmotors 21, dessen Speisespannung beispielsweise
220 V ist. Diese Relais schalten den Stellmotor 21 auf Rechts- oder Linkslauf. Je nach Verstimmung der
Meßbrücke 20 ist der eine oder der andere Operationsverstärker 1, 1' im Einsatz;.
Die Anordnung arbeitet nun derart, daß der Stellmotor 21 bei Annäherung an den Sollwert seine
Drehzahl durch entsprechende Taktung der Versorgungsspannung des Stellmotors verringert. Das Taktverhältnis
ist von der Regelabweichung (Brückenverstimmung) abhängig gemacht und bei Erreichen des
Sollwertes wird es zu Null.
Beide Operationsverstärker 1, 1' haben je zwei Rückführungen über die Widerstände 4, 5 bzw. 4', 5'
und die RC-Glieder 11,12,13 bzw. 11', 12', 13'. Eine
Rückführung ist praktisch zeitunabhängig über den Widerstand 5 bzw. 5' vom Ausgang der Verstärker 1,
1' auf deren positiven Eingang und die weitere Rückführung über die Widerstände 11, 12 bzw. 11', 12'
vom Ausgang der Verstärker 1,1' auf deren .egativen Eingang geführt. Diese Rückführung hat als Zeitglied
einen Kondensator 13, 13'.
Da die Anordnung symmetrisch aufgebaut ist, wird nachstehend an Hand des Diagramms nach der F i g. 2
nur die Wirkungsweise des Schaltungsteiles mit dem Operationsverstärker 1 und den zugehörigen EIementen
beschrieben.
Die Spannung U1 des Verstärkers 1 am positiven
Eingang ist eine Rechteckspannung, da der Verstärker
1 durch die unverzögerte Rückführung Kippverhalten hat. Die Ausgangsspannung springt entweder
auf + UB oder 0 und entspreche ad springt auch die
Spannung U1 am positiven Eingang des Verstärkers 1.
Die Größe der Sprungspanuung ist durch die Betriebsspannung
UB und das Teilerverhältnis der Widerstände 4, S gegeben. Durch diese Rückführung erhält
die Schaltung bistabiles Verhalten.
Dk; Spannung U2 am negativen Eingang des Operationsverstärkers
1 folgt dessen Ausgangsspannung entsprechend der Bemessung des RC-Gliedes 11,12,
13 verzögert nach. Durch diese verzögerte Rückführung wird erreicht, daß der Verstärker 1 wieder in
seine Ausgangsstellung zurückkippt. Der Verstärke? hat damit astabiles Verhalten und die Ausgangsspannung
springt periodisch von 0 auf UB und zurück.
Die Ausgangsspannung des Verstärkers 1 springt nun immer dann, wenn die Spannung U2 gegen die
Spannung U1 geht und U2 gleich U1 wird.
Im Diagramm nach der Fig. 2 sind die Spannungsverläufe von U1 und U2 über der Zeit für drei verschiedene
Brückenverstimmungen angegeben.
Wie aus der Signalfolge 31 ersichtlich, springt die Spannung U1 zum Zeitpunkt tu erst auf einen positiven
Wert 32, der so lange bestehen bleibt, bis die Spannung U2 zum Zeitpunkt i, den gleichen Wert erreicht
hat, worauf die Spannung U) wieder ihren Ausgangswert
annimmt. Die Spannung U2 sinkt entsprechend
der Zeitkonstanle des RC-Gliedes 11 bis 13 langsam nach einer c-Funktion ab und wenn 2um Zeitpunkt
/2 die Spannung U2 den Wert der Spannung U1 erreicht
hat, so springt diese wieder auf den Spannungswert 32. Entsprechend steigt dann die Spannung U2
wieder an und wenn diese den Spannungswert 32 erreicht hat, erfolgt zum Zeitpunkt t3 wieder der Abfall
der Spannung U1 usw.
Der am positiven Eingang auftretenden Rechteckspannung U1 ist eine sich ändernde Gleichspannung
U6 überlagert, die sich aus der Änderung des Meßwiderstandes
des Temperaturfühlers 9 ergibt. Der positive Eingang des Verstärkers 1 ist über den Widerstand
4 mit dem Temperaturfühler 9 verbunden, so daß jede Gleichspannungsänderung an diesem Temperaturfühler
eine entsprechende Gleichspannungsänderung am positiven Eingang des Verstärkers 1 bewirkt.
Im Diagramm nach der Fig. 2 sind drei Gleichspannungsänderungen U61, i/62und Ub3 dargestellt.
Der am negativen Eingang des Verstärkers 1 verzögert auftretenden Spannung U2 ist durch Spannungsabfall
am Widerstand 7 der Meßbrücke 20 eine feste Gleichspannung U7 überlagert, die über den Widerstand
3 an den negativen Eingang des Verstärkers 1 gelegt ist.
Ist nun die vom Punkt A der Meßbrücke 20 abgegriffene veränderliche Gleichspannung Uh gleich der
festen Gleichspannung LZ7 (Abgleich der Meßbrücke
20), so kommt dadurch gerade der Teil des Kurvenvertaufes der Sägezahnspannung U2 zur Wirkung, der
ein Taktverhältnis 1 : 1 der Rechteckspannung U1 ergibt,
wie der Signalfolge 33 des Diagrammes zu entnehmen ist. Die veränderliche Spannung Uh2 hat in
diesem Fall das Potential der festen Gleichspannung U1, wodurch der Teil c der Sägezahnspannung zur
Wirkung kommt, wobei die Anstiegszeit gleich der Rücklaufzeit ist. Das Taktverhältnis ändert sich, wenn
kein Brückenabgleich mehr besteht, also die veränderliche Gleichspannung U6 ungleichöder festen
Gleichspannung LZ7 wird. Verkleinert sich beispielsweise
die veränderliche Gleichspannung U6 durch
eine auftretende Änderung des Meßwiderstandes des Temperaturfühlers 9, wie dies im Diagramm nach der
Fig. 2 durch das Potential U6x angedeutet ist, dann
kommt der steilere Teil d der Sägezahnspannung für den Hinlauf und der flachere Teil e für den Rücklauf
zur Wirkung.
ίο Gleiche Verhältnisse treten auf, wenn die veränderliche
Gleichspannung U6 größer wird, wie im Diagramm durch das Potential LZ63 angedeutet ist. In diesem
Falle ergibt sich die Signalfolge 34 und es wirken die Spannungsteile / und g der Sägezahnspannung.
Die Rechteck-Impulsfolge 31 hat also eine kurze Einschalt- und eine relativ lange Ausschaltzeit, während
die Rechteck-Impulsfolge 34 eine lange Einschalt- und kurze Ausschaitzeit hat. ^U2mas stellt den
Takt-Arbeitsbereich des Verstärkers 1 dar, der durch die maximal mögliche Änderung der Sägezahnspannung
U2 gegeben ist.
Sinkt die Spannung LZ6 unter das im Diagramm angegebene
Potential LZ61 ab, so springt der Verstärkerausgang
auf UB, das Relais D fällt ständig ah, der zugeordnete
Kontakt d ist offen und der Stellmotor 21 steht. Übersteigt die veränderliche Gleichspannung
L/„ das Potential LZ63, so ist der Verstärkerausgang
ständig auf 0, das Relais D hat angezogen und der Kontakt d ist geschlossen und der Stellmotor 21 läuft
damit ohne getaktet zu werden, d.h. mit der vollen Versorgungsspannung.
Erfolgt also eine Brückenverstimmung unter das Potential IZ61, so endet der stabile Bereich des Verstärkers
1 und des Relais D bleibt für diese eine Direhrichtungdes Motors abgefallen. Da die Eingänge
des Verstärkers 1' entgegengesetzt an die Meßbrücke 20 angeschaltet sind, beginnt nun dessen Arbeitsbereich
und die Drehrichtung des Motors 21 kann sich umkehren.
Die gegenseitige Verschiebung der Arbeitsbereiche der Verstärker 1,1' wird durch den in die Meßbrücke
2Cl eingefügten Widerstand 10 erreicht. Ohne diesen Widerstand wären beide Verstärker 1, 1' bei einer
Spannung LZ6 gleich der Spannung LZ7 (Brückenabgleich)
mitten in ihren Arbeitsbereichen. Damit der Regler den Brückcnabgleich erkennt, ist die Eingangsspannungfür
die Verstärker 1, 1' um AU2max/2
mittels des Widerstandes 10 verschoben. In der F i g. 3 ist die dadurch gegebene gegenseitige Lage der Arbeitsbereiche
(durch Schraffierung angedeutet) der Verstärker 1, 1' dargestellt.
Bei Brückenabgleich befindet sich der Verstärker 1 am seinem unleren Bandende und hört damit auf zu
takten. Durch die Wahl des Spannungsabfalles am Widerstand 10 kann eine tote Zone vorgesehen werden.
Nach Durchlauf derselben beginnt der Verstärker 1'zu takten. Innerhalb der toten Zone wird keiner
der beiden Verstärker betätigt.
Im Abglcichpunkt wird also der Motor 21 stillstehen.
Tritt eine Verstimmung auf, so beginnt entsprechend dem Vorzeichen der Verstimmung der zugehörige
Verstärker zu takten und zwar zunächst mit einem kleinen Taktvcrhällnis von etwa K)Cf, das sich bis auf
90% ändert und dann auf 100% übergeht.
In der Fig. 1 sind für die Taktung Relais D, D'
vorgesehen. Sinngemäß können diese durch Halbleiter-Schaltelcmente
ersetzt werden, die durch die
Operationsverstärker 1, Γ angesteuert werden.
Im praktischen Betrieb ist es erforderlich, daß
durch Verriegelungsmaßnahmen sichergestellt ist, daß nicht beide Verstärker gleichzeitig schalten können.
Es könnte dies durch Relaiskontakte sichergestellt werden, so daß dann nur ein Strompfad an den Kondensatormotor
21 gelangt. Im vorliegenden Fall erfolgt eine elektronische Verriegelung, wobei über Widerstände
und Dioden vom Ausgang des einen Verstärkers in den Eingangskreis des anderen Verstärkers
eingegriffen wird. In der Zeit, in welcher ein Verstärker stromführend ist, wird der andere Verstärker
verriegelt. Der Eingang dieses Verstärkers wird dabei so stark verstimmt, daß dieser Verstärker nichl
schalten kann. Der Verstärker Γ wird durch die Reihenschaltung
eines Widerstandes 14 mit einer Diode
15 verriegelt, wobei diese Reihenschaltung an der Ausgang des Verstärkers 1 und den negativen Eingang
des Verstärkers 1' gelegt ist. Der Verstärker 1 wird durch eine weitere aus dem Widerstand 16 unc
einer Diode 17 bestehenden Reihenschaltung verrie
ίο gelt, die ebenfalls an den Ausgang des Verstärker
1' und den negativen Eingang des Verstärkers 1 ge schaltet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Elektronischer Regler mit einem Motor, dessen Drehrichtung durch das Vorzeichen der Regelabweichung
bestimmt ist und dessen Drehzahländerung durch unterschiedliches Takten seiner Versorgungsspannung erfolgt, wobei die als
Gleichspannung vorliegende Regelabweichung zwei in ihren Eingangskreisen antiparallel geschaltete
Schaltkreise ansteuert, die in Abhängigkeit von der Größe der Gleichspannung je eine
Rechteckiipannung mit unterschiedlichem Taktverhältnis erzeugen und die Rechteckspannungen
je ein Stellglied für den Motor ansteuern, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkreise
zwei Operationsverstärker (1, Γ) mit je einer unverzögerten (S, 5') Rückführung, einer
verzögerten Rückführung (11 bis 13; 11' bis 13') und einem nachgeschalteten Relais (D, D') sind,
die antiparallel an die Diagonalspannung (Ub, U1)
einer Brückenschaltung (20) geschaltet sind und daß in einem Brückenzweig ein Ohmscher Widerstand
(10) vorgesehen ist, der zwischen die einander entsprechender Dingonalpunkte (B', B)
zweier Schaltkreise geschaltet ist.
2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang jedes Verstärkers (1,
1') über eine Reihenschaltung einer Diode (15, 17) und eines Widerstandes (13, 16) auf den Eingangskreis
des anderen Verstärkers geführt ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712146367 DE2146367C3 (de) | 1971-09-16 | Elektronischer Regler mit einem Motor | |
| CH1331272A CH549241A (de) | 1971-09-16 | 1972-09-12 | Elektronische regeleinrichtung mit einem motor. |
| FR7232653A FR2152980B3 (de) | 1971-09-16 | 1972-09-14 | |
| IT2927472A IT967504B (it) | 1971-09-16 | 1972-09-15 | Regolatore elettronico con motore in particolare per impianti di riscaldamento |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712146367 DE2146367C3 (de) | 1971-09-16 | Elektronischer Regler mit einem Motor |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2146367A1 DE2146367A1 (de) | 1973-03-29 |
| DE2146367B2 DE2146367B2 (de) | 1973-09-27 |
| DE2146367C3 true DE2146367C3 (de) | 1976-10-21 |
Family
ID=
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