DE2146830A1 - Durchsichtiges fotografisches Element und Verfahren zum Projizieren eines Bildes - Google Patents
Durchsichtiges fotografisches Element und Verfahren zum Projizieren eines BildesInfo
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Description
8g;» 2U6830
Angelder: A. 33. Staley Manufacturing Company,
Decatur, Illinois, U.S.A.
Durchsichtiges fotografisches Element und Verfahren zum Projizieren
eine3 Bildes
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Projizieren
eines Lichtstrahls durch ein durchsichtiges fotografisches Element, das reflektierende Bildbereiche aufweist, und auf neue,
durchsichtige fotografische Elemente, die reflektierende Bildbereiche tragen.
Es ist gut bekannt, daß die Menge des auf eine Leinwand projizierten
Lichtes die Fähigkeit der Augen einschränkt, ein auf eins
Leinwand projiziertes durchsichtiges fotografisches Bild aufzunehmen.
Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, daß zum Erzielen eines geeigneten Sehkontrasts die Gesamtzahl an Lur.en,
die von der Projektionslampe abgegeben wird und die Energiemenge,
ausgedrückt in cm Lambert (foot lamberts), die der Leinwand durch die Projektionslampe zugeführt wird, erhöht werden
muß, wenn die Größe der Betrachtungsleinwand zunimmt und/ oder die Menge von "Umgebungslicht" (Licht das von außen auf
die öichtflache einfällt) zunimmt. Es ist außerdem gut bekannt,
daß ungünstigerveise durchsichtige fotografische Elemente (ΓίοΙΙ-filme,
Filmstreifen, Dias, Mikrofilm und dergl.) während dei·
optischen Projektion aufgrund aer Absorption der durch die Projekt! one lampe erzeur;tsn Wärme verzerrt und/oder völlig scu--
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OÄKJ1NAL INSPSCTED
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3tört werden. Um dieses Problem zu beseitigen, wurden verschiedene
Kompromisse im Aufbau von Projektoren, deren Bestandteilen,
im Hinblick auf die Betrachtungsbedingungen, die Größe der Leinwand und dergl. geschlossen.
Es wäre zwar wünschenswert, projizierte durchsichtige fotografische
Bilder bei Tageslicht oder unter Betrachtungsbedingungen bei Raumhelligkeit zu betrachten, diese Bilder v/erden
jedoch gewöhnlich in einer verdunkelten Umgebung auf eine Leinwand projiziert, um den erforderlichen Sehkontrast zu erzielen.
Beim Betrachten ist das Abdunkeln erforderlich, um die Projektion eines Bildes auf eine Leinwand mit Hilfe von Lichtquellen
zu ermöglichen, die- eine relativ niedrige Wärmemenge erzeugen. Selbst beim Betrachten in abgedunkelter Umgebung kann jedoch
der' Sehkontrast unzureichend sein. Beispielsweise in Schulräuno
in^denen es schwierig ist, den Einfall von äußerem Licht zu vermeiden
und in denen.es erforderlich ist, ein Bild mit geeignete Größe zu projizieren, um es der Größe der Klasse anzupassen,
wird häufig ein außerordentlich schlechter Sehkontrast erreicht Ziemlich die gleiche Situation tritt in Freilichtkinos auf, insbesondere
während der Sommermonate, in denen im allgemeinen die Projektion bei Zwielicht beginnt, wobei es außerordentlich
schwierig ist, das projizierte Bild wahrzunehmen, dieses Bild jedoch deutlicher wird, wenn die Umgebung dunkler wird.
Es wurden verschiedene Modifizierungen der Projektoren vorgenommen,
um die auf das durchsichtige fotografische Element auffallende Wärmemenge zu vermindern. Beispielsweise wurden unter
großem Aufwand dichroitische Lichtquellen verwendet, um die durch die Lichtquelle auf durchsichtige fotografische Elemente
projizierte Menge an Infrarotstrahlung um etwa 50 $ zu vermindern.
In entsprechender Weise sind Projektoren gewöhnlich mit Kühlvorrichtungen ausgestattet, um die durch die Projekfcionslampen
erzeugte Wäre 3 abzuführen und um die Verformung und/oder
Zerstörung des durchsichtigen fotografischen Elements csögiichst j
gering zu halten. Diese Methoden stellen jedoch eine ziemlich j schlechte Löaung des Gesamtproblem3 dar. Nach der Veröffentlich--!
209817/14S5 ^00RiGiNAL
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ung von Ross in Journal of the SMPTE, Band 56, Seite 550 (Hai 1951) beträgt die maximale fokussierte Lichtintensität, die ohne
Zerstörung von Dias am Projektionsfenster erreichbar ist, etwa
9.000 Lumen auf 6,45 cm2.
Da die Verformung .und/oder Zerstörung von durchsichtigen fotografischen
Elementen von der Dauer abhängt, während der das durchsichtige fotografische Element der Wärme ausgesetzt wird,
ist es gewöhnlich erforderlich, in Diaprojektoren und Mikrofilm-Lesegeräten weit kleinere Projektionslichtquellen zu verwenden,
als in Kinofilmprojektoren. Bei Heimfilmprojektoren, die Einzelbildbetrachter
(stopaction viewers) aufweisen, sind die Projektoren häufig mit Wärmeschutzfiltern ausgestattet, die zwischen
die zum Betrachten dienende Lichtquelle und den durchsichtigen Pilin eingelegt werden können. Diese Filter schützen den Film
während der Einzelbildbetrachtung vor der Wärme der Lichtquelle Dadurch resultiert natürlich während der Einzelbildbetrachtung
verminderter Kontrast und es ist möglich, daß das Filmbild zer stört wird.
Praktisch alle Archivfilme gehören der sogenannten Silberhalogenidklasse
an, weil diese Filme relativ gute Lagerbeständigkeit
zeigen. Um die Aufzeichnung zu erhalten, müssen diese Filme jedoch
periodisch dupliziert werden.
Derartige Filme werden häufig durch bakterielle Zersetzung der Gelatinmatrix, die durch Protease-Enzyme bewirkt wird, zerstört.
Wenn nicht während des Entwickeins mit entsprechender Sorgfalt vorgegangen wird, um alle Entwicklerchemikalien zu entfernen,
so können außerdem Spurenmengen von verbliebenem Entwickler zur Zerstörung des Bildes führen. Ein Silberhalogenidfilm
hat außerdem den Nachteil, daß er wegen der hohen Kosten von Silber und fotografisch reiner Gelatine relativ teuer ist.
Hauptziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Projizieren eines Lichtstrahls hoher Intensität durch durchsichtige fotografische
Elemente zugänglich zu mähen, ohne daß die durchsichtigen fotografischen Elemente verfornt und/oder zerstört
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werden. Es ist außerdem Ziel der Erfindung, eine neuartige Klasse von Dias herzustellen, die befähigt sind, einer Licht- .
stärke von mehr als 1.550 Lumen pro cm (10.000 Lumen pro square inch) zu widerstehen. Durch die Erfindung soll außerdem eine
preiswerte,, neue Klasse von Archivfilmen geschaffen werden. Andere
Ziele und Gegenstände der Erfindung sind aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.
Für die Zwecke der Erfindung bedeuten "reflektierende Bildbereiche11
Bereiche von reflektierendem Pulver und/oder undurchsichtig reflektierende metallische Bereiche auf dem durchsichtigen
fotografischen Element. In entsprechender Weise bedeuten "bildfreie Bereiche" die Bereiche, in denen Licht auf die Leinwand
projiziert wird, wenn die durchsichtigen fotografischen Elemente
mit Hilfe eines Projektors oder Betrachters betrachtet werden. Der Ausdruck "Lumen", der zur Beschreibung der Lichtquelle verwendet
wird, bezieht sich auf die von der Lichtquelle abgegebene
Energiemenge. Lumen pro cm bzw. Lumen pro square inch bedeuten
die Energiemenge, die am Projektionsfenster auf durchsichtige Elemente trifft.
Das Hauptziel der Erfindung kann erzielt werden, indem ein Lichtstrahl
durch ein durchsichtiges fotografisches Element projiziert wird, das einen transparenten Filmträger aufweist, der reflektierende
Bildbereiche trägt. Während konventionelle Silberhalogeniddias in etwa 2 Sekunden verschmoren, wenn sie etwa
3.700 Lumen pro cm ausgesetzt werden, zersetzen sich die durchsichtigen fotografischen Elemente gemäß der Erfindung nicht,
wenn sie einer Energie von etwa 14.000 Lumen cm2 ausgesetzt werden. Die erhöhte Wärmestabilität der erfindungsgemäßen reflektierenden,
durchsichtigen fotografischen Elemente ermöglicht es, ein Dia einer Größe von 7,6 cm χ 10,2 cm unter dem durchschnittlichen
oder typischen Tageslicht zur Zeit der Sommersonnenwende mittags auf eine 37 m2 große, im Freien befindliche Leinwand
oder am späten Nachmittag auf eine etwa 550 m2 große im Freien befindliche Leinwand zu projizieren. Dies bedeutet, daß die erfindungsgemäßen
reflektierenden fotografischen Elemente in Schulräumen oder Wohnungen ohne Aböunkeln von Licht und/oder in Frei-
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lichtkinos oder bei Yferbeveranstaltungen während der Tagesstunden
betrachtet werden können, während die bisher bekannten handelsüblichen
durchsichtigen photographischen Elemente bei gedämpf tem licht betrachtet werden müssen, um den gleichen Kontrast
zu erzielen, der mit dem erfindungsgemäßen reflektierenden
Film zu erhalten ist.
Der wesentliche Unterschied der Wärmebeständigkeit der erfindungsgenäßen
reflektierenden durchsichtigen Elemente gegenüber bekannten photographischen Elementen ist auf die. Tatsache zurückzuführen,
daß konventionelle Silberhälogeniddias, Silberhalogenidfilm und dergleichen, die bis zu einer neutralen Dichte
von 1.5 entwickelt wurden, 97 # der in dem einfallenden Licht der Lampe, vorliegenden Infrarotstrahlung absorbieren. Die Bildbereiche
dee konventionollen durchsichtigen Elements wirken als
schwarze Körper und praktisch die gesamte durch den PiIm durchtretende
Wärme oder Infrarotstrahlungsenergie wix*d absorbiert, wodurch der Film zerstört und/oder zersetzt wird. Andererseits
absorbieren die erfindungs^emäßen reflektierenden Elemente nur
geringfügige Mengen an Infrarotstrahlung. In typischer Weise absorbiert ein nicht kontinuierliches Aluminiumbild des nachstehend
erläuterten Typs etwa 10 fo der auf seine Oberfläche
treffenden Infrarotstrahlung. Bin Aluminiumpulverbild absorbiert etwa 15 % der einfallenden Infrarotenergie. Ein diskontinuierliches
Hhodiumbild absorbiert etwa 20 % der einfallenden
Infrarotstrahlungsenergie. Es ist daher leicht ersichtlich,
daß die durch die erfindungsgemäß verwendeten reflektierenden Elemente tatsächlich absorbierte Menge an Infrarotstrahlung
sehr gering ist, verglichen mit der Absorption von Infrarotwärme durch handelsübliche, konventionelle durchsichtige photographische
Elemente.
Im allgemeinen umfassen die für die Zwecke der Erfindung geeigneten,
reflektierenden, durchsichtigen photographischen Elemente eine Serie von Bildfeldern oder Dias, wobei im wesentlichen
alle" diese Bilder oder Dias einen transparenten Filmträger umfassen, der reflektierende 3ildboreiahe trägt. Die re-
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-*) DT-C3 1 944 311 und _ 6 _ DT-G3 2 003 765
flektierenden Bildbereiche können entweder aue einer Reihe von reflektierenden Pulverteilchen in bildmäkiger Anordnung oder
aus einem im wesentlichen diskontinuierlichen Metallfilm in bildmäßiger Anordnung bestehen. Diese reflektierenden Elemente
können durch verschiedene Methoden erzeugt werden, bei den bevorzugten Methoden^ zum Herstellen dieser Elemente wird jedoch
ein Verfahren zum Deformationsabbilden angewendet, wie es in der US-PA Nr. 796,847 beschrieben ist. Beispielsweise wird eine
durchsichtige Grundlage bzw. ein durchsichtiger Filmträger, der eine im wesentlichen durchsichtige lichtempfindliche Schicht
trägt, die zum Entwickeln eines Wertes R^ von 0,2 bis 2,2 befähigt
ist (vorzugsweise eine positiv wirkende, lichtempfindliche Schicht, die zum Entwickeln eines Wertes R* von 0,4 bis
2,0 befähigt ist) , mit aktiniacher Strahlung belichtet, so daß ein Potential R, von 0,2 bis 2,2 ausgebildet wird, dies,e
lichtempfindliche Schicht wird mit reflektierenden Pulverteilchen entwickelt, so daß diese reflektierenden Pulverteilchen
als Einfachlage in die Oberfläche dieser lichtempfindlichen Schicht in bildmäßiger Anordnung eingebettet werden, nicht eingebettete
feste Teilchen werden von dieser lichtempfindlichen Schicht entfernt, so daß ein Muster aus reflektierenden Pulver-
teilchen in bildmäßiger Anordnung auf der transparenten FiImbaais
entsteht. Durch geeignete Wahl der Filmbasis bzw. des Film trägers, der lichtempfindlichen Schicht, des Entwicklerpulvers
und der Entwickel methoden ist es möglich, durch Deformationsabbilden
im wesentlichen diskontinuierliche reflektierende Metallfilme in bildmäßiger Anordnung auf einem transparenten Filmträger
zu erzeugen.
Allgemein ausgedrückt, unterscheidet sich das bevorzugte Verfahren
zum oberflächlichen Ablagern von trocknen Pul-^erteilchen
in bildmäßiger Anordnung zur Ausbildung von durchsichtigen fotografischen
Elementen von anderen Verfahren zum Herstellen von Pulverbildern in verschiedenen sinnreichen und nicht ersichtlichen
Merkmalen- Beispielsweise werden die Pulvertelichen nicht
nur aufgestaubt, sondern statt dessen nach dem Belichten der
lichtempfindlichen Schicht mit aktinischer Strahlung unter ge-
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mäßigter physikalischer Kraft auf die Oberfläche der lichtempfindlichen
organischen Schicht aufgetragen. Die lichtempfindliche Schicht hat eine so ausgebildete, relativ weiche oder
teilchenaufnahmefähige Beschaffenheit, daß praktisch eine Einfachla£e
aus Pulverteilchen oder isolierten kleinen Agglomeraten einer vorbestimmten Größe unter der Einwirkung einer
genäßigten physikalischen Kraft mindestens teilweise an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht eingebettet wird. Die
Oberflächenbeschaffenheit in dem teilchenaufnahmefähigen Bereich ist höchstens nur leicht weich, jedoch nicht fluid, wie bei bekannten
Verfahren. Die relativ harte oder für Teilchen nicht aufnahmefähige Beschaffenheit der lichtempfindlichen Oberfläche
in den bildfreien Bereichen ist derart ausgebildet, daß beim Auftragen von Pulverteilchen einer vorbestimmten Größe unter
der gleichen gemäßigten physikalischen Kraft wenige oder über-
λ. ■, λ werden, .
haupt keine Teilchen ausreichet eingebettet /um dem Entfernen
durch gemäßigte Ablösewirkung zu widerstehen, wie dem Aufblasen von Luft gegen die Oberfläche. In den bildfreien Bereichen verbleibende
Teilchen werden leicht durch Überstreichen der Oberfläche mit einem wefchsn Bausch oder Kissen entfernt.
Die feste lichtempfindliche organische Schicht, die ein organisches
Material in natürlich auftretender oder synthetischer Form oder ein Gemisch dieses organischen Materials mit Weichmachern
und/oder Fotoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigkeit
und Empfindlichkeit gegen aktinische Strahlung sein kann, ist befähigt, bei Verwendung eines geeigneten
schwarzen Entwicklerpulvers unter den Entwicklungsbedingungen
einen vorbestimmten Kontrast oder Wert R, zu entwickeln. Die pulveraufnahmefähigen Bereiche der Schicht (unbelichtete
Bereiche eines positiv wirkenden,lichtempfindlichen Materials oder belichtete Bereiche eines negativ wirkenden, lichtempfindlichen
Materials) sind so weich , daß geeignete Teilchen in einer Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht
durch milde physikalische Kräfte eingebettet werden können. Die Schicht sollte jedoch ausreichend hart sein, so daß Pilmvorlagen
gegen die Oberfläche gepreßt werden können, ohne daß die Ober-„
""' ' "-■■■■■ -8-
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flächen miteinander verkleben oder ohne daß die Oberfläche ötört wird, auch wenn sie unter der Wirkung von Lichtstrahlung
hoher Intensität leicht erwärmt wird. Der PiIm sollte außerdem so zäh sein, daß er während des Entwickeins unversehrt
bleibt. Wenn der Wert R^ der lichtempfindlichen Schicht unter
etwa 0,2 ist, so ist die lichtempfindliche Schicht zu hart, um eine geeignete Konzentration an Pulverteilchen aufzunehmen.
Wenn andererseits der "tfert R-, über etwa 2,2 liegt, so ist die
lichtempfindliche Schicht so weich, daß es schwierig ist, den Film während des physikalischen Entwickeins unversehrt zu halten
und daß die Schicht dazu neigt, an Diapositiven zu haften, fc so daß die Verwendung eines Vakuumrahmens oder einer Kontaktbelichtungsvorrichtung
ausgeschlossen ist. Wenn der Wert E-, mehl
als 2,2 beträgt, so ist außerdem die lichtempfindliche Schicht
so weich, daß mehr als eine Lage von Pulverteilchen abgelagert werden kann, was mit einem Verlust der Abbildungstreue verbunden
ist, und daß die Schicht durch mechanische Kräfte verschoben werden kann, was zu einer Verzerrung oder Zerstörung des
Bildes führt. Pur die Zwecke der Erfindung sollen daher die lichtempfindlichen Schichten bei Verwendung eines geeigneten
schwarzen Entwicklerpulvers unter Entwicklungsbedingungen befähigt
sein, einen Wert R^ von 0,2 bis 2,2 oder vorzugsweise
0,4 bis 2,0 zu entwickeln.
I. Der Wert Rd einer positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schicht,
die Rdp genannt wird, ist ein fotometrischer Meßwert der Reflelx
ionsdichte einer mit schwarzem Pulver entwickelten lichtempfindlichen Schicht, der erhalten wird, nach-den: eine positiv
wirkende, lichtempfindliche Schicht mit ausreichend aktinischer Strahlung belichtet wurde, um die belichteten Bereiche in eine
im wesentlichen für Pulver nicht aufnahmefähige Beschaffenheit
zu überführen (Aufhellen des Hintergrundes). Der Wert R, einer negativ wirkenden lichtempfindlichen Schicht, der R. genannt
wird, ist ein fotometrischer Meßwert der RefIeLx ionsdichte eines mit schwarzem Pulver entwickelten Bereiches, der erhalten wird,
nachdem eine negativ wirkende lichtempfindliche Siiicht mit ausreichend
aktinischer Strahlung belichtet wurde, um den be-
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lichteten Bereich in einen pulveraufnahmefähigen Bereich zu überführen·
Etv/as ausfürhlicher betrachtet, wird die Reflexionsdichte einer festen, positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schicht (RjD) bestimmt
f indem die lichtempfindliche Schicht auf ein weißes Substrat
aufgetragen wird, die lichtempfindliche Schicht bildmäßig
mit ausreichend aktinischer Strahlung belichtet wird, um den Hintergrund^ der festen, positiv wirkenden lichtempfindlichen
Schicht aufzuhellen, ein schwarzes Pulver (hergestellt aus. 77 %
Pliolite YTL und 23 % Ne α Speetra-Huß in der nachstehend beschriebenen
Weise) auf die belichtete Schicht aufgetragen wird, dieses schwarze Pulver physikalisch unter Entwicklungsbedingungen
als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche dieser lichtempfindlichen Schicht eingebettet v/ird und die nicht eingeb.etteten
Teilch-en yon dieser lichtempfindlichen Schicht entfernt
werden, Die entwickelte organische Schicht, die eing.ebettetes schwarzes Pulver enthaltende Bildbereiche und praktisch
pulverfreie, bildfreie Bereiche aufweist, wird in ein Standardphotometer gelegt, das eine von O bis 100 % Reflexion des einfallenden
Lichtes eingeteilte Skala oder eine äquivalente
Dichteskala aufweist, wie das Photometer I.Iodell 50QAder Phatovolt
Corporation» Das Instrument wird an einer pulverfreien, bildfreien 3?läche der lichtempfindlichen organischen Schicht
auf 0 eingestellt (Dichte 0; 100 # Reflexion) und ein durchschnittlicher
Ablesewert Rj wird an dem mit Pulver entwickelten Bereich bestimmt* Die Reflexionsdichte ist ein Maß für den
Schwärzungsgrad der entwickelten Oberfläche, der mit der Konaentration
von Teilchen pro Flächeneinheit zusammenhängt. Die Reflexionsdichte einer festen, negativ wirkenden, lichtempfindlichen
Schicht (R(Jn) wird in der gleichen Vfeise bestimmt, mit »
der Ausnahmef daß die negativ wirkende, lichtempfindliche
Schicht mit ausreichend aktiniscaer Strahlung belichtet wird»
um den belichteten Bereich in einen pulveraufnahmefähigen Bereich überzuführen. V/enn Rd unter den Entwicklungsbedingungei^
zwischen. 0,2 (63.1 % Reflexion) und 2.2 (0.63 # Reflexion) oder
vorzugsweise zwischen 0.4 (39.8 % Reflexion) und 2.0 (\ $ Re-r
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flex ion) liegt, so ist das in einer Schicht aufgetragene feste
lichtempfindliche organische Material für die Zwecke der Erfindung
geeignet.
Obwohl der Wert R^ von lichtempfindlichen Schichten unter Verwendung
des angegebenen schwarzen Entwicklerpulvers und eines
weißen Substrats bestimmt wird, ist R^ nur ein Maß für die
Eignung einer lichtempfindlichen Schicht, für das bevorzugte Verfahren zum Ausbilden von reflektierenden transparenten fotografischen
Elementen verwendet zu werden.
Da der Wert Rd irgendeiner lichtempfindlichen Schicht neben der
chemischen Konstitution der lichtempfindlichen .Schicht von zahl
reichen anderen Faktoren abhängt, wird die lichtempfindIichs
Schicht am besten durch ihren Wert R^ unter den Entwicklungsbedingungen
des vorgesehenen Verwendungszweckes definiert. Die
für die Zwecke der Erfindung geeigneten positiv wirkenden, fest lichtempfindlichen organischen Schichten müssen pulveraufnahmefähig
in dem Sinn sein, daß das angegebene schwarze Entwicklerpulver als Jjin-Tßilchen-Lage in eine Schicht an der Oberfläche
der unbelichteten Schicht eingebettet werden kann, so daß unter den vorbestimmten Entwicklungsbedingungen ein Wert Rd von 0,2
bis 2,2 (vorzugsweise Q,4 bis 2,0) erzielt wird, und müssen
liehteppfindlipft. in dem Sinn sein, daß durch Belichten mit
aktinischer Strahlung die am stärksten belichteten Bereiche in
den unter den vorbestimmten Entwicklungsbedingungen für Teilchen nicht aufnahmefähigen Zustand übergehen (aufgehellter
Hintergrund), Anders ausgedrückt, muß die positiv wirkende,
1%chtempfindliche Schicht; eine bestimmte eigene Pulveraufnahmefähigkeit,
und Lichtempfindlichkeit besitzen. Die positiv wirkendenj
lichtempfindlichen Schichten werden offensichtlich
durch eine lieht-katalysierte Härtungswirkung, wie Fotopolymerisation, PptQyernet^ung, FfftoQxydatiQn und dergl., in den
für Pulver nicht aufnahmefähigen Zustand übergeführt. Einige dieser FQtphä*t4ngsrieakt:f.onen sind von Vorliegen yan Sauerstoff
abhängig,wie die Fptooxvdation von innenstänäig äthylenisi
n Sauren und Estern, während andere durch das Vor-
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liegen von Sauerstoff inhibiert werden, wie Reaktionen, die auf der Fotopolymerisation von Vinyliden- oder Polyvinylidennonomeren
für sich oder gemeinsam mit polymeren Materialien "beruhen
Die letztgenannten Reaktionen erfordern spezielle Vorsichtsmaßnahmen, wie Aufbewahren in sauerstoffreier Atmosphäre oder sauer
stoffundurchlässige Deckschichten. Aus diesem Grund wird bevorzugt, feste, positiv wirkende, filmbildende organische
Materialien zu verwenden, die keine endständige ätnylenische Unsättigung aufweisen.
Die negativ wirkenden, festen, lichtempfindlichen organischen
Schichten, die für die Zwecke der Erfindung geeignet sind, müssen lichtempfindlich in dem Sinn sein, daß durch Belichten
mit aktinischer Strahlung die am stärksten belichteten Bereiche der' lichtempfindlichen Schicht aus einen unter den vorbestimmten
Entwicklungsbedingungen für Pulver nicht aufnahmefähigen Zustand in einen unter den vorbestimmten Entwicklungsbedingungen
pulveraufnahmefähigen Zustand übergeführt werden. Anders ausgedrückt, muß die negativ wirkende, lichtempfindliche
Schicht eine bestimmte minimale Lichtempfindlichkeit und potentielle Pulveraufnahmefähigkeit besitzen. Die negativ wirkenden,
lichtempfindlichen Schichten werden offensichtlich durch eine licht-katalysierte Erweichungswirkung, wie Fotodepolymerisation,
Fotoisomerisierung und dergl., in den pulveraufnahmefähigen
Zustand übergeführt.
Im allgemeinen enthalten die für die Zwecke der Erfindung geeigneten,
positiv wirkenden, festen, lichtempfindlichen Schichten ein filmbildendes organisches Material in natürlich
auftretender oder bearbeiteter bzw. synthetischer Form oder ein Gemisch eines solchen organischen Materials mit Weichmachern
und/oder Fotoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigkeit und Empfindlichkeit gegenüber aktinischer
Strahlung. Zu geeigneten positiv wirkenden, filirbildenden
organischen Materialien, die nichx durch Sauerstoff inhibiert werden, gehören innenständig äthy renisch ungesättigte Säuren,
wie Abietinsäure, Ha.rzsäuren, partiell hydrierte Karssäuren,
_ 1 ο _
2098TTVfASS "bad original
ή 3)T-ßS 3.00V
wie die unter dem Hamen Staybelite-Karz vertriebenen Verbindungen,
Baumharz und dergl., Ester innenständig äthylenisch ungesättigter Säuren, Methylolamide von Maleinölen, wie sie in
der US-PS 3,471,466 beschrieben werden, Phosphatide der in der US-PA 796,841 /beschriebenen Art, wie Sojalecithin, partiell
hydriertes Lecithin, Dilinolenyl-alpha-lecithin und dergl., partiell hydrierte Harzsäureester, wie sie unter der Bezeichnung
Staybeliter-Ester vertrieben werden, Karzmodifizierte Alkyde und dergl., Polymere äthylenisch ungesättigter Monomerer, wie
Vinyltoluol-alpha-Methylstyrol-Copolymere, Polyvinylcinnamat,
Polyäthylmethacrylat, Vinylacetat-Vinylstearat-Copolymere,
Polyvinylpyrrolidon etc., Steinkohlenteerharze, wie Cumaron-Inden-Harze
und dergl., halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie chlorierte Wachse, chloriertes Polyäthylen und dergleichen.
Positiv wirkende, lichtempfindliche Materialien, die durch Sauerstoff inhibiert werden, umfassen Gemische aus Polymeren,
wie Polyäthylenteretithalat-sebacat oder Celluloseacetat- oder
Celluloseacetat-butyrat mit mehrfach ungesättigten Vinylidenmonomeren,
wie Äthylenglykol-diacrylat oder -dimethacrylat,
Tetraäthylenglykol-diacrylat oder -dimethacrylat und dergleichen
Obwohl zahlreiche positiv wirkende, filmbildende organische Materialien die erforderliche Lichtempfindlichkeit und Pulveraufnahmefähigkeit
bei vorbestimmten Enxwicklungsteniperaturen aufweisen, ist im allgemeinen zu bevorzugen, das filmbildende
organische Material mit einem oder mehreren Fotoaktivatoren und/ oder Weichmachern zu compoundieren, um der lichtempfindlichen
Schicht optimale Pulveraufnahmefähigkeit und Lichtempfindlichkeit zu verleihen. In den meisten Fällen kann die Lichtempfindlichkeit
eines Elementes durch Zumischen eines geeigneten Fotoaktivators, der zum Ausbilden freier Radikale befähigt ist,
welche die lichtempfindliche Reaktion katalysieren und die sum
Erzeugen der gewünschten physikalischen Änderung erforderliche
Menge an Photonen vermindern, um ein Vielfaches' erhöht werden.
Zu geeigneten, zur Bildung freier Radikale befähigten Fotoaktivatoren
gehören Derail, Benzoin, Hichlers Keton, Diacetyl,
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Phenanthrachinon, p-Diinethylaminobenzoin, 7»8-Benzoflavon, Trinitrofluorenon,
Desoxybenzoin, 2,3-Pentandion, Dibenzylketon,
Nitroisatin, Di(6-dimethylamino-3-pyridil)-iiiethan, Metallnaphthenate,
N-Me thy l-lT-phenylbenzylamin, Pyridil, 5,7-Dichlorisatin,
Azodiisobutyronitril, Trinitroanis ol, Chlorophyll,
Isatin und Bromisatin. Diese Verbindungen können in einer Konzentration eingesetzt werden, die das 0,001 bis 2-fache des Gewichts
des filmbildenden organischen Materials (0,1 bis 200 fi des Gewichts des Filmbildners) beträgt. Wie in den meisten
katalytischen Systemen, ist die Art des besten Fotoaktivators und dessen optimale Konzentration von dem filmbildenden organischen
Material abhängig. Einige Fotoaktivatoren sprechen besser auf einen Typ von Filmbildner an und können innerhalb
eines ziemlich engen Konzentrationsbereiches nützlich sein, während andere im wesentlichen mit allen Filmbildnern innerhalb
weiter Konzentrationsbereiche verwendbar sind.
Die als Fotoaktivatoren dienenden Acyloine und vicinalen Diketone,
insbesondere Benzil und Benzoin, werden bevorzugt. Benzoin und Benzil sind innerhalb weiter Konzentrationsbereiche
mit im wesentlichen allen filmbildenden, lichtempfindlichen organischen Materialien wirksam. Benzoin und Benzil zeigen
den zusätzlichen Vorteil, eine plastizierende oder weich machende Wirkung auf filmbildende, lichtempfindliche Schichten
auszuüben und dadurch die Pulveraufnahmefähigkeit der lichtempfindlichen
Schichten zu erhöhen. Bei der Verwendung als Fotoaktivator sollte Benzil vorzugsweise in einer Menge von
mindestens 1 Gew.$ des filmbildenden organischen Materials (das 0,01-fache des Gewichts des Filmbildners) vorliegen.'
Farbstoffe, optische Aufheller und Lichtabsorber können für sich oder vorzugsweise in Verwendung mit den angegebenen, freie
Radikale bildenden Fotoaktivatoren (primären Fotoaktivatoren) eingesetzt werden, um die Lichtempfindlichkeit der erfindungsgemäßen
lichtempfindlichen Schichten zu erhöhen, indem sie die Lichtstrahlen in Lichtstrahlen größerer Wellenlänge umwandeln.
Vorteilhaft werden diese sekundären Fotoaktivatoren (Farb-
-U-
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· : I : 2U683Q
stoffe, optische Aufheller und Lichtabsorber) "Superfotoaktivatoren"
genannt. Geeignete Farbstoffe, optische Aufheller und Lichtabsorber umfassen 4-Methyl-7-dimethylamirlOcumarin, Galcofluor
yellow HEB (dessen Herstellung in der US-PS 2,415,373 beschrieben ist), Calcofluor white SB super 30080, Calcofluor,
Uvitex W cone, Uvitex TXS cone, Uvitex RS (beschrieben in
Textil-Rundschau 8.(1953), 339), Uvitex V/GS cone, Uvitex K,
Uvitex CP cone, Uvitex ¥ (beschrieben in Textil-Rundschau S,
(1953), 340), Aclarat 8678, Blancophor OS, Tenopol UNPL, MDAC S-8844,
Uvinul 400, Thilflavin TGN com, Aniline yellow - S (nied. cone), Seto flavine T 5506-14-0, Auramine O, Calcozine yellow OX
Calcofluor RW, Calcofluor GAC, Acetosol yellow 2 RLS-PHI1, Eosine
bluish, Chinoline yellow - P cone, Ceniline yellow S (hoch cone Anthracene blue violet fluorescence, Calcofluor white MR, Tenopol
PCR, Uvitex GS, Acid-Yellow-T-supra, Acetosol yellow 5 GLS,
Calcocid OR, Y. Ex. Cone, Diphenyl brilliant flavine 6 Gi1P,
Resoflorm fluorescent yel. 3 GPI, Eosin yellowish, Thiazole
fluorescor G, Pyrazalone organe YB-3 und National PD & C yellow. Einzelne Superfotoaktivatoren wirken besser in Verbindung mit
einer Art eines lichtempfindlichen, organischen Filmbildners und Potoaktivators . als mit anderen. Perner haben einige Fotoaktivatoren
eine bessere Wirksamkeit in Verbindung nit bestimmten Klassen optischer Aufheller, Farbstoffe und Lichtabsorber. Die
vorteilhaftesten Kombinationen dieser Materialien und deren Mengenverhältnisse können meist durch einfache Versuche vermittelt
werden.
Wie erwähnt, können Weichmacher verwendet werden, um der lichtempfindlichen
Schicht optimale Pulveraufnähmefähigkeit zu verleihen.
Mit Ausnahme von Lecithin, sind die meisten der erfindnngsgemäß geeigneten, filmbildenden, lichtempfindlichen
organischen Materialien bei Raumtemperatur für Pulver nicht aufnahmefähig, jedoch oberhalb Raumtemperatur pulveraufnahmefähig.
Es ist daher wünschenswert, eine ausreichende Menge eines Weichmachers ■
. zuzusetzen, um den lichtempfindlichen Schichten Pulveraufnahmefähigkeit bei Raumtemperatur (15 bis
30 C) oder Umgebungstemperatur zu verleihen und/oder den R^- _1C
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- 15 Bereich der lichtempfindlichen Schichten zu erv/eitern.
Zwar können verschiedene weichmachende Mittel, wie Dimethylsiloxane*
Dimethylphthalat, Glycerin, pflanzliche Öle und dergl.
als Weichmacher verwendet werden, Benzil und Benzoin werden jedoch "bevorzugt, da, wie bereits erklärt, diese Materialien den
zusätzlichen Vorteil zeigen, die Lichtempfindlichkeit des filmbildenden
organischen Katerials zu erhöhen. Als Weichinacher-Potoaktivatoren
werden Benzoin und Benzil vorzugsweise in einer Konzentration von 1 Gew.# bis 80 Gew.^ des filmbildenden festen
organischen Katerials eingesetzt.
Die bevorzugten, pceitiv wirkenden, lichtempfindlichen Filmbildner,
die keine konjugierte, endständige äthylenische Unsättigung tragen, umfassen innenständig äthylenisch ungesättigte
Säuren und deren Ester, insbesondere Phosphatide, Harzsäuren, teilweise hydrierte Harzsäuren und teilweise hydrierte Karzester.
Werden diese Materialien mit geeigneten Potoaktivatoren compondiert, vorzugsweise mit Acyloinen oder vicinalen Diketonen
sowie Superfotoaktivatoren, so ist eine Belichtung von weniger als 2 Hinuten erforderlich, um den Hintergrund von licht
empfindlichen Schichten aufzuhellen.
die
Im allgemeinen umfassen für die Erfindung geeigneten, negativ wirkenden, lichtempfindlichen Schichten ein filmbildendes organisches
Material in natürlich auftretender oder synthetischer Form oder ein Gemisch dieses organischen Materials mit Weichmachern
und/oder Potoaktivatoren zum Einstellen der Pulveraufnahmefähigiceit
und Empfindlichkeit gegenüber aktinischer Strahlung. Zu geeigneten.negativ wirkenden, filmbildenden organischen
Materialien gehören N-Benzyl-linoleamid, Pilinoleylalpha-lecithin,
Rizinuswachs (Glycerin-12-hyäroxystearat),
Äthylenglykol-nonohydroxy-stearat, Polyisobutylen, I-olyvinylstearat
und dergleichen. Davon werden Rizinuswachs und andere, hydrierte Rxzinolsäureester (Hydroxystearate) bevorzugt. Die3e
Materialien können mit Weichmachern und/oder Fotoaktivatcren in
gleicher Weise wie die positiv wirkenden, lichtempfindlichen,
-16-
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- 16 filmbildenden organischen Materialien compoundiert v/erden.
Einige feste, licht-empfindliche organische Filmbildner können
verwendet werden, um entweder positiv oder negativ wirkende, lichtempfindliche Schichten herzustellen. So führt beispielsweise
eine Schicht aus Poly(n-butylmethacrylat) mit einem Gehall an 20 <fo Benzoin (20 Gewichtsteile Benzoin auf 100 Gewichtsteile
des Polymeren) zu guten positiv wirkenden Bildern. Durch Erhöhen
des Benzoingehaltes auf 100 56 geht die Poly(n-butylmethacrylat)-Schicht
in ein gutes negativ wirkendes System über.
Die lichtempfindlichen Schichten werden durch Auftragen einer dünnen Schicht eines festen, lichtempfindlichen, filmbildenden
organischen Materials mit einem Potential R^ von 0,2 bis 2,2
(d.h. einer Fähigkeit, einen Wert R, oder R, von 0,2 bis 2,2
zu entwickeln) auf den Filmträger, gebildet. Das Auftragen kann durch irgendeine geeignete Methode, die durch die Art des filmbildenden
organischen Materials und/oder die Filmgrundlage bedingt ist, erfolgen, wie Beschichten aus der Schmelze, Zugbeschichten,
Sprühbeschichten, Walzenbeschichten, Beschichten nact
dem Luftrakelverfahren, Fließbeschichten, Tauchbeschichten, Wirbelbeschichten oder Vorhangbeschichten und dergl.), so daß
eine geeignet glatte, homogene Schicht einer Dicke von0,1 bis
40 Mikron gebildet wird. Dabei können erforderlichenfalls ge-*
eignete Lösungsmittel verwendet werden.
Die zum Herstellen von reflektierenden, durchsichtigen fotografischen
Elementen geeigneten Grundlagen bzw. Filmträger gehören zwei bestimmten Typen an. Der erste Typ, der vor allem
zum Erzeugen von durchsichtigen fotografischen Elementen geeignet
ist, die ein bildmäßig angeordnetes Muster reflektierender Pulverteilchen aufweisen, ist im wesentlichen durchsichtig
und kann aus einer oder mehreren durchsichtigen Schichten bestehen. Der zweite Typ, der voiiallem zum Herstellen von durchsichtigen
fetegrafischen Elementen geeignet ist, die einen im
wesentlichen diskontinuierlichen Metallfiln in biläLiäßiger Anordnung aufweisen, umfaßt eine im wesentlichen durchsichtig
. 17..
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Grundlage bzw. einen Filmträger aus einer oder mehreren durchsichtigen
Schichten, der eine reflektierende, undurchsichtige
metallisierte Substrierschicht trägt. Zu geeigneten durchsichtigen
Schichten gehören Schichten aus Glas, Celluloseester (Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat und
dergl·)» aus oberflächenhydrcvlistortem i)«lluloeeacetat, regenerierter
Cellulose, Polyestern (Polyethylenterephthalat), Nylon, Polystyrol, Polyäthylen, polypropylen, durch Glimmentladung
behandeltem Polyäthylen und Polypropylen, Polyvinylalkohol,
Amylose und de^-eichen. Irgendeine oder mehrere dieser
durchsichtigen Schichten können verwendet werden, die eine geeignete reflektierende undurchsichtige metallische Substrierschicht
tragen, wie Aluminium, Rhodium, Nickel und dergleichen.
Gewünschtenfalls kann die durchsichtige Grundlage einen geeigneten
Farbstoff enthalten, so daß verschiedene Farbeffekte erzielt werden.
Die lichtempfindliche Schicht muß mindestens 0,1 Mikron und
vorzugsweise mindestens 0,4 Mikron dick sein, um während des Entwickeins geeignete Pulverteilchen festzuhalten. Wenn die
lichtempfindliche Schicht eine Dicke von weniger als 0,1 Mikron hat oder wenn der Durchmesser des Entwicklerpulvers mehr als
das 25-fache der Schichtdicke beträgt, hält die lichtempfindliche Schicht das Entwicklerpulver nicht mit der erforderlichen
Festigkeit zurück. Im allgemeinen ist die lichtempfindliche Schicht mit steigender Schichtdicke befähigt, größere Teilchen
festzuhalten. Wenn jedoch die Dicke der lichtempfindlichen Schicht ansteigt, wird es immer schwieriger, den Film während
des Entwickeins unversehrt zu halten. Die lichtempfindliche Schicht muß daher eine Dicke von 0,1 bis 40 Mikron, vorzugsweise
0,4 bi3 10 Mikron aufweisen, wobei die besten Werte mit einer Dicke von 0,4 bis 2,5 Mikron erzielt werden.
Nach der bevorzugten Methode zum Auftragen von lichtempfindlichen Schichten vorbestinimter Dicke auf die Grundlage (im Fall
des ersten Typs einea reflektierenden Elements auf die durchsichtige
Grundlage oder im Fall des zweiten Typs eines re-
— ι es—
209817/U5S
flektierenden Elements auf die metallische Substrierschicht)
wird eine Lösung des lichtempfindlichen- organischen Filmbildner
für sich oder gemeinsam mit gelösten oder suspendierten Fotoaktivatoren
oder Weichmachern, in einem organischen Lö sungsmittel als Trägerroedium, auf die Grundlage aufgetragen. Als
organische Lösungsmittel können für diesen Zweck Kohlenwasserstoffe,
wie Hexan, Heptan, Benzol und dergl., halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff,
1,1,I-Trichloräthan, Trichloräthylen und dergl., Alkohole, wie
Äthanol, Methanol, Isopropanol und dergl., Ketone, wie Aceton, Methylethylketon und dergl. verwendet werden. Die Kohlenwasserstoffe
und Halogenkohlenwasserstoffe, die ausgezeichnete Lösung mittel für die bevorzugten positiv wirkenden licatempfindlichen
Filmbildner darstellen, welche keine endständige konjugierte äthylenische Unsättigung aufweisen, sind wegen ihrer hohen
Flüchtigkeit und niedrigen Preises bevorzugte Trägermedien. In typischer Weise können mit diesen Trägermedien hergestellte
Lösungen auf die Grundlage aufgetragen und in weniger als einer Hinute zu einem ununterbrochenen klaren Film an der Luft
getrocknet werden, Im allgemeinen haben die Halogenkohlenwasserstoffe den Vorteil, nicht brennbar zu sein und ohne
die Gefahr von plötzlichen Bränden verwendet werden zu können. Zahlreiche dieser Lösungsmittel, wie Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff,
müssen jedoch wegen der Toxisität ihrer Dämpf vorsichtig gehandhabt werden. Unter all diesen Lösungsmitteln
wird 1,1,1-Trichloräthan bevorzugt, da es geringe Toxizität,
niedrigen Preis und hohe Flüchtigkeit aufweist und nicht brennbar ist· Im allgemeinen kann die Dicke der lichtempfindlichen
Schicht in Abhängigkeit von der Konzentration der Feststoffe, die in dem als Träger verwendeter* Lösungsmittel gelöst sind,
variiert werden.
Nachdem die Grundlage mit einer geeigneten festen, lichtempfindlichen
organischen Schicht beschichtet wurde, wird ein latentes Bild erzeugt, indem das Element bildmäßig während
einer Dauer mit aktiniecher Strahlung belichtet wird, die .ausreicht,
um ein Potential R^ von 0,2 bis 2,2 (Aufhellen des Hintergrundes
von positiv v/irkenden lichtempfindlichen Schichten
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oder Erzeugen eines Potentials R, von 0,2 Ms 2,2 bei negativ wirkenden, lichtempfindlichen Schichten), zu erzielen. Die
lichtempfindlichen Elemente können durch ein fotografisches
Positiv Oder Negativ mit aktinischer Strahlung belichtet werden,
das ein Strichbild, Rasterbild oder Halbtonbild darstellt.
Wie bereits ausgeführt, werden die latenten Bilder vorzugsweise
aus positiv wirkenden, lichtempfindlichen Schichten erzeugt, indem das Element bildmäßig während einer zum Aufhellen des
Hintergrundes, d.h. zum Überführen der belichteten Bereiche in den für Pulver nicht aufnahmefähigen Zustand, ausreichenden
Dauer, belichtet wird. Wie in der US-PA 796,847 erläutert wird, variiert die zum Aufhellen des Hintergrundes erforderliche Meng«
an aktinischer Strahlung in gewissem Ausnaß in Abhängigkeit
von der Korngröße des Entwicklerpührers und den Entwicklungsbedingungen.
Aufgrund dieser Schwankungen ist es häufig wünschenswert, Strichbilder und Rasterbilder leicht überzubelichten, um
ein vollständiges Aufhellen des Hintergrundes zu gewährleisten. Etwas mehr Sorgfalt iet beim Herstellen von Halbton-Pulverbildern
erforderlich, weil durch Überbelichtung leicht der ϊοη-bereich
des entwickelten Bildes vermindert wird. Im allgemeinen
wird ein Überbelichten bei negativ wirkenden, lichtempfindlicher
Elementen bevorzugt, um maximalen Kontrast zu ermöglichen.
Nachdem das lichtempfindliche Element während einer Dauer mit
aktinischer Strahlung belichtet wurde, die zum Aufhellen des
Hintergrundes einer positiv wirkenden lichtempfindlichen Schicht oder zum Erzeugen eines Potentials R^n von 0,2 bis 2,2 ausreicht,
wird ein geeignetes Entwicklerpulver, das längs einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0,3 Mikron aufweist,
mit einer geeigneten Kraft physikalisch, vorzugsweise mechanisch
aufgetragen, um das Pulver in die lichtempfindliche Schicht einzubetten.
Das Entwicklerpulver kann praktisch jede beliebige Gestalt aufweisen, wie Kugelform, Kadelform, Plättchenfcrm
und dergleichen.
Entwiaklerpulver, die zuor Herstellen, von reflektierenden, durch-
209817AU55 :
BAD
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sichtigen fotografischen Elementen, die eine Reihe von reflektierenden
Teilchen in bildmäßiger Anordnung enthalten, durch Deformationsabbildung geeignet sind, können entweder im wesentlichen
weiße Pulver oder reflektierende Metallpulver darstellen. Geeignete weiße Entwicklerpulver umfassen polymere
oder harzartige Materialien, wie Pliolite VTL (Vinyltoluol-Butadien-Copolymeres),
Polyme'thylmethacrylat, Polystyrol, Reisstärke, Maisstärke, schwach-gelbliche Phenolformaldehydharze
und dergl., organische monomere Verbindungen, wie Hydrochinon und dergl., Metalloxyde und Metallsalze, wie Titandioxyd, Magnesiumoxyd,
Zinkoxyd, Bleicarbonat, Calciumcarbonat, Bariumsulfat und dergleichen. Zu geeigneten Metallpulvern gehören
Aluminiumflocken, Nickelflocken, Rhodiumpulver.und dergleichen
Reflektierende Bilder, die zur Auflösung von 20 bis 60 Linienpaären
pro mm befähigt sind, können in den meisten Fällen unter Verwendung dieser Pulver hergestellt werden.
Entwicklerpulver, die zur Herstellung von reflektierenden, durchsichtigen fotografischen Elementen nach dem Deformationsverfahren,
die einen praktisch diskontinuierlichen metallischen Film in bildmäßiger Anordnung enthalten, geeignet sind, können
ein Material enthalten, das zur Ausbildung eines schützenden Resists oder eines oberflächlich trockenen Ätzmittels befähigt
ist, welches die undurchsichtige metallische Substrierschicht in bildmäßiger Anordnung entfernen kann. Zu geeigneten polymeren
oder harzartigen Materialien, die einen Resist bilden können, gehören Pliolite VTL, Polymethylmethacrylat, Polystyrol,
Phenol-Formaldehyd-Harze und dergleichen.
Oberflächlich trockene Ätzmittel können in der Weise angewendet
werden, wie sie in der gleichzeitig eingereichten D-PA P
beschrieben ist. Wie dort ausgeführt, kann das oberflächlich
t rockeng Ätzmittel, wenn es bei Raumtemperatur fest ist, jLn
einer im wesentlichen rehen Form, oder auf einen geeigneten Träger aufgetragen werden. Die Träger müssen jedoch gegenüber
dem verwendeten Ätzmittel im wesentlichen inert sein. Träger, wie harzartige oder polymere Materialien, Tone (Bentonit),
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-21- 2U6830
inerte Oxyde (Siliciumdioxyd, Titandioxyd) und dergl., können verwendet werden, um die Konzentration des aufzutragenden Ätzmittels
zu regeln, oder bei Verwendung eines flüssigen Ätzmittels, um das Auftragen des flüssigen Ätzmittels auf die
lichtempfindliche Schicht in Form eines oberflächlich trockenen Pulvers zu ermöglichen. Falls das Ätzmittel fest ist, so kann
es zusammen mit dem Träger in der Kugelmühle gemahlen werden, um den Träger mit dem Ätzmittel zu überziehen, oder es kann gewünscht
enfalls bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunkts
eines, schmelzbaren oder harzartigen Trägeis eingemischt, zu geeigneter
Korngröße gemahlen und klassiert werden. Im allgemeinen können flüssige Ätzmittel an der Oberfläche eines geeigneten
festen Trägers absorbiert oder in einem geeigneten Träger eingekapselt werden. In manchen Fällen ist es vorteilhaft,
den Träger und das Ätzmittel (in flüssiger oder fester Form) in einem gemeinsamen Lösungsmittel zu lösen, zu trocknen
und zu geeigneter Korngröße zu mahlen. Das oberflächlich trockene Ätzpulver (superficially dry etchant powder) kann etwa
0,1 bis 100 Gew.# des Ätzmittels und entsprechend 99,9 "bis
0 Gew.# des Trägers enthalten.
Zu geeigneten aktiven Ätzmitteln gehören Säuren, wie Chlorwasserstoffs
äure und dergl., saure Metallsalze, wie Ferrichlorid,
CupriChlorid, Cadmiumchlorid, Magnesiumchlorid, Zinkchlorid,
Ferrinitrat und dergl., starke Basen, wie Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid und dergl. Das verwendete spezielle
Ätzmittel oder die Ätzmittel hängen in hohem Maß von der zu ätzenden Schicht und dem Träger oder den zum Verteilen des Ätzmittels
angewendeten Mitteln ab. Beispielsweise müssen die flüssigen Ätzmittel des beschriebenen Typs entweder in eingekapselter
Form oder auf einem geeigneten Träger aufgetragen werden. Andererseits können feste Ätzmittel, wie saure Metallsalze
oder oberflächlich trockene Basen, in Pulverform abgelagert oder in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und entweder
auf einem Träger oder in eingekapselter Form zur späteren Aktivierung, aufgetragen werden.
Das schwarze Entwicklerpulver zum Bestimmen des Wertes R^
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einer lichtempfindlichen Schicht wird hergestellt, indem etwa 77, <fo Pliolite VTL (Vinyltoluol-Butadien-Copolymer) und 23 J» lieo
Spectra-Ruß auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des
harzartigen Trägers erhitzt, auf einer Kautschukwalze vermischt und danach in einem Feinstzerkleinerer (Mikro-atomizer) gemahlen
werden. Handelsübliche Pulver, wie Xerox 914 Toner führen zu praktisch ähnlichen Ergebnissen, wenn auch die Neigung
zu etwas niedrigeren R,-Vierten besteht.
Die für die Zwecke der Erfindung geeigneten Entwicklerpulver enthalten Teilchen, die länge mindestens einer Achse einen
Durchmesser oder eine Dimension von etwa 0,3 bis 4ü Mikron, vorzugsweise·
0,5 bis 15 Mikron aufweisen, wobei Pulver mit einem Durchmesser in der Größenordnung von 1 bis 7 Mikron am besten
für'lichtempfindliche Schichten einer Dicke von 0,4 bis 10 Mikron geeignet sind. Die maximale Teilchengröße ist von der Dicke
der lichtempfindlichen Schicht abhängig, während die Mindestgröße der Teilchen unabhängig von der Schichtdicke ist. Elektronenmikroskopische
Untersuchungen haben gezeigt, daß Entwicklerpulver mit einem Durchmesser, der das 25-fache der Dicke
der·lichtempfindlichen Schicht beträgt, nicht permanent in lichtempfindliche Schichten eingebettet werden können. Im allgemeinen
werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn der Durchmesser des Pulverteilchens weniger als etwa das 10-fache der
Dicke der lichtempfindlichen Schicht beträgt. In den meisten Fällen stören Teilchen mit einem Durchmesser über 40 Mikron das
Entwickeln des Bildes nicht, vorausgesetzt, daß das Entwieklerpulver eine geeignete Konzentration an Pulverteilchen unter
40 Mikron enthält, deren Durchmesser weniger als das 25-fache und vorzugsweise weniger als das 10-fache der Dick« der lichtempfindlichen
Schicht beträgt. Unter sonst gleichen Bedingungen ist jedoch der Wert R, des entwickelten Bildes um so geringer,
je größer die Teilchen des Entwicklerpulvers (über 10 Mikron) sind. Wenn beispielsweise Xerox 914 Toner, der so. klassiert wurde,
daß er a) nur Teilchen unter 1 Mikron, b) Teilchen von 1 bis 3 Mikron, c) Teilchen von 3 bis 10 Mikron, d) Teilchen von 10
bis 18 Mikron und e) nur Teilchen über 18 Mikron enthielt, ver-
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wendet wurde, um nach gleicher Belichtung positiv wirkende, 1
Mikron dicke lichtempfindliche Lecithinelemente zu entwickeln,
so zeigten die Bilder R, Werte von a) 0,83, b) 0,95, c) 0,97, d) 0,32, und e) 0,24.
Zwar stören Teilchen einer Größe von mehr als 40 Mikron das Ent· wickeln des Bildes nicht; das Vorliegen von Teilchen, die längs
aller Achsen einen Durchmesser von weniger als 0,3 Mikron aufweisen, kann jedoch die saubere Bilderzeugung beeinträchtigen.
Im allgemeinen ist zu bevorzugen, Entwicklerpulver zu verwenden, in denen praktisch nur Pulverteilchen vorliegen, die längs
mindestens einer Achse einen Durchmesser von nicht weniger als 0,3 Mikron, vorzugsweise von mehr als 0,5 Mikron aufweisen,
da Teilchen von weniger als 0,3 Kikron dazu neigen, sich in bildfreie Bereiche einzubetten.
Je mehr die Teilchengröße der kleinsten Teilchen ansteigt, eine um so geringere Belichtung mit aktinischer Strahlung ist erforderlich,
um den Hintergrund aufzuhellen. Wenn beispielsweise Xerox 914 Toner, der so kissiert wurde, daß er a) nur Teilchen
unter 1 Mikron, b) Teilchen von 1 bis 3 Mikron, c) Teilchen von 3 bis 10 Mikron, d) Teilchen von 10 bis 18 Mikron und e)
Teilchen über 18 Mikron enthielt, sum Entwickeln der belichteten
Teile von 1 Mikron dicken positiv wirkenden lichtempfindlichen Lecithinelementen verwendet wurde, so zeigten nach
gleicher Belichtung die belichteten Bereiche R, -Werte von a) 0,26, b) 0,23, c) 0,10, d) 0 und e) 0. Durch geeignetes Erhöhen
der Belichtungsdauer wurde der R^ -Wert der bildfreien
Bereiche bei Verwendung der Teilchen a), b) und c) praktisch auf 0 vermindert.
Genauer betrachtet, wird das Entwicklerpulver direkt auf die lichtempfindliche Schicht aufgetrager., während sich die pulveraufnahmefähigen
Bereiche dieser Schicht in einer höchstens etwas weichen Beschaffenheit befinden und diese Schicht bei einer'
Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts der Schicht und des
Pulvers gehalten wird. Das Pulver wird' auf der zu entwickelnden
Pliiche verteilt und physikalisch in eine Oberflächenschicht n,
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-24- 2U6830
der lichtempfindlichen Schicht eingebettet, was vorzugsweise
■mechanisch mit Hilfe einer Kraft mit einer seitlichen Komponent
erfolgt, wie durch eine hin- und hergehende und/oder kreisende Reibe- oder Schabe v/irkung, die unter Verwendung eines weichen
Bausches oder Kissens, einer feinen Bürste oder auch eine3 aufgeblasenen Ballons durchgeführt wird. Gewünsentenfalls kann
das Pulver gesondert aufgetragen oder in dem Kissen oder der Bürste enthalten sein. Die Pulvermenge ist nicht kritisch,
vorausgesetzt, dass ein Überschuß über die zum vollständigen Entwickeln des Bereiches erforderliche Menge vorliegt, da das
Entwickeln weniger von den Kräften zwischen Bürste und Oberfläche oder Kissen und Oberfläche, sondern vor allem von der
gegenseitigen Wechselwirkung zwischen den Teilchen abhängig zu sein scheint, um eine Lage von Pulverteilchen, die praktisch
die Dicke eines Teilchens besitzt (Teilchen-Einf^chla^) in
eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen/einzubetten. Nur eine Einfachlage von Pulverteilchen dringt in die
pulveraufnahmefähigen Bereiche der lichtempfindlichen Schicht ein, auch wenn die lichtempfindliche Schicht um das Mehrfache
dicker ist, als der Durchmesser der Pulverteilchen.
Der zum Entwickeln verwendete Bausch oder die Bürste ist nur insofern kritisch, als er nicht so fest sein sollte, daß die
Filmoberfläche verkratzt oder verschrammt wird, wenn dieses Hilfsmittel unter gemäßigtem Druck mit der bevorzugten Pulvermenge
zum Entwickeln des Films angewendet wird. Besonders geeignet ist gewöhnliche Baumwollwatte, die lose zu einem Bausch
etwa der Größe eines Baseballs zusammengepreßt ist und ein Gewicht
von etwa 3 bis 6 g hat. Die beim Entwickeln auf den Bausch ausgeübte Entwicklerbevegung und Kraft ist nicht
kritisch. Die Geschwindigkeit der Polierbewegung ist nur insofern kritisch, als sie die erforderliche Dauer beeinflußt,
da eine rasche Bewegung weniger Zeit erfordert als eine langsame. Die bevorzugte mechanische Linwirkung i3t dabei im wesentlichen
die seitliche Einwirkung, die beim Foinpolieren
einer Holzoberfläche durch Abschleifen von Hand oder durch Abschleifen
mix Stahlv/ollo angev/endet wird.
6 1 7 / U 5 5 ^0 GRiG1HAL
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Bestreichen von Hand i3t völlig zufriedenstellend und wenn es
unter den beschriebenen Bedingungen vorgenommen, wird, führt
es in reproduzierbarer Weise zu der maximalen Dichte, die mit
dein Material erzielt v/erden kann. Das bedeutet, daß die von den physikalischen Eigenschaften des Materials, wie Weichheit,
Elastizität, Plastizität und Haftvermögen abhängige maximale Teilchenkonzentration pro Flächeneinheit unter den vorbeschx-iebenen
Bedingungen abgelagert wird. Praktisch die gleichen Ergebnisse können erzielt werden, wenn eine mechanische Vorrichtung
zum Auftragen des Pulvera verwendet wird. Zum Erzielen der beschriebenen Streichwirkung kann eine rotierende
oder rotierende und oscillierende zylindrische Bürste oder ein Bausch angewendet werden, wobei praktisch das gleiche Endergebnis
erzielt wird.
Nach dem Auftragen des Entwicklerpulvers verbleibt überschüssiges Pulver an der Oberfläche, das nicht ausreichend in
die Schicht eingebettet oder mit dieser verbunden wurde. Dieses Pulver kann in jeder geeigneten Weise entfernt werden,
wie durch Abwischen mit einem sauberen Bausch oder·einer Bürste
wobei gewöhnlich eine etwas stärkere Kraft als beim mechanische Entwickeln angewendet wird, durch Vakuumbehandlung, durch
Vibration oder durch Abstreifen mit Hilfe eines Luftstrahls. Dieses Pulver kann dann gewonnen werden. Aus Gründen der Einfachkeit
und wegen der Gleichmäßigkeit der Ergebnisse wird das überschüssige Pulver gewöhnlich mit Hilfe einer Luftpistole
weggeblasen, die einen Luftliniendruck von etwa 1,4 bis 2,8 kg/cm (20 bis 40 psi) hat. Die Pistole wird vorzugsweise
unter einem Winkel von etwa 30 bis 60° in einem Abstand von
2,54 cm bis 30,5 cm (1 bis 12 inches), vorzugsweise 7,6 bis 20,3 cm (3 bis 8 inches) gegen die Oberfläche gehalten. Der
Druck, mit dem die Luft auf die Oberfläche auftrifft, beträgt
0,007 bis 0,21 kg/cm2, vorzugsweise 0,017 bis 0,14 kg/cm (0,1 bis 3, vorzugsweise 0,25 bis 2 poi). Die Reinigung mit
dem Luftstrahl kann einige Sekunden oder langer durchgeführt werden, bis keine v/eiteren lose gehaltenen Teilchen entfernt
v/erden. Lau verbleibende Pulver sollte so fest haften, daß es
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durch Abwischen mit mäßiger Kraft oder eine anaere geeignete
Abriebwirkung nicht entfernt wird.
Die beschriebenen Prinzipien der Deformationsabbildung können in verschiedener V/eise angewendet werden, um für die Zwecke
der Erfindung geeignete, reflektierende 'durchsichtige Elemente
herzustellen. In der einfachsten Form können Defor^ationsabbildungsmethoden
angewendet werden, um eine Anordnung von reflektierenden Pulverteilchen in bildmäßiger Konfiguration auf
einer durchsichtigen Grundlage zu erzeugen, indem eine durchsichtige Grundlage oder Filmba3is, die eine praktisch durchsichtige,
lichtempfindliche organische Schicht trägt, welche zum Eriwickeln eines Wertes Rd von 0,2 bis 2,2 befähigt ist,
mit aktinischer Strahlung belichtet wirdy so daß ein Potential
Rd von 0,2 bis 2,2 ausgebildet wird, ein im wesentlichen weißes
oder aus reflektierendem Metall bestehendes Entwicklerpulver eingebettet wird und Pulverteilchen von den bildfreien Bereiche;
entfernt werden. Um ein reflektierendes, durchsichtiges fotografisches Element diese3 Typs auszubilden, das" bei Anwendung
einer Lichtquelle mit maximal hoher Intensität verwendet werden kann, ist es gewöhnlich wünschenswert, daß sowohl die Grundlage
als auch die lichtempfindliche Schicht im wesentlichen farblos ist. Bei einem geringen Verlust der Y/ärmestabilität
des reflektierenden fotografischen Elements kann jedoch entweder die Grundlage oder die lichtempfindliche Schicht einen
im wesentlichen durchsichtigen gefärbten Körper enthalten. In diesem Fall kann das durch das durchsichtige reflektierende
Element projizierte Licht die Färbung des durchsichtigen Farbkörpers annehmen und den Eindruck einer Farbprojektion auf
der Leinwand hervorrufen.
Wie bereits ausgeführt, können zum Ausbilden einer Anordnung von reflektierenden Pulverteilchen in bildmäßiger Anordnung
geeignete Entwicklerpulver verschiedene weiße teilchen umfassen, wie polymere oder harzartige liaterialien, Metallsalze, 1-Iotalloxyde
und dergl. sowie reflektierende Metalle. V/enn ein schmelzbares
weißes Pulver angewendet wird, ist es wesentlich, daß
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das erzielte Deforcati ons bild in ungeochnolzener Form verwendet
wird. Wenn das harnartige Haterial mit der Iiclitempfinilichen
Schicht verscr.nolzen wird, ao wird das polymere Material durchsichtig und das Element enthält nicht mehr eine Anordnung
von reflektierenden Palverteilchen. Es ist zwar wünschen3\/ert,
weiße Entwicklerpulver zu verwenden, die im wesentlichen keine Farbstoffe enthalten; schwach Gefärbte Entwicklerpulver können
jedoch bei geringem Versieht auf die Wärme Stabilität des reflektierenden
fotografischen Elementes angewendet werden.
Im wesentlichen undurchsichtige, diskontinuierliche reflektierende
Metallfilme auf einer durchsichtigen Grundlage oder einem durchsichtigen Filmträger können durch Deformationsabbildung
hergestellt v/erden, indem durchsichtige Trägermateriali^n
verwendet werden, die eine nicht unterbrochene reflektierende Metallschicht tragen. In diesem Fall wird die durchsichtige
Grundlage, die eine dünne, nicht unterbrochene, reflektierende metallische Substrierschicht trägt und einen Sensibilisator
aufweist, der zum Entwickeln eines Wertes Rd von 0,2 bis 2,2
befähigt ist, der gefärbt oder praktisch farblos sein kann, mit aktinischer Strahlung belichtet, un ein Potential R^ von
0,2 bis 2,2 bzw. 2,4 auszubilden,und in folgender Weise entwickelt:
1.) mit einem reaktiven Entwicklerpulver, das befähigt ist, den reflektierenden Ketallfilm in der Weise zu
zersetzen, wie in der gleichzeitig eingereichten Deutschen Patentanmeldung P beschrieben ist, und durch Ätzen der
Metallschicht, oder 2.) mit einem harzartigen Pulver, das untei
Bildung eines Resists bzw. einer Überzugsschicht geschmolzen wird, der die reflektierende Metallschicht in bildmäßiger
Anordnung zu schützt , wonach die ungeschützten Bereiche in einem geeigneten Ätzbad geätzt werden. In jedem Fall wird das
geätzte durchsichtige Element sorgfältig gewaschen, um Atzmittel
zu entfernen, wobei ein permanentes reflektierendes fotografisches Element von Archivqualitäi; gebildet wi rd. Der
verbliebene Sensibilisator und/oder geschmolzenes Entwickler-.pulver
werden vorzugsweise mit Hilfe eines geeigneten Lösun/rsniv-telö
enLfernt, wie einen Kohlenwasserstoff, !laiogcnlxhlen-
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wasserstoff, Alkohol, mit Ketonen und dergl., das dem Typ angehört,
der zum Auftragen des Sensibilisators verv/endet wird. Wenn verbliebener Sensibilisator und/oder geschmolzenes Entwicklerpulver
nicht entfernt werden, so sollte der Sensibilisator und das Entwicklerpulver so gewählt werden, daß sie in
geschmolzener Form praktisch durchsichtig sind, um die während der Projektion auftretende Absorption von Infrarotstrahlung
auf einem Mindestwert zu halten.
Zum Herstellen von durchsichtigen fotografischen Elementen, die reflektierende Bildbereiche aufweisen, können verschiedene
andere Methoden zum fotochemischen Ablagern oberflächlich trockener Pulver in bildmäßiger Anordnung verwendet werden.
Diese Methoden haben jedoch den Nachteil, daß es schwieriger ist, die pro Flächeneinheit abgelagerte Menge des Entwicklerpulvers
einzustellen und daß es außerordentlich schwierig ist, Halbtonbilder zu erzeugen. Geeignete andere Methoden zum fotochemischen
Ablagern von oberflächlich trockenen Pulvern des Typs, der zum Ausbilden von reflektierenden Elementen der
ersten Art geeignet ist, die eine Anordnung von weißem oder metallischem Pulver in bildmäCiger Konfiguration auf einer
durchsichtigen Filmbaeis enthalten, umfassen die Anwendung einer festen lichtempfindlichen Schicht des Typs, der in der
US-PA 796,847 beschrieben ist, und das Entwickeln unter Bedingungen, unter denen dieser Standardentwickler zu einem
Wert R, von mehr als 2,2 führt, wobei eine Kehrfachlage an
Pulverteilchen abgelagert werden kann. ?]ach einer anderen Augführungsform können unter sonst gleichen Bedingungen die zum
Erzeugen von Bildern durch Deformationcabbildung befähigten
en
Sensibilisator durch die lichtempfindlichen Hassen der Brit.
Sensibilisator durch die lichtempfindlichen Hassen der Brit.
Patentschrift 1,152,568, die fotoisomerisierbaren lichtempfindlichen Massen gemäß US-PS 3,487,764, die negativ wirkenden
fotoisomerisierbaren liclitempiir^tllicheu Jansen gemüß US-Po
3,450,531, die negativ wirkenden oder positiv wirkenden lichtempfindlic-hcn
Acetale gemäß Uo-PS 2,OSO,4 50, die positiv wirkenden,
fotopolyrnerisicrbaren .;··ι:::;επ ;.o :;..o 3rii. lat&ntschri f t
987,903 und US-PS 3,060,624 uvA dergl. ^rsetzt werden. Es liegt
20981 7/U56 MD omqin«.
-29- 2U6830
natürlich innerhalb des erfindungsgemäßen Bereiches, jede der
erwähnten lichtempfindlichen Massen unter Anv/endung der Prinzipien
der US-PA 796,847 so zu modifizieren, daß nur eine Einfachlage von weißem oder reflektierendem Metallpulver abgelagert
wird. Es ist außerdem möglich, xerografische Methoden, lichtempfindliche-Elemente und geeignete· weiße oder metallische
Pulver anzuwenden.
Bei all diesen Verfahren zum Erzeugen eines durchsichtigen fotografischen
Elements, das eine Anordnung von reflektierendem Pulver in bildmäßiger Konfiguration trägt, umfaßt das Verfahren
folgende Stufen: Belichten einer durchsichtigen Schicht, die eine zum Aufnehmen eines Pulvers in bildmäßiger Konfiguration
befähigte lichtempfindliche Schicht trägt, mit aktinischer Strahlung, so daß ein latentes, pulveraufnahmefähiges
Bild erzeugt wird, Entwickeln dieses latenten Bildes mit praktisch weißen Pulverteilchen oder reflektierenden Metallpulverteilchen
unter Bildung einer Anordnung von reflektierenden
Pulverteilchen in bildmäßiger Konfiguration, Entfernen
der Pulverteilchen von den bildfreien Bereichen dieser lichtempfindlichen Schicht unter Bildung eines durchsichtigen
fotografischen Elements, das eine Anordnung von reflektierenden Pulverteilchen in bildmäßiger Konfiguration aufweist.
Geeignete andere Methoden zum fotochemischen Erzeugen von reflektierenden,
durchsichtigen fotografischen Elementen des zweiten Typs, die eine im wesentlichen durchsichtige Grundlage
enthalten, welche einen diskontinuierlichen undurchsichtigen metallischen Bildbereich trägt, umfassen die Anwendung irgendeines
der Sensibilisatoren, die in Zusammenhang mit der Herstellung eines reflektierenden Bildes des Typs eins, das aus
einer Anordnung von reflektierenden Pulverteilchen besteht, beschrieben wurden. Bei diesen Verfahren, wird eine durchsichtige
Schicht, die eine reflektierende, undurchsichtige Metallschicht trägt, welche eine geeignete lichtempfindliche
Schicht trägt, die zum Aufnehmen eines Pulvers in bildmäßiger Konfiguration befähigt ist, zur Bildung eines'latenten,pulver-
209817/U55
-30- 2U6830
aufnahmefähigen Bildes mit afctiniscner Strahlung belichtet,
dieses latente Bild v/ird mit oberflächlich trocknen Ätzritteite'ilchen
unter Bildung einer Schicht von Ätzmittelteilchen in hildmäßiger Anordnung entwickelt, die Jitzmittelteilchen v/erden
von den tildfreien Bereichen dieser lichtempfindlichen Schicht entfernt und die Atsreaktion wird in vorbestimnter Konfiguratio
durchgeführt, die'der bildmäßigen Konfiguration bzw. Anordnung
der oberflächlich trockenen Ätzmittelteilchen entspricht.
Gewünschtenfalls können reflektierende fotografische Elenente
des zweiten Typs auch hergestellt werden, indem ein konventioneller
Resist bzw. Schutzüberzug auf einer durchsichtigen fotografischen Grundlage ausgebildet, der von dem durchsichtigen
Element getragene Resist metallisiert und der Rosist unter
Bildung eines geeigneten reflektierenden fotografischen Elements entfernt wird. Jedes der genannten Verfahren kann auch angewendet
werden, um die reflektierenden, durchsichtigen Bildbereiche nach der bei xerografieeheη Verfahren üblichen Weise oder durch
Schichtübertragung, von der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht auf eine Empfängerschicht mit geeignetem Aufbau zu übertragen.
Es kann zwar eine Vielzahl von Methoden angewendet werden, um durchsichtige fotografische Elemente der beschriebenen
zwei Typen herzustellen; die bevorzugte Methode, bei der die Technik der Deformationsabbildung angewendet wird, hat jedoch
den Vorteil, rasch zu einem Bild zu führen, ist fähig, zum Herstellen von Halbtonbildern und für hohe Auflösung verwendet zu
werden, in typischer Weise von 20 bis 60 Linien pro mm. Da außer dem der beim Deformationsabbilden verwendete Sensibilisator in
außerordentlich dünnen Schichten angewendet werden kann, absorbiert auf der Oberfläche des bildtragenden fotografischen
Elements verbliebener restlicher Sensibilisator weit weniger Infrarotstrahlung als jeder andere der beschriebenen Sensibilisatoren.
Wie bereits erwähnt können die erfindungsgemäßen reflektierenden durchsichtigen fotografischen Elemente, die eine Serie von
Bildern oder Diapositiven umfassen, in denen im wesentlichen
209817/USS
2H6830
alle diese Bilder oder Diapositive eine reflektierende BiIdbereiche
tragende durchsichtige Grundlage umfassen, in Projektoren
mit einer Lichtquelle mit hötererEnergie benutzt werden,
als konventionelle durchsichtige fotografische Elemente, ohne daß eine Beschädigung oder Zerstörung des durchsichtigen fotografischen
Elements eintritt. Die erfindungsgemäß hergestellten
und beschriebenen reflektierenden durchsichtigen fotografischen Elemente (Filoe oder Diapositive) können daher bei Tageslicht,
ohne Abdunkeln des Lichts, in Schulraueen betrachtet werden,
wodurch der Lehrmittelwert dieser Hilfsmittel erhöht wird. In entsprechender Weise können Freilichtkinos^ die diese durchsichtigen
fotografischen Elemente benutzen, die Vorführung am ■päten Nachmittag beginnen, während ·· bisher nur möglich war,
bei Einsetzen der Dunkelheit zu beginnen. V/enn außerdem die Lei]
wand vor direkten Einfall von Sonnenlicht geschützt wird, so können auch Reklaaeanzeigen in Freien mit einer Sichtfläche
2 2
von 9f29 m bi» 46,5 » bei Reklaiaeveranstaltungen zu jeder Tageszeit
vorgenommen werden.
t Die erf indungsgonäs
sen reflektierenden durchsichtigen fotografischen Elemente können zur Betrachtung in schwarz-weiß oder Fai^be verwendet
werden. Wenn es wünschenswert ist, Farbbilder auf die Leinwand zu projizieren, so können reflektierende durchsichtige
fotografische Elemente, die jede der primären Farben (gelb, blai
und rot) simulieren, durch geeignete Färbtrennmethoden hergestellt
und mit Projektoren auf eine Leinwand projiziert werden, die mit geeigneten Farbfiltern der entsprechenden pricären
Farbe ausgestattet sind. Gewünschtensfalls kann jedes der getrennten
reflektierenden fotografischen Elemente mit dem Farbauszug der entsprechenden primären Farce zur Filmprojektion
auf einer gesonderten Filmspule angeordnet werden und synchron auf eine geeignete Leinwand projiziert werden, wo ein Farbbild
rekonstruiert wird. Wahlweise kann jedes der Farbauszugselenente
in einer einzigen Filmrolle angeordnet sein, in der die gleiche Folge von gelben, blauen und roten reflektierenden
Farcauszugisbilderri vorliegt. Kincfilme dieses Typs können mit
Hilfe eines Projektors projiziert", werden, der nit einen ro-
-32-
209817/U95 \
- 52 -
2U6830
tierenden Farbfilter ausgestattet ist, das mit dem reflektierenden
Film synchronisiert wird, so daß das entsprechende Farbauszugsbild
durch das geeignete Farbfilter projiziert wird, so daß durch das Auge ein vollständiges Farbbild hergestellt
wird.
Gewünschtenfalls können die verschiedenen Farbfilter entweder
zwischen dem durchsichtigen fotografischen Element und der Lichtquelle oder zwischen dem durchsichtigen fotografischen
Element und der Leinwand angeordnet sein. In jedem Fall werden düiroitisc-he Farbfilter bevorzugt, um die Lebensdauer des
Filters zu erhöhen.
Nach einer anderen Ausführungsform können sogenannte "Flicker-Color"
Filme oder Diapositive verwendet werden, wie sie in Subjective (Induced) Color Television, Journal of SMPTE, Band
77, Oktober 1968, S. 1025 bis 1028, beschrieben sind.
Um die Wärmebeetändigkeit der reflektierenden durchsichtigen
Elemente möglichst gut auszunützen und die Infrarotabsorption durch die durchsichtige Grundlage möglichst gering zu halten,
werden die reflektierenden durchsichtigen Elemente in dem Projektor vorzugsweise so angeordnet, daß die reflektierende
Oberfläche dieser Elemente sich zwischen der Lichtquelle und der durchsichtigen Grundlage befindet. Auf diese Weise erreicht
praktisch kein Anteil der durch die Projektionslampe erzeugten
Hitze die durchsichtige Grundlage in den „Bildbereichen. Wenn sich andererseits die durchsichtige Grundlage zwischen den
reflektierenden Bildbereichen und der Projektionslampe befindet,
so tritt die Energie von der Lampe sowohl in Bildbereichen
als auch in bildfreien Bereichen durch die durchsichtige Grundlage und wird in den reflektierenden Bildbereiohen zurückgeworfen,
so daß die durchsichtige Grundlage in den Bilüberoichen
zweimal Gelegenheit hat, durch die Projektionslampe erzeugte
Infrarotstrahlung zu absorbieren. Daher absorbiert die.· Grundlage
in den Bildcex'eichen zweimal go viel Infrarotstrahlung;
wie in den bildfrc-ien Bereicnen, in denen dat; Licht nicht zu-
~ j j
2 C? 9 ii ι 7 / U S 5 8^
" 55 - 2U6830
rückreflektiert wird, und die gesamte Infrarotabsorption der durchsichtigen Grundlage kann wesentlich erhöht v/erden.
-^ie Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert,
soll jedoch nicht auf sie beschränkt sein.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von reflektiere
den, durchsichtigen fotografischen Elementen, die zur Verwendung
flir die Bildprojektion geeignet sind.
A. Die Aluminiumseite eines mit einer Aluminiumschicht überzogenen
Polyäthylenterephthalatelements (Mylar) v/urde mit einer Lösung fließbeschichtet, die 0,64 g otaybelite Ester Nr. 10
(partiell hydrierter Harzester von Glycerin), 0,16 g Benzil und 0,096 g 4-Methyl-7-dimethylaminocumarin, gelöst in 100 ml
1,1,1-Trichloräthan (Chlorothene), enthielt, so daß eine 1 Mikron
dicke lichtempfindliche Schicht gebildet wurde. Die sensibilisierte Seite des Elementes wurde in Berührung mit einem
Diapositiv gebracht und 1 Minute in einem Vakuumrahmen mit aktinischer Strahlung belichtet. Die nicht belichteten Bereiche
wurden mit einem Natriumhydroxyd-Entwicklerpulver entwickelt, das durch Vermählen von gleichen Gewichtsteilen an Natriumhydroxyd
und ultrafeinteiligem Styrolpolymeren (Piccolastic D-150) mit Mörser und Pistill hergestellt worden war. Das Natriumhydroxyd-Entwicklerpulver
wurde in die unbelichteten Bereiche der lichtempfindlichen Staybelitschicht eingebettet,
indem mit einem Wattebausch über die Oberfläche des Elements gerieben wurde, wobei im wesentlichen die gleiche Kraft angewendet
wurde, wie beim Feinschleifen von Holz. Nachdem das nicht eingebettete Natriumhydroxyd-Entwicklerpulver von der
Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht entfernt worden war, wurde das eingebettete Natriumhydrcxyd aktiviert, indem die
mit Natriumhydroxyd versehene .Seite aes entwickelten Bildes mit einem Dampfstrahl überstrichen wurde. Nach kurzer Ze.it wurde
das Element kit Wasser gewaschen, um das ITatriumhydroxyc1.-Entwicklerpulver
und die Abbauprodukte von dem Element zu ent-
BADORiGiNAL 209817/U5S
_ 34 - 21Λ6830
fernen. Die mit dem liatriumhydroir/d-Entwicklerpulver entwickelten
Bereiche waren frei von dem Aluminiumüberzug, wO.rcr.c
die Bereiche, die ursprünglich belichtet worden waren und r.i'jh mit Natriumhydroxyd entwickelt wurden, ihren Aluminiumüberzug
beibehielten.
B. Beispiel A wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß anstelle des Katriumhydroxyd-Entv/icklerpulvers ein Entwicklerpulver verwendet
wurde, das 50 Gew.$ in der Kugelmühle gemahlenes Piccolastic
D-150 und Cuprichlorid enthielt. Dabei wurden praktisch die gleichen Ergebnisse erzielt.
C. Beispiel A wurd'e wiederholt, mit der Ausnahme, daß das aluminisierte
I-iylar-Element mit einem Pulver aus Piccolastic D-150
entwickelt wurde, das kein Ätzmittel enthielt, da3 da3 Piccolastic
D-150 unter Bildung einer Harzeperrschient geschmolzen
und die Aluminiumschicht in den ungeschützten Bereichen entfernt wurde, indem das Element in eine 2,5^ige Lösung von Natriumhydroxyd
getaucht wurde
D.' Reflektierende durchsichtige fotografische Elemente mit
einer Anordnung von weißen Pulverteilchen in bildmäßiger Konfiguration wurden erhalten, wenn der in A beschriebene Sensibilisator
auf Mylar-Film und Glasplatten angewendet wurde und mit Piccolastic D-150-Pulver entwickelt wurde, wobei Bilder
erhalten wurden, die eine Auflösung von 40 Linienpaaren pro mm zeigten·
E. Beispiel D wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß Piccolastic
D-150 durch Aluminiumpulver ersetzt wurde. Dabei wurden reflektierende Bilder erzielt, die zur Auflösung xon 20 Linienpaaren
pro mm befähigt waren
F. Beispiel D wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß das Piccolaütic' D-150-Erttwicklerpuiver durch ein leicht gelbliches
Phenol-Pormaldehyd-Polyuerea (Varcuni 2I)-1O5) ersetzt wurde,
wobei eine Auflösung von 60 Linitnpaareri pro mm er:;ielt wur-
209817/1455
2U6830
de. In diesen Fall war das erzielte Bild aufgrund der Färbung
des Phenol-Foroaldehyd-Polymeren leicht gelb.
Dieses Beispiel veranschaulicht die verbesserte 'tfärmebeständigkeit
der für die Zwecke der Erfindung geeigneten durchsichtigen fotografischen Elemente. Daa Y/ärmeabsorpt ions filter
eines 750-Watt-Yiewlex 35-mm Diaprojektors, der mit einer f/
3|5f 12? min-Projektionslinse versehen war, wurde entfernt. Konventionelle
Silberhalogeniddiapositive die sowohl auf Mylar und Cellulosetriacetat hergestellt worden waren, wurden projiziert.
Die Lichtstärke der Leinwand, ausgedruckt in Lumen, erhöhte sich «ei etwa 20 <£>
durch die Entfernung des V/armeabsofptionsfilters.
Sowohl die Iij-lar- als auch die Cellulosetriacetat-Dias
wurden jedoch innerhalb etwa 10 Sekunden zerstört. Dann wurde Jedes der gemäß A bis P in Beispiel 1 hergestellten
reflektierenden Dias in den Projektor gelegt, wobei nach mehrere Hinwten dauernder Projektion keine Beschädigung zu
sehen war. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Luftkühlung von dem Diaprojektor abgenommen, und die Dias gemäß Beispiel 1 A bis
P waren nach 15 Minuten dauernder Projektion nicht beschädigt.
Um eine größere Lichtausbeute zu erzielen, wurde der in Beispiel
2 verwendete Projektor dadurch modifiziert, daß in den Vlewlex-Diaprojektor die 750-V/att-Lampe durch eine 300-Watt-Hochleistungs-Alkalijodid-Quecksilberdanpfbogenlampe
und die KoHiiensoroptik und das Wärmeschutzfilter durch eine Einrichtung
ait Kalt-Beflektorspiegel-Kondenscr ersetzt wurde,
liach einer Schätzung betrug die Intersitat des fokussierten
Lichts auf ecu Dias in dem Diaprojektor etwa £4.000 Lumen auf
6,45 cn" (24.000 Lunen/si) und es wurde eine Leii.vanchelllgkeit
von 760 m.Lanbe-rt (2.50C foot laraberts) geneseen. In dieser Vorrichtung
wurde ein konventionelles Silberhalogenid-Lia in
weniger als 2 Sekunden vollständig zerstört, während die in
3eii-riel 1 A Mb F bei ·:ί:γϊ ebene:! reflektieren Jen Diapositive
2oasi7/usr»
-5fi- 2H683Q
nach lang dauernder Projektion unbeschädigt blieben selbst
wenn die Luftkühlung entfernt war.
Der in Beispiel 2 beschriebene 35-um-Yiewler-Diaprojektcr wurde
rät einem kurzen Quecksilberlichtbogen von 500 Watt, einem
ellipsoidischen, metallischen Kondensor-Reflektor und einer doppelt konkaven Linse ausgestattet, um den Bildwinkel
(angular acceptance) des Projektionssystems zu verbessern. Hit
dieser Lichtquelle wurden hohe Lichtintensitäten auf der Leinwand von 915 m.Lambert (3.000 foot Lamberts) erzielt. In dieser
Vorrichtung wurden konventionelle Silberhalogenid-Dias in
etwa einer Sekunde perr.anent beschädigt. Die in Bei&piel 1 A,
E, C und E beschriebeneu Dias wurden in den Projektor gegeben,
und es wurde keinerlei Beschädigung der Dia" erzielt. Für die Polymerteilchen enthaltenden Dias gemäß Beispiel 1 D und P war
ein einfacher Luftstrom, erforderlich, um die allmähliche Zersetzung
der Polymerteilchen zu verhindern.
Ein 1.100 V/att Kohlebogen-Projektionssysxem wurde unter Verwendung
einer 114 mm-Cinemascope-Projektionslinse aufgebaut. Es
wurde geschätzt, daß die auf das Diapositiv einfallende Energie
etwa 14.000 Lunen pro cm (90.000 lumen pro square inch) betrug
und es wurde eine Leinwandhelligkeit von 915 m.Labert (3.000
foot Lamberts) erzielt. Bei der besten Bildschärfe und unter Luftkühlung wurden die konventionellen Silberhalogenid-Dias in
weniger als einer Sekunde beschädigt, während die in den Beispielen 1 A bis E beschriebenen reflektierenden durchsichtigen
Dias während langer Dauer ohne ersichtliche Beeinträchtigung des Bildes projiziert werden konnten.
Beispiel 5 wurde wiederholt, mit ccr Aucr-s/äne, dai vier DXD-potolanpen
in einem Abstand von 45,7 cn: von jeder- der vier
Ecken der Leinwand angeordnet wurden, un. die schlechtestniö^-
Ii ehe η Beleuchturgcnedingun^en durch üi^jCDun=^ licht auf einer
2Q9817/U5S
BAD
- 3Ί - I
2H6830 j
Leinwand zu simulieren (ά.fr. entsprechend einer am r&eljir.itta:; \
im Hochsommer nach Süden gerichteten vertikalen Oberfläche),
wobei etwa ein Licht von 610 m.Lambert (2.0C0 foot aaraberte)
auf die Leinwand einfiel. Die mit Hilfe dec Kohiebogen-ProjeX-tors
mit 915 m.Lambert projezierten Bilder konnten leicht
trotz dieser sehr starken UmgebuniVsbeleucutuiiiv gesehen werden,
wodurch angezeigt wird, daß das erfinauriirsgoraaBe System unter
den ira Freien herrschenden ■"ichtverhältnissen verwendet we-rdr·. !
kann. . j
In der Beschreibung soll der Ausdruck "Leinv;?.nd" nie lit dia
stoffliche Zusaaaensetzung bezeichnen. Dieser Ausdruck wurde
beispielsweise for übliche Bildschirme bzw.
verwendet.
Patentans nrüche:
' 7
BAD0RJG1NAL 209817/1455
Claims (21)
1. Verfahren zum Projizieren einea Bildes von einem durchsichtigen
fotografischen Element auf einen Schirm ohne Beeinträchtigung oder Zerstörung des durchsichtigen fotografischen
Elements, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtstrahl durch ein durchsichtiges fotografisches
Element projiziert wird, das reflektierende Bildbereiche trägt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
reflektierenden Bildbereiche eine Anordnung reflektierender Pulverteilchen in bildmäßiger Konfiguration enthalten«
J. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
reflektierende Pulver eine Einfachlage aus weißen Pulverteilchen umfaßt.
4· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anordnung von reflektierendem Pulver eine Einfachlage von Metallpulverteilchen umfaßt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
reflektierende Bild eine unterbrochene, im wesentlichen undurchsichtige,
reflektierende Metallschicht in bildmäßiger
Konfiguration enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
reflektierende Oberfläche des durchsichtigen fotografischen Elements so angeordnet wird, daß sie zwischen der lichtquelle
und der durchsichtigen Grundlage des reflektierenden durchsichtigen Elements liegt.
7· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dn
Farbbild auf den Schirm projiziert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß ein
Farbfilter zv/ischen dem durchsichtigen fotografischen
209817/U55
- 39 - 2U6830
Element und der Lichtquelle angeordnet wird.
9. Verfahren; nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Farbfilter zwischen dem durchsichtigen fotografischen Elemen
und dem Schirm angeordnet wird.
10. "Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß ein
Flieker-Colour-Film oder-Diapositiv auf den Schirm projiziert
wird, ohne daß Farbauszüge für jede primäre Farbe verwendet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 7> dadurch gekennzeichnet, daß ein
Farbfilm oder Farbdiapositive unter Verwendung von Farbauszügen für jede Farbe auf den Schirm projiziert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Farbfilm durch eine Beihe von roten, gelben und blauen reflektierenden
fotografischen Farbauszugsbildern, die sich auf einer Filmspule befinden, auf einen Schirm projiziert
wird und dass entsprechend synchronisierte rote, gelbe und blaue Farbfilter für jedes der reflektierenden Farbauszugsbilder
vorgesehen sind.
13· Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als durchsichtiges fotografisches Element ein Diapositiv
verwendet wird, das einer Lichtintensität von mehr als
I.55O Lumen/cm ausgesetzt wird.
14· Verfahren zum Herstellen eines transparenten bzw. durchsichtigen
fotografischen Elements, das reflektierende Bildbereiche trägt, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) eine durchsichtige, feste, positiv wirkende, lichtempfindliche
organische Schicht einer Dicke von mindestens 0,1 Mikron, die zum Ausbilden eines Wertes R-, von 0,2
bis 2,2 befähigt ist, bildmäßig mit alctiniseher Strahlung
belichtet,
b) das Belichten so lange durchführt, bis der Hintergrund
2G9817/U55
-40- 2U6830
der lichtempfindlichen Schicht aufgehellt ist,
c) auf diese Schicht aus organischem Material freifließende lichtreflektierende Pulverteilchen aufträgt, die längs
mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens 0,3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der Dicke
der organischen Schicht aufweisen,
d) während die Schicht bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts des Pulvers und der organischen Schicht
gehalten wird, die Pulverteilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht
physikalisch einbettet, so daß ein Bild erzeugt wird, dessen Dichte in den einzelnen Bereichen im Verhältnis
zu der Belichtung jedes Bereiches variiert und
e) unter Entwicklung eines Bildes die nicht eingebetteten Teilchen von der organischen Schicht entfernt.
15· Verfahren zum Herstellen eines durchsichtigen fotografischen
Elements, das reflektierende Bildbereiche trägt, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) eine durchsichtige,· feste, negativ wirkende, lichtempfind
liehe Schicht einer Dicke von mindestens 0,1 Mikron, die zum Ausbilden eines Wertes R, von 0,2 bis 2,2 befähigt
ist, bildmäßig mit aktinischer Strahlung belichtet,
b) das Belichten so lange durchführt, bis ein Wert R, von
0,2 bis 2,2 in den belichteten Bereichen ausgebildet ist,
c) auf die Schicht aus organischem Material freifließende lichtreflektierende Pulverteilchen aufträgt, die längs
mindestens einer Achse einen Durchmesser von mindestens etwa 0,3 Mikron, jedoch weniger als das 25-fache der
Dicke der organischen Schicht aufweisen,
d) während die Schicht bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts des Pulvers und der organischen Schicht gehalten
wird, die Pulverteilchen als Einfachlage in eine Schicht an der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht
physikalisch einbettet, wobei ein Bild erzeugt wird, dessen Dichte in den einzelnen Bereichen im Verhältnis
zur Belichtung jedes Bereiches variiert, und
209817/1455
e) zur Entwicklung eines Bildes nicht eingebettete Teilchen
von der organischen Schicht entfernt.
16. Verbessert wärmebeständige durchsichtige fotografische Elemente,
die auf einen Schirm projiziert werden können, enthaltend eine Serie von Bildern oder Diapositiven, die eine
durchsichtige Filmbasis aufweisen, welche reflektierende Bildbereiche trägt.
17· Fotografisches Element nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die reflektierenden Bildbereiche eine Anordnung von reflektierendem Pulver in bildmäßiger Konfiguration
aufweisen.
18. Fotografisches Element nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anordnung von reflektierendem Pulver eine Einfachlage von weißem Pulver umfaßt.
19· Fotografisches Element nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß das reflektierende pulver aus Metallpulver besteht.
20. Fotografisches Element nach Anspruch 19, dadurch gekennzeich·
net, daß das Metallpulver Aluminium umfaßt'·
21. Fotografisches Element nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß das reflektierende Bild einen im wesentlichen diskontinuierlichen Metallfilm in bildmäßiger Konfiguration
enthält.
209817/U55
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