DE3243918C2 - - Google Patents
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- Photoreceptors In Electrophotography (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial mit verbesserten
elektrophotographischen und Halbleiter-Eigenschaften.
Als elektrisch leitende Schichtträger für lichtempfindliche
elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien werden im
allgemeinen Papiere, Aluminiumplatten, Polymerfolien oder Papiere,
auf die Metalle, wie Aluminium oder Palladium, aufgedampft
sind, Polymerfolien oder Papiere, auf die ein Halbleiter,
wie Zinn-dotiertes Indiumoxid oder Antimon-dotiertes Zinnoxid,
aufgedampft ist, oder Kupfer(I)jodid enthaltende
Polymerfolien verwendet. Zwischen diesen Schichtträgern und
der darauf ausgebildeten photoleitfähigen Schicht wird oft
eine Zwischenschicht vorgesehen. Diese Zwischenschicht kann
elektrische Sperreigenschaften haben und wird dazu verwendet,
störende elektrische Wechselwirkungen zwischen der
photoleitfähigen Schicht und der elektrisch leitenden Schicht zu
verhindern und verschiedene elektrophotographische Eigen
schaften, wie den Dunkelabfall, die Ermüdung, die Licht
empfindlichkeit oder die Aufladbarkeit, zu verbessern.
Für diese Zwecke geeignete Zwischenschichten sind z. B. in
den US-PS 29 01 348, 35 73 906 und 36 40 708 beschrieben.
Herkömmliche Materialien für Zwischenschichten können zwar
hinsichtlich der Verringerung des Dunkelabfalls und der
Verbesserung der Aufladbarkeit wirksam sein, sind jedoch nicht
immer zufriedenstellend hinsichtlich der Erhöhung der
elektrophotographischen Empfindlichkeit. Auch sind herkömmliche
Materialien für Zwischenschichten oft in Beschichtungslösungs
mitteln für die photoleitfähige Schicht, wie
z. B. Toluol, Xylol, Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlor
ethan, Dichlorethan, Chlorbenzol, Tetrahydrofuran (THF),
Dioxan und Cyclohexanon, löslich. Bei Vorsehen einer elektrisch
leitenden Schicht vom Bindemittel-Dispersions-Typ,
z. B. einer aus in einem Bindemittel dispergierten Kupfer(I)jodid
bestehenden Schicht, unter der Zwischenschicht ist
außerdem das Bindemittel in dem Beschichtungslösungsmittel
für die photoleitfähige Schicht löslich, was zahlreiche
Probleme hervorruft. Insbesondere treten Schwierigkeiten
beim Auftragen der photoleitfähigen Schicht auf, da die
Zwischenschicht durch das Beschichtungslösungsmittel für
die photoleitfähige Schicht zerstört werden kann und auch
die darunter vorgesehene elektrisch leitende Schicht angegriffen
werden kann, wodurch die elektrophotographische
Empfindlichkeit verringert wird. Da weiterhin die Zwischenschicht
örtlich mit der photoleitfähigen Schicht vermischt
wird, ist es schwierig, die photoleitfähige Schicht gleichmäßig
aufzutragen, und man erhält eine ungleichmäßige und
unebene photoleitfähige Schicht. Diese wiederum hat z. B.
eine unerwünschte ungleichmäßige Aufladung während des
elektrophotographischen Verfahrens und eine ungleichmäßige
Dichte während der Entwicklung zur Folge.
Aus der DE-AS 19 14 957 ist ein Verfahren zur Herstellung
einer elektrisch leitenden Schicht bekannt, bei dem man einen
Schichtträger mit der Lösung eines quellfähigen, elektrisch
isolierenden Bindemittels beschichtet und nach dem
Erstarren eine bindemittelfreie Lösung einer halbleitenden
metallhaltigen Verbindung, z. B. Kupfer(I)jodid, in einem
flüchtigen Lösungsmittel aufbringt, eindringen läßt und
anschließend das flüchtige Lösungsmittel verdampft. Andererseits
ist aus der DE-AS 23 44 777 ein elektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial bekannt, das zwischen einer auf
einen Schichtträger aufgebrachten photoleitfähigen Schicht
und einer isolierenden Schicht eine Zwischenschicht aus einem
wasserlöslichen Bindemittel aufweist, z. B. aus Gelatine,
Wasserglas, Gummi arabicum oder Polyvinylalkohol. Keine dieser
Patentschriften befaßt sich jedoch mit der Herstellung
von bipolaren elektrophotographischen Aufzeichnungs
materialien.
Mit herkömmlichen Materialien für die Zwischenschicht ist
es schwierig, ein bipolares elektrophotographisches Aufzeichnungs
material mit zufriedenstellenden Eigenschaften
zu erhalten. Unter einem "bipolaren elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterial" wird ein Aufzeichnungsmaterial verstanden,
das ein gewünschtes Oberflächenpotential aufrechterhalten
kann und sowohl für positive als auch negative Ladungen
elektrophotographische Empfindlichkeit besitzt. Bei
Verwendung eines bipolaren elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials kann in demselben elektrophotographischen
Verfahren sowohl eine normale Entwicklung als auch eine umgekehrte
Entwicklung durchgeführt werden, indem man einfach
die positive bzw. negative Ladungspolarität durch Verwendung
eines Toners der entgegengesetzten Polarität ändert. Ein
bipolares elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial hat
einen dementsprechend breiten Anwendungsbereich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial zur Verfügung zu stellen, das
sowohl positiv als auch negativ aufladbar ist.
Gegenstand der Erfindung ist das in Anspruch 1 gekennzeichnete
elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial.
Spezielle Ausführungsformen sind z. B.:
- (1) Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, das eine Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch leitende Schicht, eine Gelatineschicht und eine photoleitfähige Schicht in dieser Reihenfolge aufweist;
- (2) ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial wie in (1), bei dem die elektrisch leitende Schicht eine Schicht ist, die in einem Polymer dispergierte Kupfer(I) jodid-Teilchen enthält; und
- (3) ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial wie in (1), bei dem die elektrisch leitende Schicht auf einen Schichtträger über eine Grundschicht aufgebracht ist, die aus einem hydrophoben Polymer besteht.
Die in dem erfindungsgemäßen elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterial verwendete Gelatine-Zwischenschicht
schützt die Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch leitende
Schicht gegen Zerstörung, z. B. durch organische Lösungsmittel.
Da die Gelatineschicht in Beschichtungslösungsmitteln
für die photoleitfähige Schicht unlöslich ist, erfolgt keine
lokale Vermischung zwischen der photoleitfähigen Schicht
und der Gelatineschicht, so daß keine Unebenheiten der
Beschichtung hinsichtlich Dicke und Zusammensetzung auftreten.
Ferner verhindert die Gelatineschicht das Eindringen von
positiven Ladungsträgern aus der elektrisch leitenden
Schicht in die photoleitfähige Schicht und macht eine
negative Aufladung möglich.
Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial erfordert keinen
Schichtträger, wenn die Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch
leitende Schicht selbst ausreichende mechanische Festigkeit
besitzt und selbst-tragende Eigenschaften hat. In vielen
Fällen ist jedoch die elektrisch leitende Schicht auf einem geeigneten
Schichtträger aufgebracht. Spezielle Beispiele für geeignete
Trägermaterialien sind Papiere, Polymerfolien,
z. B. Polyethylenterephthalatfolien (PET-Folien), Bisphenol A-
Polycarbonat-Folien, Cellulosediacetatfolien (DAC-Folien),
Cellulosetriacetatfolien (TAC-Folien), Celluloseacetat
propionatfolien, Celluloseacetatbutyratfolien, regenerierte
Cellulosefolien, Polyethylenfolien, Polypropylenfolien
oder Polyvinylchloridfolien, sowie Gewebe. Die Trägermaterialien
werden je nach dem Zweck und der Verwendung des
elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials
geeignet ausgewählt.
Kupfer(I)jodid kann in Form von farblosen transparenten
oder rein-weißen Massen, Granulaten oder kristallinen oder
amorphen Feinpulvern, vorzugsweise in Form eines amorphen
Feinpulvers, verwendet werden. Die Kupfer(I)jodid
enthaltende elektrisch leitende Schicht kann z. B. eine Schicht
sein, in der Kupfer(I)jodid molekular in einem wasserunlöslichen
Polymer-Bindemittel dispergiert ist (d. h. weitgehend
gleichmäßig darin verteilt ist), oder eine Schicht, in der
Kupfer(I)jodid in einem wasserlöslichen Polymer-Bindemittel
als kristallines oder amorphes Feinpulver oder Granulat
dispergiert ist. Die Kupfer(I)jodid-Menge beträgt
vorzugsweise das 0,5- bis 8-fache, insbesondere das 1,5- bis
4-fache des Gewichts des Bindemittels.
Um Kupfer(I)jodid in ein wasserlösliches Polymer-Bindemittel
einzubringen, kann mit Vorteil die Löslichkeit von
Kupfer(I)jodid in Acetonitril genutzt werden. In der
Praxis wird die Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch leitende
Schicht auf einen Schichtträger aufgebracht, indem man
(1) eine Acetonitrillösung eines in Acetonitril löslichen
Polymers und von Kupfer(I)jodid, (2) eine Acetonitril
dispersion eines in Acetonitril dispergierbaren Polymers,
in der Kupfer(I)jodid gelöst ist, oder (3) eine Acetonitril
lösung, die eine geringe Menge eines mit Acetonitril
mischbaren organischen Lösungsmittels zusammen mit einem
darin gelösten Polymer und Kupfer(I)jodid enthält, aufträgt
und dann das Acetonitril sowie gegebenenfalls die
geringe Menge des mit Acetonitril mischbaren organischen
Lösungsmittels entfernt, z. B. durch Trocknen.
Anstelle des beschriebenen Schichtträgers kann auch eine elektrisch
leitende Folie verwendet werden, die Kupfer(I)jodid enthält
und selbsttragende Eigenschaften hat. Derartige Folien
können dadurch hergestellt werden, daß man die beschriebene
Lösung oder Dispersion auf einen Hilfsträger aufbringt,
der später abgezogen werden kann, z. B. eine Edelstahlplatte
mit spiegelpolierter Oberfläche, eine vernickelte
oder verchromte Metallplatte oder eine Glasplatte. Nach dem
Trocknen kann dann die Kupfer(I)jodid enthaltende Schicht
von dem Hilfsträger abgezogen werden.
Die Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch leitende Schicht kann
auch nach anderen Methoden hergestellt werden. Beispielsweise
kann man eine Acetonitrillösung von Kupfer(I)jodid
auf einen Schichtträger aufbringen, der aus einem in Acetonitril
löslichen oder durch Acetonitril quellbaren Polymer
besteht, oder auf einen Schichtträger, der eine aus einem
derartigen Polymer bestehende Oberfläche aufweist.
Alternativ kann ein derartiger Schichtträger in eine Aceto
nitrillösung von Kupfer(I)jodid getaucht werden, damit diese
in den Oberflächenbereich des Schichtträgers oder in die
Polymerschicht auf dem Schichtträger eindringt. Beim Entfernen
des Acetonitrils bleiben dann Feinteilchen von Kupfer(I)jodid
in dem Oberflächenbereich des Trägers oder in der
Polymerschicht auf dem Träger zurück. Die nach dem Trocknen
in der Schicht vorhandene Kupfer(I)jodid-Menge beträgt 50
bis 800 mg/m², vorzugsweise 200 bis 600 mg/m².
Beispiele für in Acetonitril lösliche Polymere sind Cellulose
acetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Nitrocellulose,
Ethylcellulose und Polyvinylacetat, wobei Celluloseacetat
butyrat besonders bevorzugt ist.
Das Kupfer(I)jodid kann auch nach einem der in
JP-AS 34 409/75 oder US-PS 32 45 833 beschriebenen Verfahren
in einem Polymer-Bindemittel dispergiert werden.
Die für die erfindungsgemäße Zwischenschicht verwendete
Gelatine weist denselben Reinheitsgrad auf wie Gelatine für
photographische Silberhalogenidemulsionen. Für die Zwischen
schicht verwendbare Gelatinesorten sind z. B. säurebehandelte
Gelatine, z. B. nach dem Säureverfahren hergestellte Gelatine,
alkalilbehandelte Gelatine, z. B. nach dem Alkaliverfahren
hergestellte Gelatine, entionisierte Gelatine und Gelatine
derivate, z. B. Gelatinen, bei denen die Amino-, Imino-,
Hydroxy- und/oder Carboxygruppe im Molekül zur Reformierung
bzw. chemischen Modifizierung mit einer Verbindung umgesetzt
worden ist, die eine zur Reaktion mit den genannten Gruppen
befähigte Gruppe aufweist, z. B. mit Isocyanaten, Säurechloriden,
Säureanhydriden, Bromacetaten, Phenylglycidylethern,
Vinylsulfonen, N-Allylvinylsulfonamiden, Maleinimiden,
Acrylnitrilen, Polyalkylenoxiden, Epoxidverbindungen,
Alkansultonen oder aliphatischen oder aromatischen
Carbonsäureestern.
Beschichtungslösungen für die Gelatine-Zwischenschicht werden
dadurch hergestellt, daß man Gelatine in Wasser
(10 bis 25°C) oder warmem Wasser (25 bis 60°C) in einer
Konzentration von vorzugsweise 0,5 bis 10 Gewichtsprozent,
insbesondere 1 bis 5 Gewichtsprozent, löst. Die Beschichtungs
lösung für die Zwischenschicht kann einen Härter in
einer Menge von vorzugsweise 0,1 bis 10 Gewichtsprozent,
insbesondere 0,5 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht
der Zwischenschicht, enthalten. Beispiele für geeignete
Härter sind Aldehyde, wie Formaldehyd und Glutaraldehyd,
Ketone, wie Diacetyl, Cyclopentadien und 5,5-Dimethyl
cyclohexan-1,3-dion, Triazinderivate, wie 2-Hydroxy-4,6-
dichlor-1,3,5-triazin, 2-Carboxy-4-chlor-6-methyl-1,3,5-
triazin, 2-Amino-4,6-dichlor-1,3,5-triazin, 5-Acetyl-1,3-
diacryloylhexahydro-1,3,5-triazin und 2-(p-Sulfophenyl)-
4,6-dichlor-1,3,5-triazin, Mucochlorsäure, Mucobromsäure,
Vinylsulfone, wie Divinylsulfon, Bis-(vinylsulfonyl)-ether
und Bis-(vinylsulfonyl)-methan, Diacryloylamin,
Isoxazoliumverbindungen, wie 2-Ethyl-5-(3-sulfonaphtho
phenyl)-isoxazolium- und 2,2′-Diethyl-5,5′-p-phenylendiiso
oxazoliumsalze, sowie Aziridine, wie 1,1′-Hexamethylenbis-
(iminocarbonyl)-diaziridin. Diese und andere erfindungsgemäß
verwendbare Verbindungen sind z. B. bei C.K. Mees und
T.H. James, "The Theory of the Photographic Process",
3. Ausgabe, S. 54 ff. (The Macmillan Co., New York, 1966).
Der am meisten bevorzugte Härter ist 2-Hydroxy-4,6-dichlor-
1,3,5-triazin.
Die Beschichtungslösung für die Zwischenschicht wird auf
die Kupfer(I)jodid enthaltende elektrisch leitende Schicht nach einem
geeigneten Beschichtungsverfahren aufgebracht und getrocknet.
Geeignete Beschichtungsverfahren für die Zwischenschicht
sind z. B. die Tauch-, Luftbürsten-, Vorhang-,
Extrusions-, Walzen-, Rotations-, Rakel- und Stabbeschichtung.
Ein typisches Trocknungsverfahren besteht z. B. darin, das
Wasser aus der Gelatine-Zwischenschicht abzudampfen, indem
man Luft von niedriger Feuchtigkeit an die Schicht bläst,
während diese direkt nach dem Auftragen auf unter etwa 30°C
abgekühlt wird, um die Gelatine-Zwischenschicht zu gelieren.
Die Dicke der Gelatine-Zwischenschicht beträgt nach dem
Trocknen 0,04 bis 4 µm, vorzugsweise 0,1 bis 2 µm. Die elektrisch
leitende Schicht und die photoleitfähige Schicht haben
vorzugsweise eine Dicke von 0,1 bis 1 µm, bzw. 1 bis 30 µm.
Erfindungsgemäß können photoleitfähige Schichten verwendet
werden, wie sie gewöhnlich in elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien
eingesetzt werden. Beispiele für derartige photoleitfähige
Schichten sind in den US-PS 42 83 475, 42 99 896,
42 97 426 und 42 72 598 sowie der DE-OS 27 33 911
beschrieben.
Wenn die elektrisch leitende Schicht von dem Typ ist, bei dem Teilchen
eines Halbleiters, wie Kupfer(I)jodid, in einem Harz
dispergiert sind (siehe z. B. US-PS 32 45 833), und außerdem
die photoleitfähige Schicht durch Beschichten unter Verwendung
eines organischen Lösungsmittels hergestellt wird,
kommen die Eigenschaften der Zwischenschicht wirksamer zur
Geltung.
Eine Acetonitrillösung, die 0,6% Celluloseacetatbutyrat
und 2,3% Kupfer(I)jodid enthält, wird mit einem Stab
Nr. 5 auf eine Polyethylenterephthalat (PET)-Folie aufgebracht,
um eine elektrisch leitende Schicht mit einer Dicke von
0,5 µm nach dem Trocknen auszubilden. Auf die leitende
Schicht wird dann mit einem Stab Nr. 5 eine 2,5prozentige
wäßrige Gelatinelösung aufgebracht, um eine Zwischenschicht
herzustellen.
Auf die Zwischenschicht wird eine Lösung von 1 g Poly-N-
vinylcarbazol und 2,5 mg
2,6-Di-tert.-butyl-4-[4-(N-methyl-N-cyanoethylamino)-
styryl]-thiapyryliumtetrafluoroborat, gelöst in 15 ml Dichlorethan,
unter Verwendung eines Stabes zur Herstellung
einer photoleitfähigen Schicht aufgetragen. Die Dicke der
photoleitfähigen Schicht beträgt nach dem Trocknen 29 µm,
und ihre Absorption bei 630 nm beträgt 0,11.
Die Empfindlichkeit des erhaltenen elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials wird unter Verwendung einer elektro
statischen Aufladevorrichtung
einer Xenonlampe als Spektrallichtquelle und
monochromatischem Licht von 630 nm bestimmt.
Eine positive Ladung von +280 V wird auf der Oberfläche
des erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials durch +5 kV-
Koronaaufladung erzeugt. Die für einen Abfall der Oberflächen
ladung auf 140 V erforderliche Belichtungsmenge
(Halbabfallswert E₅₀) beträgt 1,53 · 10-5 J/cm².
Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
wird nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt,
jedoch verwendet man keine Gelatine-Zwischen
schicht. Bei der Bestimmung der Empfindlichkeit wird mit
positiver Aufladung ein Halbabfallswert E₅₀ von 2,7 · 10-5
J/cm² gemessen. Auch wird bestätigt, daß die maximale
negative Ladung, die auf der Oberfläche des
Aufzeichnungsmaterials durch negative Koronaentladung erzeugt
werden kann, -30 V beträgt. Es ist daher schwierig,
dieses Aufzeichnungsmaterial in elektrophotographischen
Verfahren einzusetzen.
Je eine der drei folgenden Grundschichten wird mit einem
Stab Nr. 5 auf eine PET-Folie aufgebracht und dann mit
einem Heizgebläse getrocknet.
Zusammensetzung der Beschichtungslösung für die
Grundschicht:
Beispiel 2:5prozentige wäßrige Emulsion eines Vinyli
denchlorid/Methylacrylat/Hydroxyethylacrylat-
Copolymers (85 : 10 : 5);
Beispiel 3:2,5prozentige Dichlormethanlösung von Bis
phenol A-Polycarbonat;
Beispiel 4:2,5prozentige Dichlormethanlösung eines Vinyliden
chlorid/Acrylnitril-Copolymers.
Auf die Grundschicht wird dann eine leitende Schicht
durch Auftragen einer Acetonitrillösung von 3,5%
Kupfer(I)jodid unter Verwendung eines Stabes Nr. 5 und
Trocknen mit einem Warmluftgebläse aufgebracht. Auf die
leitende Schicht werden wie in Beispiel 1 eine Gelatine-
Zwischenschicht und eine photoleitfähige Schicht von
Poly-N-vinylcarbazol-2,6-di-tert.-butyl-4,4-(N-methyl-N-
cyanoethylamino)-styryl-thiapyryliumtetrafluoroborat auf
gebracht. Die elektrophotographischen Eigenschaften der
drei erhaltenen elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterialien sind in Tabelle I genannt.
Nach dem Verfahren der Beispiele 2 bis 4 werden drei Arten
von elektrophotographischen Aufzeichnungs
materialien hergestellt, jedoch verwendet man keine
Gelatine-Zwischenschicht. Die elektrophotographischen
Eigenschaften der erhaltenen Materialien sind in Tabelle II
genannt, wobei die Vergleichsmaterialien dieselbe
Grundschicht wie das Material aus dem entsprechenden
Beispiel hat.
Aus Tabelle II ist ersichtlich, daß die
Aufzeichnungsmaterialien der Vergleichsbeispiele, die keine
Zwischenschichten aufweisen, deutlich niedrigere Empfindlichkeit
haben als die Materialien aus den Beispielen 2 bis 4
und ihre Oberfläche nur schwer negativ aufgeladen
werden kann.
Claims (6)
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial,
gekennzeichnet durch die Kombination einer
Kupfer(I)-jodid enthaltenden elektrisch leitenden Schicht
mit einer Gelatineschicht und einer photoleitfähigen
Schicht in dieser Reihenfolge.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der elektrisch leitenden Schicht Kupfer-
(I)-jodid-Teilchen in einem Polymer dispergiert sind.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht auf
einem Schichtträger ausgebildet ist.
4. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht auf
einer Grundschicht ausgebildet ist, die aus einem hydrophoben
Polymer besteht und auf einem Schichtträger ausgebildet
ist.
5. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatineschicht eine
Dicke von 0,04 bis 4,0 µm hat.
6. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Gelatineschicht 0,1 bis 2,0 µm
beträgt.
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