DE2149755A1 - Verfahren und vorrichtung zur messung der konzentration und/oder der temperatur von fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur messung der konzentration und/oder der temperatur von fluessigkeiten

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DE2149755A1 DE19712149755 DE2149755A DE2149755A1 DE 2149755 A1 DE2149755 A1 DE 2149755A1 DE 19712149755 DE19712149755 DE 19712149755 DE 2149755 A DE2149755 A DE 2149755A DE 2149755 A1 DE2149755 A1 DE 2149755A1
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Konzentration und/oder der Temperatur von Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Feststellung und/oder Messung der Temperatur und/oder von solchen Grössen oder deren Veränderungen einer im folgenden als Probeflüssigkeit bezeichneten Flüssigkeit, welche die Ausbildung eines Temperaturgradienten zwischen der Probeflüssigkeit und einer mit dieser thermisch, vorzugweise durch Dampfphasenosmose gekoppelten zweiten Flüssigkeit bewirken.
  • Neben der Temperatur selbst können mit einem solchen Verfahren alle diejenigen Grössen untersucht werden, welche mit einem Wärmeenergietransport zwischen den beiden Flüssigkeiten verbunden sind, beispielsweise also die Konzentration der Probeflüssigkeit im Vergleich zur - Konzentration der zweiten Flüssig~ keit. Bekanntlich bewirken ja Konzentrationsunterschiede zwischen zwei durch Dampfphasenosmose gekoppelten Flüssigkeiten durch die ONSAGERsche KoppLung von Diffusion und Wärmeleitung die Ausbildung eines Temperaturgradienten zwischen den beiden Flüssigkeiten.
  • Zur Messung der Konzentration von Flüssigkeiten ist ein dem oingangs beschriebenen Verfahren ähnliches Verfahren hekannt, welches sich ebenfalls der ONSAGERschen Kopplung in Form der Dampfphasenosmose bedient und bei welchem die Temperatur einer Probeflüssigkeit unbekannter Konzentration mit der Temperatur einer Referenz:flüssigkeit bekannter Konzentration verglichen wird. Die beiden Flüssigkeiten werden in einem gemeinsamen Dampfraum auf je einen Temperatursensor, z.B. auf Thermistoren gesprüht. Aufgrund der Abhängigkeit des Dampfdrucks von der Konzentration der Beimengung der Probeflüssigkeit stellt sich im Gleichgewichtszustand eine entsprechende Temperaturdifferenz ein. Diese Temperaturdifferenz ist von der Geometrie der mit den Temperatur sensoren in unmittelbaren Kontakt stehenden Flüssigkeiten abhängig. Daraus ergibt sich der Nachteil, dass repräsen-tative und reproduzierbarke Messungen stets einer genauen Reproduktion der Geometrie bedürfen. Als weitere Nachteile sind zu nennen, die durch die relativ grosse Wärmekapazität der Thermistoren gegebene Wärmeträgbeit, die durch die gleichen Ursachen bedingten relativ grossen Probenmengen, die für jede Messung benötigt werden und die wegen der Abhängigkeit des Dampfdrucks von der Temperatur erforderliche Konstanthaltung der Temperatur der ganzen Anordnung.
  • Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Flüssigkeit in Form eines Filmes ausgebreitet wird, dass dieser Flüssigkeitsfilm oder ein mit ihm oder mit der Probeflüssigkeit durch Wärmeleitung gekoppelter Film einer dritten Flüssigkeit zur Steuerung des Lichtes eines optischen Systems herangezogen wird, und dass das so gesteuerte Licht als Indikator, bzw. als Mass für die untersuchten Grössen der Piobeflüssigkeit dient.
  • Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zur Durchführung des genannten Verfahrens. Diese Vorrichtung ist gekennzeichnet durch zumindest einen flächigen Träger, welcher so im Strahlengang des optische Systems angeordnet ist, dass ein darauf ausgebreiteter die Lichsteuerschicht dieses Systems bildet.
  • Da der Träger und der darauf ausgebreitete Film ausserordentlich dünn gewählt werden können und somit eine äusserst geringe Wärmekapazität besitzen, arbeitet die erfindungsgemässe Vorrichtung praktisch trägheitslos. Weitere Vor-teile sind der geringe Bedarf an Probemenge, die hohe Empfindlichkeit uild die Möglichkeit, ohne Eingriff in das Messgut messen zu können.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren beispielsweise näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Einrichtung, Fig. 2 einen Ausschnitt von Fig. 1, Fig. 3 eine erste Variante zu Fig. 2, Fig. 4 eine zweite Variante zu Fig. 2, Fig. 5a,b zwei Varianten zu Fig. 1, Fig. 6 einen Ausschnitt von Fig. 5, Fig. 7-9 verschiedene Ausführungsbeispiele eines Probenträgers, Fig. 10 eine dritte Variante zu Fig. 2t Fig. 11 eine weitere Variante zu Fig. 1.
  • Gemäss Fig. 1 wirkt eine auf einem Probenträger 1 ausgebreitete Probeflüssigkeit 2, deren Konzentration gemessen werden soll, über einen Gasspalt 3 auf eine auf einem Träger 4 ausgebreitete Referenzflüssigkeit 6 bekannter Konzentration ein. Der Träger 4 ist an seiner der Referenzfliissigkeit abgewandten Seite mit einem Spiegelbelag 7 versehen, auf welchem Spiegelbelag eine Steuerschicht 5 ausgebreitet ist. Zur Sichtbarmachung der infolge des Sonzentrationsunterschiedes zwischen' Probe- und Referenzflüssigkeit entstehenden Oberflächendeformàtion der Steuer schicht 5 dient eine Lichtquelle 16, deren Strahlen auf die Steuerschicht geworfen und an deren Rückseite von der am Träger 4 aufgebrachten Spiegel schicht 7 reflektiert werden. Die Lichtstrahlen werden anschliessend in einer Linse 19 gebündelt und einer Schlierenoptik 20 zugeführt, wobei jene Strahlen, z.B. 18 und 18', welche an undeformierten Stellen der Steuerschicht auftreffen, auf den Barren der Schlierenoptik geworfen und somit für das Auge 21 unsichtbar bleiben, wogegen jene Strahlen, z.B. 17, 17' und 17", die an deformierten Stellen der Steuerschicht auftreffen und anders gebeugt werden als die an undeformierten Stellen auftreffenden, als Bildpunkte ausserhalb des Barrens und symmetrisch zu diesem erscheinen. Je grösser die Deformation der Steuerschicht 5 ist, desto stärker ist dabei die Beugung der Lichtstrahlen der Lichtqllelle 16 und des-to heller erscheinen die Bildpunkte 17' und 17".
  • Die Funktionsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende: Eine Verunreinigung mit der molaren Konzentration MV zieh-t in einer Lösung des Molekulargewichtes M des Dampfdruckes p und der Dichte g eine Dampfdruckanderung dp nach sich, welche durch folgende Formel bestimmt ist: dp = f( = p MMy Wenn zwei Flüssigkeiten durch eine gemeinsame Dampfphase gekoppelt sind, dann stellt sich zwischen ihnen ein Gleichgewichtszustand ein, in welchem die Summe aller Dampf ströme gleich Null ist. Dieser Gleichgewichtszustand wird durch eine Verunreinigung in einer der beiden Flüssigkeiten wie oben angegeben gestört. Da eine Dampfdruckänderung dp eine entsprechende Temperaturänderung dT bedingt, deren Grösse durch die CLAUSIUS-CLlVPEYRONsche Gleichung gegeben ist: dp dT = k. (k ist eine Konstante), p T² so resultiert in diesem gestörten Gleichgewichtszustand ein Netto-Transport von Dampf und damit Wärmeenergie nach einer Richtung.
  • Aus diesen Ueberlegungen folgt die schon bei den bekannten Ebulliometern angewandt Tatsache, dass sich zwischen zwei Lösungen verschiedener Konzentration, welche durch Dampfphasenosmose in Kontakt stehen, eine Temperaturdifferenz einstellt. Wenn man die Temperatur des Probenträgers 1 und damit der Probenflüssigkeit 2 konstant hält, dann wirkt sich die durch Konzentrationsänderung in der Probenflüssigkeit 2 zwischen Proben- und Referenzflüssigkeit entstehende Temperaturänderung voll in der Referenzflüssig'keit aus.
  • Die diese Temperaturänderung verursachende durch Damp fdiffusion in die ReferellzZltissigkeit transportierte Wärmeenergie wird durch Wärmeleitung an den Trager 4 abgegeben und bewirkt infolge der Abhangigkeit der Oberflachenspannung von der Temperatur eine entsprechende Deformation der Steuerschicht 5, welche wie bereits erwähnt schlierenoptisch sichtbar gemacht wird. Daraus folgt, dass nicht unbedingt, so wie in Fig. 1 dargestellt, die Probeflüssigkeit in Form eines Filmes ausgebreitet zu sein braucht. Es genügt vielmehr auch, die Probeflüssigkeit in ein beliebiges offenes Gefäss einzubringen. In der Praxis hat sich aber die Art der Ausbreitung der Probeflüssigkeit in Form eines Filmes auf einen flächigen Träger als äusserst vor-teilhaft erwiesen.
  • Es liegt auf der Hand, dass sich die beschriebene Vorrichtung auch dazu eignet, Temperaturen zu messen. Sowie sich nämlich die Temperatur der Probeflüssigkeit von derjenigen der Referenzflüssig keit unterscheidet, kommt es zu einem Netto-Dampftransport in einer Richtung, welcher versucht, die Temperaturdifferenzen auszugleichen.
  • Dieser Dampftransport bzw. der damit verbundene Transport von Wärmeenergie hat wiederum eine Deformation der Oberfläche der Steuerschich-t zur Folge.
  • Den angeführten Ueberlegungen liegt die Annahme zugrunde, dass zwei Flüssigkeiten verschiedener Konzentration oder verschiedener Temperatur durch Dampfphasenosmose gekoppelt sind. Die Dampfphasenosmose ist aber nur ein Fall ONSAGERscher Kopplung, ein anderer Fall ist der sogenannte DUFOUR-Effekt. Dieser Effekt beruht darauf, dass in einer Flüssigkeit mit örtlich verschiedenen Konzentration an den "Konzentrationssprungstellen" ein mit einem Wärmetransport verbundener Diffusionsprozess stattfindet. Ebenso findet in einer Flüssigkeit mit Orten verschi.edener Temperatur an den "Temperatursprungstellen" ein Wärmetransport statt. Zur Untersuchung solcher Flüssigkeiten genügt es also, auf der einen Seite eines flächenartigen Trägers, beispielsweise des Probenträgers 1, die Probeflüssigkeit 2 und auf der anderen Seite die Steuer schicht 5 auszubreiten. Die beiden Flüssigkeitsschichten sind in diesem Fall über den Probenträger 1 durch Wärmeleitung gekoppelt und die Diffusionsvorgänge an den "Konzentrations-" oder "Temperatursprungstellen" der Probeflüssigkeit bedingen entsprechende Deformationen der Steuerschichtoberfläche. Der DUFOUR-Effekt ist allerdings um Grössenordnungen kleiner als der durch Dampfphasenosmose bedingte Effekt und cr eignet sich ausserdem nicht zur Messung der in der ganzen Probtrlüs.sigkeit konstanten Temperatur oder Konzentration, sondern bloss zum Nachweiss bzw. zur Messung von Temperatllr- oder Konzen trationsänderungel1 innerhalb der Probeiliisslgkeit.
  • Auch bei dem oben beschriebenen Fall der durch Dampfphasenosmose gekoppelten beiden Flüs;iigkeiten sind die beiden Fälle, Messung der iIl der Probeflüssigkeit konstanten Konzentration oder Temperatur und Messung von Aenderungen dieser Grössen innerhalb der Probeflüssigkeit zu unterscheiden. Im ersten Fall findet ja ein über die ganze Fläche der beiden einander gegenüberstehenden Flüssigkeiten konstanter Dampftransport statt, der infolge seiner Konstanz über die ganze Fläche keine Deformation der ISteuerschichtoberfläche bewirkt. In diesem Fall muss mit Hilfe eines von der Referenzflüssigkeit angeordneten Rasters eine örtlich variable Stärke des Diffusionsstromes geschaffen werden. Für die Periode des Rasters gilt die Bedingung, dass sie grösser sein muss als der hbstand der beiden Flüssigkeiten. Dieser Abstand wiederum ist in dass im Gas spalt laminare Strömungsverhältnisse herrschen und, weiten Grenzen variabel, es ist nur zu beachten,idass die lineare Ausdehnung der Referenzflüssigkeit und damit der Steuerschicht mindestens ebenso gross sein muss wie der Abstand der beiden Flüssigkeiten. Im zweiten Fall, bei der Messung von Konzentrations- oder Temperaturunterschieden innerhalb der Probeflüssigkeit, ist die Anbringung eines Rasters nicht unbedingt erforderlich, da ja das Konzentrations- bzw. Temperaturfeld über die Probeflüssigkeit nicht homogen ist. An den Unstetigkeitsstellen dieses Feldes kommt es zu Deformationen der Steuerscichtoberfläche. Ob auch in diesem Fall ein Raster verwendet wird oder nicht, richtet sich nach der geforderten Messgenauigkeit. Für den Fall, dass nur die Grenzen oder Konturen örtlicher Konzentrationen oder Temperaturen beobachtet werden sollen, genügt eine Anordnung, welche keine gerasterte Deformation der Steuer schicht verursacht.
  • In einem bevorzugten Ausfürhungsbeispiel ist der Träger 4 durch eine dünne Membran mit einer Dicke von etwa 2.-10-4 cm bis8. 10-4 cm gebildet, welche aus einem schlecht wärmeleitenden Material, z.B.
  • aus einem keramischen oder glasartigen Werkstoff oder aus Kunststoff besteht. Die Steuer schicht 5 ist vorzugsweise durch einen -4 niederviskosen Flüssigkeitsfilm der Schichtdicke von etwa o,2lO cm bis lo.lo cm gebildet. Als besonders geeignet für den Flüssigkeitsfilm haben sich niederviskose Kohlenwasserstoffe wie Decan, hexan oder Oktan erwiesen, deren Viskosität zwischen 0,4 und 1 Ccntipoise liegt. Da die mittels der schlierenoptischen Abtastung noch messbaren Temperaturunterschiede in der Referenzflüssigkeit bei etwa 10 4 bis 10-6 6 o liegen, sind Verunreinigungen bzw. Konzentrationsänderungen von etwa 10 8 mit Probenmengen von 10 3 Gramm und Messzeiten von Sekunden messbar.
  • Fig. 2 zeigt einen vergrösserten Ausschnitt von Fig. 1 mit dem Probenträger 1, der Probenflüssigkeit 2, dem Gas spalt 3 und dem Träger 4. Auf dem Träger 4 ist der auf der dem Gasspalt zugewandten Seite die Referenzflüssigkeit 6 ausgebreitet und auf der dem Gasspalt abgewandten Seite der Spiegelbelag 7 aufgebracht. Auf letzterem ist die Steuerschicht 5 ausgebreitet.
  • Bei der in Fig. 3 dargestellten Variante zu Fig. 2 dient der Proben-träger 1 gleichzeitig als Träger für die Steuerschicht 5. Bei dieser Ausgestaltung wird der Träger 4 der Referenzflüssigkeit 6 und damit auch diese selbst auf konstanter Temperatur gehalten, sodass sich die durch Konzentrationsänderung in der Probeflüssigkeit 2 zwischen Probe- und Referenzflüssigkeit en-ts-tehende Temperaturänderung voll in der Referenzflüssigkeit auswirkt. Die entsprechende Wärmeenergie wird durch Wärmeleitung über den Probenträger 1 und den Spiegelbelag 7 an die Steuerschicht 5 transportiert und bewirkt eine Deformation von deren Oberflache. Wenn man die Vorrichtung gemäss Fig. 3 durch Weglassen des Trägers 4 und der Referenzflüssigkeit 6 vereinfacht, dann ergibt sich eine Vorrichtung, mit welcher unter Ausnützung des DUFOUR-Effektes Aenderungen der Temperatur oder Konzentratrion iti der Probeflüssigkeit 2 nachgewiesen und gemessen werden können.
  • Bei der in Fig. 4 gezeigteii Variante zu Fig. 2, wird die Referenzflüssigkeit 6 gleichzeitig als Steuerschicht verwendet. Als Träger 4 der Referenzflüssigkeit bzw. der Steuerschicht braucht in diesem Fall keine Membran verwendet zu werden - wenn eine verwendet wird, dann brauch-t sie nicht mit einem Spiegelbelag versehen zu sein - sondern es genügt auch beispielsweise eine Glasplatte von einigen Millimetern Dicke. Diese Ausführungsform ist weniger aufwendig als die in Fig. 2 dargestellte und besitzt unter Umständen eine noch grössere Empfindlichkeit. Da aber die Oberfläche der Steuer schicht dem Gas spalt 3 zugewandt und deshalb Verunreinigungen wie Staub usw. ausgesetzt ist, ist diese Ausfüh.rungsform der in Fig. 2 dargestellten nur bedingt oder gar nich-t überlegen.
  • Gemäss Fig. 5a und 5b kann die Messeinrich-tung ganz (Fig. 5a) oder teilweise (Fig. 5b) in einem gasdich-ten Behälter 22 angeordnet seinE wobei als Probenträger vorzugsweise ein von zwei Rollen 11 und 12 angetriebener bandförmiger Träger verwendet wird. Dies hat den Vorteil, dass der Druck im Gas spalt 3 und das Füllgas variiert werden können. Ausserdem kann mit dieser Anordnung ein Anlagerung von Verunreinigungen an der Oberfläche der Referenzflüssigkei-t bzw. der Steuerschicht verhindert werden. Eine Anlagerung von Verunreinigungen soll nach Möglichkeit immer vermieden werden, da Anlagerungen dieser Art die Oberflächen spannung verändern und damit zu einer Temperaturänderung in der betreffenden Fliissiglteit führen. Un-ter Verunreinigungen sind hier nicht nur Staubteilchen zu verstehen, sondern auch Moleküle der Damp?phase, die von der betreffenden Flüssigkeit adsobiert werden. Aus diesem Grund is-t es besonders vorteilhaft, wenn die Möglichkeit besteht, das Gas im Gasspalt den umgeben den Flüssigkeiten so anzupassen, das0 es zu keiner Adsorption von Gasmolekülen in den Flüssigkeiten kommen kann.
  • Gemäss Fig. 6 wird auf den bandförmigen Probenträger 1 der Vorrichtung gemäss Fig. 5a oder Sb vorgängig der Probefiüssigkeit 2 ein Trägerfilm 13 aufgebracht. Auf den Trägerfilm wird die Probeflüssigkeit durch ein Rakel 8 aufgetragen. Der Trägerfilm 13, der beispielsweise durch eine Wegwerffolie gebildet sein kann, wird durch eine Abstreifvorrichtung 14 gleichzeitig mit oder nach dem Entfernen der Probeflüssigkeit vom Trägerfilm entfernt.
  • Gemäss Fig. 7 ist der Probenträger 1 durch eine drehbare Scheibe gebildet, welche mit einem Rakel 8 zum kontinuierlichen Auftragen der Probenflüssigkeit 2, einem Abstreifer 9 zum Abstreifen der Probenflüssigkeit und einer Reinigungs- und Troclulirngsvorrichtung 10 ausgestattet ist.
  • einem Gemäss Fig. 8 ist der Probenträger 1 mit1unterteilten Rakel 11 ausgestattet, durch welches gleichzeitig verschiedene Probeflüssigkeiten 2, 2', 2", usw. aufgetragen werden können.
  • Gemäss Fig. 9 ist die Oberfläche des Probentragersl mit vorbestimmten Krümmungen verschen. Diese Krümmungen bewirken eine Aenderung der scheinbaren verdampfungstemperatur der Probenflüssigkeit 2 und simulieren damit eine Temperaturänderung, Diese Ausgestaltung des Probentragers ist also dann besonders vorteilhaft, wenn die Konzentration oder Temperatur der zu untersuchenden Probeflüssigkeit konstant@@st, @enn also in der Probenflüssigkeit keine "Konzentrations-" oder "Temperatursprünge" vorhanden sind. Für die Krtimlllullg gilt ähnlich wie für ein Raster die Bedingung, dass die Periode grösser sein muss als die Breite des Gasspaltes.
  • Fig. 10 zeigt eine Variante der Vorrich-tung gemäss Fig. 1 mit einem im Gasspalt 3 angeordneten Raster 15. Die Anbringung eines Rasters ist neben den schon angeführten Fällen auch dann notwendig, wenn beispielsweise das von der Steuerschicht 5 gesteuerte Licht der Beobachtungsoptik (Fig. 1) zur photoelektrischen Messung von Konzentrationen oder Temperatur auf einen photoelektrischen Wandler geworfen wird.
  • In der in Fig. 11 darges-lellten Ausführungsform wird die Steuerschicht 5 durch flüssigc Kristalle gebildet. Darunter versteht man Substanzen, welche eine oder mehrere trübflüssige Phasen bilden können und in diesem Zustand anisotrope Eigenschaften zeigen: Von einer Lichtquelle 16 ausgesandtes und auf die Steuerschicht geworfenes Licht wird von dieser aufgrund von Streuprozessen selekpek-trale tiv reflektiert, wobei die reflektierte1 Komponente des Lichtes unter anderem von der Temperatur der Steuerschicht abhängt, was also bedeutet, dass die Farbe des reflektierten Lichtes eine Funktion der Temperatur der Steuerschicht ist. Im Strahlengang des reflektierten Lichtes ist ein Photodetektor 23 mit einer davor angeordneten drehbaren Filterscheibe 24 angebracht. Durch die relativ zu den einzelnen Farbfiltern der Filterscheibe bestimmte Lage des bei einer vollen Umdrehung der Filterscheibe auftretenden Intensitätsmaximums des reflektierten Lichtes lässt sich dessen Farbe genau bestimmcn. Diese Ausführung ist ausserordentlisch empfindlich und hat ausserdem den grossen Vorteil, dass sie keines @asters bedarf. Im übrigen können alle besprochenen Ausführungs- und Anordnungsvarianten auch auf die in Fig. 11 dargestellte Ausführungsform angewendet werden.
  • ills besonders gut geeignete flüssige Ki 1 talle haben sich die dem nematogen-cholesterinischen Typs angehörigen erwiessen, deren optische Aktivität um Olil Vielfaches grösser ist als die optische Aktivität aller sonst bekannten flüssigen oder auch fest-krIstallinen Systeme.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird in kontinuierlicher Weise auf dem Probenträger aufgebrachte Probenflüssigkeit am Messteil bestehend aus Referenzflüssigkeit und Steuerschicht vorbeigeführt.
  • Ist die Probenflüssigkeit z.B. am Ausgang einer Flüssigkeitschroma tographiesäule entnommen, so werden mit der photoelektrischen Lichtz.B.
  • messung der schlierenoptischen Abtastung der rasterartig deformierten Steuerschicht die einzelnen Fraktionen nach ähnlicher Art wie bei bekannten Geräten, z.B. Gaschromatographen erfasst, allerdings mit dem Unterschied, dass im Falle des hier beschriebenen Gerätes arn Prohenmaterial kein Eingriff vorgenommen wird und die ganze lösung mit den Fraktionen für weitere Analysen zur Verfügung steht.
  • Die Anwendungsmöglichkeit der beschriebenen Vorrichtung ist nicht auf Messungen der Konzentration oder Temperatur von Flüssigkeiten beschrankt. Rs lassen sich damit vielmehr alle Effekte untersuchen, bei welchen die Referenzflüssigkeit oder die Steuerschicht einem inhomogenen Temperaturfeld ausgesetzt sind, bzw. solche Grössen, welche die Oberflächenspannung oder die Temperatur der teuerschicht beeinflussen.

Claims (28)

  1. ANSPRUECHE
    Verfahren zur Faststellung unS;oder Messung der Temperatur und/oder von solchen Grössen oder deren \'eranuerung einer im folgenden als Probflüssigkeit bezeichneten Flüssigkeit, welche die Ausbildung eines Temperaturgradienten zwischen der Probeflüssigkeit und einer mit dieser thermisch, vorzugsweise durch Dampfphasenosmose gekoppelten zweiten Flussigkeit bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Flüssigkeit (6) in Form eines Films ausgebreitet wird, dass oder dieser Flüssigkeitsfilm oder ein mit ihm@mit der Probeflüssigkeit (2) durch Wärmeleitung gekoppelter Film einer dritten Flüssigkeit (5) zur Steuerung des Lichtes eines optischen Systems herangezogen wird, und dass das so gesteuerte Licht als Indikator bzw. als Mass für die untersuchten Grössen der Probeflüssigkeit dient.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Probeflüssigkeit (2) und der Film der zweiten Flüssigkeit (6) durch Dampfphasenosmose gekoppelt sind, dass die Probeflüssigkeit auf konstanter Temperatur gehalten und dass der Film der zweiten Flüssigkeit zur Steuerung des Lichtes des optischen Systems herangezogen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Probeflüssigkeit (2) und der Film der zweiten Flüssigkeit (6) durch Dampfphasenosmose gekoppelt sind, dass die Probeflüssigkeit auf konstanter Temperatur-gehalten und dass der mit der zweiten Flüssigkeit durch Wärmeleitung gekoppelte Film der dritten Flüssigkeit (5) zur Steuerung des Lichtes des optischen Systems herangezogen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Probeflüssigkeit (2) in Form eines dünnen Filmes ausgebreitet wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und , dadurch gekennzeichnet, dass der Film der Probeflüsslgkeit (2) einerseits durch Wärmeleitung mit dem Film der dritten Flüssigkeit (5) und anderseits durch Dampfphasenosmose mit dem Film der zweiten Flüssigkeit (6) gekoppelt ist, dass der Film der dritten Flüssigkeit zur Steuerung des Lichtes des optischen Systems herangezogen wird und dass der Film der zweiten Flüssigkeit auf konstanter Temperatur gehalten wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4,.dadurch gekennzeichnet, dass der Film der Probeflüssigkeit (2) durch Wärmeleitung mit dem Film der dritten Flüssigkeit (5) gekoppelt ist und dass der Film der dritten Flüssigkeit zur -Steuerung des Lichtes des optischen Systems herangezogen wird.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden durch Dampfphasenosmose gekoppelten Flüssigkeiten eine Rasterblende (15) angeordnet wird, deren Periode grösser ist als der senkrechte Abstand der beiden Flüssigkeitsfilme.
  8. 8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens einen flächigen Träger (4), welcher so im Strahlengang des optischen Systems angeordnet ist, dass ein darauf ausgebreiteter Flüssigkeitsfilm die Lichtsteuerschicht dieses Systems bildet.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der die Lichtsteuerschicht bildende Flüssigkeitsfilm durch einen niederviskosen Sohlenwasserstoff der Viskosität von o,4 bis 1 Centipoise gebildet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das optische System durch eine Schlieren- oder Phasenkontrastoptik (16 bis 21) gebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der die Lichtsteuerschicht bildende Flüssigkeitsfilm durch flüssige Kristalle, vorzugsweise solche des nematogencholesterinischen Typs gebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das optische System im wesentlichen aus einer Lichtquelle (16), einem vorzugsweise durch einen lichtelektrischen Wandler (23) gebildeten Empfänger für das von der Lichtsteuerschicht reflektierte Licht und aus einem im Strahlengang vor dem Empfänger angeordneten Filterrad (24) besteht.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 12 dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Flüssigkeitsfilm der Lichtsteuerschicht abgewandten Seite des Träger (4) die Probeflüssigkeit (2) in Form eines Filmes ausgebreitet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 12 gekennzeichnet durch einen Probenträger (1), welcher mit dem Träger (4) des lichtsteuernden Flüssigkeitsfilms über einen Gasspalt (3) verbunden ist, sowie durch Mittel zur Bildung eines Films der Probeflüssigkeit auf dem Probenträger.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Probenträger (1) zugewandten Seite des Träger (4) des lichtsteuernden Flüssigkeitsfilm (5) der Film der zweiten Flüssigkeit (6) ausgebreitet ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) aus einer Platte aus durchsichtigem Material, vorzugsweise aus einem Polyester, Metacrylat oder Epoxyharz besteht.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) durch eine dünne Membran gebildet ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran frei aufgespannt ist.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Membran in der Grössenordnung von 1 -4 liegt und insbesondere 2.10-4 cm bis 8.10 cm beträgt.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran aus einem schlecht wärmeleitenden Stoff, vorzugsweise aus einem glas- oder keramikartigen Werkstoff oder aus Kunstoff besteht.
  21. 21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran auf der den lichtsteuernden Flüssigkeitsfilm (5) tragenden Fläche verspiegelt ist.
  22. 22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenträger (1) durch eine drehbare Scheibe gebildet ist.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Bildung des Films der Probeflüssigkeit (2) aus einem Probenauftragsrakel (8) bestehen.
  24. 24. Vorrichtung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Abstreifvorrichtung (9) zum Abstreifen von untersuchter Probeflüssigkeit (2) vom Probenträger (1) und durch eine Reinigungs- und Trocknungsvorrichtung (io)
  25. 25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenträger (1) durch eine Membran mit einem mehrkanaligen Probeauftragsrakel (8) zum gleichzeitigen Auftragen mehreren Probenflüssigkeiten (2,2',2") gebildet ist.
  26. 26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenträger (1) durch ein von Rollen (11,12) antreibbaren Band gebildet ist.
  27. 27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Probenträgers (1) vorbestimmte Krümmungen aufweist.
  28. 28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden -Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Probenträger (1) und der Träger (4) für den lichtstreuenden Flüssigkeitsfilm von einem gasdichten Behälter (22) umgeben sind.
    L e e r s e i t e
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2452103A1 (fr) * 1979-03-19 1980-10-17 Univ Kyoto Dispositif pour mesurer la conductivite thermique de liquides
FR2772124A1 (fr) * 1997-12-09 1999-06-11 Thomson Csf Procede de mesure de la temperature sur des composants en fonctionnement et dispositif de mesure

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