DE2149761C3 - Thyristor mit isolierter Feldsteuerungselektrode - Google Patents
Thyristor mit isolierter FeldsteuerungselektrodeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Thyristor gemäß rs
dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Aus der DT-OS 15 89 681 ist ein Halbleiterelement
entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs bekannt da.« als elektronischer Koppelpunkt für die
Durchschaltung von Sprechwegen in Fernsprechanlagen dient Bei diesem bekannten Halbleiterelement
erfolgt eine Durchschaltung in den Leitzustand nur, solange an der Steuerelektrode ein Signal anliegt
Aus den Vorveröffentlichungen »Applied Physics Letters«, Band 8, Nr. 6 und »Proceedings of the IEEE«,
Band 54, Nr. 6 sind Verfahren zur Herstellung von Fangzentren für bestimmte Ladungsträger in Isolierschichten
aus SiO2 beschrieben, bei denen die Isolierschichten eher Strahlung mit hoher Energie ausgesetzt
werden. Durch diese Bestrahlung ändern sich die Eigenschaften von MOS-Kondensatoren bzw. von
MOS-Halbleitern.
Aufgabe der Erfindung ist es, »-inen Thyristor gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs zu schaffen, der eine Speicherung eines an ihn angelegten Steuersignals
ermöglicht
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs angegebenen Merkmale gelöst
Bei dem erfindungsgemäßen Thyristor befinden sich in der Isolierschicht Ladungsträger-Fangzentren, die
entweder durch Dotierung der Isolierschicht mit niedrige Niveaus bildenden Dotierstoffen wie Au, Cu,
Na, Fe und Ni erzeugt werden oder durch Gitterfehler entstehen. Derartige Gitterfehler werden durch Bestrahlung
mit radioaktiven Strahlungen oder durch Änderung der Bedingungen beim Dampfniederschlag
herbeigeführt Beim Anlegen eines Steuersignals an die Steuerelektrode werden Ladungsträger in den Ladungsträger-Fangzentren
eingefangen und dort festgehalten. Wenn das Steuersignal wieder abgetrennt wird, bleiben
die entsprechenden Ladungsträger weiter in den Ladungsträger-Fangzentren festgehalten, so daß durch
die dadurch sntsichcTidc Lsdung dzz glsichs Potsnilsü
wie beim Anlegen des Steuersignals bestehen bleibt Auf diese Weise bleibt der Leitzustand des Thyristors, der
beim Anlegen des Steuersignals erzielt wurde, erhalten so daß also das Steuersignal hinsichtlich seiner
Auswirkung gespeichert ist
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der schematischen Zeichnung an Ausführungsbeispielen
näher erläutert
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform
des Thyristors mit isolierter Feldsteuerungselektrode;
F i g. 2 zeigt eine grafische Darstellung von statischen Kennwerten der Ausführungsform nach F i g. 1;
Fig.3 zeigt einen Querschnitt einer anderen Ausführungsform des Thyristors mit isolierter Feld-
steuerungselektrode.
In Fig. 1 ist ein n-leitfähiges Halbleitersubstrat mit
der Bezugsziffer 1 bezeichnet. In dem Substrat 1 sind p-Leitfähigkeitsbereiche 2 und 3 gebildet Auf dem
p-Bereich 2 ist eine Elektrode 4 angeordnet. In dem p-Bereich3 ist ein n-Bereich 5 gebildet Auf dem
n-Bereich 5 ist eine Elektrode 6 angeordnet Zwischen den p-3ereichen2 und 3 ist auf der Oberfläche des
Substrats 1 eine Ladungsträger-Fangzentren aufweisende Isolierschicht 7 gebildet, auf der eine Torelektrode
8 vorgesehen ist
Dieses in der vorstehend beschriebenen Weise aufgebaute Element besitzt zwischen den Elektroden 4
und 6 einen pnpn-Aufbau und zeigt dieselbe Strom-Spannungs-Charakteristik wie ein gewöhnlicher Thyristor.
Demzufolge ist die Ein-Aus-Steuerung des zwischen den Elektroden 4 und 6 fließenden Stroms
mittels eines an die Steuerelektrode 8 angelegten Potentials möglich. Da in der Isolierschicht 7 des
Elements Ladungsträger-Fangzentren vOrhanden sind,
entsteht durch das Einfangen von elektrischen Ladungen in diesen Ladungsträger-Fangzentren eine
Speicherwirkung. Das gleiche Ergebnis wird erhalten, wenn die η-Bereiche durch p-Bereiche und die
p-Bereiche durch n-Bereiche ersetzt werden.
Im folgenden «/ird ein Verfahren zur Herstellung der
in Fig. 1 gezeigten Ausführangsfonn des erfindungsgemäßen
Halbleiters und dessen Betriebsweise erläutert In der Oberfläche eines n-Siliciumsubstrats 1 werden
durch Eindiffundierung von Bor als Verunreinigungsstoff p-Bereiche 2 und 3 gebildet, wie dies aus F i g. 1
ersichtlich ist Dann wird ein n-Bereich 5 durch Eindiffundierung von Phosphor in dem p-Bereich S
gebildet wie dies ebenfalls aus F i g. 1 ersichtlich ist Durch thermische Oxydation wird über der so
behandelten Oberfläche des Substrats 1 ein Siliciumdi-OXJd-(SiOz)-FiIm
gebildet Dann werden durch Photoätzt., die nicht notwendigen Ar >chnitte des SiO2-FiImS
entfernt, was zu einer Isolisrschicht 7 führt, in die Gold
(Au) eindiffundiert wird. Die Elektroden 4, 6 und 8 werden durch Aluminiumdampfniederschlag erzeugt
Auf diese Weise wird ein Element mit pnpn-Aufbau hergesteiit in F i g. 2 ist ein Sirom-Spannungsdiagramni
dieses Elements mit einer an die Steuerelektrode 8 angelegten Spannung als Parameter dargestellt
Wird eine Spannung an die Steuerelektrode 8 angelegt so werden elektrische Ladungen in die
SiOrSchicht 1 eingegeben und dann von den durch die diffundierten Gold-(Au)-Atomen gebildeten Fangzentren
eingefangen. Daher bleibt die SiO2-Isolierschicht 7
geladen, selbst nachdem die der Steuerelektrode 8 zugeführte Spannung verschwindet. Demzufolge bectpht
weiterhin ein elektrisches Feld, das der zuvor angelegten Steuerspannung — oder strenger d«n
eingefangener -adungen — zugemessen werden kann.
Dieses Feld beeinflußt die pn-Übergänge zwischen dem p-Bereich 2 und dem n-Substrat 1 und zwischen dem
Bereich 3 und dem n-Substrat 1. Wird nämlich eine bestimmte Spannung an die Steuerelektrode 8 angelegt,
beginnt das Element bei entsprechender Kippspannung zwischen den Elektroden 4 und 6 zu leiten. Dann wird
die Steuerspannung weggenommen. Das Steuerfeld bleibt jedoch bestehen, da die elektrischen Ladungen
noch in den Fangzentren der Isolierschicht 7 eingefangen sind und ein elektrisches Feld bilden. Wird eine
Spannung an das Element zwischen den Elektroden 4 und 6 angelegt, ohne daß irgendeine Spannung an der
Steuerelektrode 8 anliegt, beginnt das Element bei einer
Kippspannung zu leiten,die die gleiche ist, als wenn eine
Steuerspannung vorliegt, die gleich der anfänglich an die Steuerelektrode 8 angelegten Steuerspannung ist.
In Fig.3 ist eine andere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Halbleiterelements gezeigt. In dieser Ausführungsform ist das verwendete Substrat
Galliumarsenid (GaAs). Die in F i g. 3 gezeigten p- und n-Bereich^ sind durch Kristallwachstum gebildet.
In Fig.3 IFt ein η-leitendes GaAs-Substrat mit der
Bezugsziffer 9 bezeichnet Auf beiden Seiten des Substrats 9 sind p-Bereiche 10 ^nd St gebildet. Ein
n-Bereich 12 ist auf den p-Bercich 1! aufgebracht
worden. Ap. dem p-Bereich 10 ist e. - Elektrode 13 befestigt. Durch eine geeignete T^chrv'-- «md Nuten 16a
und 166 gebildet. Isolierschicht. **i und 156 sind
derart gebildet, daß sie Ci? '''.^n I6a und 166
auskleiden und das n-Subsu^ }, den p-Bereich Il und
den n-Bereich 12 überdecken, die in den Nuten 16a und
166 freiliegen, wie die., ·η Fig.3 gezeigt ist. Die
Isolierschichten 15a und 156 sind durch Dampfniederschlag von SiO2 gebildet, dem Gold (A>·) hinzugefügt
wurde. Auf den Isr'ier ;hichten 15s !jzw. 156 sind
hauptsächlich auf den Oberflächen in und in der Nähe der Nuten 16a und 166 Elektroden 17a bzw. 176 zur
Bildung von Feldeffekt-Steuerelektroden gebildet Eine Elektrode 14 ist zwir '.^n den Nuten 16a und 166 auf der
Oberfläche des η-Bereichs 12 angeordnet Somit wird ein pnpn-Element mit einer Thyristor-Kennlinie gebildet.
Bei Steuerung mit einer an die Feldeffekt-Steuerelektroden 17a und 176 angelegten Spannung folgt die
Strom-Sparnungskennlinie des Elements einer Gruppe von Kurven, die gleich den in Fig.2 gezeigten sind. In
der Ausführungsform nach F i g. 3 sind in den S1O2-Isolierschichten
15a und 156 Fangzentren gebildet, so ds3 dieses pnpn-Element ebenfalls eine Speicherwirkung in
gleicher Weise wie das pnpn-Element nach F i g. 1 hat Das Element beginnt nämlich nach Wegnahme der
Steuerspannung bei einer vergleichsweise niedrigen Kippspannung zwischen den Elektroden 17a und 176 zu
leiten. Der einzige Unterschied zwischen dem Element nach F i g. 1 und dem nach F i g. 3 besteht darin, daß das
Element nach F i g. 3 GaAs als Substrat verwendet, so daß eine Elektrolumineszenz an den pn-Übergangszonen
vorliegt, wenn das Element leitet
In den zuvor beschriebenen Ausführungsformen werden Si und GaAs als Substrat verwendet. Statt
dessen können jedoch auch "· ^ilbleiter wie GaP, Ge,
GaPAs, InAs und CdS erfolgreich verwendet werden.
Der Thyristor mit isolierter Feldsteuerungselektrode kann als logisches Element oder Schaltelement verwendet
werden und findet im Bereich elektronischer Rechnerschalttechniken breite Anwendung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Thyristor mit mindestens vier Halbleiterbereichen mit abwechselnder p- und η-Leitfähigkeit und mit einer Isolierschicht, die sich über zumindest drei der Halbleiterbereiche erstreckt und auf der eine Steuerelektrode angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht (7, 15a, 156) Ladungsträger-Fangzentren enthält.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8912970 | 1970-10-09 | ||
| JP45089129A JPS509156B1 (de) | 1970-10-09 | 1970-10-09 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2149761A1 DE2149761A1 (de) | 1972-04-13 |
| DE2149761B2 DE2149761B2 (de) | 1976-08-05 |
| DE2149761C3 true DE2149761C3 (de) | 1977-03-24 |
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