DE2149789B2 - Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial

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DE2149789B2 DE19712149789 DE2149789A DE2149789B2 DE 2149789 B2 DE2149789 B2 DE 2149789B2 DE 19712149789 DE19712149789 DE 19712149789 DE 2149789 A DE2149789 A DE 2149789A DE 2149789 B2 DE2149789 B2 DE 2149789B2
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    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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    • G03C7/39212Carbocyclic
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Description

merieren, wodurch die fotografischen Eigenschaften des Auizeichnungsmaterials beeinträchtigt werden (vgl. in diesem Zusammenhang auch die USA.-Patentschrift 27 28 659). Zwar können durch Verwendung eines durch mehrere verzweigtkettige Alkyireste substituierten Hydrochinons die Nachteile eines durch geradkettige AlkyJreste substituierte« Hydrochinons weitgehend beseitigt werden, wob?; J;h insbesondere das !,S-Di-tert-octylhydrochinoii der Formel
?H cn
CHj CH,
I
CH3-C-CHo-C
I I
CH3
CH,
OH
30
Die Erfindung betrifft ein farbfotografisches Auf-Zeichnungsmaterial, das mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht aufweist und in mindestens einer Kolloidschicht ein Hydrochinonderivat mit einem acyclischen Alkylrest am Phenylkern als Anti-Farbschlcierrriittel enthält.
Lichtempfindliche farbfotografische Aufzeichnungsmaterialien des vorstehend angegebenen Aufbaus liefern ein Farbbild, wenn sie nach der bildmäßigen Belichtung einer Farbentwicklung unterworfen werden. Während der Bildung des Farbbildes entsteht jedoch häufig ein unerwünschter Farbschleier (Verfärbung), welcher die Qualität des erhaltenen Farbbildes beeinträchtigt. Es wird angenommen, daß die Entstehung eines solchen Farbschleiers ihre Ursache darin hat, daß der verwendete Entwickler mit Luft oder einem anderen Oxidationsmittel als dem belichteten Silberhalogenid oxidiert wird, so daß der oxidierte Entwickler mit dem Kuppler auch an den nichtbelichteten Stellen reagieren kann unter Bildung eines Farbstoffes, oder daß der Kuppler in einer bestimmten Schicht eines mehrschichtigen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials mit dem aus einer anderen Schicht des farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials herausdiffundierten Oxidationsprodukt des Entwicklers reagiert rnter Bildung eines Farbstoffes.
Es sind bereits zahlreiche Versuche unternommen worden, zur Erzielung ausgezeichneter Farbbilder die Bildung der unerwünschten Farbschleier zu verhindern. So ist beispielsweise aus der USA.-Patentschrift 23 60 290 ein Verfahren bekannt, nach dem ein alkylsubstituieirtes Hydrochinon in einem mit Wasser schwer mischbaren hochsiedenden organischen Lösungsmittel gelöst und dann in einer wäßrigen Gelatinelösung dispergiert wird unter Bildung von feinen Partikeln, wobei die dabei erhaltene co Dispersion anschließend mindestens einer der Schichten des farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials einverleibt wird. Bei diesem bekannten Verfahren ist jedoch die Verwendung eines durch einen unverzweigten Alkylrest substituierten Hydrochinons praktisch nicht möglich, da ein solches Hydrochinon die Neigung hat, in den Schichten des lichtempfindlichen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials zu aggloals gutes Antifarbschleiermittel erwiesen hat, es wurde kürzlich jedoch festgestellt, daß diese Verbindung den Nachteil hat, daß sie bei Verwendung in lichtempfindlichen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterialien die Lichtechtheit der erhaltenen Farbbilder, insbesondere der Blaugrün- und Gelbfarbstoffe enthaltenden Farbbilder, verschlechtert. Dies gilt auch für die in der USA.-Patentschrift 27 32 300 beschriebenen Dialkylhydrochinone, die rudern zur Bildung von Farbbildern mit einer unzureichenden Lichtechtheit führen (vg!. das weiter unten folgende Beispiel 4).
Aufgabe der Erfindung ist es daher, den bei der Farbentwicklung von lichtempfindlichen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterialien entstehenden Farbschleier stärker zu verhindern, ohne dadurch die sonstigen fotografischen Eigenschaften des Aufzeichnungsmaterials zu beeinträchtigen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einem farbfotografischen Aufzeichnungsmaterial, das mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht aufweist und in mindestens einer Kolloidschicht ein Hydrochinonderivat mit einem acyclischen Alkylrest am Phenylkern enthält und dadurch gekennzeichnet ist, daß der Alkylrest des Hydrochinons verzweigt ist und 4 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.
Das erfindungsgemäß verwendbare Alkylhydrochinon hat die allgemeine Formel
OH
OH
in der R eine verzweigte Alkylgruppe mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Durch Einarbeitung einer Verbindung der oben angegebenen allgemeinen Formel in mindestens eine der Schichten eines lichtempfindlichen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials ist es nicht nur möglich, die unerwünschte Farbschleierbildung zu verhindern, sondern dadurch wird auch die Lichtechtheit des entwickelten Farbbildes erheblich verbessert. Außerdem tritt bei Verwendung dieser Verbindung keine Agglomeration in den Schichten des farbfotografischen Aul'zeichnungsmaterials auf, wie sie im Falle der Verwendung eines durch einen unverzweigten Alkylrest substituierten Hydrochinons zu beobachten ist. Es besteht deshalb nicht die Gefahr der
Verschlechterung der fotografischen Eigenschaften des lichtempfindlichen Materials.
Die Verwendung von Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel, in der die verzweigte Alkylgruppe weniger als 4 und mehr als 18 Kohlen- ·> stoffatome aufweist, ist nicht zweckmäßig, da diese Verbindungen schwierig in ein lichtempfindliches farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial eingearbeitet werden können oder die fotografischen Eigenschaften des lichtempfindlichen Materials verschlech- :o tert werden.
Typische Beispiele für Anti-Farbschleiermittel der obigen allgemeinen Formel gemäß der Erfindung sind die folgenden Verbindungen.
(I) 2 tert.-Butylhydrochinon:
0~£r
OH
(II) 2-tert.-Octylhydrochinon:
OH ^1 T CH3
25
CH3
OH
(III) 2-Isohexylhydrochinon:
OH
-(CH2I3- CH-CH3
35
40 (IV) 2-sek.-Octadecylhydrochinon:
OH
'^JpCH-(CH2I15-CH3
OH
Die oben beispielsweise genannten Verbindungen können gemäß den folgenden Verfahren hergestellt werden: Die Verbindung (I) gemäß dem in der US-PS 27 22 556 beschriebenen Verfahren; die Verbindung (11) gemäß dem in der US-PS 2008 337 beschriebenen Verfahren; die Verbindung(III) gemäß dem in »Proceedings of the Japan Academy«, 12, 239—241 (1936), beschriebenen Verfahren. Die Verbindung (IV) kann auf die folgende Weise hergestellt werden:
Ein Gemisch aus 110 g Hydrochinon, 126 g 1-Octadecen und 68 g Zinkchlorid wird unter lebhaftem Rühren 25 Stunden auf 2000C erhitzt. Nachdem das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur unter 1000C abgekühh worden ist, werden 200 ml Benzol zugefügt, und die erhaltene Benzollösung wird mit 100 ml 10%iger Salzsäure und dann 4mal mit je 200 ml heißem Wasser extrahiert. Anschließend wird die so behandelte Benzollösung mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, durch Destillation vom Benzol befreit und dann unter vermindertem Druck destilliert, wobei 69 g 2-sek.-Octylhydrochinon, Kp. 215 bis 222°C/O,3 mm Hg, erhalten werden.
Die Tatsache, daß die monoverzweigten Hydrochinone gemäß der vorliegenden Erfindung eine bessere Verträglichkeit mit Wasser schwer mischbaren hochsiedenden Lösungsmitteln haben und sich daraus schwieriger abscheiden als geradkettige Alkylhydrochinone, ergibt sich aus den nachfolgenden Vergleichsversuchen.
Vergleichsversuch
Gemische aus jeweils 0,6, 0,4, 0,2 bzw. 0,1 g von einem Alkylhydrochinon und 1 ml Dibutylphthalat wurden zur Herstellung von Lösungen auf 1300C erhitzt. Diese Lösungen wurden auf Raumtemperatur (2O0C) abkühlen gelassen, und es wurde die Zeit gemessen, die zur Abscheidung des Hydrochinons erforderlich ist.
In diesen Versuchen wurden die beispielsweise genannten Verbindungen (I), (II), (III) und (IV) als monoverzweigte Alkylhydrochinone, und n-Octylhydrochinon (A) und 2,5-Di-n-octylhydrochinon als gradkettige alkylsubstituierte Hydrochinone verwendet.
Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
Menge Alkylhydrochinon pro Milliliter Dibutylphthalat 0,6 g 0,4 g 0,2 g
0,1g
Monoverzweigtes
Alkylhydrochinon
10 Stunden Mehr als 24 Stunden
8 Stunden Mehr als 24 Stunden
5 Stunden Mehr als 24 Stunden
7 Stunden Mehr als 24 Stunden
Mehr als 24 Stunden
Mehr als 24 Stunden
Mehr als 24 Stunden
Mehr als 24 Stunden
Mehr als
24 Stunden
Mehr als
24 Stunden
Mehr als
24 Stunden
Mehr als
24 Stunden
Fortsetzung '
Menge AlkylUjdrochinon pro Miüiliter Dibutylphthalat
0,6 g 0,4 g 0,2g 0.1g
Gradkettiges
Alkylhydrochinon
(A) 11 Minuten 30 Minuten 8 Stunden Mehr als
24 Stunden
(B) 15 Minuten 40 Minuten 7 Stunden Mehr als
24 Stunden
Aus diesem Vergleichsversuch ist ersichtlich, daß Hegt die in eine der Schichten eines lichtempfindlichen die verzweigten Monoalkyl-Hydrochinone eine bes- farbfotografischen Materials eingearbeitete Menge sere Verträglichkeit gegenüber mit Wasser schwer 15 des Anti-Farbschleiermittels gemäß der Erfindung im mischbaren hochsiedenden Lösungsmitteln haben und Bereich von 0,005 bis 2,G Mol, vorzugsweise 0,01 bis sich daraus schwieriger abscueiden, als die grad- 0,1 Mol pro Mol des Kupplers, der in einer Flächenkettigen Alkylhydrochinone. einheit des fotografischen Materials enthalten ist. Die
Die gemäß der Erfindung verwendeten Anti-Farb- gemäß der Erfindung verwendeten Anti-Farbschleier-
schleiermittel können wirksam in irgendeine der 20 mittel können in übliche lichtempfindliche farbfoto-
Schichten eines üblichen lichtempfindlichen farbfoto- grafische Aufzeichnungsmaterialien eingearbeitet wer-
grafischen Aufzeichnungsmaterials eingearbeitet wer- den, in denen Kuppler vc-wendet werden, die zur
den und ihre Wirkung entfalten, wenn sie beispiels- Bildung von Farbstoffen durch Reaktion mit dem
weise in eine Silberhalogenid-Emulsionsschicht, Zwi- Oxidationsprodukt eines Entwicklers vom Typ der
selenschicht, Gelbfilterschicht, Schutzschicht usw. 25 aromatischen Amine befähigt sind. Die Anti-Farb-
eingearbeitet werden. schleiermittel gemäß der Erfindung können aber
Die Anti-Farbschleiermittel werden vorzugsweise auch in lichtempfindliche farbfotografische Matedadurch eingearbeitet, daß sie zunächst, in einem mit rialien vom Diflusions-Ubertrags-Typ eingearbeitet Wasser schwer mischbaren hochsiedenden Lösungs- werden, bei denen Farbbilder auf bildempfangenden mittel gelöst und unter Bildung von feinen Teilchen 30 Schichten gebildet werden, entsprechend der bildin eine wäßrige Lösung eines geeigneten Bindemittels mäßigen Verteilung des Oxidationsproduktes eines wie Gelatine oder Polyvinylalkohol dispergier. wer- Entwicklers vom Typ der aromatischen Amine, die den. Als hochsiedende Lösungsmittel, die mit Wasser beispielsweise beschrieben sind in der GB-PS schwer mischbar sind, können für diesen Zweck bei- 8 40731. der japanischen Patentveröffentlichung spielsweise die in den US-PS 22 72 191, 23 22 027 35 Nr. 21 778/1968 und der GB-PS 9 26 462.
und 25 33 514 offenbarten Lösungsmittel verwendet
werden, z. B. Dibutylphthalat, Dibutyllauroylamid Beispiel 1
und Tricresylphosphat. Außerdem können die hochsiedenden Lösungsmittel verwendet werden, die zum Ein Gemisch aus 0,01 Mol eines Kupplers und
Dispergieren eines öllöslichen Kupplers in Gelatine 40 0,002 Mol eines Anti-Farbschleiermittels wurde in
eingesetzt werden. Falls erforderlich, können die einem Lösungsmittelgemisch aus 10 ml Dibutyl-
Anti-Farbschleiermittel als Lösung in einem mit phthalat und 20 ml Äthylacetat gelöst und mittels
Wasser mischbaren Lösungsmittel wie Dimethyl- eines Ultraschall-Dispergierers in einem Lösungs-
formamid, Dimethylsulfoxid oder Aceton eingearbei- gemisch,bestehend aus 150 ml einer 5%igen wäßrigen
tet werden. 45 Gelatinelösung und 20 ml einer 5%igen wäßrigen
Die Anti-Farbschleiermittel des Stands der Tech- Lösung eines Natriumalkylnaphthalinsulfonats,20 Minik, z. B. das !,S-Di-tert.-octylhydrochinon haben die nuten lang dispergiert, wobei eine Dispersion erhal-Eigenschaft, daß sie die Stabilität des erhaltenen Färb- ten wurde, die den Kuppler und das Anti-Farbschleierbildes verschlechtern. Diese Eigenschaft ist besonders mittel enthielt. Diese Dispersion wurde zu 400 ml ausgeprägt, wenn ein Gemisch aus einem solchem 50 einer hochempfindlichen lichtempfindlichen Silber-Mittel mit einem Kuppler in Form einer Lösung in jodidbromid-Emulsion, enthaltend 0,15MoI des SiI-einem der obenerwähnten hochsiedenden Lösungs- berhalogenids, gegeben, und die Gesamtmenge der mittel eingesetzt worden ist. Die gemäß der vorliegen- Emulsion wurde auf ein Volumen von 1 1 aufgefüllt, den Erfindung verwendeten Anti-Farbschleiermittel Anschließend wurde die Emulsion auf 25 m2 eines haben jedoch nicht die Eigenschaft, daß sie die Sta- 55 Filmträgers aufgetragen und getrocknet, wobei eine bilität des erhaltenen Bildes verschlechtern. Deshalb Filmprobe erhalten wurde.
können sie ohne weiteres in Mischung mit Kupplern Als Kuppler wurden in diesem Beispiel jeweils
verwendet werden. (a) 1 - Hydroxy - 2 - [ή - (2',4' - di - tert. - amylphenoxy)-
Außerdem haben die gemäß der Erfindung ver- n-butyl]-naphthamid als Cyan-Kuppler, (b) l-(2',4',
wendeten Anti-Farbschleiermittel die Eigenschaft, daß 60 6' - trichlorphenyl) - 3 - [3" - (2"',4'" - di - tert. - amyl-
sie einen hohen Effekt hinsichtlich der Verhinderung phenoxy - acetamid) - benzamid] - 5 - pyrazolon als
von Farbverfälschungen besitzen, keinen nachteiligen Magenta-Kuppler und (c) i/-{3-[a-(2',4'-Di-tert.-
Einfluß auf die Stabilität des erhaltenen Bildes haben amylphenoxy) - butylamid] - benzoyl} - 2 - methoxy-
und keine Agglomeration selbst dann hervorrufen, acetanilid als Gelb-Kuppler verwendet. Als Anti-
wenn sie in die Schichten eines lichtempfindlichen 65 Farbschleiermittel wurden jeweils die obenerwähnten
rarbfotografischen Materials eingearbeitet worden Verbindungen (I), (II), (III) und (IV) eingesetzt. Als
sind. Deshalb können sie innerhalb eines sehr breiten Vergleich wurde in einer Emulsion 2,5-Di-tert.-octyl-
Mengenbereiches eingesetzt werden. Im allgemeinen hydrochinon als Anti-Farbschleiermittel eingesetzt
sowie eine Emulsion, die kein Anti-FarbschleiermiUei enthielt.
Die auf diese Weise jeweils erhaltenen farbfotografischen Filme zeigten keine Agglomerationen an Anti-Farbschleiermittel.
Jeder der so erhaltenen Farbfilme wurde 14 Minuten bei 24° C mit einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
4-Amino-N-äthyl-N-(ö-methan- ι ο
5ulfonamidoäthyl)-m-toluidin 3/2
Sulfat, Monohydrat 5,5 g
Natriumhexametaphosphat 2,0 g
Natriumsulfit 1,8 g
Natriummetaborat, Tetrahydrat 65,0 g
Kaliumbromid 1,6 g
Benzylalkohol 5,0 ml
Diäthylenglycol 2,4 ml
Wasser bis auf 11
20
Anschließend wurden die entwickelten Filme abstoppt, gehärtet, mit Wasser gewaschen, gebleicht, mit Wasser gewaschen, fixiert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Schleier der so erhaltenen Filme wurden gemessen, und die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
Außerdem wurden die Filme einem Lichtechtheitstest durch 12 Stunden langes Bestrahlen in einer Ausbleichapparatur unterworfen. Vor Durchführung des Lichtechtheitstestes wurde von einer Dichte von 1,0 über Schleier ausgegangen. Nach Durchführung des Lichtechtheitstestes wurde die Dichteverminderung von jedem Film gemessen. Die ermittelten Werte sind in der Tabelle 1 genannt.
35
Tabelle 1
Kuppler
Cyan (a)
Magenta (b)
Gelb(c)
Die Farbschleier verhinderndes Mittel
K eins
2,5-Di-tert.-Octylhydrochinon
Verbindung (I) Verbindung (II) Verbindung (III) Verbindung (IV)
Keins
2,5-Di-tert-Octylhydrochinon
Verbindung (I) Verbindung (II) Verbindung (III) Verbindung (IV)
Keins
2^-Di-tert.-Octylhydrochinon
Verbindung (I) Verbindung (II) Verbindung (III) Verbindung (IV)
Schleier Dichte, verminderung Aus Tabelle I ist ersichtlich, daß die Proben gemäß der Erfindung einen bemerkenswert geringeren Schleier haben und daß die Farbschkier verhindernde Effekte erzielt wurden, die gleich oder größer sind demjenigen Effekt, der mit 2,5-Di-tert.-octylhydro· chinon erzielt wurde. Die Verschlechterung der Licht» echtheit, die durch die Einarbeitung von 2,5-Di-lerl.-octylhydrochinon stattfand, erfolgte jedoch nicht» wenn die Anti-FarbschleicrmiUcl gemfiß der Erfindung eingearbeitcl wurden. Insbesondere, wenn die Anti-Farbschleiermittel gemäß der Erfindung in einer rotempfindlichen Emulsionsschicht enthüllend einen Cyan-Kuppler verwendet wurden, konnte nicht nur eine Verminderung der Farbschleicr, sondern auch eine gute Lichtechtheit erhallen werden.
Beispiel 2
Eine panchromatische Silbcrchloridbromid-Emulsionsschicht, die pro 100 cm* 0,6 · 10"s Mol des im Beispiel 1 verwendeten Cyan-Kupplers (a) und 4,0 · 10"5 Mol des Silberhalogcnids enthielt, eine Zwischenschicht, die pro 100 crt? 1,0 · tO"s Mol eines Anti-Farbschleiermittels enthielt, und eine reguläre Silberchloridbromid - Emulsionsschicht, die pro 100 cm1 0,9 · 10"5 Mol des im Beispiel 1 verwendeten Gelb-Kupplers (C) und 6,0 · 10"* Mol des Silberhalogenids enthielt, wurden in dieser Reihenfolge auf ein Baryt-Papier aufgetragen, um ein farbfotografUchcs Kopierpapier herzustellen. Als Anti-Farbschlciermittcl wurden in diesem Beispiel die Verbindungen (U) und (IV) verwendet.
In einem Vergleichsvcrsuch wurde eine Probe eingesetzt, die kein Anti-Farbschlcicrmittcl in der Zwischenschicht enthielt.
Die so hergestellten farbfotografischen Kopierpapiere wurden mit rotem Licht belichtet, so daß die Rotfarbdichte 2,0 betrug, und dann 6 Minuten bei 300C mit einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
0,16 0,09
0,04 0,05 0,05 0,06
0,21 0,06
0,05 0,03 0,04 0,03 0,12 0,08
0,07 0,06 0,07 0.07
0,05 0,23
0,02 0,00 0,02 0,01
0,01 0,04
0,01 0,01 0,02 0,01
0,13 0,28
0,11 0,12 0,12 0.11
45 4-Amino-N-äihyl-N-(/(-mcthansulfonamidoäthyl)-m-toluidin 3/2
Sulfat. Monohydrat
NaOH
Borax
Natriummetaborat Tetrahydrat
Natriumsulfit
Hydroxylamin 1/2 Sulfat
Kaliumbromid
Natriumchlorid
Nitrilacetat
Wasser bis auf
4,Sg
3.0 g
8.0 μ
33.0 g
1.0 g
3,0 g
0.4 g
0.6 g
3.0 g
Π
55
60 Anschließend wurden die entwickelten Kopierpapiere abgestoppt, gehärtet, mit Waescr gewaschen gebleicht, mit Wasser gewaschen, fixiert, mit Wassci gewaschen und getrocknet.
Die Blaufarbdichten der so behandelten Kopier papierc wurden gemessen und sind in Tabelle 2 angc geben.
Tabelle 2 Anti-Fartwchlciermiticl in der Zwi*ch«fischicht Blaufafbdlchie
Keins
Verbindung (II)
Verbindung (IV)
509521Λ
0,18 0,17
Da ein Cyan-Bild, das durch Verwendung des Cyan-Kupplers (a) gebildet wird, ursprünglich eine Blaufarbdichte von 0,17 besitzt, wenn die Rotfarbdichte 2,0 beträgt, handelt es sich bei den Blaufarbdichten der Kopierpapiere gemäß der Erfindung im wesentlichen um diejenigen, die nur auf Grund des gebildeten Cyan-Farbstoffes entwickelt wurden. Es ist deshalb davon auszugehen, daß bei den Proben gemäß der Erfindung die Bildung von Farbverfälschungen im wesentlichen verhindert wurde, die auf Grund der Diffusion eines Oxidationsproduktes des Entwicklers, der in der panchromatischen Emulsionsschicht gebildet worden ist, in die reguläre Emulsionsschicht entstehen könnten.
Beispiel 3
Eine panchromatische Silberchloridbromid-Emulsionsschicht, die pro 100 cm2 0,6· 10~5 Mol des im Beispiel 1 verwendeten Cyan-Kupplers (a) und 4,0 · 10"5 Mol des Silberhalogenids enthielt, eine Zwischenschicht, die ein Anti-Farbschleiermittel enthielt, und eine reguläre Silberchloridbromid-Emulsionsschicht, die pro 100 cm2 0,9 · 10"5 Mo! des im Beispiel 1 verwendeten Kupplers (c) und 6,0 · 10 ~5 Mol des Silberhalogenids enthielt, wurden in dieser Reihenfolge nacheinander auf ein Baryt-Papier aufgetragen, Wobei ein farbfotografisches Kopierpapier erhalten wurde. Die Zwischenschicht enthielt pro 100 cm2 0,5 · 10's art Dibutylphthalat und 0,2 mg der Verbindung (III).
Als Vergleichsproben wurden Farbkopierpapiere in der gleichen Weise hergestellt, die jedoch jeweils 0,05 mg (die höchstmögliche Menge, die noch nicht zu einer Abscheidung führte) der obenerwähnten gradkettigen alkylsubstituierten Hydrochinone (A) und (B) enthielten. '
Die Blaufoibdichten der so hergestellten Kopierpapiere wurden gemessen und sind in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
substituierten Hydrochinone in der höchstmöglichen, noch keine Abscheidung verursachenden Menge enthielten, Farbverfälschungen entstanden auf Grund der Diffusion eines in der panchromatischen Emulsionsschicht gebildeten Oxidationsproduktes des Entwicklers in die reguläre Emulsionsschicht. Dagegen war die Probe gemäß der Erfindung, in deren Zwischenschicht das monoverzweigte, alkylsubstituierte Hydrochinon eingearbeitet worden war, im wesentliehen frei von der Diffusion des genannten Oxida* tionsproduktes, und es entstanden keine Farbverfälschungen.
Beispiel 4
'5 (Vergleichsbeispiel)
Nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, wobei diesmal jedoch die Bestrahlungszeit in einer Ausbleichapparatur von 12 Stunden auf 24 Stunden erhöht wurde, wurde die Lichtechtheit von Farbbildern in Farbfilmen, welche die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Anti-Farbschleiermittel enthielten, getestet. Die dabei erhaltenen Ergebnisse, ausgedrückt durch die Dichteverminderung, sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
Art und Menge des Anti-FarbschleiermiUels in der Zwischenschicht
Blaufarbdichte Kuppler Farbschleier verhinderndes Dichte- Mittel verminderung
Cyan (a)
Cyan(a)
Cyan (a)
Cyan (a)
Cyan (a)
Cyan (a)
2-sek.-Octadecyl-
5-methylhydrochinon
(gemäß
US-PS 27 32 300)
erfindungsgemäß
verwendete
Verbindung (I)
Verbindung (II)
Verbindung (III)
Verbindung (IV)
0,18
0,14
0,04
0,13
0,12
0,20
Keins
Verbindung (III), 0,2 mg/100 cm2
Verbindung (A), 0,05 mg/100 cm2
Verbindung (B), 0,05 mg/100 cm2
0,31
0,18
0,26
0,27
Aus Tabelle 3 ist ersichtlich, daß in den Proben, deren Zwischenschichten jeweils die gradkettig alkyl-Wie die vorstehend angegebenen Ergebnisse zeigen, lieferten die erfindungsgemäßen Farbfilme, welche die Verbindungen (I) bis (IV) als Anti-Farbschleiermittel enthielten, nach der Entwicklung Farbbildei mit einer wesentlich besseren Lichtechtheit als dei Farbfilm, der kein Anti-Farbschleiermittel enthielt und der Farbfilm, der das aus der USA.-Patentschrif 27 32500 bekannte Dialkylhydrochinon als Anti Farbschleiermittel enthielt

Claims (3)

Patentansprüche: 21 Z
1. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial, das mindestens eine Silbemalogenidemulsionsscbicht aufweist und in mindestens einer Kolloidschicht ein Hydrochinonderivat mit einem acyclischen Alkylrest am Phenylkern enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkylrest des Hydrochinons verzweigt ist und 4 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Alkylhydrochinon 2-tert-Butylhydrochinon, 2-tert.-Octylhydrochinon, 2-Isohexy!hydrochinon oder 2-sek.-Octadecylhydrochinon enthält.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es das Alkylhydrochinon in einer Menge von 0,005 bis 2,0 Mol pro Mol des in der Flächeneinheit enthaltenen Kupplers enthält.
789
DE19712149789 1970-10-07 1971-10-06 Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial Withdrawn DE2149789B2 (de)

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