DE2152302B2 - Stoßfänger für Docks, Schiffsanlegestellen od.dgl - Google Patents
Stoßfänger für Docks, Schiffsanlegestellen od.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stoßfänger zur Verwendung in Docken, bei Schiffsanlegestellen od. dgl.,
bestehend aus einem länglichen, abbiegbaren Stoßkörper aus elastomerem Material und an seinen beiden
Enden mit ihm verbundenen Lagerplatten.
Mit solchen Stoßfängern soll der Aufprall von Wasserfahrzeugen,
wie Schiffen, Lastkähnen od. dgl., aufgefangen und gedämpft werden, wobei ein Abfangen
des Wasserfahrzeuges dahingehend beabsichtigt ist, daß weder unzulässig hohe Stoßbelastungen noch ein
Zurückprallen des Wasserfahrzeuges auftreten.
Die Erfindung geht von einem bekannten Stoßfänger aus (USA.-Patentschrift 3 172 268), bei dem zunächst
der Stoßkörper aus elastischem Material in Längsrichtung zusammendrückbar ist, worauf dann
der Stoßkörper in seitlicher Richtung ausweicht und sich abbiegt. Dies wird dadurch erreicht, daß der
Stoßkörper an seiner Unterseite mit einer zwischen den Lagerplatten verlaufenden konkaven Ausnehmung
versehen ist, die das Ausbiegen des Stoßkörpers ermöglicht. Obwohl der bekannte Stoßfänger sich in
der Praxis bewährt hat, wird ein Nachteil darin gesehen, daß die Formgebung des Stoßkörpers eine erhebliche
Querschnittsminderumg mit sich bringt und deshalb der Stoßkörper ein wesentlich größeres Volumen
aufweisen muß, als es für einen Stoßkörper von gleichbleibender Breite und Dicke erforderlich wäre.
Es ist daher die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, den Stoßfänger der eingangs geschilderten
Art so auszubilden, daß der Stoßkörper einen gleichförmigen Querschnitt aufweist und trotzdem ein Ausweichen
und Ausbiegen des Stoßkörpers in bestimmter Richtung möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede Lagerplatte an der Stirnfläche des Stoßkörpers
eine schräge Führungsfläche aufweist, durch deren Neigung die Biegerichtung des Stoßkörpers
festgelegt ist.
Durch die an den Lagerplatten angeordneten schrägverlaufenden Führungsflächen ist es somit in
einfacher Weise möglich, daß der Stoßfänger bei einer vorgegebenen Belastung seitlich in gewünschter Richtung
ausbiegt. Der erfindungsgemäße Stoßkörper
ίο weist über den größten Teil seiner Länge einen gleichbleibenden
Querschnitt auf, ist somit einfacher und mit geringerem Materialaufwand herstellbar.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist jede Führungsfläche von einer Führungsplatte gebil-
det, die mit wenigstens einer Durchgangsoffnung versehen
ist und mit der zugehörigen Lagerplatte eine Kammer bildet, wobei sich das elastomere Material
des Stoßkörpers vom Inneren der Kammer durchgehend einstückig durch die Durchgangsöffnungen er-
streckt und mit sämtlichen Berührungsflächen der Führungsplatte und der Lagerplatte verklebt ist.
Durch diese Ausbildung der Führungsflächen als an ' den Lagerplatten befestigte Führungsplatten, die außerdem
noch Durchgangsöffnungen aufweisen, wird
die Verbindung zwischen Lagerplatte und Stoßkörper in vorteilhafter Weise verbessert und einem Ablösen
des Stoßkörpers als Folge der erheblichen Beanspruchungen entgegengewirkt. Auf diese Weise erfolgt die
Verbindung nicht nur durch Kleben, sondern ist aisätzlich
formschlüssig ausgebildet.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung bildet das elastomere Material des Stoßkörpors
an seiner Verbindungsstelle mit der zugehörigen Lagerplatte eine um den Umfang des Stoßkörpers ver-
laufende Hohlkehle. Dadurch sind die Verbindungsflächen zwischen dem Stoßkörper und der Lagerplatte
vergrößert, ohne daß die Breite und Dicke des Stoßkörpers vergrößert werden muß.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und nachstehend näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht längs der Linie 1-1 der
Fig. 2 eines Stoßfängers mit einem abbiegbaren, stoßdämpfenden Stützkörper, wobei die Kipplage des
Stoßfängers in gestrichelten Linien gezeigt ist,
Fig. 2 die Aufsicht des in Fig. 1 gezeigten Stoßfängers,
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Aufsicht des erfindungsgemäß
ausgebildeten, abbiegbaren Stützkörpers,
F i g. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht des Stützkörpers längs der Linie 4-4 der Fig. 3,
F i g. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 der F i g. 4 mit Ansicht einer in dem Stützkörper enthaltenen
Führungsplatte, welche an der Lagerplatte sitzt.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist an einer Anlegestelle
oder an einem Dock 10 ein Stoßfänger 12 durch eine Schraub- oder Schweißverbindung od. dgl. befestigt,
wobei gemäß den Figuren Schrauben 19 vorgesehen sind. Der Stoßfänger 12 enthält verstellbare Bauteile
in Form vertikaler Träger 14, die über ein Gelenk oder eine andere, nicht gezeigte, Einrichtung
schwenkbar gehaltert sind, so daß sie aus der in den Figuren gezeigten Ausgangslage in andere Stellungen,
beispielsweise die in Fig. 1 in gestrichelten Linien gezeigte Lage, zum Dock 10 hin verstellbar sind.
Der Stoßfänger 12 enthält horizontale Rahmenteile, etwa die Träger 16, an denen Scheuerglieder
befestigt sind, beispielsweise Fender 18 aus Holz.
Der Stoßfänger 12 enthält ferner abbiegbare Stützkörper aus einem elastomeren Material 20, die gemäß
den Figuren über Schrauben 19 an den Trägern 14 und der Anlegestelle 10 befestigt sind und dazu dienen,
das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Bewegung des Stoßfängers 12 zur Anlagestelle hin und anschließend
von ihr fort zu regulieren.
Es ist uekannt, daß ein sich der Anlegestelle bzw. dem Dock 10 näherndes Wasserfahrzeug an der Anlegestelle
mit einer möglichst geringen Stoßbelastung zum Halten gebracht werden soll, um eine Beschädigung
der Außenhaut des Wasserfahrzeuges, der Fracht und der Anlegestelle zu verhindern. Ferner soll
das Aufprallen des Wasserfahrzeuges und sein schnelles Zurückfedern von der Anlegestelle weg größtmöglich
unterbunden werden. Es hat sich herausgestellt, daß eine elastomere oder federnde Stütze, die einer
anfänglichen Druckbelastung zunächst infolge ihrer Stützwirkung entgegenwirkt und bei einer weiteren
Druckbelastung sich abbiegt oder abknickt, von beträchtlichem Vorteil ist, da der Belastungswiderstand
während der anfänglichen Stützphase, beispielsweise zu Beginn des Auflaufens des Wasserfahrzeuges gegen
den Stoßfänger 12, linear anwächst und anschließend im wesentlichen konstant wird, wenn sich die Stütze
abbiegt und das Wasserfahrzeug und der Stoßfänger 12 sich der Anlegestelle bzw. dem Dock 10 weiter
nähern. Wenn sich der Stoßfänger 12 nahe an der Anlegestelle befindet, ist der Hauptstrang des St ützkörpers
22 voll abgebogen und eine weitere Bewegung wird wegen der erhöhten Kräfte, die zum Zusammendrücken
des elastomeren Materials des voll abgebogenen Hauptstrangs erforderlich sind, in starkem Maße
begrenzt. Die Rückstellung des Stoßfängers 12 in seine Ausgangsiage erfolgt gleichmäßig und verhältnismäßig
langsam, da die Kraft, die der Hauptstrang des Siützkörpers in der abgebogenen Lage auf die
Masse des Wasserfahrzeuges auszuüben vermag, gleichförmig und beträchtlich kleiner ist als diejenige
Kraft, die bei der Bewegung des Wasserfahrzeuges zur Anlegestelle hin auftritt.
Gemäß den Fig. 3 und 4 weist der verformbare
Stützkörper 22 einen länglichen, elastomeren, abbiegbaren Strang auf, der über den größten Teil seiner
gesamten Länge eine verhältnismäßig konstante Breite und Dicke aufweist. An jedem Ende des Stützkörpers
22 sind Lagerplatten 25 und 25' befestigt.
Die Lagerplatte 25, 25' enthält jeweils eine Platte 24, 24', die an ihrem Außenumfang mit Befestigungsbohrungen 21, 21' versehen sind. Die Lagerplatte 25
weist ferner eine Führungsplatte 26 auf, die geneigt an der Platte 24 angebracht ist, wobei eine Kante der
Führungsplatte 26 an der Platte 24 anliegt und die gegenüberliegende Kante der Führungsplatte 26 über
einen oder mehrere Stege 28 im Abstand zur Tragplatte 24 gehaltert ist. Diese Bauteile sind beispielsweise
durch eine Schweißverbindung fest miteinander verbunden und bilden eine Kammer 31. Die Führungsplatte
26 ist mit einer oder mehreren Durchgangsöffnungen 30 versehen. In entsprechender
Weise ist die Lagerplatte 25' ausgebildet, deren einzelne Teile, wegen ihrer spiegelbildlichen Lage zur
vertikalen Hauptr.chse, jeweils mit den Bezugszeichen
24', 26', 28' bezeichnet sind.
Die Außenwpndung des Stützkörpers 22 geht an der Verbindungsstelle des Stützkörpers 22 mit der
Platte 24 mit Hohlkehlen 32,32'; 34,34' in diese über.
welche eine Doppelfunktion, nämlich einerseits für
eine größere Klebfläche des Stützkörpers 22 mit der Fläche der Platte 24 zu sorgen und andererseits - was
von großer Bedeutung ist -, Spannungsspitzen an der
Verbindungsstelle des Umfangs des Stützkörpers 22 mit der Platte 24 abzubauen, wie sie anderenfalls während
eines Verbiegens oder Abknickens des Stützkörpers 22 vorhanden wären.
Während der Herstellung des Stützkörpers ein-
schließlich der Platten werden die Flächen der Platte 24, der Führungsplatte 26 und der Stege 28, soweit
sie mit dem elastomeren Material des Stützkörpers 22 in Berührung kommen, derart behandelt, daß eine
chemische oder molekulare Bindung zwischen diesen
Berührungsflächen und dem elastomeren Material entsteht, wenn die Bauteile des Stoßfängerelements
20 gegossen und vulkanisiert werden, wodurch eine integral verbundene Einheit entsteht. Derartige Gieß-
und Klebeverfahren sind bei der Herstellung von Maschinenlagerungen oder anderen Gummibauteilen
bekannt und sind nicht Gegenstand der Erfindung. Der Winkel und die Ausrichtung der geneigten
Führungsplatte 26 wird vorher untt.;- zwei Gesichtspunkten
gewählt.
Durch die Neigungsrichtung der Führungsplatte 26 wird die Richtung festgelegt, in der die Führungsplatte
das Abbiegen oder Abknicken des Stützkörpers 22 bezüglich der Tragplatte 24 und somit bezüglich des
Stoßfängers 12 steuert. Dies ist von Bedeutung, da
sich die Knickrichtung des Stützkörpers 22 vorher festlegen läßt, wobei gleichzeitig über die gesamte
wirksame Länge des Stützkörpers 22 in vorteilhafter Weise eine gleichförmige Breite und Dicke aufrechterhalten
bleibt, so daß aus Gründen einer einfachen Herstellung und eines minimalen Bedarfs an elastomerem
Material eine gleichförmige Stütze erhalten wird.
Der Neigungswinkel der Führungsplatte 26 bezüglich der Tragplatte 24 ist von Bedeutung, da ein grö-
ßerer Neigungswinkel dazu führt, daß der Stützkörper
22 bei der Aufnahme einer in Längsrichtung wirkenden Druckkraft rascher die reine Stützphase verläßt
und sich abzubiegen beginnt, wobei die Druckkraft, die für eine weitere Abbiegung und Auslenkung des
Stützkörpers 22 erforderlich ist, in geringerem Maße ansteigt.
Weiterhin ist von Bedeutung, daß durch die Ausbildung der Durchgangsöffnungen 30 und der Kammer
31 ein durchgehender Strang des elastomeren Materials des Stützkörpers 22 körperlich mit einem Teil
des in der Kammer 31 verklebten elastomeren Materials und dem sich von der Lagerplatte 25 forterstrekkenden
Hauptteil des elastomeren Materials verbunden sein kann, wodurch zwischen der Lagerplatte 25
und dem Stützkörper 22 eine molekulare Bindung und gleichzi itig eine formschlüssige Verbindung ermöglicht
wird.
Die sich auf die Lagerplatte 25 beziehenden Erläuterungen gelten auch für die Lagerplatte 25' und deren
Bestandteile.
Als elastomeres Material werden natürliche und synthetische gummiartige Materialien verwendet, die
einen ausreichenden Rückverformungsgrad und eine geeignete Haftfähigkeit haben und bei einem Verbiegen
nur eine sehr geringe Dauerverformungstendenz aufweisen. Bei den bisher hergestellten Modellen hat
sich beispielsweise Naturgummi als geeignetes Material erwiesen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Stoßfänger zur Verwendung an Docks, Schiffsanlegestellen od. dgl., bestehend aus einem
länglichen, abbiegbaren Stützkörper aus elastomerem Material und an seinen beiden Enden mit
ihm verbundenen Lagerplatten, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lagerplatte (25, 25')
an der Stirnfläche des Stützkörpers (22) eine schräge Führungsfläche aufweist, durch deren
Neigung die Biegerichtung des Stoßkörpers festgelegt ist.
2. Stoßfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Führungsfläche von einer
Führungsplatte (26, 26') gebildet ist, die mit wenigstens einer Durchgangsöffnung (30) versehen
ist und mit der zugehörigen Lagerplatte (25, 25') eine Kammer (31) bildet, und daß sich das elastomere
Material des Stützkörpers (22) vom Inneren der Kammer durchgehend einstückig durch die
Durchgangsöffnungen erstreckt und mit sämtlichen Berührungsflächen der Führungsplatte und
der Lagerplatte verklebt ist.
3. Stoßfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastomere Material des
Stützkörpers (22) an seiner Verbindungsstelle mit der zugehörigen Lagerplatte (25,25') eine um den
Umfang c^s Stoßkörpers verlaufende Hohlkehle
(32, 32'; 34, 34') bildet.
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