DE2155152A1 - Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen VerbindungenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D499/00—Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
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Description
Dr. R. Koeni^obergc; - DIpl.-Phys. R. Hoisbauor - Pr. F, ^umote in \un.
PATENTANW Ä LT E
TELEFON- 5AMMQ.-NH 22 5341
TELEX 529379
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EiANKFiAUS H. AUFHAUSEK
EiANKFiAUS H. AUFHAUSEK
8 MQNCHeN 2, BRAUHAUSCTRASSE /,/III
I-I-"! 61
KOHIHKLIJIiE IiEDERTAlU)SCHE GIST-EN SPIRITUSPABRIEK Ή.V.,
1 Wateringüeweg, Delft/NIEDERLAFOE
"Vorfahren zur Herstellung von heterocyclischen Verbindungen"
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ^-substituierten Derivaten der 6-Aminopenicillansäure
und der T-Aminocephalosporansäure.
Es ist bekannt, daß basische Katalysatoren, wie Pyridin und
Triäthylamin bei der Reaktion von Isocyanaten mit Carbonsäuren
zur Begünstigung der Bildung des Ainidproduktes verwendet
wurden. Derartige basische Katalysatoren, insbesondere Pyridin, wurden zur Herstellung von Cep.Ualosporinen
und Penicillinen aus den entsprechenden 6-Isocyanatopenicillanüäureestern
oder 7-Ioocyanato-cephalosporanGäure-
209823/1152
estern durch Umsetzen Kit Carbonari tu* en verwendet, jedoch
führte die Verwendung dieser Katalysatoren häufig zn in uiiervränecht
ein Ausmaße eintretenden Uebenreshtionen (bei d on eil
Harnstoffe gebildet v/erden).
Das folgende ReaktionsDchema erläutert cchci..::>tisch die Reaktionen,
die ablaufen, vmnn eine 6-lsocyanaot-penicillansäure
oder eine T-Isocyanato-cephalosporan.oäui'e, die geschützte
Carboxylgruppen auf v/eisen, mit einer Carbon oäure umgesetzt werden.
0 A 0 0 B,C
2 Z-K=C=O + 2 Z f-C-OH ^ v 2 Z'-C-O-C-NH-Z
>
(D (H) (HD
0
•d GO, 4 2 Z'-C-IiH-Z
•d GO, 4 2 Z'-C-IiH-Z
o 0S
CO2 + Z-HH-C-NH-Z + Z«-C-O-C-Z1
(V) (VI)
worin Z den Penicillansäurerest oder einen Cephalosporansäurerest,
dessen Carboxylgruppe (z.B. durch eine Trialkylsilylgruppe,
eine Benaylgruppe oder eine Phenacylgruppe) geschützt
ist und worin im Falle einer Gephaloaporanaäure auch
209823/1152 βΑΟ original
die Hydroxylgruppe geschützt iotf bedeutet und Z1 eine uiisubctituierte
oder substituierte Kohloiivasoerstoffgruppe darstellt,
deren Kohlenstoffatom in α-Stellung zu der Carboxylgruppe
(Formel II) gesättigt ist, d.h. nicht durch eine
Doppel- oder Dreifach-Lindung an ein anderes Kohlenstoffatom
gebunden ist oder Teil eine:.; Arylringes bildet und die Kohlenwasserstoffgruppe keinen gegenüber der Isocyanatgruppe
reaktiveren Subctituenten als die Carboxylgruppe Gelbot auf v/eist. Die Reaktion A zwischen dem Isocyanat der
Formel I und der Carbonsäure der Formel II führt zu einem
gemischten Anhydrid der Formel III, das über den Weg B
das gewünschte AmidreaktionsprodukJ' ier Formel IV und über
den V/eg C (die unerwünschte llebc^reaktion) einen Harnstoff
und ein Anhydrid bildet. Durch Begrenzen oder dui-ch Unterdrücken
der Bildung von Harnstoffen und Anhydriden durch die oben als V.reg C er laut arte uncrväin sehte Nebenreaktion
können die Ausbeuten der Acylderivate der 6-Amino«
penieillansüure oder der 7-Aminoccphalosporansäure der
Formel IV gesteigert werden.
Es wurde nun gefunden, daß gewisse Katalysatoren1, die bislang
zur HerStellung von Amiden aus Isocyanaten und Carbonsäuren
nicht verwendet wurden, das Verhältnis des Veges B im Vergleich zum V/eg C erhöhen, wodurch in den meisten Fällen
ein größerer Anteil des Amids der Formel IV gebildet
wird als es bislang unter Verwendung von Pyridin und Triäthylamin
als Katalysatoren möglich war.
Die erfindungsgemäß zur Steigerung der Bildung der Acylderivate der 6-AEinopenicillansäure oder der 7-Aminocephalosporansäure
gemäß der oben beschriebenen Reaktion verwendeten Katalysatoren entsprechen
BAD ORIGINAL 209823/115?
(a) der folgenden allgemeinen Formel VII
worin E. eine oder mehrere (vorzugsweise nicht mehr als
zwei) 'Tuektronen freisetzende Gruppen, Z0B. Uiedrigalkoxy-,
Aryloxy-, Aryl-(nieärig)-alkoxy-, Silyloxy-,
Di-(niedrigj-alkylatino-, Silyl-(niedrig)-alley lainino-
oder Disilylaraino-Gruppen bedeutet, außen den Pyridinderivaten, die Elektronen freisetzende Gruppen in
beiden 2- und 6-Stellungen tragen und deren Ii-Cbryde.
Der Ausdruck "Silyl", wie er in dieser Beschreibung verwendet vird, bedeutet eine Tri-(niedrig)-alkylsilylgruppe.
Vovzugnweise ist einen Elektronen freisetzende
Gruppe, %-3. eine Hothoxygruppe, eine Phenoxygruppe,
eine Benzyloxygruppe oder eine Dimethylaminogruppe
in der 4~Steilung des Pyridinkernes Vorhandeno
Beispiele geeigneter Pyridinkatalyßatox'en dieser Art sind 4-Kethoxypyridin und 4-Dimethylaminopyridin und
die N-Oxyde dieser Verbindungen;
(b) den allgemeinen Pormeln:
BAD ORIGINAL
209823/116?
— 5
oüer
■^2^N-R2
H
(VIII)
(VIII)
worin R1 in der Formel Viii rXu Wasser at off atom oder
einen Substituenten in der 4- und/o^er 5-Stellung, wie
eine NiedrJoalkylgruppe, eine Niediigalkenylgrjppe
(z.B. eine Yin.vl gruppe oder eine Allylgruppe), eine
Niedx'igalkoxygruppe, eine Arylgruppe (z.B. eine
Phenylgruppe), eine Aryloxy gruppe, eine Aryl-(niedrig)-alkoxygruppe,
eine Silyloxygruppe, eine Di-(niedrig)-alkylaminogruppe,
eine Silyl-(niedivig)-alkylamino~
gruppe, eine Disilylaminogruppe oder r.-in Ha '.ogenatom
und R2 in der Formel VIII eine aliphatische Kohlenwasserstoff
gruppe, z.B. eine Medrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkenylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe,
eine Silylgruppe (vorzugsweise eine Trimethylsilylgruppe),
eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe od.r eine arylaliphatische Kohlenwasserstoffgruppe,
z.B. eine Benzylgruppe oder eine Styrylgruppe, bedeuten, X in der Formel IX einen Rest eines Kohlenwarjserstoff
rings, der vorzugsweise 4 Kohlen stoff atome enthält und der ungesättigte C=C-Bindungen enthalten
kann, R1 eine oder mehrere Gruppen oder Atome der in
der Formel VIII in bo-2Ug auf die Gruppe R1 angegebenen
Bedeutung und zusätzlich eine llitrogruppe bedeuten, sowie
die N-Oxyde der Verbindungen der Formeln VIII und IX.
209823/116? BAD
Venn die GruppenR.. odor Rp eine Arylgruppo oder eine
Gruppe, die einen Arylrest enthält, darstellen, kann
die Arylgruppe substituiert sein, z.B. du..-*ch eine
Alkoxy gruppe (z.B. eine Kethoxygruppe). Y,c versteht
sich, daß die Verbindungen der PormelnIX, wenn X den
Rest eines Benzolrings darstellt, Benzimidazole einschließen.
Beispiele für Katalysatoren der Formel VIII
und IX sind 1-Methylimiclazol, I-Benzylimidazol,
1 -Vinyliiaidazol, 5-Chlor-1 -metliylimidazol, 1 -liethylbenzimidazol,
1-Isopropylbenziaidazol, 1-Benzylbeiizimidazol,
5-Methoxy-i-phenylbenzisiidazol und 5-(oder 6)·
Nitro-· 1-aethylbensiniidazol; und
(c) der allgemeinen Pormel A
(X)
worin R^ die oben bezüglich der Formel VIII angegebene
Bedeutung besitzt und deren N-Oxyde. Ein Beispiel eines
Katalysators der Formel X ist Imidazo-[1,2-a]-pyridin.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden 6-Aminopenicillansäurederivate
und 7-Aminocephalosporansäurederivate der allgemeinen Formeln XI und XII
BAD ORIGINAL 209123/115?
Z · -C-IiII-
Il
■li
(Xl)
CH5 -COOH
Z'-C-IIH-,-.
oder it 0
COOH
(XII)
worin Z1 die oben angegebene Bedpuj,--.t g besitzt und E. ein "Wasser
at of fat ora, eine Hydroxylgruppe oder eine Uiedrigacyloxygruppe
(vori-vu/rs weise eine Acetoxygruppe) bedeutet, hergestellt,
indem man 6-Isoc/ana.i o-penicillansäure, deren Carboxylgruppe
(vorsugsv/eiüo durch, eine Cilylgruppe) genchütst ist oder
ein T-Ißocyanato-cephalosporin der allgemeinen Formel XIII
O=C=W
CH2R4
COOH
(XIII)
deren -Carbosyljjruppeund Hydroxylgruppe (R4) - falls vorhanden
- (vorsu^KV/eise durch eine Silylgruppe) geschützt sind,
mit einer Carbonsäure der allgemeinen Formel II
Z'-COOH
(II)
209823/11^.*»
ORIGINAL
.8- 2165152
worin Z1 die oben angegebene Bedeutung besitzt, in Gegenwart
eines Katalysators der Formeln VII, VIII, IX oder X
oder in Gegenwart eines IT-Oxy de dieaer Verbindungen umsetzt,
und man nach an sich bekannten Vorfahren die Gruppe(n), die dii
Carboxylgruppe oder Hydroxylgruppe schützt, von der sich ergebenden 6-a.eylierten Aminopenicillansäure oder Y-soylicrten
Aminocephalosporansäure abtrennt.
Wenn die Schutzgruppe eine Silylgruppe ist, wird eine derartige
Gruppe durch Hydrolyse abgetrennt. Ist diese Gruppe eine Benzyl gruppe oder eine Benzhydrylgruppe, so wird die
Schutzgruppe durch Hydrieren entfernt und wenn die Schutzgruppe
eine Pheracylgruppe ist, die einen Halogensubstituetiten
(vorzugsweise in pa..'α-Siellung des Benzolringes)
trsgen kann, kann diese Gruppe durch Behandlung mit basischen oder nukleophilen Mitteln entfernt werden« Mit den
oben genannten Katalysatoren wird der Weg B in dem oben angegebenen Reelrfcjonsschema deutlich zu Ungunaten des
Weges C begünstigt und weiterhin kann das Gleichgewicht A schneller erreicht weit. r3:-: α ? was su einer höheren Ausbeute
im Vergleich zu den bisher bekannten Verfahren, bei denen Pyridin und Triäthylamin als Katalysator verwendet wurden,
an gewünschtem Amidprodukt führt.
Die Reaktion wird vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Toluol, Benzonitril, Methylenchlorid
oder Benzoesäuremethylester durchgeführt. Im allgemeinen
sind extrem wasserfreie oder aprotische Bedingungen bevorzugt, jedoch werden insbesondere mit K-Oxydkatalysatoren
bessere Reaktionsbedingungen erreicht, wenn eine geringe Spur Wasser, z.B. fest an den Katalysator: gebundenes
Kristallisationswasser, vorhanden ist.
Bevorzugte Carbonsäuren der allgemeinen Formel II zur TJmset-
209823/115?
BAD ORIGINAL
q Mit 6-Iijocyanato--penieill£insä.ure oder 7-Isocyanatocephalosporinen
sind die Carbonsäuren der allgemeinen Formel XV
C-GOOH
worin R^ ein Wasserstoffatom, eine Niedrigalkylgruppe (z.B.
eine Met liy'J gruppe oder eine Äthylgruppe) oder ein Halogen atom,
Rg ein Wasserstoffatom, eine Niedrigalkylgruppe, eine
Cy j?.oalkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoff atomen, eine Arylgruppe
(z.B. eine Phenylgruppe, eine Haplvbhylgruppe oder
eine Diphenylgruppe) , die gegebenenfalls Substitu -.nten,
wie Halogenatoiae, Nitrogruppen, Cyanogruppen, lliedrigalkylgruppen,
Niedrigalkoxygruppen, Aryloxygruppen, Arylmercaptogruppen,
Car boxy gruppen, Carbaraoylgruppen oder lliedrigr.cylaminogruppen
tragen kann oder eine Purylgruppe, eine
Thienylgruppe, eine Pyridylgruppe, eine Isoxazolylgruppe oder eine Isothiazolylgruppe, die über Kohlenstoffatome gebunden
sind, und R„ ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom,
eine lliedrigalkoxygruppe, eine Phenoxygruppe, eine Cyanogruppe,
eine geschützte Aminogruppe, wie eine acylierte
Aininogruppe, eine liiedrigalkylsulf onylgruppe, eine Arylsulfonylgruppe,
eine IJiedrigalkylaminosulfonylgruppe, eine
Arylaminosulfonylgruppe, eine Bis-(niedrigalkyl- oder aryl-)-aminoisulfonylgruppe,
eine Morpholinoculfonylgruppe, eine
(Niedrigalkyl-, Aryl-, Aryloxy-, Niedrigalkoxy-, Kiedrigalkylainino-
oder Arylamino-J-carbamoylgruppe, eine (Niedrigalkyl-
oder Aryl-)-sulfonamidogruppe, eine Mcrpholino··
carbonylgruppe, eine (Iliedrigalkyl- oder Aryl-)-sulfonylaininocarbonylgruppe,
eine Di-(niedrigalkyl)-phosphony!gruppe,
SAD ORIGINAL
209873/115?
eine Di- (aryl)-pliosphonylgruppe, eine Di-(aryl?riorlrigalkyl)-phsophonylgruppo,
eine (Aryl-, Niedrigalkyl-)-phoe-phonylgruppe,
eine (Aryl-, Aralkyl-)-phGi;phonylgruppe, eine
(Aralkyl-, Alkyl-)-phosphonylgruppe, eine (niodrigalkyl-
oder Aryl- oder Aralkyl~)-alkylphosphlnylgruppe, eine
(Niedrx^alkyl- oder Aryl- oder Aralkyl-)-arylphoaphiii3rlgruppe
oder eine (JJiedi'igalkyl- oder Aryl- oder Aralkyl--)~
aralkylphosphinylgruppe bedeuten. Es vmrde gefunden, daß Säuren mit einem pli -Viert in Wasser von 5 odor niedriger
ei
bei der Reaktion der Isocyanate in Gegenwart der erfindungsgernäßen
Katalysatoren gute Ergebnisse liefern» Im allgemeinen
gesprochen ist es, wenn srl·· ache Säuren verwendet werden, vorteilhaft, als Katalysator eine starke Base und
bei starken Säuren eine schwache Base al: Katalyse,·; or zu
verwenden. Ein B rLopiel einer geeigneten ioäure ist die
Phenoxyessigsäure.
Die gemäß dem erfindungsgßmäßen Verfahren erhaltenen
Penicilline und Cephalosporine können ir an sicii bekannter
Weise aus der Reaktionsmischung isoliert were1 on. "Der erhaltene
Ester kann in die freie Säure oder t.in i'*lr uiei>.-..*
Säure, z.B. ein Alkalimetall salz, ein Ammoniumsalz odex*
ein Aminsalz, das zur Einarbeitung in pharmazeutische Zusammensetzungen geeignet ist, überführt werden«
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen K-substituierten
6-Aminopenicillansäure- und 7-Aminocephalosporansäure-Derivate
besitzen antibiotische Eigenschaften, die sie insbesondere als Arzneimittel für Menschen und Tiers und
als Futterzusätze geeignet machen. Diese Verbindungen v/erden zu therapeutischen Zwecken, vorzugsweise in Form eines nichttoxischen Salzes, wie in Fora des Katriumsalzes, des Kaliumsalzes
oder des Kalziucisalzes verwendet. Andere für pharmazeutische
Präparate geeignete Salse schließen Salze mit or-
2Q9I23/1T62
BAD
gar;iijc!ien Bar.cn, wie /minen, ζ.Β« Trialkylaminen, Procain
■und 3)ibenz5rlii.Min, ein.
Die folgenden Beispiele oollen axe vorliegende Erfindung wciter
erläutern, ohne sie jedoch hu beschränken.
B e i β ρ i ο 1
Einfluß der zugesetzten Katalysatoren auf die Umwandlung des o-Isocyanato-peivicillansaure-trimethylsilylesters in die
6-(Phcnox3rmetliyl)-carboriaLriido-ponicillaiißäure durch Umsetzen
.•nit Phenoxyessigsäure:
In allen Ansätzen, die bei Räumtercperatür durohgiCUhrt wurden,
wurden 2,14 g (10 rallol) des Isocyanats und 1,52 g (10 mMol) Phenoxyessigsäure verwendet. Die Lösungsmittelmenge
betrug 11,6 ml Toluol oder 12 ml Methylenchlorid
(d.h.. Dichlormethan). Die in allen Ansätzen verwendete
Kataly-satormenge betrug 0,05 ml. Pur die Umwandlung wurde
eine klare ioluollösung mit genau bestimmtem Isocyanatgehalt
verwendet,das direkt durch die Reaktion von disilylierter
6-Amino-penicillansäure mit Phosgen erhalten wurde· Reines kristallines Isocyanat, das durch Ausfällen durch
Einengen im Vakuum aus einer Toluollösung erhalten wurde,
wurde für die Umwandlung in Methylenchlorid eingesetzt. Die Umwandlungsausbeuten wurden mikrobiologisch mit einen
bacillus subtilis auf Agarplatten nach dem Verdünnen der Reaktionsmischung mit Äthylacetat auf 100 ml, wovon 1 ml
mit einem Puffer auf 100 ml verdünnt wurde, bestimmt.
2098?3/115?
| - 12 - | Reaktionb« zeit |
2155152 | |
| Lo ειΐ)ΐ ο am i 11 e 1 | Katalysator | 6 Stunden | Unv/andlungs Ausbeute |
| !Toluol | keiner* | 6 Stunden | 7 a |
| Toluol | Chinolin | 6 Stunden | 22 io |
| Toluol | Triethylamin | 6 Stunden | 50,5 io |
| Toluol | Collidin | 6 Stunden | 63,5 $> |
| Toluol | Pyridin | 2 Stunden | 63,5 io |
| Toluol | 1-Methylimidazol | 6 Stunden | 69 io |
| Toluol | 1-Isopropyl- benziiiidazol |
6 Stunden | 74,5 # |
| Methylen- 'chlorld |
l-yridin | 6 Stunden | 51,5 io |
| üetbylon- Ciilorid |
1-Isopropyl- benzimidazol |
61 °/0 | |
*Die Zugabe von 0,05 ml i-Isopropyl-benzimidazol zu der
Realrtionsmiscliung, Jie 6 Stunden ohne Katalysator gerührt
wurde, ergab eine Ausboute von 35 cß>
nach weiterem 6-otündigern Rühren, was darauf hinweist, daß die nicht-katalysierte
Reaktion nicht nur nach 6 Stunden nicht vollständig abgelaufen war sondern auch geringe Ausbeuten an Penicillin V
ergab.
209823/115?
BAD ORIGINAL
Beispiel 2
Einfluß der zugesetzten Katalysatoren auf die Umwandlung
des o-Isoeyanato-penicillansäiire-trimethylsilyleaters in
D-B-Carbobenzoxy-ampicillin durch Reaktion mit D-IT-Carbobenzoxy-phenylglycin:
In allen Ansätzen, die bei Raumtemperatur durchgeführt wurden,
wurden 2,50 g (7,96 mMol) des Isocyanats und 2,30 g
(8,07 mliol) D-N-Carbobenzoxy-phenylglycin verwendet. Es
wurden 25 ml Methylenchlorid ver^e^Sst. Die verwendete
Katalysatorraenge betrug in allen Ansätzen etwa 0,6 mMol,
Nachdem die Reaktion beendigt war (0,5 b ls 8 Stundor. in
Abhängigkeit von Katalysator) wurden die Reaktionsmischungen in kaltes Aceton, dar. eine geringe Menge Wasser enthielt,
gegossen. Die Löeungsmittelmischung wurde dann im
Vakuum entfernt und der Rückstand in kaltem Äthylacetat gelöst. Die sich ergebende Lösung wurde ±a Eiswasser gegossen
und der pH-Wert auf 7 eingestellt. Die Schichten wurden getrennt und die wäßrige Schicht wurde einmal mit Diäthyläther
extrahiert. Die wäßrige Schicht wurde dann auf einen pH-Wert von 3,8 angesäuert und mit einer 1:1-Mischung von
Äthylacetat und Diäthyläther extrahiert. Aus den vereinigten Extrakten, die mit Äthylacetat auf 150 ml verdünnt worden
waren, wurde 1 ml mit Puffer auf 100 ml verdünnt. Der Gehalt dieser LÖsung'wurde mikrobiologisch mit Bacillus
subtilie 6633 auf Agarplatten bestimmt.
Das Reinigungsverfahren, das durchgeführt wurde, um mögliche Störwirkungen bei der mikrobiologischen Bestimmung zu verringern,
bewirkt ein^n unvermeidbaren Verlust des empfindlichen
Penicillins. Weiterhin ist, da eine Reihe der eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit einstellenden Katalysatoren
bessere Ausbeuten bei eingestellter Reaktionstemperatur
2 0 9 8 7 3 / 11 δ ? ßAD ORiGlNAL
und veränderten relativen Mengen ergeben, die im folgenden angegebene relative Reihenfolge der Wirksamkeit semiquantitativ
und gibt nur v/egcn der obon angegebenen TJi;j st linde
die Proportionen wieder» Dieselbe Abhängigkeit wurde quantitativ
durch Vergleich der DünnschichtchroiBatogramme, die '
direkt mit Proben der Reaktionsmischung diirchgeführt wurde,
festgestellt.
Verwendet man Pyridin air; Katalysator, betrug die Auebeute
an doia im Extrakt vorhandenen Penicillin 32 i», Pur 4-Diraethylamino-pyridin
ergab sich ein Wert von etwa 50 $.
Die ech;.3 'dimwandlungsäusbeute, die mit Hilfe einer Säulenchromatographie
ies Reaktionsproduktes nach einer Behandlung
mit wäßrigc/n Aceton ai',h ergab, war bei 4-Dimethylamino-pyridin
als Katalysator besser als 60 $.
Verv/endet man die durch Pyridin erhaltene Carbobenzoxyampicillin-Ausboute
als Standard, εο ergibt sich folgende Reihenfolge der Wirksamkeit:
0,44 1,5-Diazobicyclc»l-'r.:50]-i;~nonen
1,00 Pyridin
1,21 1;1-Hi3Chung von 5- und 6-Nitro-i-methyl-benziraidazol
1,57 1-Methylimidazol
1,63 4-Kethoxy-pyri(iin-li-oxyd«H20
1,65 1-Benzyl-benzimidazol und 4-Methoxypyridin
1,67 4-Methoxypyridin-lI-oxyd (wasserfrei)
1,70 1-Benzylimidazol
1,73 4-Diraethylnraino-pyridin und 5-Chloro-i-nethyXiiaidazol
1,79 1-l!ethylbenziinidazol
1,80. 5-Metho:cy-1-phenylbenziniidazol
1,89 Iaidazo-[i,2-a]-pyridin.
209823/115?
B e i α ρ i o 1 3
Umwandlung de« Triniethylsilylesters der 6-Isocyanatopenicillansäure
durch. Reaktion mit 2I-Carboxyphenylessigsäure
(eine Dicarbonsäure) :
3>H S (10 mMol) G-Isocyanato-penicillansäure-trimethylßilylester,
gelöst in 30 ml trockenem Benzonitril wurden in einen 100 ml Dreihalskolben, der mit einem Gaseinlaßrohr, durch das
Sticlstoff kontinuierlich eingeführt wurde, einem Tropftrichter und einem Gasauslaßrohr, das mit einem Teströhrchen
do.n Barytwasser enthielt, "· ovRunden war, versehen war,
eingebracht. Eine Lösung von 1,80 g (10 rMol) 2'-Carboxyphenylessigsäure
(Homophthalsäure) und 0-9 ml (etwa 11 mMol)
1-MethyliEiidazol, gelöst in 30 ml Benzonitril wurden tropfenweise
im Verlauf von 75 Minuten in die mit Hilfe eines Magnetrühres gerührte Lösung eingetropft. Die nach etwa
5 Minuten bemerkbare schnelle Kohlendioxydentwicklung erfolgte
während der Zugabedauer, nahm jeuoch nach und nach
im Verlauf einer Zeitdauer von etwa 60 Minuten n<",ch der beendigten Zugabe ab, wonach die Lösung von Raumtemperatur
auf 00C abgekühlt und mit 10 ml kaltem Aceton, das etwa 1 ml
Wasser enthielt, versetzt wurde. Ausgedehnte dünnsehichtchromatographische
Untersuchungen zeigten, daß zusätzlich zu dem Nebenprodukt NjN'-Dipenicillanylharnstoff (etwa
45 °ß>) sich lediglich ein Penicillin (etwa 55 i°) bildete.
Die Reaktionsmischung wurde in Eiswasser gegossen und mit
verdünnter Natriumhydroxydlösung bis zu einem pH-Wert von
6 versetzt. ITach der Trennung der Schichten wurde die
wäßrige Schicht zweimal mit Diäthyläther extrahiert und
mit verdünnter HCl auf einen pH-Wert von 4»0 angesäuert
und dann dreimal mir einer. 9:1-Mischung/Diäthyläther und
Äthylacetat extrahiert, um die nicht umgesetzte Homophthalsäure zu entfernen. Die wäßrige Schicht wurde dann auf einen
3/115? BAD ORIGINAL
2I55152
pH-Wert von 3» O angesäuert und viermal mit Diäthyläther extrahiert,
worin (bei diesem pH-Wert) der Harnstoff im wesentlichen unlöslich ist. Die vereinigten Ätherextrakte
wurden zweimal mit kaltem Wasser gewaschen, über wa.sserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und zur Trockene
eingedampft. Der erhaltene schwach-gelbe Peststoff (Ausbeute etwa 45 $) wurde hinsichtlich seiner NMR- und IR-Spektren
untersucht, die die Anwesenheit von Äther und eine geringe Menge Homophthalsäure als Verunreinigungen
zeigten und ferner darauf hinwiesen, da das Produkt nur eines der zwei möglichen Penicillin;* enthielt. Aufgrund
der Spektren ist es nicht möglicn, mit absoluter Sicherheit eine eindeutige Wahl zwischen den beiden mögllr-hen
Strukturen zu treffen. Aufgrund der Tatsache jedoch, daß
unter den gleichen Bedingungen Benzylpenicillin in einer Ausbeute von 45 % aus Phenylessigsäure gebildet wird,
während Pheny!penicillin in weniger als einer Ausbeute
von 10 # aus Benzoesäure gebildet wird, ist zu schließen, daß das erhaltene Penicillin ortho-Carboxybeuzv"l~enicillin
der Formel
CO2H
H NH- C-
rV01'3
CH,
Ii C - CO2H
209823/116?
Das folgende Beispiel erläutert die Tatsache, daß die neuen
erfindungsgemäßen Katalysatoren für die Reaktion anderer Isocyanatarten mit Carbonsäuren unter Steigerung der Ausbeute
des Amidproduktes verwendet werden können.
Einfluß der zugesetzten Katalysatoren auf die Umwandlung von Phenylisocyanat in N-Phenyl-phenylaeetamid durch Reaktion
mit Phenylessigsäure:
Bei allen Ansätzen, die bei Raumtemperatur durchgeführt
wurden, wurden 3,57 g (30 mMol) Phenylisocyanat, 4,08 g
(30 mMol) Phenylessigsäure und 50 ml Methylenehlorid als
lösungsmittel verwendet. Die Katalysatormenge betrug in allen Ansätzen 3 mMol. Während der Reaktionen fielen
N-Phenyl-phenylacetamid und/oder Diphenylharnstoff teilweise
aus der anfänglich klaren Lösung aus. Nach Beendigung der Kohlendioxydentwicklung wurde wäßriges Aceton zugesetzt,
bis das ausgefallene Material vollständig gelöst war. Aus
dieser Lösung wurde 1 ml entnommen und mit einem Überschuß Tetrachlorkohlenstoff vermischt. Die Tetrachlorkohlenstofflösung
wurde unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand, der aus festem Amid, Harnstoff, Phenylessigsäure und
Katalysator bestand, wurde in Hexadeuterio-dimethylsulfoxyd gelöst.
Dann wurden die NMR-Spektren dieser Materialien in dem
Hexadeutero-dimethylsulfoxyd gelöst bestimmt. Die Ausbeute
an N-Phenyl-phenylessigsäure wurde durch Vergleich der
Integrale der Flächen der CHp-Signale, die der IT-ELeHyI-phenylessigsäure
und der Phenylessigsäure entsprechen, bestimmt. Die Ergebnisse waren die folgenden:
209823/1152
| - 18 - | Katalysator | 2155152 |
| keiner | Araid-Ausbeute | |
| Pyridin | 22 | |
| 4-Methoxypyridin-lT~oxyd (wasserfrei) | 47 | |
| 1-Vinylimidazol | 58 | |
| Imidazo-[1,2-a]-pyridin | 59 | |
| 4-Methoxypyridin | 59 | |
| *4-Methoxypyridin-N-oxyd, 1 H2O | 61 | |
| *4-Methoxypyridin-N-oxyd, i/2 C2H5OH | 62 | |
| 1-Methylbenzimidazol | 62 | |
| »1-Methylimidazol | 66 | |
| *4-Mmethylaminopyr id in | 75 | |
| 83 |
*bei diesen Katalysatoren wurde:1 relativ kurze Reaktionszeiten
festgfcöttällt.
Aus den obigen Beispielen ist ersichtlich, daß ?\e erfindungsgemäßen
Katalysatoren die Ausbeuten der gewünschten Amide im Vergleich zu den Ausbeuten, die man mit anderen
Katalysatoren, z.B. mit Pyridin erhält, zu steigern vermögen.
209823/11$?
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung von Acylamiddoderivaten,
dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel
Z-N=C=O
worin 2 eine gegebenenfalls substituierte Alkyl-, Aryl-(vorzugsweise
Phenyl- oder Naphthyl)-Gruppe (oder Cycloalkyl-Gruppe)
oder einen gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Kern, vorzugsweise einen Penicillansäure- oder
Cephalosporansäure-Kern, deren Carboxylgruppen und deren gegebenenfalls
vorhandene Hydroxygruppen geschützt sind, bedeutet und eine Carbonsäure der allgemeinen Pormel
0
Z1 - C - OH
Z1 - C - OH
worin Z1 eine unsubstituierte oder substituierte Kohlenwasserstoff
gruppe bedeutet, worin das Kohlenstoffatom in der α-Stellung zu der Carboxylgruppe gestättigt, dji. nicht durch
eine Doppel- oder Dreifach-Bindung an ein anderes Atom gebunden
ist, oder Teil eines Arylrings bildet, wobei die
Kohlenwasserstoffgruppe keinen Substituenten trägt, der
gegenüber der Isocyanatgruppe der Verbindung
209823/115?
Z - IJ = C = 0
reaktiver ist als die Carboxylgruppe, in Gegenwart eines Katalysators der allgemeinen Formeln:
(D
worin E eiv;e oder mehrere (vorzugsweise nicht mehr
als zwei) Elektronen freisetzende Gruppen, wie Niedrigalkoxygruppen, Aryloxygruppen, Aryl(niedrig)-alkoxygruppen,
Sllyloxygruppen, Di-(niedrig)~alkylaminogruppen, Silyl~(niedrig)-alk„rlaininogruppen oder
Disilylaminogruppen bedeuten, außer den Pyiidinderivaten,
die Elektronen freisetzende Gruppen in beiden 2- und 6-Stellungen tragen und deren N-Oxyde,
5
1 N -
1 N -
oder
(II)
(in)
209823/115?
worin R.. in der Formel II ein Wasserstoffatom oder einen
Substituenten in der 4- und/oder 5-Stellung, wie eine
Niedrigalkylgruppe, eine Niedrigalkenylgruppe (z.B. eine
Vinylgruppe oder eine Allylgruppe), eine l\Tiedrigalkoxygruppe,
eine Arylgruppe (z.B. eine Plienylgruppe), eine
Aryloxygruppe, eine Aryl-(niedrig)-alkoxygruppe, worin
der Arylkern gegebenenfalls durch eine Alkoxygruppe (z.B. eine Methoxygruppe) substituiert sein kann, eine
Silyloxygruppe, eine Di-(niedrig)-alkylaininogrup" pe,
eine Silyl-(niedrig)~alkylaminogruppe, eine Disilylaminogruppe
oder ein Halogenatom und Ep in der Formel II
eine aliphatisch^ Kohlenwasserstoffgruppe, wie eine
Hi^di-igalkylgruppe oder eine Hiedrigalkenylgruppe, eine
Niedrigalkojcygruppe, eine Silylgruppe (vorzugsweise eine
Triinethylsilylgruppe), eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe
oder eine arylaliphatische Kohlenv/asserstoffgruppe,
wobei der Arylkern gegebenenfalls durch eine Alkoxygruppe (zoB. eine Methoxygruppe) substituiert
sein kann, wie eine Benzylgruppe oder eine Styrylgruppe, bedeuten, X in der Formel III den Rest eines
Kohlenv/assers-;offr-l.iges, vorzugsweise mit 4 Kohlenstoffatomen,
bedeutet, der ungesättigte C=C-Bindungen aufweisen
kann, R1 in der Formel III eine oder mehrere
der bezüglich der Formel II angegebenen Definition von R^ aufweist und zusätzlich eine Hitrogruppe bedeuten
kann und die N-Oxyde der Verbindungen der Formeln II
und III,
(IV)
209823/115?
worin Ep die für R^ bezüglich der Formel II angegebene
Bedeutungen besitzt und die H-Oxyde dieser Verbindungen,
umsetzt.
Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formeln
H H/S\„^CH3 H H S.
N-C C ■ ?*>
■ Λ O=C=U-C C^ Cp
I I IH CH3 oder | j J 2
AS N C^ p π—N^ ^C-CH9-Y
O^ CO . O^ C 2
COOS (VI) (VII)
vrorin E eine leicht abtrennbare Schutzgruppe, die die Beaktion
nicht beeinträchtigt und Y ein Wasserstoffatom, eine
Acyloxygruppe (vorzugsweise eine Acetoxygruppe) oder eine
geschützte Hydroxygruppe, wie eine Silyloxygruppe, bedeuten, mit einer Carbonsäure der Formel
0
Z* - c - OH
Z* - c - OH
worin Z1 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt·
ORIGINAL INSPECTED 209823/1152
2)55152
3· Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaki
durchgeführt wird,
durchgeführt wird,
net, daß die Reaktion bei Temperaturen zwischen -10 und +5O0G
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen Ester der ö-Isocyanato-penicillansäure oder
einen Ester der T-Isocyanato-cephalosporansäure oder ein
Derivat dieser Verbindungen mit einer Carbonsäure der allgemeinen Formel Y
0 - COOH (V)
worin R,- ein Wasserstoff atom, eine Niedrigalkylgruppe, wie
eine Methylgrupne oder eine Äthylgruppe oder ein Halogenatom,
Rg ein Wasserstoffatom, eine Niedrigalkylgruppe,
eine Cyeloalkylgruppe mit 3 bis B Kohlenstoffatomen, eine
Arylgruppe, wie eine Phenylgruppe, eine Naphthylgruppe oder
eine Diphenylgruppe, die gegebenenfalls Substituenten, wie
Halogenatome, Nitrogruppen, Cyanogruppen, Niedrigalkylgruppen,
Hiedrigalkoxygruppen, Aryloxygruppen, Ary!mercaptogruppen,
Carboxygruppen, Carbamoylgruppen oder Hiedrigacylaminogruppen
tragen kann, eine Purylgruppe, eine Thienylgruppe» eine Pyridylgruppe, eine Isoxazolylgruppe oder eine
Isothiazolylgruppe, die über ein Kohlenstoffatom gebunden ist und R^ ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine
Niedrigalkoxygruppe, eine Phenoxygruppe, eine Cyanogruppe,
eine geschützte Aminogruppe, wie eine acylierte Aminogruppe, eine Hiedrigalkylsulfonylgruppe, eine Arylsulfonylgruppe,
eine Niedriga*ky!aminosulfonylgruppe, eine Arylaminosulfonyl-
209823/1152
gruppe, eine Bis~(niedrigalkyl- oder Aryl-)-ai.iinocalfonylgruppe,
eine Morpholinoßulfonylgr-uppe, eine '(Jiieäri^vilkyl-,
Aryl-, Aryloxy-, liiedrigalkoxy-, liiedr aralkylamine- oder
Arylaiaino-J-carbaraoylgruppe, eine (iTiedrigalkyl- oo.o:c Aryl·-)·
sulfonamidogruppe, eine Horpholinocarbony!gruppe, eine
(Niedrigalkyl- oder Aryl-J-sulfonylarainocarbonylgruppe,
eine Di-(niedrigalkyl)~phosphonylgruppe, eine Di-(aryl)-pho
sphonylgruppe, eine Di'- (arylniedr igalkyl) -pho sphonylgruppe,
eine (Aryl-, lJieürigalkyl~)~phoyphonylgruppe, eine
(Aryl-, Aralkyl-)-phosphonylgruppe, eine (Aralkyl-}. Alkyl»-)~
pho sphonylgruppe, eine (Il iedr igalkyl- oder Aryl- oder
Aralkyl-)-alkylphorjphinylgruppe, eine (Wiedrigalkyl- odev
Aryl- oder Aralkyl-)-arylphosphinylgi'uppe oder eine
(Nit.drigTlkyl- oder Aryl- oder Aralkyl-)-aralkylphccphinylgruppe
bedeuten, umsetzt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Säuren einen pKa-V/ert im Wasser von 5 oder
niedriger auf v/eisen.
6, Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatoren Verbindungen der all-
\ gemeinen Pormel I verwendet werden, worin R ein oder mehrere
Methoxy-, Phenoxy-, Benzyloxy- oder Dimethylamino-Gruppen
bedeutet,
7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet$
daß als Katalysatoren 4-Hethoxypyridin, 4-Dimethyla:ninopyridin
oder 4-Methoxypyridin-N-oxyd verwendet werden,
8, Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bii.· 5, äcAurch
gekennzeichnet, daß als Katalysatoren 1-Methylimidazol,
1-Benzylimidazol, 1-Vinylimidazol, 5-Chlor-i-methyliiaidazol,
1-Methylbenzimidazol, 1-lsopropylbenzimidazol, 1-Benzylbens-
209823/115?
8AD ORIGINAL
- 2Ϊ3 -
5~lic/choxy~J--j}liQvjlhenzlmiüiizc)l oder 5-(oder 6--)-
verwendet Vierden.
9. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß al 3 Katalysator Iraidaaol-[1, 2-a]-pyridin
verwendet v/ird.
1Oo Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 biß 5» dadurch
gekeimceiclmct, daß die Reaktion in einem inerten organischen
Lösungsmittel durchgeführt wird, wenn man als Katalysatoren Verbindungen verwendet, die keine N-Oxyde sind.
11. Verfahren gemä? den Ansprüchen I bis 5, dadurch
gekennzeichnet, uaß die Reaktion in Gegenv/art einer geringen
•'jp'·«^ Waooer durchgeführt wird, v/enn N- Oxyd -Katalysator en
verwendet werden.
12. Verfahren geraäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß li-'Oxyti-Katr'iy-gatoren mit fest an dem Katalysator
gebundenen Kristallisat.Loi:3waGS£v verwendet v/erden.
9823/115? ßAD 0R|G'NAL
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