DE217954C - - Google Patents

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DE217954C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 217954-KLASSE 29«. GRUPPE
HUBERT JOSEPH BOEKEN in DÜREN, Rhld.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1909 ab.
Entfaserungsmaschinen, bei denen die zu entfasernden Blätter stetig in der Richtung ihrer Längsachse zwischen einer Schlagtrommel und einem einstellbaren Anschlagschuh hindurchgeführt werden und die zu entfasernden Blätter oder Pflanzenteile während des Entfleischungsvorganges mit einer Flüssigkeit angefeuchtet werden, sind bekannt. Diese Maschinen weisen aber den Nachteil auf, daß
ίο der Anschlag der Schlagtrommel je nach Stellung des Anschlagschuhes wechselt und die Fasern nicht marktfähig abgeliefert werden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Entfaserungsmaschine, in welcher die zu entfasernden, stetig in ihrer Längsrichtung fortschreitenden Pflanzenteile auf einer den Anschlag für die Entfaserungstrommel bilden' den Führungstrommel unter dem Druck zweier gegen letztere drückender Walzen der schneller als diese Walzen sich drehenden Entfaserungstrommel zugeführt, sowie die völlig entfleischten Fasern auf der Führungstrommel gewaschen und ausgedrückt und vor ihrer Entfernung aus der Maschine aufgelockert werden.
Durch diese Neuerung wird nicht nur erzielt, daß Pflanzenfasern frei von allen Unreinigkeiten in sehr großen Mengen in marktfähigem Zustand gewonnen werden können, sondern daß die Einrichtung der Maschine gegenüber bekannten Maschinen dieser Art derart vereinfacht wird, daß sie auch von Besitzern kleinerer Pflanzungen gekauft werden können.
Die Zeichnung stellt eine schematische Anordnung der Maschine dar.
Die zu entfasernden fleischigen Pflanzenteile ι werden ihrer Länge nach am zweckmäßigsten auf einen endlosen Zuführtisch 2 gelegt, durch dessen Bewegung sie zwischen die Führungstrommel 3 und eine Vorquetschwalze 4 gelangen, um zerquetscht zu werden. Diese Führungstrommel 3 dient nicht nur hierbei, sondern auch bei noch anderen Arbeitsvorgängen in der Maschine als Druckbzw. Zuführtisch, wie im nachstehenden des weiteren erläutert werden soll.
Die zerquetschten Pflanzenteile gelangen hierauf durch die Vermittlung der rotierenden Führungstrommel 3 zur Walze 5, deren am besten geriffelter Umfang die zerquetschten Pflanzenteile 1 der Entfaserungstrommel 6 zuführt und sie im Verein mit der Vorquetschwalze festhält, während die schnell rotierenden Messer 7 der Entfaserungstrommel die fleischigen Bestandteile der. Pflanzenteile entfernen und auf den Abfalltisch 8 werfen. Da die enfleischten Fasern schleimig sind, bleiben sie am Umfang der Trommel 3 kleben und treten zwischen dieser und dem Ende des Tisches 8 abwärts. Unterhalb des letzteren ist eine Druckleitung 9 angeordnet, aus welcher eine geeignete Waschflüssigkeit auf die schleimigen Pflanzenfasern unter Druck übertritt und die letzteren vom Schleim befreit. Die gewaschenen Pflanzenfasern werden von der Trommel 3
weiter mitgenommen, bis sie von der Quetschwalze io fest gegen den Trommelumfang gedrückt und ausgequetscht werden, während die den Schleim und andere Unreinigkeiten enthaltene Waschflüssigkeit seitlich aus der Maschine in beliebiger Weise abgeführt wird. Unterhalb der Quetschwalze io ist ein Abnehmer Ii drehbar gelagert, dessen eines Ende mit Hilfe eines Gewichtes 12 stetig mit dem Umfang der Trommel 3 in Berührung gehalten wird, um die trockengedrückten Fasern von der Trommel 3 abzuheben und einer Schlagtrömmel 13 zuzuführen, über welche das andere Ende des Abnehmers 11 teilweise hinüberragt. Die Stäbe 14 dieser Schlagtrommel lockern die beim Auspressen vereinigten Fasern wieder auf, in welchem Zustande sie dem endlosen Abnahmetisch 15 zugeführt werden, der sie bis zur Ablagestelle weiterbefördert.
Da die Pflanzenteile weder im natürlichen noch im zerfaserten Zustand immer eine Lage von genau derselben Stärke bilden, so werden die Zapfen des Vor quetschers 4, der Walze 5, der Entfaserungstrommel 6 und der Quetschwalze 10 am vorteilhaftesten nachgiebig gelagert, was in bekannter Weise mittels Druckfedern oder Gewichtsbelastung erzielt werden kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Entfaserungsmaschine für Faserpflanzen, in welcher die zu entfasernden Pflanzenteile stetig in ihrer Längsrichtnng fortschreiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzenteile auf einer den Anschlag für die Entfaserungstrommel (6) bildenden Führungstrommel (3) unter dem Druck von Quetsch- und Riffelwalzen (4,5) der schneller als diese Walzen (4, 5) sich drehenden Entfaserungstrommel (6) zugeführt werden.
2. Entfaserungsmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die entfleischten Fasern auf der Führungstrommel (3) gewaschen und- ausgedrückt werden.
3. Entfaserungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Führungstrommel (3) gewaschenen und ausgedrückten Pflanzenfasern vor ihrem Übertritt auf den Abnahmetisch (15) aufgelockert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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