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Dichtelement für Dachrinnen Die Erfindung betrifft ein Dichtelement
für Dachrinnen, das aus einem homogenen Elastomer besteht und das im Bereich der
Steckverbindung zweier Rinneriteile oder eines Rinnenteils mit einem Formteil, z.
B. einer Verbindungsklammer, einem Innen- oder Außenwinkel, Rinnenstutzen oder dergl.
zwischen diesen in einer Sicke des äußeren Rinnen- oder Formteiles eingesetzt ist.
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Derartige Dichtelemente müssen wil-terungsbeständig sein. Bei den
Gummimischungen darf der Anteil an Weichmacherzusätzen eine bestimmte Größe nicht
überschreiten, da sonst durch Weichmacherauswanderung eine Verschlechterung der
Eigenschaften erfolgt. Außerdem ändert sich die Elastizität einer Gummimischung
mit großen Weichmacherzusäflzen durch den Einfluß von Kälte oder Wärme. Bei kalter
Witterung wird eine solche Mischung härter und versprödet, während sie bei warmer
Witterung weicher wird, was dazu führt, daß z. B.
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eine unter dauernder Verpressung gehaltene Gummirundschnur eine bleibende
Verformung ( Ovalität ) erfährt. Es weist dann eine solche Dichtungsschnur nicht
mehr die für die Dichtigkeit einer Dachrinnenverbindung erforderliche Rückstellkraft
auf. Ferner muß das Dicht-1! element korrosionsbeständig sein, da es mit aggressiver
Luft und aggressivern Wasser in Berührung kommt.
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Es ist bekannt, eine Vollgummirundschnur zu verwenden, die bei Berücksichtigung
der Bau- und Prüfgrundsätze für Dichtungen aus Elastomeren für Abwasserleitungen
der Grundstücksentwässerung in der Fassung vom Februar 1969 mindestens eine Shore-Härte
A von 45 - 48 aufweisen muß. Da die Rückstellkraft einer derartigen Dichtungsschnur
groß ist, kann bei einer Steckverbindung von Dachrinnenteilen aus Hart-PVC - bei
der z. B. Rinnenenden in einer Klammer durch das Ineinandergreifen der Ränder, die
als Rolle oder Flansch ausgebildet sein können, federnd gehalten werden - nur eine
Verpressung der
zwischen den Teilen angeordneten Dichtungsschnur
von max. 10 - 15 % durchgeführt werden, da die von der Dichtungsschnur ausgeübten
Rückstellkräfte von den haltenden äußeren Rollen bzw. Flanschen aufgenommen werden
müssen. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß bei Dachrinnenteilen aus Hart-PVC mit
einem E-Modul von etwa 33 000 kp/cm² bei größerer Wärmeeinwirkung, z. B. durch intensive
Sonnenbestrahlung, die Festigkeit schnell abnimmt.
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Hierdurch wird ein Abbau der Vorspannung der haltenden Rollen bzw.
Flansche hervorgerufen, so daß diese die Rückstellkraft der harten Dichtungsschnur
nicht mehr auffangen können und sich öffnen, wodurch ein festes Anliegen'der Dichtungsschnur
an Klammer und Rinnenende nicht mehr gegeben ist und die Verbindung undicht wird.
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Aufgrund der bei der Verwendung einer Vollgummirundschnur auftretenden
Schwierigkeiten ist man dazu übergegangen, eine Rundschnur aus Moosgummi zu verwenden,
die eine äußere glatte Gummihaut aufweist. Eine solche Moosgummirundschnur besitzt
eine sehr geringe Shore-Härte und ihr Rückstellweg ist größer als bei einer Vollgummirundschnur.
Durch die geringere Rückstellkraft ist auch bei einer Dachrinnenverbindung die Belastung
der haltenden äußeren Rollen oder Flansche geringer. Jedoch ist beim Moosgummi von
Nachteil, daß, wenn seine äußere Gummihaut einmal verletzt ist, es von korrosiven
Flüssigkeiten leicht zerstört wird. Außerdem nimmt die Mossgummischnur an diesen
Stellen leicht Wasser auf, das beim Gefrieren harte Schnurstellen erzeugt, wodurch
eine Verpressung des anderen, nicht gefrorenen Teils der Moosgummischnur nicht mehr
erfolgen kann. Dies kann dazu führen, daß an Dachrinnenverbindungsstellen die Rollen
oder Flansche des einen Teils von dem anderen abspringen.
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Es. ist auch schon ein Dichtelement fUr eine Dachrinnenverbindungsklammer
bekannt geworden, das als Lippendichtung ausgebildet ist (DBGM 6 804 846). Die Vorteile
eines solchen Dichtelements bestehen darin, daß das Material einen verhältnismäßig
geringen Weichmacheranteil aufweisen kann und damit eine hohe Materialbeständigkeit
gegeben ist. Von Nachteil ist jedoch, daß die Rückstellkraft einer Lippendichtung
von der Rückstellkraft der Lippen selbst abhängt, die zumeist schwach ausgebildet
sind, um einen möglichst großen Ruckstellweg beschreiten zu können. Wenn ein solches
Dichtelement nicht fest gelagert ist, so ergibt sich noch ein weiterer Nachteil
insofern, als aufgrund der
Ausdehnung der Dachrinnenteile bei Erwärmung
eine dünne Lippe leicht zwischen Rinnenaußenwand und Verbindungsklammerinnenwand
eingeklemmt werden kann und abgerissen wird oder keine Dichtwirkung mehr ausübt.
Wenn das Dichtelement zwei abstehend angeordnete Lippen aufweist. so besteht die
Möglichkeit, daß sich bei Ausdehnung der Dachrinnenteile die in Gegenrichtung stehende
Lippe aufrollt und ein Abheben des Rinnenendes von der Verbindungsklammer bewirkt.
Wenn sich die Dachrinnenteile bei Abkühlung wieder zusammenziehen, kann sich die
dann in Gegenrichtung stehende zweite Lippe ebenfalls aufstauen und ein weiteres
Abheben des Dachrinnenteils von der Verbindungsklammer bewirken. Wenn die Lippen
nicht fest am Rinnenteil anliegen, so kann es in der kalten Jahreszeit vorkommen,
daß Wasser zwischen Lippen und Rinnenaußenwand eindringt und gefriert. Eine weitere
Verpressung des Dichtelements ist dann nicht mehr möglich, wodurch auch die Voraussetzungen
für eine einwclndfreie Abdichtung nicht mehr gegeben sind.
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Die Erfindung vermeidet vorgenannte Nachteile und sieht vor, daß das
Dichtelement eine Shore-Härte A von 60 - 85 aufweist und zumindest in seinem am
inneren Rinnenteil anliegenden Teil mit einer in Längsrichtung verlaufenden Nut
versehen ist, die sein vom inneren Rinnenteil verpreßtes Volumen aufnimrit. Bei
einer Shore-Härte A von 60 - 85 weist die Elastomermischung einen so geringen Weichmacher-
und Zuschlagstoffanteil auf, daß eine besonders hohe chemische Beständigkeit gegeben
ist. Damit wird der Vorteil erzielt, daß die Dauerelastizität und damit die RückstellkraFt
deq Dichtelements über einen langen Zeitraum erhalten bleibt. Von der am inneren
Rinnenteil angeordneten Nut kann das verpreßte Volumen direkt aufgenommen werden7
so daß auch eine zu,starke Verpressung des Dichtelements vermieden wird.
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:ine sichere Halterung läßt sich bei dem Dichtelement nach der Erfindung
durch Einsetzen in eine Sicke mit etwas eingezogenen Rändern erzielen, wenn es im
unverpreßten Zustand eine etwas größere Breite als die Sicke aufweist und sein am
Boden der Sicke anliegender Teil mit einer in Längsrichtung verlaufenden Rille versehen
ist, die das beim Einsetzen in die Sicke verpreßte Volumen aufnimmt. Das Dichtelement
wird hierbei durch die Wirkung seiner Rückstellkraft sicher in der Sicke gehalten,
ein Verkleben ist nicht erforderlich und
es kann auch während des
Zusammenbaues der Dachrinnenverbindung nicht herausgeschoben werden.
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Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Dichtelement im unverpreßten Zustand einen im wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt besitzt, in dem die Nut und die Rille jeweils in der Mitte der Berührungsflächen
mit dem inneren bzw.
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äußeren Rinnen- oder Formteil angeordnet sind, wobei die Nut sich
zur Mitte des Dichtelements hin tropfenförmig erweitert, die sie einfassenden Wülste
abgerundete Kanten aufweisen und die Rille eine konkave Oberfläche besitzt. Bei
einer derartigen Ausführung ist ein Verklemmen der WUlste zwischen den Dachrinnenteilen
ausgeschlossen. Das Dichtelement wird sich je nach Verpressung vergrößern oder verkleinern,
d. h. Nut und Rille werden mehr oder weniger ausgefüllt. Bei großer Verpressung
erhält man eine größere Dichtfläche, aber auch bei geringer Verpressung wird noch
eine einwandfreie Dichtigkeit erzielt.
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Wenn man weiter vorsieht, daß das Dichtelement durch Spritzgießen
hergestellt ist und sich verjüngende Enden aufweist, so wird erreicht, daß das Dichtelement
nicht mehr auf die passende Länge geschnitten werden muß sondern mit sehr geringen
Längentoleranzen herstellbar ist, wodurch auch in Verbindung mit den sich verjüngenden
Enden verhindert wird, daß diese Enden aus dem Sickenauslauf vorstehen und die Dachrinnenteile
auseinanderdrucken.
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Wenn man ferner vorsieht, daß die Enden der Nut und der Rille durch
angeformte dünnwanV, dige Häute abgedeckt sind, so wird noch der Vorteil erreicht,
daß von den Enden des Dichtelements in die verbleibenden Hohlräume der Nut und der
Rille kein Wasser eintreten kann, das bei Einfrieren Undichtigkeiten hervorrufen
kann.
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Wenn man schließlich noch vorsieht, daß die Formmasse zur+lerstellung
eines solchen Dichtelements mit einem Zusatz von Paraffinöl versehen wird, so wird
erreicht, daß das innere Rinnenteil leicht über das Dichtelement gleitet und seiner
Ausdehnung oder Zusammenziehung aufgrund von Temperaturänderungen kein Widerstand
entgegengesetzt wird. Es wird dann
auch verhindert, daß an den Verbindungsstellen
durch die Formteile Festpunkte gebildet werden und sich die Dachrinne nach oben
oder unten auswölbt, sich verbreitert oder verengt, was zur sogenannten Girlandenbildung
führt.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Dachrinnenverbindungsklammer mit einem
Dichtelement teilweise im Schnitt, Fig. 2 die Verbindungsklammer nach Fig. 1 bei
einem Schnitt entlang der Linie It - IID, Fig. 3 eine Einzelheit aus der unteren
Bildhälfte der Fig. 2 mit einem Dichtelement in einer Sicke der Verbindungsklammer
im Querschnitt und in vergrößertem Maßstab, Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3 bei
einem in die Verbindungsklammer eingesetzten Rinnenende und Fig. 5 die Anordnung
nach Fig. 4 bei einem in Pfeilrichtung verschobenen Rinnenende.
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Wie in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, sind in einem als Verbindungsklammer
ausgebildeten Formteil 1 Sicken 2 vorgesehen. In die Sicken sind Dichtelement 3
eingesetzt, die in ihrem herausragenden Teil eine Nut 4 aufweisen und deren arn
Boden der Sicke anliegender Teil mit einer Rille 5 versehen ist. Die Sicken besitzen
einen Querschnitt, der etwas größer als ein Halbkreis ist, so daß darin im Querschnitt
angepaßte Dichtelemente, die einen etwas größeren Durchmesser aufweisen, ohne zusätzliche
Sicherung gehalten werden.
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Wie am besten der Fig. 3 entnommen werden kann, ist die nach innen
sich tropfenförmig erweiternde Nut 4 von Wülsten 6 und 7 eingefaßt, die abgerundete
Kanten 8 bzw. 9 besitzen. Die Rille hat eine Oberfläche 10, die konkav ausgebildet
ist. Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, ist das Dichtelement 3 in Anpassung an
die Sickenausläufe 11
und 12 mit abgeschrägten Enden 13 und 14 versehen,
an die die Enden der Nut 4 und Rille 5 abdeckende dUnnwandige Häute 15 bzw. 16 angeformt
sind.
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Wie in Fig. 4irgestellt ist, wird bei Einsatz eines inneren Rinnenteils
17 in die Verbindungsklmuner 1 das Dichtelement 3 verformt. Die in Fig. 3 dargestellte
Nut 4 und Rille 5 verkleinern sich durch die Aufnahme' des verpreßten Volumens der
Wülste 6 u. 7 bei gleichzeitiger Vergrößerung der Dichtflächen. Wie Fig. 5 zu entnehmen
ist, erfolgt auch bei Verschiebung des inneren Rinnenteils 17 gegenüber der Verbindungsklammer
1 in Pfeilrichturg7 was z. B. durch Ausdehnung oder Zusammenziehung aufgrund von
Temperaturtinderungen erfolgen kann, nur eine unwesentliche Verringerung der Größe
der Dichtflächen des Dichtelements 3.
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Wie festgestellt wurde, wird mit einem Dichtelement nach der Erfindung
die zur Dichtigkeit erforderliche Verpressung auch noch bei einer Dachrinnenverbindung,
deren Teile größere Fertiungstolernnzen aufweisen und auch bei stärkerer Ausdehnung
bzw. Zusammenziehung dieser Teile aufgrund extremer Temperaturunterschiede in jedem
Fall sicher erreicht, wenn das Verhältnis seines Materialvolumens zu dem Raum der
Nut und dem der Rille etwa 15: 3:1 beträgt.