DE2201213C3 - Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnenteile - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener DachrinnenteileInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener
Dachrinnenteile, bestehend aus einem aus einem homogenen Elastomer gefertigten Dichtungsstreifen, der in einer im außenliegcnden
Dachrinnenteil vorgesehenen senkrecht zur Rinnenlängsrichtung verlaufenden Sicke angeordnet ist und
der an seiner dem innenliegenden Dachrinnenteil zugekehrten Seite eine in seiner Längsrichtung sich erstreckende
Nut aufweist.
Derartige Dichtungsstreifen müssen witterungsbeständig sein. Bei den zu ihrer Herstellung verwendeten
Gummimischungen darf daher der Anteil an 6"
Weichmacherzusäl/en eine bestimmte Größe nicht überschreiten, da sonst im Laufe tier Zeit durch
Weichmacherauswanderung eine Verschlechterung
der Eigenschaften erfolgt. Außerdem ändert sich die Elastizität einer Gummimischung mit großen Weichmaeherzusälzcn
durch den Einfluß von Kälte oder Wärme. Bei kalter Witterung wird eine solche Mischung
härter und versprödet, während sie bei warmer
Witterung weicher wird, was dazu führt, daß z. B. ein unter dauernder Pressung gehaltener Gummidichtungsstreifen
eine bleibende Verformung erfährt. Der Dichtungsstreifen weist dann nicht mehr die für die Dichtigkeit einer Dachrinnenverbindung
erforderliche Rückstellkraft auf. Schließlich müssen derartige Dichtungsstreifen noch korrosionsbeständig
sein, da sie mit aggressiver Luft und aggressivem Wasser in Berührung kommen.
Es ist bekannt, als Dichtungsstreifen für den genannten Zweck eine Vollgummirundschnur zu verwenden,
die mindestens eine Shore-Härte von 45 bis 48 aufweist. Da die Rückstellkraft eines derartigen
Dichtungsstreifens jedoch ziemlich groß ist, kann bei einer Verbindung von Dachrinnenteilen aus
Hart-PVC — bei <Jer z. B. ein Dachrinnenende in
eine Verbindungsklammer eingreift — nur eine Verpressung des Dichtungsstreifcns von maximal 10 bis
J5°.« vorgenommen werden. Die von dem Dichtungsstreifen
ausgeübten Rückstellkräfte müssen nämlich von den die beiden Dachrinnenteile zusammenhaltenden
Rollen bzw. Flanschen aufgenommen werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß die
Festigkeit bei Dachrinnenteilen aus Hart-PVC unter größerer Wärmeeinwirkung, z. B. unter intensiver
Sonnenbestrahlung, schnell abnimmt. Hierdurch wird ein Abbau der Widerstandsfähigkeit der die Dachrinnenteile
zusammenhaltenden Rollen bzw. Flansche hervorgerufen, wobei es vorkommen kann, daß diese
die Rückstellkraft des harten Dichtungsstreifens nicht mehr auffangen können und sich etwas öffnen.
Dadurch ist ein festes Anliegen des Dichtungssircifens an der Verbindungsklammer und am Dachrinnenende
nicht mehr gegeben, und die Verbindung wird undicht.
Auf Grund der bei der Verwendung einer VoIlgummii'undschnur
als Dichtungsstreifen auftretenden Schwierigkeiten ist man auch schon dazu übergegangen,
eine Rundschnur aus Moosgummi vorzusehen, die eine äußere glatte Gummihaut aufweist. Eine
solche Moosgummirundschnur besitzt eine sehr geringe Shore-Härte und ihre Rückstellkraft ist deshalb
wesentlich geringer als die einer Vollgummirundschnur. Durch die geringere Rückstellkraft ist dann
auch bei einer Dachrinnenverbindung die Belastung der die Dachrinnenteile zusammenhaltenden äußeren
Rollen oder Flansche entsprechend geringer. Jedoch besteht beim Moosgummi die Gefahr, daß er von
korrosiven Flüssigkeiten leicht zerstört wird, wenn seine äußere Gummihaut einmal verletzt wird.
Außerdem nimmt eine Moosgummischnur an solchen Stellen leicht Wasser auf, das beim Gefrieren harte
Stellen erzeugt, wodurch eine Verpressung des anderen, nicht gefrorenen Teils der Moosgummischnur
nicht mehr erfolgen kann. Dies kann dazu führen, daß an solchen Verbindungsstellen die beiden Dachrinnenteile
auseinandergedrückt werden.
Schließlich ist es bei einer Abdichtungsvorrichtung, der eingangs angegebenen ArI bekanntgeworden, den
Dichtungsstreifen als Lippendichtung auszubilden (deutsches Gebrauchsmuster 6 804 846). Da die
Funktion eines solchen Dichiungsslreifer.s ein Vorpressen
des Materials mehl erfordert, kann dieser
einen verhältnismäßig geringen Weichmacheranteil und damit eine entsprechend größere Shore-Härte
und Malerialbeständigkeit aufweisen. Bei derartigen Lippcndichiungen besteht jedoch die Gefahr, daß
sich die infolge des gewünschten größeren Vcrfor-
mungswegs verhältnismäßig dünnwandig ausgebildeten Lippen bei den temperaturbedingten Längenänderungen
der Dachrinnenteile aufrollen. Dieses Aufrollen der Lippen bewirkt entweder ein Auseinanderdrücken
der Dachrinnenteile oder eine Zerstörung dieser Lippen im Laufe der Zeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtungsvorrichtung der in Frage stehenden An
so auszubilden, daß sie bei einfacher Verbindbarkeit der Dachrinnenteile eine einwandfreie Abdichtung
des Spalts zwischen den Dachrinnenteilen über einen längeren Zeitraum hinweg gewährleistet, ohne die
Dachrinnenteile dabei auseinanderzudrücken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dichtungsstreifen eine Shore-Härte von
60 bis 85 hat, daß die Nut des Dichtungsstreifens, die dessen verpreßtes Volumen aufnimmt, beidseitig
durch einen Dichtungswulst mit abgerundeten Kanten begrenzt ist und daß die Sicke des außenliegenden
Dachrinnenteils zum Festhalten des in ihr unter seitlicher Vorspannung stehenden Dichtungsstreifens
hinterschnitten ausgebildet ist.
Bei einer Shore-Härte von 60 bis 85 weist die Elastomermischung einen su geringen Weichmacherund
Zuschlagstoffanteil auf, daß eine besonders hohe chemische Beständigkeit des Dichtungsstreifens gegeben
ist. Damit wird der Vorteil erzielt, daß die Dauerelastizität und damit die Rückstellkraft des Dichtungsstreifens
über einen langen Zeitraum hinweg erhalten bleibt. Da die Nut des Dichtungsstreifens dessen
verpreßtes Volumen aufnimmt, wird auch eine zu starke Verpressung des Dichtungsstreifens vermieden.
Durch die Ausgestaltung der Dichtungswülste mit abgerundeten Kanten wird ein Aufrollen und
Einklemmen derselben zwischen den Dachrinnenteilen bei deren Längenänderungen vermieden. Schließlich
wird dadurch, daß die Sicke des außenliegenden Dachrinnenteils zum Festhalten des in ihr unter seitlicher
Vorspannung stehenden Dichtungsstreifens hinterschnitten ausgebildet ist, noch der Vorteil erzielt,
daß der Dichtungsstreifen auch ohne zusätzliche Maßnahmen, wie Verkleben u. dgl., sicher in
der Sicke gehalten wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dichtungsstreifen an
seiner dem Grund der Sicke zugekehrten Seite eine in seiner Längsrichtung sich erstreckenden Rille aufweist.
Diese Rille dient dabei dem Zweck, das beim Einsetzen in die Sicke verpreßte Volumen des Dichtungsstreifens
aufzunehmen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Dichtungsstreifen im Bereich der Seitenwandungen
der Sicke jeweils eine zylindrische Mantelfläche aufweist und daß seine Nut im Querschnitt
tropfenförmig ausgebildet ist. Durch die zylindrische Ausbildung dieses Teils seiner Mantelfläche
ist der Dichtungsstreifen in einfacher Weise an die hinterschnitten ausgebildete Sicke angepaßt. In
Verbindung mit der tropfenförmig ausgebildeten Nut wird sowohl bei starker als auch bei geringer Verpressung
ties Dichtungsstreifens eine einwandfreie Abdichtung erzielt.
Wenn man weiter vorsieht, daß sich der Dichtungsstreifen
gegen seine beiden Enden hin verjüngt, so wird verhindert, daß diese Enden aus dem Sickenauslauf
herausstehen und die Dachrinnenteile auseinanderdrücken.
Wenn man schließlich die Nut und die Rille des Dichtungsstreifens an dessen beiden Enden durch
eine dünne Haut abschließt, so wird noch der Vorteil erzielt, daß von den Enden des Dichtungsstreifens
her in die nach dem Verpressen verbleibenden Hohlräume der Nut und der Rille kein Wasser eintreten
kann, das beim Gefrieren Undichtigkeiten hervorrufen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
Es zeigt
F i g. 1 einen als Verbindungsklammer ausgebildeten Dachrinnenteil mit einem eingelegten Dichtungsstreifen
teilweise in der Ansicht und teilweise im Schnitt,
F i g. 2 den Dachrinnenteil nach F i g. 1 in einem Schnitt entlang der Linie H-II,
F i g. 3 einen Abschnitt des Dachrinnentcils nach F i g. 2 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 4 den Abschnitt nach F i g. 3 mit einem in diesen eingesetzten zweiten Dachrinnenteil und
Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 4, bei dem der
eingesetzte zweite Dachrinnenteil in Pfeürichtung verschoben ist.
Wie in F i g. 2 dargestellt ist, sind in einem als Verbindungsklammer ausgebildeten Dachrinnenteil 1
Sicken I vorgesehen. In diese Sicken 2 sind Dichtungsstreifen
3 eingesetzt, die an ihrer dem Dachrinneninneren zugekehrten Seite eine Nut 4 aufweisen
und die an ihrer dem Grund der Sicke 2 zugekehrten Seite mit einer Rille 5 versehen sind. Die Sicken 2 besitzen
einen Querschnitt, der etwas größer als ein Halbkreis ist, so daß darin die Dichtungsstreifen 3,
die im unverpreßten Zustand einen etwas größeren Durchmesser aufweisen als die Sicken 2, ohne zusätzliche
Maßnahmen gehalten und gegen Verdrehen gesichert sind. Wie am besten der F i g. 3 entnommen
werden kann, ist die sich tropfenförmig erweiternde Nut 4 von Dichtungswülsten 6 und 7 eingefaßt, die
abgerundete Kanten 8 bzw. 9 besitzen. Wie sich aus Fig. 1 ergibt, ist der Dichtungsstreifen3 im Bereich
der Sickenausläufe 11 und 12 mit abgeschrägten Enden 13 bzw. 14 versehen. Die dünnen Häute 15 und
16 schließen die Nut 4 und die Rille 5 des Dichtungsstreifens 3 an dessen beiden Enden 13 bzw. 14 ab.
Wie in F i g. 4 dargestellt ist, wird der Dichtungsstreifen
3 beim Einsetzen eines zweiten Dachrinnenteils 17 in den Dachrinnenleil 1 verformt. Die in
F i g. 3 dargestellte Nut 4 und Rille 5 verkleinern sich durch die Aufnahme des verprciiten Volumens der
Dichtungswülste 6 und 7 bei gleichzeitiger Vergrößerung der Dichtflächen. Wie F i g. 5 zu entnehmen ist,
erfolgt auch bei Verschiebung des innenliegenden Dachrinnenteils 17 gegenüber dem außenliegcnden
Dachrinnentei] 1 in Pfeilrichiung, was z. B. durch Längenänderungen auf Grund von Temperaturänderungeii
erfolgen kann, nur eine unwesentliche Verringerung tier Größe der Dichtflächen des DichUingsslreii'eiis
3.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener
Dachrinnenteile, bestehend aus einem aus einem homogenen Elastomer gefertigten Dichtungsstreifen,
der in einer im außenliegenden Dachrinnenteil vorgesehenen senkrecht zur Rinnenlängsrichtung
verlaufenden Sicke angeordnet ist und der an seiner dem innenliegenden Dachriünenteil zugekehrten
Seite eine in seiner Längsrichtung sich erstreckende Nut aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsstreifen (3) eine Shore-Härte von 60 bis 85 hat, daß die
Nut (4) des Dichtungsstreifens (3), die dessen verpreßtes Volumen aufnimmt, beidseitig durch
einen Dichtungsvvulst (6, 7) mit abgerundeten Kanten (8, 9) begrenzt ist und daß die Sicke (2)
des außenliegenden Dachrinnenteils (1) zum Festhalten des in ihr unter seitlicher Vorspannung
stehenden Dichtungsstreifens (3) hintersehnitten ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen (3) an
seiner dem Grund der Sicke (2) zugekehrten Seite eine in seiner Längsrichtung sich erstreckende
Rille (5) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen
(3) im Bereich der Seitenwandungen der Sicke (2) jeweils eine zylindrische Mantelfläche aufweist
und daß seine Nut (4) im Querschnitt tropfenförmig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Dichtungsstreifen
(3) gegen seine beiden Enden (13, 14) hin verjüngt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (4)
und die Rille (5) des Dichtungsstreifens (3) an dessen beiden Enden (13, 14) durch eine dünne
Haut (15, 16) abgeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19722201213 DE2201213C3 (de) | 1972-01-12 | Vorrichtung zum Abdichten des Spalts zwischen den Enden zweier ineinandergeschobener Dachrinnenteile |
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Publications (3)
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| DE2201213A1 DE2201213A1 (de) | 1973-08-02 |
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