DE2201363C3 - Lesevorrichtung zur Abtastung von Lochkarten oder dergleichen Informationsträgern - Google Patents
Lesevorrichtung zur Abtastung von Lochkarten oder dergleichen InformationsträgernInfo
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- DE2201363C3 DE2201363C3 DE19722201363 DE2201363A DE2201363C3 DE 2201363 C3 DE2201363 C3 DE 2201363C3 DE 19722201363 DE19722201363 DE 19722201363 DE 2201363 A DE2201363 A DE 2201363A DE 2201363 C3 DE2201363 C3 DE 2201363C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lesevorrichtung zur Abtastung von Lochkarten oder dergleichen Informationsträgern,
mit einer Mehrzahl von entsprechend der Aufteilung möglicher Löcher im Informationsträger in
einem Gehäuse verteilt angeordneten Kontaktfingern, die in Richtung ihrer Längsachse verschiebbar gehalten
sind und sich unter dem Einfluß elastischer Elemente durch eine Begrenzungswand des Gehäuses hindurch
nach außen erstrecken, und mit einer das Gehäuse tragenden Konstruktion, die an einem feststehenden
Rahmen um zwei Achsen schwenkbar befestigt ist.
Bei einer bekannten Lesevorrichtung dieser Gattung (FR-PS 20 08 247) ist ein durch das Gehäuse mit den
darin angeordneten Kontaktfingern gebildeter Lesekopf um zwei zueinander senkrechte Achsen schwenkbar.
Eine der beiden Achsen ist parallel zur Achse eines Behälters, an dem abzutastende Löcher ausgebildet sind,
und ermöglicht die für das Anpressen des Lesekopfes an den Behälter erforderliche Bewegung. Die andere
Achse liegt senkrecht zur Behälterachse und ermöglicht eine Drehung des Lesekopfes, um sowohl zylindrische
als auch konische Behälteroberflächen abzutasten. Bei der bekannten Vorrichtung handelt es sich zudem um
eine Lesevorrichtung dynamischer Bauart, bei der sich der abzutastende Behälter während der Abtastung um
seine eigene Achse dreht. Eine seitliche Relativbewegung zwischen den Kontaktfingern des Lesekopfes und
der Oberfläche des Behälters dient dazu, die Löcher in der Behälteroberfläche an den Kontaktfingern vorbeizuführen.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit statischen Lesevorrichtungen, d. h. mit Vorrichtungen,
bei denen während des Auslesens keine Relativbewegung zwischen Lesekopf und abzutastender Oberfläche
stattfindet. Eine solche Lesevorrichtung soll sich insbesondere zum Abtasten von Lochkarten oder
dergleichen Informationsträgern eignen, die beispielsweise an Rezipienten b,-.w. Behältern angebracht sind,
ίο die auf einer Transportkette transportiert werden. Bei
solchen Transportketten kann es infolge von Schwingungen in der gesamten Apparatur oder infolge anderer
Toleranzen dazu kommen, daß die abzutastende Oberfläche nicht immer an der gleichen Stelle relativ
zur Mittelposition des Lesekopfcs angeordnet wird. Der aus der FR-FS 20 08 247 bekannte, dynamische Lesekopf
ist wegen der Kinematik der durch die beiden senkrecht aufeinanderstellenden Drehachsen möglichen
Bewegungen nicht in der Lage, seitlichen Verschiebun-
gen der abzutastenden Oberfläche insgesamt zu folgen. so daß er sich für die Verwendung an Transportketten
nicht eignet.
Eine statische Lesevorrichtung zur Abtastung von Lochkarten oder dergleichen lnformationstiägern, die
mit Ausnahme der schwenkbaren, das Gehäuse tragenden Konstruktion alle Merkmale der eingangs
beschriebenen gattungsgemäßen Lesevorrichtung aufweist, ist aus der OE-PS 2 51 326 bekannt. Bei dieser
Lesevorrichtung wird jeweils ein Aufzeichnungsträger auf eine Frontplatte der Lesevorrichtung aufgelegt und
durch eine Gegendruckplatte niedergedrückt. Eine Anpassung der Lage des Gehäuses an die Lage der
jeweiligen, abzutastenden Informationsträger, beispielsweise Lochkarten, die an auf einer Transportkette
transportierten Behältern befestigt sind, ist bei dieser bekannten Lesevorrichtung, deren Gehäuse unbeweglich
angeordnet ist, nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lesevorrichtung derart auszubilden, daß auch bcispielsweise
an auf einer Transportketle transportierten Behältern angebrachte Lochkarten sicher ausgelesen
werden können.
Diese Aufgabe wird mit einer Lesevorrichtung der eingangs beschriebenen Ga'.tung erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die beiden Achsen zueinander parallel sind. Durch die erfindungsgemäße Befestigung
des Gehäuses an der tragenden Konstruktion über eine Gelenkverbindung mit zwei zueinander parallelen
Schwenkachsen kann sich der gesamte Lesekopf seitlich verschieben und ist somit in der Lage, seitliche
Verschiebungen der Lochkarte bzw. abzutastenden Oberflächen auszugleichen. Die erfindungsgemäße
Lesevorrichtung ermöglicht somit ein sicheres Ausleser von Informationen, die an auf einer Transportkette
transportierten Behältern in Form von Lochmusterr enthalten sind. Mit Vorteil weist die tragende Konstruk
tion einen Stützrahmen auf, in dem das Gehäuse untei dem Einfluß elastischer Elemente verschiebbar befestig
ist. Dadurch wird eine zusätzliche Beweglichkeit de:
Gehäuses erzielt, durch die zur Auflagefläche de; Lesekopfes senkrechte Bewegungen der Behälter mi
den daran angebrachten Informationsträgern ausgegli chen werden können.
Diese Lesevorrichtung ist vorteilhafterweise s( ausgebildet, daß außer den Kontaktfingern noc!
weitere kürzere Kontaktfinger zur Positionskontroll· vorgesehen sind. Dadurch wird die Positionierung de
Lesekopfes gegenüber 3iner Lochkarte noch sicherei
22 Ol 363
Die zum Positionieren vorgesehenen Kontaktlinger sind vorteilhafterweise außerhalb der eigentlichen
Informationslöcher der Lochkarte angeordnet, so daß die Lochkarte auch in ihrem äußeren Bereich gehallen
wird.
Weiter ist die Lesevorrichtung bevorzugt derart ausgebildet, daß parallel zu den Längsseiten des
Gehäuses vorspringende Ansätze vorgesehen sind. Damit wird erreicht, daß der Lesekopf einen Triiger der
Lochkarte bei seinem Absenken selbsttätig relativ zu sich selbst ausrichtet, so daß die Lochkarte und die
Kontaktfinger in richtige gegenseitige Ausrichtung kommen.
Vorzugsweise sind auch noch elastische Elemente vergesehen, die gegen zwei einander gegenüberliegende
.Seitenflächen der tragenden Konstruktion drücken. Dadurch wird die tragende Konstruktion in Ruhestellung
in einer mittleren Position gehalten, die der miltlercn Position der Informationsträger entspricht.
Mit der erfindungsgemäßen Lesevorrichtung wird beim Auslesen von Informationsträgern eine große
Zuverlässigkeit erzielt. Die Informationsträger können beispielsweise an Behältern angebracht sein, die
beispielsweise Blut oder eine andere organische Flüssigkeit enthalten, die durch Analyse, beispielsweise
biochemische Analyse, untersucht werden soll.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit
weiteren Einzelheiten erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 eine Draufsicht — teilweise in aufgebrochener
Darstellung — der Vorrichtung;
Fig. 2 eine Vorderansicht des Lesekopfes der Vorrichtung gemäß Fig. 1, wobei aus Gründen der
klareren Darstellung einzelne Teile weggelassen sind;
Fig. 3 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile an der Linie 3-3 in F i g. 2;
Fig.4 einen Schnitt, gesehen in Richtung der Pfeile
an der Linie 4-4 in F i g. 2 und
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab ein Detail des
Lesekopfes.
Die Lesevorrichtung zur Abtastung von Informationsträgern, wie Lochkarten u. dgl., weist einen Kopf 10
auf (Fig. 1), der durch einen U-förmigen Arm Il schwenkbar gelagert ist, dessen Schenkel 12 bzw. 13 am
freien Ende jeweils von Lagerzapfen 14 bzw. 15 durchstoßen sind, wobei der Lagerzapfen 14 seinerseits
über ein Kugellager 16 durch eine Steuerscheibe oder einen Mitnehmer 17 gehalten ist, der um eine Achse 18
drehbar ist, die im Gehäuse 19 der Vorrichtung gelagert ist.
Der Kopf 10 weist einen Stützrahmen 20 auf (F i g. 4), zu dem ein Gehäuse 21 aus isolierendem Material
(Fig. 3) relativ verschiebbar ist. Das Gehäuse 21 weist
auf seiner Unterseite 23 eine Schale oder Kapsel 22 und einen Deckel 24 auf, der mit der Kapsel 22
beispielsweise mittels Schrauben 25 fest verbunden ist. Zwischen die Kapsel 22 und deren Deckel 24 ist eine
Platte 26 eingebracht, die auf der nach unten gerichteten Fläche 27 eine gedruckte Schaltung oder Verdrahtung
aufweist, deren leitende Teile die feststehenden Kontakte von Unterbrechern bilden, die gegebenenfalls
mit bewglichen Kontakten der Köpfe 28 in Kontakt treten, die an Stempeln 29 (F i g. 5) befestigt sind und die
durch den Boden 23 der Kapsel 22 durch Durchtrittsöffnungen 30 sowie durch den Deckel 24 durch
Durchtrittsöffnungen 33 hindurchgehen. Die Köpfe 28 erstrecken sich in die Richtung, in der die Außenfläche
31 des Deckels 24 zeigt, und gehen in Kontaktfinger 32
über, jeder Stempel 29 ist von einer Feder 40 (Fig.4
und 5) umgeben, die jeweils endseitig einerseits an der rückwärtige Endfläche des Kopfes 28 und andererseits
an der Innenfläche 42 des Bodens 23 der Kapsel 22 anliegt.
Die Aufteilung der aufeinander ausgerichteten Durchtrittsöffnungen 30 und 33 ist beispielsweise so
vorgenommen, wie F i g. 2 erkennen läßt, das heißt, die Aufteilung der Reihen bzw. Spalten 34|, 34>
.. usw.
ίο entspricht der Musterverteilung auf den zu lesenden
Karten C, wobei andererseits im Deckel 24 im Bereich zweier diagonal gegenüberstehender Ecken Durchtrittsöffnungen
35 und 36 vorgesehen sind, die auf entsprechende Durchtriitsöffnungen im Boden der
• 5 Kapsel 22 ausgerichtet sind, wie durch das Bezugszeichen
37 (F i g. 3) angedeutet ist.
Die durch das Gehäuse 21, die beweglichen Kontakte 28, 29, 32 und die gedruckte Leiterplatte 26 gebildete
mechanische Anordnung wird durch säuienartige
zo Zapfen 43 im Stützrahmen 20 gehalten. Dazu sind die
Enden 44 der Zapfen 43 in den Stützrahmen 20 eingeschraubt. Die Zapfen 43 sind von als Druckteilen
ausgebildeten elastischen Elementen 45 umgeben, die sich einerseits am Stützrahmen 20 und andererseits an
der Unterseite 47 der Buchsen 48 abstützen, die in den Boden 23 der Kapsel 22 eingesetzt sind.
Erreicht der Träger S einer Lochkarte C beim Vorrücken in Richtung des Pfeiles /"(Fig. 1) auf der
rechten Seite die erfindungsgemäße Lesevorrichtung, so bringt eine nicht gezeigte Programmsteuerung den
Lesekopf 10 in Berührungskoniakt mit dem Träger 5. ur.d zwar entgegen der Wirkung der elastischen
Elemente 45 soweit, bis die Außenfläche 31 des Deckels 24 auf der Lochkarte C anliegt, deren Information
ausgelesen werden soll. Zwei seitliehe Vorsprünge oder Ansätze 49 und 50 (F i g. 1 und 4) bewirken eine
Ausrichtung oder Zentrierung des Lesekopfes 10 in bezug auf den Träger S. Elastische Elemente, vorzugsweise
Blattfedern, die in F i g. 2 mit 51 und 52 bezeichnet sind, halten den Lesekopf 10 so in der Bezugsstellung,
daß ein leichtes seilliches Ausschwingen des Trägers S in bezug auf den Lesekopf möglich und zulässig ist. Bei
einer Ausführungsform der Erfindung waren noch gute und befriedigende Ergebnisse zu erzielen, wenn
derartige Schwingungen oder Auslenkungen im Bereich von ± 5 mm lagen.
Die Sicherheit, daß eine befriedigendere Anlage zwischen der Karte C und der Fläche 31 besteht, wird
durch zusätzliche Kontaktfinger gewährleistet, die vorteilhafterweise kurzer sind als die anderen, zum
Lesen bestimmten Kontaktfinger 32, die den Durchtrittsöffnungen 35 und 36 zugeordnet sind.
1st der Berührungskontakt hergestellt, so treten die Kontaktfinger 32 durch die gegebenenfalls vorhandenen
Löcher in der Karte C hindurch, während die Kontaktfinger, die auf unperforierte Bereiche der Karte
auftreffen, entgegen der Wirkung der Federn 40 zurückgedrückt werden, so daß — da das Zusammenwirken
zwischen dem Kopf 28 mit dem zugeordneten Bereich der gedruckten Leiterplatte 26 unterbrochen
ist — die Kontaktgabe der Vorrichtung teilweise so unterbrochen ist, daß beispielsweise über eine Diodenmatrix
eine logische Erkennungs- und Auswertungsvorrichtung steuerbar ist, die im Bereich 46 der Platte 26
anschließbar ist, der aus dem Gehäuse 21 hervorsteht und mit den elektrischen Anschlußklemmen für die
gedruckte Schaltung der Leiterplatte versehen ist.
Ist die Karte Cgelesen, so wird der Lesekopf 10 durch
Ist die Karte Cgelesen, so wird der Lesekopf 10 durch
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die nicht gezeigte Programmsteuerung in seine Ausgangslage zurückgesetzt. Die Federn 40 bringen die
Kontaktfinger 32, die bei dem vorhergehenden Lesevorgang eingedrückt wurden, wieder in die Stellung zurück,
in der sie in bezug auf die Fläche 31 hervorstehen, so daß der Kopf 10 für eine neue Annäherung an den Träger 5,
das heißt für einen neuen Lesevorgang, bereitsteht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Lesevorrichtung zur Abtastung von Lochkarten oder dergleichen Informationsträgern mit einer
Mehrzahl von entsprechend der Aufu g möglicher Löcher im Informationsträger in einem
Gehäuse verteilt angeordneten Kontaktfingern, die in Richtung ihrer Längsachse verschiebbar gehalten
sind und sich unter dem Einfluß elastischer Elemente durch eine Begrenzungswand des Gehäuses hin
durch nach außen erstrecken, und mit einer das Gehäuse tragenden Konstruktion, die an einem
feststehenden Rahmen um zwei Achsen schwenkbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dal!
die beiden Achsen (14 bzw. \5, 18) zueinander
oarallei sind.
2. Lesevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die tragende Konstruktion
einen Stützrahmen (20) aufweist, in dem das
Gehäuse (21) unter dem Einfluß elastischer Elemente (45) verschiebbar befestigt ist.
3. Lesevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Kontaktfingern
(32) noch weitere kürzere Kontaktfinger zur Positionskontrolle vorgesehen sind.
4. Lesevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den
Längsseiten des Gehäuses (21) vorspringende Ansätze (49,50) vorgesehen sind.
5. Lesevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß elastische
Elemente (51, 52) vorgesehen sind, die gegen zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen der tragenden
Konstruktion diese in Ruhestellung in eine Mittclposition drücken.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7100747 | 1971-01-12 | ||
| FR7100747A FR2121930A5 (de) | 1971-01-12 | 1971-01-12 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2201363A1 DE2201363A1 (de) | 1972-07-27 |
| DE2201363B2 DE2201363B2 (de) | 1977-04-14 |
| DE2201363C3 true DE2201363C3 (de) | 1977-12-01 |
Family
ID=
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