DE2201906C2 - Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer - Google Patents
Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-SpektrometerInfo
- Publication number
- DE2201906C2 DE2201906C2 DE19722201906 DE2201906A DE2201906C2 DE 2201906 C2 DE2201906 C2 DE 2201906C2 DE 19722201906 DE19722201906 DE 19722201906 DE 2201906 A DE2201906 A DE 2201906A DE 2201906 C2 DE2201906 C2 DE 2201906C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sample
- photon
- zone
- target zone
- photoelectron
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J49/00—Particle spectrometers or separator tubes
- H01J49/44—Energy spectrometers, e.g. alpha-, beta-spectrometers
- H01J49/46—Static spectrometers
- H01J49/48—Static spectrometers using electrostatic analysers, e.g. cylindrical sector, Wien filter
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N1/00—Sampling; Preparing specimens for investigation
- G01N1/02—Devices for withdrawing samples
- G01N1/22—Devices for withdrawing samples in the gaseous state
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Investigating, Analyzing Materials By Fluorescence Or Luminescence (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektroden-Spektrometer
entsprechend dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei der Photoelektronen-Spektrometrie werden hochenergetische und monochromatische Photonenquellen
verwendet um die Moleküle eines Probengases in einer stark verdünnten Atmosphäre zu bombardieren
und aus ihnen eine Anzahl von Photoelektronen herauszucchleudern. Das Energiespektrum dieser Photoelektronen
wird mittels eines Energieanalysators, z. B. eines elektrostatischen Analysator, ermittelt. Aus
diesem Energiespektrum lassen sich Schlüsse auf die Struktur der untersuchten Moleküle ziehen. Dabei ist
eine hohe Photonenenergie und Monochromasie erforderlich, um das erforderliche Auflösungsvermögen
sicherzustellen.
Bei einem bekannten Photoelektronen-Spektrometer wird die Helium-I-Linie benutzt. Als Photonenquelle
dient eine Plasmaenlladungslampe, in welcher Heliumgas
bei geringem Druck durch eine elektrische Entladung angeregt wird. Wegen der Schwierigkeit
Fenster herzustellen, die für die Helium-I-Linie durchlässig sind, läßt man die Photonen durch einen engen
Austrittskanal austreten. Der Photonenstrahl trifft auf eine gasförmige Probe, die in einer Targetkammer
enthalten ist. Die Targetkammer ist mit einer Eintrittsöffnung für die Photonen und einer seitlichen
Austrittsöffnung für die Photoelektronen versehen. Durch eine Pumpe wird das aus dem Austrittskanal
austretende Helium ständig abgesaugt, um den erforderlichen Unterdruck zu gewährleisten, während andererseits
auf der gegenüberliegenden Seite Helium in die Plasmaentladungiiampe eingelassen wird. Hinter der
seitlichen Austrittsöffnung ist der F.nergieanalysator angeordnet (Analytical Chemistry, Band 42 (1970)
22 Ol
Seite 43A bis 46A).
Das bekannte Photoelektronen-Spektrometer ist nur
für die Untersuchung gasförmiger Proben geeignet
Es ist bekannt (Analytical Chemistry, Bd. 42 (1970),
2OA—27A), feste oder flüssige Proben durch Photoelektronen-Spektrometerie
zu untersuchen. Dabei erfolgt die Messung an Proben, die im festen oder flüssigen
Aggregatzustand sind. Es ergeben sich dabei die Probleme, daß die durch Photonen herausgelösten
Elektronen nur aus Oberflächenschichten bis zu 100 A Tiefe auszutreten vermögen (vgL aaO. Seite 25A rechte
Spalte unteo). Es erfolgt somit eine Untersuchung der Oberfläche der Probe. Bei flüssigen Proben, die auch im
Aggregatzustand gemessen werden, ergibt sich das weitere Problem, daß der Dampfdruck hinreichend
niedrig werden muß, um das für die Messung der Photoelektronen erforderliche Vakuum zu erzeugen.
Das bringt Kühlprobleme mit sich.
Es ist weiterhin bekannt (Nature, Bd. 222 (1969), 660—661), durch Photoelektronen-Spektrometrie
Schichten zu untersuchen, die an Oberflächen fester Materialien absorbiert sind. Es ist dort eine Heizvorrichtung
vorgesehen, durch welche die Proben bis in den Bereich des Schmelzpunkts beheizbar sind. Auch hier
handelt es sich jedoch nicht um die Vorrichtung zum Verdampfen der Proben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit Photoelektronen-Spektrometrie auch solche Substanzen
im dampfförmigen Zustand zu untersuchen, die normalerweise fest oder flüssig sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 aufgeführten Maßnahmen
gelöst.
Durch die gut wärmeleitenden Begrenzungsmittel wird die Targetzone und eine unmittelbare daran
anschließende, die feste oder flüssige Probe aufnehmende Probenverdampfungszone umschlossen. Beide Zonen
werden durch die Heizmittel auf eine die Verdampfung der Probe bewirkende Temperatur
aufgeheizt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Probe auch im Bereich der Targetzone auf der Verdampfungstemperatur bleibt und sich nicht niederschlägt.
Die Heizeinrichtung kann gemäß Patentanspruch 3 eine gesondert regelbare Heizung enthalten. Es kann
aber als einziges oder zusätzliches Heizmittel gemäß der Lehre des Patentanspruchs 4 die Hitze der
Plasmaentladung ausgenutzt werden. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Probe eine leicht
kondensierende Substanz ist, bei welcher die Gefahr besteht, daß die Photoneneintrittsöffnung durch kondensierende
Probensubstanz verschlossen wird. Durch einen von der Plasmaentladung ausgehenden Wärmestrom
zu den Begrenzungsmitteln hin ergibt sich ein Temperaturgradient, derart, daß ein der Probenverdampfungszone
zu der Photoneneintrittsöffnung hindiffundierendes Molekül eine zunehmend höhere Temperatur
vorfindet und so sicher am Niederschlagen gehindert wird.
Bei hohen Temperaturen der Plasmaentladung und einer relativ niedrigsiedenden Probe kann es erforder- eo
lieh werden, daß gemäß Patentanspruch 6 eine Kühlung der Begrenzungsmittel erfolgt, um ein zu schnelles
Verdampfen der Probe zu verhindern.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2,5 und 7 bis 11.
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert
F i g. 1 ist eine teilweise aufgeschnittene perspektivische
Darstellung eines Probenverdampfungsgeräts nach
der vorliegenden Erfindung zur Verwendung bei einem Photoelektronen-Spektrometer, welches einen elektrostatischen
Analysator für Elektronenenergien aufweist
F i g. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einzelne Teile
des Geräts von F i g. 1.
Fig.3 zeigt eine Abwandlung eines der Teile von
Fig. 2.
Fig.4 ist eine perspektivische Darstellung, wobei einige Teile aufgeschnitten dargestellt sind, einer
Plasmaentladungs-Photonenquelle, die nach der vorliegenden Erfindung mit dem Gerät von F i g. 1 zusammenwirkt
F i g. 5 zeigt eine Abwandlung eines Teiles des Gerätes von Fig. 1, welches als Alternative dieses
Teiles in dem Ausführungsbeispiel von F i g. 4 geeignet ist
F Ί g. 6 ist ein elektrisches Schaltbild, welches sich im
wesentlichen auf die Ausführungsform von Fig.4 bezieht
Das Verdampfungsgerät von F j g. 1 bildet einen
Probeneinsatz, der generell mit 1 bezeichnet ist welcher einen sich in Längsrichtung erstreckenden zylindrischen
Probenbehandlungsteil 2 besitzt, der an einer Halterung in Form eines äußeren Halterungsrohres 3 aus
rostfreiem Stahl angebracht ist Der Probenbehandlungsteil 2 wird erhalten durch Ausbohren eines
massiven Kupferstabes von einem Ende desselben bis zu einer vorgegebenen Tiefe, so daß ein kleiner Ofenhohlraum
gebildet wird, der aus einer Probenverdampfungszone 2A und einer daran anschließenden Targetzone 2.S
innerhalb einer gemeinsamen, sich in Längsrichtung erstreckenden zylindrischen Wandung 2AB besteht und
an einem Ende durch einen oberen Wandungsteil 2D abgeschlossen ist.
Der Kupferstab ist an seinem anderen Ende in seinem Durchmesser und der so erhaltene Zapfen 2C'ist in das
äußere Halterungsrohr 3 eingepreßt. Die Verbindung ist zusätzlich zur Vakuumabdichtung hart gelötet. Der
Zapfen 2C ist von seinem freien Ende ausgehend ebenfalls bis zu einer vorgegebenen Tiefe ausgebohrt.
Die beiden Bohrungen in dem Probenbehandlungsteil 2 sind somit durch den Wandungsteil 2D getrennt (siehe
auch die vergrößerte auseinandergezogene Darstellung des Probenbehandlungsteils 2 in F i g. 2).
In der Zapfenbohrung sitzt eine Heizung 4, welche aus einer Heizspirale AA besteht, die bifilar auf einen
elektrisch isolierenden und wärmebeständigen Formkörper AB gewickelt ist, welcher in einem inneren
Halterungsrohr 5 gehalten ist, welches in dem äußeren Halterungsrohr 3 geführt ist.
Eine Temperaturfühlerwicklung aus Draht mit einem Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstands
ist bei 4C über der Heizwicklung 4A vorgesehen. Die Leitungen für die beiden Wicklungen sind durch das
angrenzende Ende des inneren Halterungsrohres 5 zu dessen entgegengesetztem Ende geführt, wo sie als aus
dem inneren Halterungsrohr 5 heraustretend dargestellt sind.
Eine Alternative zu der Temperaturfühlerwicklung AC ist ein Thermoelement, weiches in einer axialen
Bohrung des Formkörpers AB sitzen könnte.
Wenn das innere Halterungsrohr 5, welches die Heizwicklung AA trägt, gegen ein ähnliches inneres
Haliorungsrohr mit einer Kühlvorrichtung austauschbar
sein muß zu einem Zweck, der später unter Bezugnahme auf F i g. 5 erläutert werden wird, kann die Heizwicklung
von einer zylindrischen Kupferabschirmung umgeben sein, die unten geschlossen und mit dem inneren
Halterungsrohr 5 am oberen Rand verbunden ist, um die Gefahr einer Beschädigung der Heizwicklung beim
Einführen des inneren Halterungsrohres 5 in das äußere Halterungsrohr 3 oder beim Herausziehen aus demselben
zu vermindern. In einem solchen Fall ist natürlich dafür gesorgt, daß der äußere Durchmesser der
zylindrischen Abschirmung eine gute Gleitpassung in der Bohrung des Zapfens 2Cergibt.
Das freie Ende des Probenbehandlungsteils 2 ist mit einem Innengewinde versehen und nimmt einen
kombinierten Schraubstopfen und Probenträger auf, der aus Kuper spanabhebend hergestellt und generell mit 6
bezeichnet ist (Fig. 1 und Fig.2). Wie aus der '■>
vergrößerten Darstellung von F i g. 2 am besten ersichtlich ist, ist ein Kupferstab aus dem massiven
Material spanabhebend bearbeitet, derart, daß ein Schraubstopfen Teil 6/4 gebildet wird, welcher in einen
hohlzylindrischen Teil 6B übergeht. Dieser besitzt ein längliches Fenster 6C Der Schraubstopfen Teil 6/4 ist
mit einem feinen axialen Kanal %D versehen, welcher von der Mitte der ebenen Fläche 6F ausgehend mit der
Bohrung in dem zylindrischen Teil 6ß in Verbindung steht Der Kanal 6D stellt eine Photoneneintrittsöffnung
dar, welche dazu dient, den Eintritt eines Photonenstrahls axial in den Bereich der Targetzone innerhalb
des zylindrischen Teils 6ß zu ermöglichen, während andererseits soweit wie möglich der Austritt von
verdampfter Probe gering gehalten wird. Die sich in Längsrichtung erstreckende zylindrische Wandung
2AB, der obere Wandungsteil 2D und der untere Wandungsteil, der durch den Schraubstopfen Teil 6/4
des kombinierten Schraubstopfens und Probenträger 6 gebildet wird, stellen die Begrenzungsmittel des
Probenbehandlungsteils 2 dar.
Der hohlzylindrische Teil 6Ä dient dazu, an seinem mit Einschnitten versehenen freien Ende 6E ein
Probengefäß 7 zu halten, welches die Form eines kurzen Reagenzröhrchens besitzt, dessen annähernd halbkugeliger
Boden in der Bohrung des zylindrischen Tcüs 6S
besitzt Bei einer abgewandelten Ausführungsform, die in F i g. 3 dargestellt ist, ist das freie Ende des
zylindrischen Teils 6B mit einer Erweiterung 6F versehen, die Längsschlitze 6G aufweist Diese Anordnung
bildet einen Sockel, in welchen das Probengefäß gegen den radialen Druck eingeschoben wird, der
darauf durch die von den Schlitzen SG gebildeten federnd nachgiebigen Teile der Erweiterung 6F
ausgeübt wird. Der Innendurchmesser der Erweiterung 6Fist geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des
Probengefäßes 7.
Die Bemessung der zusammenwirkenden Teile ist so, daß, wenn der kombinierte Schraubstopfen und
Probenträger 6 mit dem Probengefäß 7 vollständig in das mit Gewinde versehene Ende des Probenbehandlungsteils
2 eingeschraubt ist, zwischen dem Rand des Probengefäßes 7 und der Innenfläche des Wandungsteils 2D ein Ringspalt verbleibt durch welchen die
verdampfte Probe von dem Probengefäß 7 diffundieren «> kann.
Die sich in Längsrichtung erstreckende Wandung 2AB des Probenbehandlungsteils 2 ist mit einer
Photoelektronenaustrittsöffnung in der Form eines feinen Längsspaltes 2E versehen, durch welche die aus
der verdampften Probe in der Targetzone 2B herausgeschossenen Photoelektronen in einen (nicht
dargestellten) elektrostatischen Analysator für Elektronenenergien austreten. Die Teile sind so angeordnet,
daß, wenn der kombinierte Schraubstopfen und Probenträger 6 vollständig eingeschraubt ist, wie in
Fi g. 1, das Fenster 6C mit dem Spalt 2E fluchtet. Der
Knopf 3A, der an dem äußeren Halterungsrohr 3 befestigt ist, gestattet es dem Benutzer, den Probeneinsatz
zu verdrehen und die optimale Winkellage des Spaltes 2f relativ zu dem Eintritt des (nicht dargestellten)
elektrostatischen Analysators zu finden.
Wenn im Betrieb der Probeneinsatz 1 in bezug auf eine Plasmaentladungs-Photonenquelle in dem Photoelektronen-Spektrometer
so angeordnet ist, daß ein parallel gerichtetes Bündel von Photonen durch 6D
eintritt, und wenn eine feste zu verdampfende und zu analysierende Probe auf dem Boden des Probengefäßes
7 angeordnet ist, wird ein elektrischer Strom von einer Wechselstromquelle 20 (Fig.6), der mittels eines
Einstellwiderstandes 19 eingestellt ist, durch die Heizwicklung 4/4 geleitet, während die Temperatur der
Heizwicklung über den Fühler AC gemessen wird, der mit einem geeigneten Instrument verbunden ist. Der
Strom wird ausgehend von einem geeignet niedrigen Wert allmählich erhöht bis die zur Beobachtung des
Spektrometerausganges benutzten Mittel, z. B. ein Schreibstreifenschreiber, anzusprechen beginnen. In
diesem Punkte können kleinere Nachjustierungen des Stromes vorgenommen werden, um die Geschwindigkeit
zu regulieren, mit welcher die Probe verdampft wird, und um ein zufriedenstellendes Signal-zu-Rausch-Verhältnis
in dem elektrischen Ausgang des Energieanalysator zu erhalten. Offensichtlich ist eine zu hohe
Verdampfungsgeschwindigkeit unerwünscht:
1. weil nur eine sehr kleine Menge an Probe verfügbar
sein kann, welche hinreichend lange ausreichen muß, um ein vollständiges Spektrum abzutasten,
und
2. weil die Kondensationsprobleme erschwert werden können.
Sobald die feste Probe zu verdampfen beginnt, diffundieren Moleküle derselben in einer im wesentlichen
gleichförmigen Wolke von der Probenverdampfungszone 2/4 in die Targetzone 2ß, zu welcher sie über
das Fenster 6C und die öffnungen in dem geschlitzten Ende 6E(Fig.2) oder die äquivalenten Spalte 6//der
abgewandelten Konstruktion von F i g. 3 Zugang haben. Die Bildung einer gleichförmigen Molekülwolke wird zu
einem gewissen Grad unterstützt durch den geringen Druck, der in dem kleinen Ofenhohlraum herrscht
Man erkennt daß keine mechanische Abgrenzung zwischen der Probenverdampfungszone 2/4 und der
Targetzone 2ß vorgesehen ist Die Targetzone 2B ist vorgesehen in einem ersten Volumen des kleinen
Ofenhohlraumes, welches sich in Längsrichtung von etwa der rückwärtigen Oberfläche des Stopfenteils 6A,
der eine erste Stirnwandung darstellt, bis etwa in die Nähe des oberen Endes oder entfernteren Punktes des
Spaltes 2E erstreckt Die Probenverdampfungszone 2A ist in einem zweiten Volumen enthalten, welches sich
von dem ersten Volumen bis hinaus zu dem Wandungstefl
2D erstreckt, welches eine zweite Stirnwandung darstellt Die wirksame Targetzone liegt innerhalb des
hohlzylindrischen Teils 6ß und fällt hauptsächlich mit dem Volumen zusammen, welches von dem parallelgerichteten
Bündel von Photonen bestrahlt wird, die den kleinen Ofenhohlraum durch die öffnung 6£>
erreichen.
Wegen der guten Wärmeleitfähigkeit die von einem Ende des Probenbehandlungsteils 2 zum anderen durch
die aus Kupfer bestehenden Begrenzungsmittel gewähr-
22 Ol
leistet ist und der relativ schlechten Wärmeleitfähigkeit der Halterung 3 wird der gesamte Probenbehandlungsteil
2 ziemlich gleichförmig aufgeheizt, mit dem Ergebnis, daß Kondensation an der Innenseite der
Begrenzungsmittel und in der öffnung 6D vermieden wird. Um chemische Angriffe zu vermeiden, ist der
Probenbehandlungsteil 2 in geeigneter Weise geschützt, beispielsweise durch Vergoldung sowohl an der
Innenseite als auch an der Außenseite.
Obwohl sich gezeigt hat, daß bei einer Anordnung, |0
wie sie oben beschrieben ist, ein ausreichender Wärmeübergang von der Heizwicklung 4A erreichbar
ist, können Mittel vorgesehen werden, um zusätzliche Wärme von dem freien Ende des Probenbehandlungsteils
2 in der Nähe des Schraubstopfenteils 6A her zuzuführen.
Es ist schon beobachtet worden, daß Probenkondensation nicht nur an den störenden Teilen des
Probenbehandlungsteils 2 — öffnung BD und Spalt 2£
insbesondere — störend sein kann, sondern auch an der Wandung des Austrittskanals, durch welchen die von
der Plasmaentladungslampe erzeugten Photonen treten müssen. Es ist daher sicherlich wünschenswert und im
Fall einzelner Proben fast ausschlaggebend, daß das Austrittsglied, in welchem dieser Kanal vorgesehen ist,
sorgfältig beheizt wird, so daß kein Teil seiner den Kanal begrenzenden Wandung im Betrieb eine
Temperatur annimmt, die niedriger als die Verdampfungstemperatur der zu untersuchenden Probe ist. Diese
Sicherheit ist bei der Ausführungsform nach Fig.4 dadurch gewährleistet, daß die von dem Plasma
erzeugte Wärme einer Helium-I-Lampe das Photonenaustrittsglied
durch Wärmeleitung längs desselben aufheizt, wobei die Wärmeleitung von dem dem Plasma
aufgesetzten inneren Ende zu dem äußeren Ende erfolgt, welches in gut wärmeleitendem Kontakt mit den
Begrenzungsmitteln des Probenbehandlungsteils 2 (F i g. 1) gehalten wird. Dabei wird verhindert, daß
zuviel Wärme von dem Photonenaustrittsglied zu der Kühlanordnung abfließt, welche einen wesentlichen Teil
der Lampe bildet Wenn die Impedanz des thermischen Pfades zwischen der Plasmaentladungszone der Lampe
und der Probenverdampfungszone hinreichend gering und konstant gehalten wird, indem das Photonenaustrittsglied
und die Begrenzungsmittel aus geeignet gewählten, angeordneten und bemessenen Materialien
hergestellt sind, kann erreicht werden, daß die Temperatur allmählich von dem inneren Ende des
Photonenaustrittsglieds bis zu der Probenverdampfungszone innerhalb des Probenbehandlungsteils des
Probeneinsatzes abfällt, mit dem Ergebnis, daß, wenn die Vcrdäiiipiuiigsicinperaiur der untersuchten Probe
ein der Verdampfungszone erreicht wird, die Moleküle der verdampften Probe, die in Richtung des Plasmas
wandern, niemals eine Temperatur vorfinden können, die geringer ist als die Verdampfungstemperatur.
Der obige funktioneile Abriß soll das Verständnis der
Lampenkonstruktion unterstützen, die unter Bezugnahme auf F i g. 4 beschrieben wird, und der Art und Weise,
in welche diese mit dem Probeneinsatz nach der ^o
Ausführungsform in F i g. 1 zusammenwirkt
in F i g. 4 enthält eine Helium !-Lampe, die generell
mit 8 bezeichnet ist, ein Photonenaustrittsglied in der Form eines dickwandigen zylindrischen Photonenaustrittsrohres
9, welches am unteren Ende in einen mit Außengewinde versehenen Flansch 9A ausläuft und sich
in der oberen Hälfte seiner Höhe auf einen Teil 9fl von
vermindertem Außendurchmesser verjüngt Eine zylindrische Bohrung 9C von einem Durchmesser von
etwa 6 mm erstreckt sich fast über die gesamte Länge des Photonenaustrittsrohres 9, aber am Ende des Teiles
9ß verengt ein Querwandungsteil 9Ddie Hauptbohrung
9Czu einer feinen Öffnung 9£f von 1 mm Durchmesser.
Das Photonenaustrittsrohr 9 ist aus einem massiven Kupferstab spanabhebend gefertigt, um gute und
gleichförmige Wärmeleitfähigkeit sicherzustellen.
Ein Bornitrid-Stab 9F, der maximal gebohrt ist und einen feinen Photonenaustrittskanal 9G von ebenfalls
1 mm Durchmesser bildet, ist innerhalb der Hauptbohrung 9C befestigt, wobei sein oberes Ende an der
Unterseite des Querwandungsteiles 9£> anliegt und sein
Photonenaustrittskanal 9G mit der öffnung 9E fluchtet.
Ein radial verlaufender Kanal 9H durchdringt die Wandung des Photonenaustrittsrohres 9 und erreicht
den Photonenaustrittskanal 9G durch den Bornitrid-Stab 9F.
Der Flansch 9A des Photonenaustrittsrohres 9 ist ausgehöhlt, so daß er einen schalenförmigen Anodenhohlraum
9/ bildet, welcher im Betrieb die volle Hitze der Plasmaentladung erhält
Der Teil 9B des Photonenaustrittsrohres 9 ist in ungefähr eine Hälfte einer Zentrier- und Haltehülse \A
aus rostfreiem Stahl eingeschoben, und der Probenbehandlungsteil 2 des Probeneinsatzes 1, entsprechend der
Konstruktion von Fig. 1, ist in die andere Hälfte eingeschoben. Die Unterseite des Stopfens 6 (siehe
Fig. 1) liegt an der Oberseite des Querwandungsteils
9D an, und die aneinanderliegenden Oberflächen sind durch sorgfältige Bearbeitung so angeordnet daß sich
ein wirkungsvoller Wärmeübergang zwischen diesen Flächen ergibt
Die wesentlichen Teile der Helium I-Lampe 8, die mit
dem Photonenaustrittsrohr 9 zusammenwirken, sind der Wärmeisolator 10, der Wassermantel 11, die Bornitrid-Entladungskapillare
12, die eine äußere Hülle von Aluminiumoxyd besitzt, und die Kathodenkammer 13.
Der Wärmeleiter 10 besteht aus rostfreiem Stahl, der ein schlechter Wärmeleiter ist, und enthält einen
dünnwandigen zylindrischen Teil 10Λ, an den sich am oberen Ende ein verhältnismäßig dicker Ringteil 10Ä
anschließt, welcher eine mit Innengewinde versehene ringförmige Ausnehmung lOCbesitzt In diese Ausnehmung
IOC ist der Flansch 9A des Photonenaustrittsrohres
9 eingeschraubt Der zylindrische Teil ΙΟΛ ist mit
einem Außengewinde am unteren Ende IOD versehen und mit einem mit Innengewinde versehenen oberen
Bohrungsteil UA des Wassermantels 11 eingeschraubt
Die Bornitrid-Entladungskapillare 12 ist in den unteren Bohrungsteil UB des Wassermantels U
eingeschoben und tritt durch die Bohrung des zylindrischen Teils 1OA hindurch mit einem freien Raum
ringsherum von ungefähr 1 mm. Die Entladungskapillare 12 endet in dichtem Abstand von dem Anodenhohlraum
9/, wobei Dir Kapillarkanal 12Λ mit dem
Photonenaustrittskanal 9G fluchtet und von diesem durch einen Spalt von 5 mm getrennt ist Eine
Unterlegscheibe llC mit einer nach oben ragenden
inneren Kante 11/7 dient dazu, den O-Ring UE gegen
eine ringförmige Ausnehmung UF in dem mit Außengewinde versehenen Zapfen HG des Wassermantels
11 zu drücken, wenn die Ringmutter UH auf
den Zapfen HG aufgeschraubt ist Der O-Ring UE bildet so eine vakuumdichte Abdichtung zwischen der
Entladungskapillare 12 und dem unteren Bohrungstefl 11Ä
Der Wassermantel 11 enthält außer den schon
22 Ol 906
ίο
erwähnten Teil einen Halterungsflansch 11/, der aus einem Teil mit einem Körper 11/besteht. Der Körper
11/ weist einen ringförmigen Hohlraum 11K auf, der
Einlaß- und Auslaßanschlüsse UL bzw. HM aufweist.
Der Flansch 11/ist radial durchbohrt und bildet einen Kanal 11N entsprechend der Bohrung 110 in dem mit
Gewinde versehenen unteren Ende llDdes Wärmeisolators 10. Der Kanal 11N erstreckt sich in einen
Rohransatz IIP mit einem Verbindungsstück t\Q. Der
Rohransatz 11P ist an den Flansch 11/angeschweißt. Es
wird so eine Verbindung mit dem Ringraum zwischen der Entladungskapillare 12 und der Bohrung des
zylindrischen Teils 10/4 für Vakuumpumpzwecke hergestellt, auf welche später noch eingegangen wird.
Die Kathodenkammer 13 ist ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse aus Aluminium und weist einen
Helium-Einlaß 13/4 am unteren Ende und einen Anschluß 13ß am anderen Ende auf, welcher den
Durchtritt der Entladungskapillare 12 in die Kathodenkammer 13 gestattet, während Vakuumdichtheit in der
in Verbindung mit dem unmittelbar darüberliegenden Anschluß beschriebenen Weise hergestellt wird. Im
Betrieb steht die gesamte Lampe und der kleine Ofenhohlraum des Probeneinsatzes unter geringem
Druck unterhalb des Atmosphärendrucks. Heliumgas wird über den Anschluß 13/4 langsam in die Kathodenkammer
13 gegeben. Bei seinem Austritt aus dem oberen Ende des Kapillarkanals 12Λ wird das
Heliumgas zum größten Teil mit einer festen hohen Geschwindigkeit über den Ringraum zwischen der
Entladungskapillare 12 und dem zylindrischen Teil 10/4, die Bohrung 110, den Kanal ΙΙΛ/im Flansch 11/und den
Rohransatz IIP evakuiert Einiges Helium tritt allerdings durch den Photonenaustrittskanal 9G und wird
über den Kanal 9H evakuiert Durch Einstellung der Geschwindigkeit, mit welcher Helium in die Kammer 13
geleitet wird, wird ein Pfropfen von langsam sich bewegendem Helium mit einem geeignet geringen, fein
eingestellten Druck in der Plasmaentladungszone gehalten. Das ist der Raum, der begrenzt wird von der
den Hohlraum 9/ bildenden Wandung an einem Ende, der Oberseite der Entladungskapillare 12 an der
anderen Seite und dem dazwischen liegenden Teil der Bohrung des zylindrischen Teils 10/4 zusammen mit den
daran anschließenden Ringteil 1OA
Wenn einmal der richtige Heliumdruck in der Plasmaentladungszone erreicht ist, wird eine geeignete
hohe Spannung zwischen dem oberen oder Anodenteil der Lampe und dem unteren oder Kathodenteil der
Lampe angelegt, welche Teile mechanisch miteinander verbunden sind, aber elektrisch durch die Bornitrid-Ent-Jadungskapillare
12 gegeneinander isoliert sind Die tatsächliche Startspannung hängt von der Reinheit und
dem Druck des Heiiumgases und der speziellen Konstruktion der Lampe ab. Nachdem die Plasmaentladung
eingesetzt hat, wird der Strom durch die Lampe eingestellt, und zwar nicht nur, um eine gute Ausbeutung
an Helium I-Strahlung zu erhalten, sondern auch um die Wärmeabgabe der Plasmaentladung so anzuheben, daß
genügend Wärme Ober das Photonenaustrittsrohr 9 und die Begrenzungsmittel des Probenbehandlungsteils 2
übertragen wird, um sicherzustellen, daß kein Teil des
Rohres 9 oder der Begrenzungsmittel eine Temperatur unterhalb der Verdampfungstemperatur der zu untersuchenden
Probe annimmt
Bei einer großen Anzahl von Proben kann der Strom durch die Lampe bis zu dem Punkt erhöht werden, wo
die Wärme, die schließlich die Probe erreicht, ausreichend ist, um sie ohne Hilfe der Heizwicklung 4A
in dem Probeneinsatz 1 (Fig. 1) zu verdampfen, wobei jedoch zu beachten ist, was schon über die Möglichkeit
und die Bequemlichkeit der Regelung der Endtemperatür an der Probenverdampfungszone über die Heizmittel
in dem Probeneinsatz gesagt wurde.
Andererseits kann der Mindeststrom der Lampe, der erforderlich ist um eine gute Ausbeute an Helium
I-Strahlung zu erzeugen, zu viel Wärme mit sich
ίο bringen, um diese zu der Probenverdampfungszone
übertragen zu können, wenn die Verdampfungstemperatur der zu analysierenden Probe verhältnismäßig
niedrig ist. In extremen Fällen kann dann die Probe so schnell verdampfen, daß ihr Elektronenenergiespektrum
überhaupt nicht beobachtet werden kann. Diesem Zusammenhang wird dadurch Rechnung getragen, daß
die Temperatur des Wärmeisolators 10 geregelt wird, und zwar indem seit! zylindrischer Teil iOA mit einer
dicken Kupferhülse 14 umgeben ist, die an einem Ende an der Unterseite des ringförmigen Teils 1OS anliegt
und am anderen Ende mittels einer gewählten Unterlegscheibe HS im Abstand und außer direktem
Kontakt mit einer ringförmigen Stufe 11Λ in dem Flansch 11/ gehalten wird. Die Unterlegscheibe IIS
ergibt somit einen Pfad von verhältnismäßig hoher thermischer Impedanz, so daß ein gewisser Grad von
Wärmeisolation zwischen der Hülse 14 und dem Wassermantel 11 aufrechterhalten wird, ohne welchen
die thermische Masse des Wassermantels 11 als Wärmesenke für die Hülse 14 wirken würde, welche
daher nicht unabhängig temperaturgeregelt werden könnte. Die Kupferhülse 14 ist bei 14/4 radial angebohrt
und nimmt einen mit Gewinde versehenen Stift 14ß mit einer Sacklochbohrung 14C auf. Ein Rohr 14D aus
rostfreiem Stahl mit kleiner Bohrung ist U-förmig gefallet und in der Sacklochbohrung 14C angeordnet,
wobei der Bogen des U in der Nähe des geschlossenen Endes der Bohrung liegt. Es sind Anschlüsse 14£ und
14F vorgesehen, durch welche das Rohr 14D in einen
ίο (nicht dargestellten) Kühlkreis einschaltbar ist. Eine
Silberlotfüllung hält einen guten Wärmekontakt zwischen der Wandung der Sacklochbohrung 14Cund dem
Teil des Rohres 14D aufrecht, der in dieser Bohrung sitzt
Eine Hülse 14G aus rostfreiem Stahl faßt eng über die glatte äußere zylindrische Oberfläche des Stiftes 14ß an
einem Ende und erstreckt sich am anderen Ende etwas über das mit Gewinde versehene Ende 14f/ einer
Messinghülse 14/, welche die Hülse 14G aus rostfreiem Stahl mit geringem zylindrischen Spiel umgibt Ein
O-Ring 14/ wirkt mit der Hülse 14G, einer Innennut in dem Ende 14// und einer Überwurfmutter 14/C
zusammen und hält eine Vakuumabdichtung zwischen den Hülsen 14G und ί4£ aufrecht Das dem mit
Gewinde versehenen Ende HH entgegengesetzte Ende
der Messinghülse 14/ist nach außen gebogen und bildet einen Flansch 14L, welcher durch eine Überwurfmutter
15/4 gegen einen O-Ring 15ß gezogen wird, der in einer
Nut 15C in einem Gewindezapfen 15D des im wesentlichen quaderförmigen Teil 15 sitzt
Eine zylindrische Bohrung 15£ deren Durchmesser
um etwa 1 mm größer ist als der Außendurchmesser der Hülse 14, ist in dem Teil 15 vorgesehen. Die Stufe 11/?
sitzt in dem unteren Ende der Bohrung i5E mit gleitender Fassung. Eine Ringnut ist in der unteren
Fläche des TeOs 15 ausgearbeitet welche einen O-Ring
15F aufnimmt, der eine Vakuumabdichtung zwischen dieser unteren Fläche und der oberen Fläche des
22 Ol
Flansches 11/bildet, wenn das Teil 15 gegen den Flansch
11/durch Zusammenwirken von vier Muttern wie 15C
und vier Bolzen wie i5H gezogen wird. Die Bolzen erstrecken sich von dem Teil 15 nach unten und treten
durch ein Loch 15/ in dem Flansch 11 /. Eine ähnliche
(nicht dargestellte) Klemmanordnung befestigt den Boden einer (nicht dargestellten) Vakuumkammer,
innerhalb welcher ein zylindrischer (nicht dargestellter) elektrostatischer Analysator angeordnet ist, an der
Oberseite des Teils 15, wobei ein dazwischenliegender iu O-Ring 15/eine Vakuumabdichtung liefert. Demgemäß
herrscht das Vakuum, das bei Betrieb des Photoelektron?n-Spektrometers
in der Kammer aufgebaut wird, auch in dem Zwischenraum zwischen dem Körper 15 und der Hülse 14 und dem Zwischenraum zwischen der ι s
Messinghülse 14/ und der Hülse 14G aus rostfreiem Stahl, wobei eine Verbindung zwischen den zwei
Zwischenräumen dank der Tatsache hergestellt ist, daß der Gewindezapfen 15D durchgehend auf einen
Durchmesser aufgebohrt ist, der den Außendurchmesser der Hülse 14G aus rostfreiem Stahl um 1 mm
überschreitet Der Zweck des Vakuumzwischenraumes besteht darin, soweit als möglich einen Wärmeübergang
zwischen der Hülse 14 und ihrer Umgebung außer durch die Wirkung des durch das Rohr 14£>
strömenden Kühlmittels zu verhindern.
Die oben beschriebene Kühlanordnung dient dazu, die Menge der durch das Plasma erzeugten Wärme,
welche über das Photonenaustrittsrohr 9 geleitet wird, geeignet zu bemessen. Dadurch, daß durch das Rohr
14Dein Heiz- statt eines Kühlmittels geleitet wird, ist es
natürlich möglich, die übertragene Wärme zu erhöhen, wenn dies bei der Behandlung von zu analysierenden
Proben, die bei ungewöhnlich hohen Temperaturen verdampfen, erforderlich sein sollte. Allgemein gesagt,
kann die Anordnung daher betrachtet werden als ein Wärmeaustauscher, durch welchen die über das
Photonenaustrittsrohr 9 übertragene, von dem Plasma erzeugte Wärme entweder vermindert oder unterstützt
werden kann. to
Es ist schon früher erwähnt worden, daß die Photoelektronen-Spektrometrie jetzt ein wichtiges
Werkzeug in der Grundlagenforschung ist Der Forschungsanalytiker behandelt jedoch viele Proben
von unbekannten Eigenschaften, insbesondere Proben, die sehr wohl auch bei Temperaturen verdampfen, die
nicht wesentlich höher als die Umgebungstemperatur sind. Bei Betrieb des unter Bezugnahme aus Fig.4
beschriebenen Gerätes kann er es als zweckmäßig erachten, die Helium I-Lampe so zu betreiben, daß zu
Anfang der geringste Wärmeübergang über das Rohr 9 zu dem Probenbehandlungsteil 2 erzielt wird, der
dadurch erreicht werden kann, daß
a) die Erzeugung der Lampe so gering gehalten wird,
wie es mit einer annehmbaren Ausbeute an Helium !-Strahlung vereinbar ist und daß
b) ein wirksames Kühlmittel durch das Rohr 14D mit
der höchsten zulässigen Geschwindigkeit geleitet wird.
Er würde dann allmählich die Verdampfungstemperatur erreichen, indem sorgfältig der Heizstrom in der
Heizung 4 (F i g. 1) geregelt wird.
Es ist möglich, sich eine Situation vorzustellen, wo nach Anwendung aller praktischer Schritte zur Verminderung des Wärmeübergangs von der Plasmaentladungszone zu der Probenverdampfungszone die die Probe erreichende Wärme immer noch ausreicht, um eine schnelle Verdampung der Probe zu bewirken. Unter diesen Umständen kann eine Kontrolle über die Probentemperatur wiedergewonnen werden, indem das die Heizung 4 (F i g. 1) tragende innere Halterungsrohr 5 aus dem Probeneinsatz 1 he. ausgezogen wird und ein ähnliches Rohr 16 (F i g. 5), welches mit einer am Boden geschlossenen Endabschirmung 16Λ aus Kupfer versehen ist, dafür eingesetzt wird. Innerhalb dieser Endabschirmung 16Λ ist ein Kühlrohr \6B angeordnet, das U-förmig gebogen ist. Der Bogen des U steht in gutem Kontakt mit dem Boden der Abschirmung 16/4 über eine Silberlotfüllung 16£>. Anschlüsse 16£und 16F gestattes es, das Rohr 16S in einen Kühlkreis einzuschalten. Durch Steuerung der Geschwindigkeit des Kühlmittelstromes kann die Probentemperatur so eingestellt werden, daß die wirksamste Ausnutzung der verfügbaren Probe erfolgt.
Es ist möglich, sich eine Situation vorzustellen, wo nach Anwendung aller praktischer Schritte zur Verminderung des Wärmeübergangs von der Plasmaentladungszone zu der Probenverdampfungszone die die Probe erreichende Wärme immer noch ausreicht, um eine schnelle Verdampung der Probe zu bewirken. Unter diesen Umständen kann eine Kontrolle über die Probentemperatur wiedergewonnen werden, indem das die Heizung 4 (F i g. 1) tragende innere Halterungsrohr 5 aus dem Probeneinsatz 1 he. ausgezogen wird und ein ähnliches Rohr 16 (F i g. 5), welches mit einer am Boden geschlossenen Endabschirmung 16Λ aus Kupfer versehen ist, dafür eingesetzt wird. Innerhalb dieser Endabschirmung 16Λ ist ein Kühlrohr \6B angeordnet, das U-förmig gebogen ist. Der Bogen des U steht in gutem Kontakt mit dem Boden der Abschirmung 16/4 über eine Silberlotfüllung 16£>. Anschlüsse 16£und 16F gestattes es, das Rohr 16S in einen Kühlkreis einzuschalten. Durch Steuerung der Geschwindigkeit des Kühlmittelstromes kann die Probentemperatur so eingestellt werden, daß die wirksamste Ausnutzung der verfügbaren Probe erfolgt.
Die Verwendung des in F i g. 5 gezeigten Ersatzhalterungsrohres
16 kann auch vorteilhaft in einer Situation sein, wo die Probe bei einer Temperatur verdampft die
nur geringfügig unterhalb der Umgebungstemperatur ist so daß es schwierig ist, eine feine Regelung ihrer
Verdampfungsgeschwindigkeit vorzunehmen. Die Kühlanordnung könnte verwendet werden, um die Probe
hinreichend weit unterhalb der Verdampfungstemperatur zu halten, während die Probe in dem Probengefäß 7
(Fig.2) aufgenommen ist und der Analytiker sein Photoelektronen-Spektrum aufnehmen will. In diesem
Augenblick, wo ein Spektrum aufgenommen werden soll, würde der Analytiker allmählich ein Aufheizen der
Probe zulassen, bis ein Spektrum z. B. auf einem Schreibstreifenschreiber zu erscheinen beginnt
Die Schaltung von Fig.6 zeigt die einfache elektrische Erregungs- und Steueranordnung für die
Ausführungsform von Fig.4. Der Strom durch die Helium /-Lampe 8 wird mit einer Gleichstromquelle 18,
und der Strom durch die Heizwendel 4Λ wird geregelt durch einen Einstellwiderstand 19 in Reihe mit einer
Wechselstromquelle 20.
Obwohl die vorstehende Beschreibung des Ausführungsbeispiels von F i g. 4 eine Betriebsweise zeigt bei
welcher die am oberen Ende des kapillaren Entladungsrohres 12 angeordneten Teile positiv in bezug auf die
Kammer 13 sind, ist es auch möglich, die Helium I-Lampe mit umgekehrter Polarität zu betreiben.
Man erkennt daß, gleichgültig ob die Helium I-Lampe 8 (Fig.4) einen maximalen oder einen
minimalen Wärmeübergang zu der Probenverdampfungszone liefern darf, keine Probenmoleküle, die in
Temperaturen antreffen können, die unterhalb der Verdampfungstemperatur der Probe liegen. Mit der
beschriebenen Anordnung müssen die Moleküle von dem Augenblick an, wo sie in die Gasphase eintreten,
wärmer und wärmer werden, wenn sie auf das Plasma hin wandern, was bedeutet daß sie längs ihrer
Wanderung nicht kondensieren und schließlich von dem Plasma zersetzt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer mit
einer Photonenquelle, einer mit der Photonenquelle fluchtenden Photoneneintrittsöffnung, die in eine
Targetzone mündet von der eine Photoelektronen-Austrittsöffnung in Form eines langgestreckten
Fensters zu einem Elektronenenergieanalysator ausgeht, bei welchem ι ο
a) die Targetzone innerhalb von Begrenzungsmitteln angeordnet ist, und
b) eine Heizeinrichtung vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
c) innerhalb der Begrenzungsmittel (2D, 2AB, SA)
eine Probenverdampfungszone (2/4^ und unmittelbar
anschließend die Targetzone (2B) gebildet ist,
d) in der Probenverdampfungszone (2A) ein Gefäß (7) zum Aufnehmen einer zu verdampfenden
Probe vorhanden ist, und
e) die Heizeinrichtung in enger Wärmeübergangsbeziehung
zu den Begrenzungsmitteln (2D, 2AB,6A)angeordnet ist
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenverdampfungszone (2A) in
Längsrichtung gegen die im Bereich der Targetzone (2B) gebildete Photoelektronen-Austrittsöffnung
(2f)versetztist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung eine
gesondert regelbare Heizung (4) enthält
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
a) als Heizmittel die Hitze der Plasmaentladung dadurch ausgenutzt wird, daß das Photonenaustrittsrohr
(9) gute Wärmeleitfähigkeit besitzt und in gutem thermischen Kontakt mit den
Begrenzungsmitteln (2D,2AB,6A) steht, und
b) zur Regelung regelbare Kühlmittel vorgesehen -»o
sind, durch welche ein Teil der über das Photonenaustrittsrohr übertragenen Wärme
abführbar ist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Photonenaustrittsrohr (9) auf wärmeisolierenden
Mitteln (10) gehaltert ist, deren Temperatur regelbar ist.
6. Gerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzichnet, daß gesonderte regelbare Kühlmittel
(16) in enger Wärmeübergangsbeziehung zu den Begrenzungsmitteln (2D, 2A B, 6/4Jstehen.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Begrenzungsmittel einen Hohlraum mit einer zylindrischen Seitenwandung (2AB) und
einer die Photoneneintrittsöffnung (6D) aufweisenden
ersten Stirnwandung (6A) und einer zweiten Stirnwandung(2D)b\\den,
b) die Photoelektronenaustrittsöffnung in der zylindrischen Seitenwandung sich in Längsrichtung
von nahe der ersten Stirnwandung über einen Teil der Länge des Hohlraums erstreckt,
wobei in diesem Teil des Hohlraums die Targetzone (2ßjgebildet wird, und
c) angrenzend an diese Turgeirone (2B) eine
Probenaufnahme (7) so angeordnet ist. daß
zwischen der Probenauf;.ahrrie (7) und der
zweiten Stirnwandung (2D) eine mit der Targetzone (2B) in Verbindung stehende
Probenverdampfungszone (2A)gebildet wird.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß
a) die erste Stirnwandung (6A) als herausnehmbarer
Stopfen ausgebildet ist und
b) die erste Stirnwandung (6A) weiterhin einen
Ansatz (6B) zur Halterung eines als Probenaufnahme dienenden Probengefäßes (7) trägt der
sich über die Targetzone (2B) erstreckt
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß der Ansatz (6B) ein Hohlzylinder ist
welcher die Targetzone (2B) umschließt und einen mit der Photoelektronenaustrittsöffnung (2E) fluchtenden
Längsschlitz (6C) aufweist
10. Gerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet daß das Probengefäß (7) mit der
zweiten Stirnwandung (2D) einen drosselnden Ringspalt bildet über welchen die Probenverdampfungszone
(2A) mit der Targetzone (2B) in Verbindung steht
11. Gerät nach Anspruch 3 und einem der
Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet daß
a) die Begrenzungsmittel (6A, 2AB, 2D)TeW eines
zylindrischen Probeneinsatzes (1) bilden und
b) die gesonderte, regelbare Heizung (4) in dem Probeneinsatz (1) angrenzend an die Verdampfungszone
(2A) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722201906 DE2201906C2 (de) | 1972-01-15 | 1972-01-15 | Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722201906 DE2201906C2 (de) | 1972-01-15 | 1972-01-15 | Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2201906A1 DE2201906A1 (de) | 1973-07-19 |
| DE2201906C2 true DE2201906C2 (de) | 1982-06-09 |
Family
ID=5833119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722201906 Expired DE2201906C2 (de) | 1972-01-15 | 1972-01-15 | Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2201906C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3048325A1 (de) * | 1980-12-20 | 1982-07-15 | Leybold-Heraeus GmbH, 5000 Köln | Gaseinlass fuer spektrometer |
-
1972
- 1972-01-15 DE DE19722201906 patent/DE2201906C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2201906A1 (de) | 1973-07-19 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3750524T2 (de) | Glimmentladungs-Massenspektrometer. | |
| DE69227733T2 (de) | Verfahren für die chromatographie | |
| DE3789182T2 (de) | Sonde für Elektrophorese-Massenspektrometrie. | |
| DE2165106C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Analyse von Atomspektren | |
| EP1166328A2 (de) | Gaseinlass zur erzeugung eines gerichteten und gekühlten gasstrahls | |
| DE19814177B4 (de) | Gaschromatographmassenspektrometer | |
| DE1589389B2 (de) | Glimmentladungsroehre | |
| EP2577284B1 (de) | Vorrichtung zur durchführung einer probenvorbereitung | |
| DD252249B5 (de) | Vorrichtung zur elektrothermischen atomisierung | |
| DE2201906C2 (de) | Gerät zum Verdampfen flüssiger oder fester Proben in einem Photoelektronen-Spektrometer | |
| EP0790497A1 (de) | Elektrothermische Atomisierungseinrichtung für die analytische Spektrometrie | |
| DE2334416A1 (de) | Vorrichtung und verfahren fuer atomspektroskopie | |
| DE3448091C3 (de) | ||
| US4406540A (en) | Apparatus for use in flameless atomic absorption spectroscopy | |
| EP0027601B1 (de) | Dosiereinrichtung für die Gaschromatographie | |
| DE3876803T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur elektrothermischen atomisierung von proben. | |
| DE2413782C3 (de) | Vorrichtung zur Atomisierung einer Probe für flammenlose Atomabsorptionsmessungen | |
| DE3876018T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur elektrothermischen atomisierung von proben. | |
| DE2001700C3 (de) | Verdampfer für ein Gerät zur Rammenlosen Atomabsorptions- oder Atomfluoreszenz-Analyse | |
| DE2130796C3 (de) | Kontaktverbindung | |
| DE1589416B2 (de) | Spektrale strahlungsquelle | |
| DE2908350C2 (de) | Glimmentladungslampe zur qualitativen und quantitativen Spektralanalyse | |
| CH644951A5 (de) | Anordnung fuer die emissionsspektralanalyse. | |
| DE2905166C2 (de) | Vakuum-Funkengenerator | |
| DE3729775C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OGA | New person/name/address of the applicant | ||
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |