DE2201939C3 - A-Codierer mit automatischem Ladungsabgleich - Google Patents
A-Codierer mit automatischem LadungsabgleichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Delta-Codierer mit einer Integrierschaltung, Stromsteuerschaltungen zur Ladung
und Entladung dieser Integrierschaltung, einem Vergleicher, der über einen Eingang das zu codierende
Eingangssignal aufnimmt und über seinen anderen Eingang mit dem Ausgang der Integrierschaltung
verbunden ist, mit einem Impulsgenerator, dessen Eingang vom Vergleicherausgang im Takte einer
Abtastimpulsfolge gespeist wird, und mit einer Rückkopplungsschleife vom Ausgang des Impulsgenerators
zu den Steuerschaltungen zur Ladung und Entladung der Integrierschaltung.
Unter zahlreichen bekanntgewordenen Möglichkeiten zur Darstellung analoger Signale in digitaler Form
bietet die Delta-Codierung die vorteilhafte Möglichkeit der Verwendung einfachster Codier- und Decodierschiiltungen
an. Allgemein betrachtet ist die Delta-Codierung als binäre Codierung mit einzelnen Bits zu
betrachten. Das durch einen solchen Codierer abgegebene Signal stellt in Form binärer Impulse oder Bits die
Verlauftendenz eines analogen Signals dar und gibt die Vorzeichenfolge der jeweiligen Differenz zwischen
einem zur Zeit t abgetasteten Analogsignalwert und einem solchen zur Zeit t—τ abgetasteten wieder, wobei
r der zeitliche Abstand der einzelnen Abtastimpulse untereinander ist. Der jeweils abgegebene Bitwert ist 1,
wenn der Abtastwert des Analogsignals zu einer Zeit t größer ist als der Abtastwert zur Zeit t—τ; ein Bitwert 0
wird im gegenteiligen Falle abgegeben. Im entsprechenden Decodierer wird das Ursprungssignai angenähert
durch Integration der codierten Bitwerte wiedergewonnen.
Die einzelnen aufeinanderfolgenden Bitwerte stellen eine Folge von Elementarschritten dar, die bei
Integration angenähert das Ursprungssignal wiedergeben. Eine integrierende Decodierung wird einerseits im
Empfänger duchgeführt, andererseits aber auch bereits im Codierer selbst, indem mit Hilfe einer solchen
Decodierung der Signalverlauf zur Zeit t — r verfolg!
wird, um damit die oben bereits genannten Differenzwerte ermitteln zu können.
Ein Problem kommt bei der Durchführung des vorgenannten Codierprinzips auf. Es betrifft das
störende Rauschen, solange kein Eingangssignal ansteht.
Zahlreiche veröffentlichte Arbeiten befassen sich mit diesem Problem. Besonders sei dazu der Artikel »Idle
Channel Noise of Delta Modulation« — gemeint ist dabei die Delta-Codierung — von P. P. Wang genannt,
der in den »IEEE Transactions on Communication Technology«, Band Com 16, Nr. 5, im Oktober l%8
veröffentlicht wurde.
Das sogenannte Leerlaufrauschcn rührt daher, daß die positive und negative Codierschritte wiedergebenden
Stromwerte nicht genau gleich sind. Wären diese Stromwerte genau gleich, würde durch den Codierer bei
Leerlauf am Eingang eine Folge von gleichmäßig sich abwechselnden positiven und negativen Schritten am
Ausgang abgegeben. Praktisch liegt jedoch keine Gleichheit vor, und es herrscht eine geringe Abweichung
vom Idealzustand, die von Zeit zu Zeit je zwei positive oder negative Schritte erscheinen läßt, deren
wiederholtes Auftreten ein Grundrauschen verursacht, das bei der Übertragung hörbarer Frequenzen im
hörbaren Spektrum liegt und falsche Frequenzanteile einstreut.
Eine rückgekoppelte Korrekturschaltung zur Vermeidung des vorgenannten störenden Leerlaufrauschens
wurde durch das IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 11, Nr. 7 vom Dezember 1968 auf den
Seiten 877 und 878 bekannt. Bei der darin angegebenen Lösung wird dem zu verarbeitenden Eingangssignal ein
durch Integration gebildetes Korrektursignal in Reihe geschaltet überlagert. Die Speisung des verwendeten
Korrekturintegrators erfolgt mit einem Signal, das gegenüber dem zur integrierenden Bildung des Delta-Codierer-Vergleichssignals
benutzten Signal um feste 180° verschoben ist. Eine gewisse Rückwirkung der Integratorspannung der Korrekturschaltung auf die
Quelle des zu verarbeitenden Eingangssignals läßt sich dabei jedoch nicht ganz ausschließen. Des weiteren
wäre eine günstigere Nullpcgei-Ausmittlung des Leerlauf-Ausgangssignals
des Codierers erreichbar, wenn die Phasenverschiebung der das Vergleichcrsignal und
las Korrcktiirsignal bildenden Signale nicht fest 180"
wäre.
Eine andere bereits bekannte Lösung, das störende
Leerlaufrauschen einzuschränken, besteht in der Vorkehrung einer gemeinsamen Stromquelle, von der die
Stromschritte für positive und negative Signalschritte gemeinsam gewonnen werden, und zwar jnter Verwendung
einer Diodenbrücke. Dazu sei auf die DE-OS 20 45 705 hingewiesen. Es verbleibt jedoch dabei auch
immer noch ein geringer Fehler aufgrund der Eingangscharakteristik des Vergleichers, der Differenzsignale
liefert, und aufgrund der Verzögerunger der verwendeten Logik. Ein anderer Nachteil dieser Lösung
ist der Umstand, daß die verwendete gemeinsame Stromquelle so genau wie möglich sein muß. Praktisch
verwendet eine solche Lösung Schaltkreise der Analogtechnik, kann nicht mit einfachsten Mitteln
realisiert werden und erfordert einen relativ doch noch hohen Aufwand.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Angabe eines verbesserten Delta-Codierers ohne
Leerlaufrauschen, wobei dieser Codic/er auf der Schaltungsanordnung gemäß DE-OS 20 52 843 aufbaut
und keine extrem genauen Schaltelemente sowie nur geringen Herstellungsaufwand erfordert; er soll frei sein
von Rückwirkungen auf die speisende Signalspannungsquelle.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 der vorliegenden Erfindung gekennzeichnet. Vorteilhafte
Ausgestaltungen dieser Lösung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden nMher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 das Blockschaltbild eines Delta-Codierers nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2a die Dreiecksrainpen eines idealen Delta-Codierers,
Fig. 2b die Dreiecksrampen, wie sie durch einen einfachen herkömmlichen Delta-Codierer abgegeben
werden, und
Fig. 3a, 3b Dreiecksrampen, die der betrachtete Delta-Codierer nach der vorliegenden Erfindung in
zwei verschiedenen Betriebsfällen liefert.
Das zu codierende Eingangssignal wird gemäß F i g. 1 einem Vergleicher ^eingegeben, dem andererseits auch
das Ausgangssignal einer Integrierschaltung zugeführt wird, welche im betrachteten Beispiel durch einen
Widerstand Ri und einen Kondensator Ci gebildet
wird. Das Ausgangssignal des Vergleichers wird einerseits einem ersten Impulsgenerator, einem Trigger
TR I1 unter der Taktgabe durch Taktinipulse über einen
Eingang Ti, eingegeben. Andererseits wird dasselbe Vergleicherausgangssignal, unter Steuerung durch
Taktimpulse über einen Eingang T2, einem zweiten Impulsgenerator in Form eines Triggers TR 2 eingegeben.
Die vom Trigger 77? I abgegebenen Impulse bilden das codierte Ausgangssignal. Dieses Ausgangssignal des
Triggers TR i wird unter anderem einem Schalter zugeführt, der die Anlegung von Stromschlitten / und
-/an die beschriebene Integrierschaltung steuert. Im betrachteten Beispiel werden diese Stromschritte /und
-/ durch die Kombination der Ströme aus zwei Stromquellen 5 1 und 52 pr"v<.:;'"'n. Die Stromamplituden
der beiden Einzelstromquellen sind 2/iind /.
Das Ausgangssignal des Triggers 77? 2 wird einem Korrekturintegrator zugeführt, der im betrachteten
Falle durch einen Widerstand /?2 und einen Kondensator C2 gebildet wird. Die durch diesen Integrator
abgegebene Ausgangsspaniiung steuert die Variation
der Stromamplitude der Stromquelle .92 zwecks Kompensation von Stromschwankungen, die der ersten
Integrierschaltung R i/C i zugeführt würden.
Nun soll die Funktion der Gesamtanordnung für den interessantesten Fall beschrieben werden, d. h. für einen
leerlaufenden Eingang. Es möge vorausgesetzt werden, daß die Schaltungsanordnung bei einem zu codierenden
Eingangssignal funktioniert; dabei ist die Arbeitsweise die gleiche wie bei Delta-Codierung nacn dem Stand der
Technik. Eine weitere Beschreibung der Einzelheiten für diesen Signalfall erübrigt sich.
Ein ohne Eingangssignal betriebener idealer Delta-Codierer sendet eine abwechselnde Folge binärer
Einsen und Nullen aus; das Ausgangssignal der Integrierschaltung im Sender und auch im Empfänger
gibt dabei eine Folge perfekt auf eine Mittellinie ausgerichteter Dreiecksrampen ab. Die positiven und
negativen Schritte sind dabei wie in F i g. 2a gezeigt genau gleich. Bei einfachen herkömmlichen Delta-Codierern
sind die einzelnen Schritte jedoch nicht genau gleich. Es ergibt sich eine zeitliche Abweichung, die /u
einer Folge zweier direkt aufeinanderfolgender Biis ! oder Bits 0 je nach Abweichungsrichiung führt. Die
Aufeinanderfolge zweier gleichwertiger Bits erfolgt ir
gleichmäßigen Abständen und täuscht störende Frequenzanteile vor. Eine solche Abweichung ist in F i g. 2b
dargestellt.
Eine schleifenförmige Korrekturschaltung, die aus dem Trigger TR 2 und dem Korrekturintegrator
R2/C2 besteht, ermöglicht die Beseitigung dieses Übelstandes.
Der Trigger TR2 nimmt das jeweils gebildete Vergleichsergebnis im Rhythmus der Abtastimpulse
über T2 auf. Die Impulsfolgefrequenz dieser Impulse ist die gleiche wie die der Abtastinipulse über TI: sie sind
gegeneinander jedoch phasenverschoben. Die Impulse der einen Impulsfolge sind aul die Mitte der Intervalle
der anderen Impulsfolge ausgerichtet. Ohne Abweichung sind die durch die erste Integrierscrultung
gebildeten Spannungsrainpen perfekt ausgemittelt. und wenn zu Zeiten T2 in den Trigger TR 2, der einen
symmetrischen gekoppelten Eingang aufweist, eingelesen wird, ist die gerade an der Integrierschaltung
R \/C2 herrschende Spannung jeweils 0. Dabei wird der Trigger TR 2 laufend umgetastet und über den Ausgang
des Korrekturintegrators R2/C2 kein Signal abgegeben, das die Stromsteuerschaltung 52 beeinflussen
könnte.
Wenn bei 7"2 eine Abweichung von der Mittellinie auftritt, setzt das Vergleicherausgangssignal den Trigger
TR 2 häufiger in den Schaltzustand 1 oder 0, je nach Abweichungsrichtung. Die durch den Trigger 77? 2
gelieferten Signalwerte werden im Korrekturintegrator integriert, und die von dieser zweiten Integrierschaltung
abgegebene Spannung wird zur Amplitudenvariation der Stromsteuerschaltung 52 zwecks Abweichungskompensation verwendet. Die Zeitkonstante
r 2= /?2 · C2 des Korrekturintegrators ist jo gewählt,
daß die normale Funktion des Delta-Codierers nicht gestört wird. Mit Tals Intervalldauer der Abtas'.impulse
über 7"1 und Γ2 muß die Zeilkonstante r 2 größer als T gewählt werden. Die Auswahl der Zeitkonstante r 2
wird im einzelnen durch den erwünschten Kompensationsgrad bestimmt.
Wenn Δ gemäß I-" ι g. 2a die Schritthöhe des
betrachteten Codierers ist, darf die Abweichung nie größer werden als All. Andernfalls könnte eine
Aufeinanderfolge zweier gleicher Bitwerte innerhalb der zu erwartenden abwechselnden Folge von Bits 1 und
22 Ol 939
0 auch bei leerlaufendem Eingang auftreten.
Da All als maximaler Abweichungswert zwingend ist, sollte der relative Stromfehler die folgende Ungleichungerfüllen:
V 2
/ii ist die Stromvariation aufgrund der Abweichung,
und / ist der vorgegebene Stromwert für einen Codierschritt.
Die durch den ersten Integrator abgegebene Dreiecksrampenfolge läßt gemäß Fig. 3a die Ausgleichsverhältnisse
bei einer positiven und bei einer negativen Abweichung erkennen.
Der maximale Abweichungswert Δ/2, der bereits
erläutert wurde, kann durch Verschiebung der Phasenla ge der Abtastimpulsc über Γ2 gegenüber denen übe
7~1 verkleinert werden.
Wenn die Impulse über T2 näher an den Impulsei
über Π. wie in Fig. 3b gezeigt, liegen, wird di Rampenfolge sich um die beiden mit (1) und (2
bezeichneten Pegclwerte einspielen. Der maximall Abweichungswert ist dann kleiner als Δ/2.
Vorstehend wurde nur die Anwendung der vorliegen den Erfindung anhand eines Delta-Codierers betrachtet
Ebenso läßt sich die Erfindung natürlich auch für di Sigma-Delta-Codierung anwenden, die eine Variante
der Delta-Codierung ist. Dabei ist lediglich die Zufügunj der beschriebenen schleifenförmigcn Korrekturschal
tung zu einem herkömmlichen Sigma-Delta-Codiere erforderlich.
Hierzu 2 Blatt Zeichtiunucn
Claims (3)
1. Delta-Codierer mit einer Integrierschaltung (Rl/Ct) sowie Stromsteuerschaltungen (Sl, 52)
zur Ladung und Entladung dieser Integrierschaltung, mit einem Vergleicher (C) der über einen Eingang
das zu codierende Eingangssignal aufnimmt und über seinen anderen Eingang mit dem Ausgang der
Integrierschaltung verbunden ist, mit einem Impulsgenerator (Trigger TR I), dessen
Signaleingang vom Vergleicherausgang im Takte einer Abtastimpulsfolge (über 7M) gespeist wird,
mit einer Rückkopplungsschleife vom Ausgang des Impulsgenerators zu den Steuerschaltungen zur
Ladung und Entladung der Integrierschaltung, und
mit Korrekturschaltkreisen (TR 2, R2/C2), die zur Vermeidung störenden Leerlaüfrauschens vorgesehen sind und denen das Ausgangssignal vom Vergleicher (C) im Takte einer zweiten Abtastimpulsfolge (über Γ2) mit der Impulsfolgefrequenz der erstgenannten Abtastimpulsfolge (über Tl), gegenüber dieser jedoch zeitverschoben, zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit verschiebung zwischen der erstgenannten und der 2j zweiten Abtastimpulsfolge frei wählbar ist und
daß der Ausgang der Korrekturschaltkreise (TR 2, R 2/C2) mit mindestens einer der Stromsteuerschaltungen (S2) der erstgenannten Integrierschaltung (Rl/Ci) zum automatischen Leerlaufabgleich der zu integrierenden Lade- und Entladestrommengen rückgekoppelt verbunden ist.
mit Korrekturschaltkreisen (TR 2, R2/C2), die zur Vermeidung störenden Leerlaüfrauschens vorgesehen sind und denen das Ausgangssignal vom Vergleicher (C) im Takte einer zweiten Abtastimpulsfolge (über Γ2) mit der Impulsfolgefrequenz der erstgenannten Abtastimpulsfolge (über Tl), gegenüber dieser jedoch zeitverschoben, zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit verschiebung zwischen der erstgenannten und der 2j zweiten Abtastimpulsfolge frei wählbar ist und
daß der Ausgang der Korrekturschaltkreise (TR 2, R 2/C2) mit mindestens einer der Stromsteuerschaltungen (S2) der erstgenannten Integrierschaltung (Rl/Ci) zum automatischen Leerlaufabgleich der zu integrierenden Lade- und Entladestrommengen rückgekoppelt verbunden ist.
2. Delta-Codierer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrekturschaltkreise neben
einer zweiten Integrierschaltung (R 2/C2) einen η dieser vorgeschalteten zweiten Impulsgenerator
(Trigger TR 2) aufweisen, der vom Vergleicher (C) im Takte der zweiten Abtastimpulsfolge (über T2)
gespeist wird.
3. Delta-Codierer nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse
der zweiten Abtastimpulsfolge (über 7"2) auf die Mitte der Intervalle zwischen den Impulsen der
erstgenannten Abtastimpulsfolge (über Tl) ausgerichtet
sind. Γ)
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