DE2215821A1 - Einrichtung zur gleichlaufsteuerung von antriebsmotoren, insbesondere von antriebsmotoren in buehnenanlagen - Google Patents
Einrichtung zur gleichlaufsteuerung von antriebsmotoren, insbesondere von antriebsmotoren in buehnenanlagenInfo
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Description
- Einrichtung zur Gleichlaufsteuerung von Antriebsmotoren, insbesondere von Antriebsmotoren in Bühnenanlagen In der Antriebstechnik besteht häufig die Forderung, mehrere Antriebe einer Maschine oder mehrere einzeln angetriebene Maschinen im Gleichlauf zu halten. Für zwei im Gleichlauf zu betreibende Antriebe ist die als Arbeits- oder Ausgleichswelle betriebene "elektrische Welle" gebräuchlich. Für eine Gleichlaufsteuerung von mehr als zwei Antrieben bestehen jedoch neben einem hohen Aufwand an Geräten und Kosten erhebliche Schwierigkeiten.
- Das Problem, mehr als zwei Antriebe im Gleichlauf zu halten, tritt beispielsweise in der Bühnentechnik auf. Für einen reibungslosen, zeitsparenden Szenenbildwechsel soll aus der insgesamt vorhandenen Anzahl von Prospektzügen, die heute bereits bis zu hundert betragen kann, die für das jeweilige Szenenbild erforderliche Anzahl ausgewählt und zu einer Synchronfahrt in einer oder sogar mehreren Gruppen angesteuert werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aus einer Vielzahl von Antriebsmotoren die jeweils erforderliche Anzahl auswählen und gemeinsam im Gleichlauf steuern zu können. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine der Anzahl der maximal fzu einer Gruppe zusammenfaßbaren Motoren entsprechende Anzahl von Geberelementen elektrischer Wellen vorgesehen ist, die entsprechend der im Einzelfall erforderlichen Anzahl der Motoren über eine Schaltvorrichtung mit je einem an jeden der Motoren gekuppelten Empfängerelement zusammengeschaltet und mit einer an einen Nachlaufmotor angeschlossenen Antriebsvorrichtung mittels je einer Kupplung verbunden sind, welche in einer den Gleichlauf vorbereitenden Synchronisierphase bei einer mit der Empfängerstellung übereinstimmenden Stellung des jeweils zugehörigen Gebers gelöst und nach Ablauf der Synchronisierphase erneut eingekuppelt wird, und daß einer der Geber über einen Verstärker mit dem Nachlaufmotor verbunden ist. Dabei ist die Antriebsvorrichtung vorteilhafterweise ein Rad, an dessen Umfang die Geber verteilt sind. Jedem der Geber ist ein Grenzwertmelder zugeordnet, der in der Synchronisierphase bei übereinstimmender Stellung des Gebers und des jeweils zugehörigen Empfängers ein Signal zum Lösen der Kupplung abgibt. Der Nachlaufmotor ist derart steuerbar, daß er während der Synchronisierphase die Geber zur Ausführung nur einer Umdrehung mit niedriger Drehzahl antreibt.
- An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden näher erläutert.
- Jedem der in beliebiger Anzahl vorgesehenen Motoren M1 bis Mx, die beispielsweise je einen Prospektzug einer Theaterbühne antreiben, ist eine Drehzahlregeleinrichtung 1 zugeordnet. Die einzelnen Drehzahlregeleinrichtungen erhalten in bekannter Weise, z.B. über einen Hochlaufgeber, ihren Sollwert und den Istwert von einer mit dem Motor gekuppelten Tachodynamo 3.
- Mit jedem der Motoren M1 bis Mx ist ferner ein Steuerdrehmelder, vorzugsweise ein Drehstrom- oder Wechselstrom-Steuerdrehmelder, als Empfängerelement 7 verbunden, der läuferseitig an ein für alle Empfänger gemeinsames Netz angeschlossen ist.
- In einem Führungsaggregat 8 sind weitere Steuerdrehmelder als Geberelemente 9, 10 zusammengefaßt, deren Läufer mittels lösbarer Kupplungen 12, die vorzugsweise mit einem elektromagnetischen, über einen Schalter 13 einschaltbaren Antrieb 11 ausgestattet sind, mit einer von einem Motor 14 angetriebenen Antriebsvorrichtung 15 mechanisch verbunden sind. Die Antriebsvorrichtung 15 kann beispielsweise eine Welle oder insbesondere für eine große Anzahl von Motoren Mi bis Mx ein Rad, zweckmäßigerweise ein Zahnrad sein, über dessen Umfang die Geber 9, 10 verteilt sind. Die Anzahl der im Führungsaggregat vorgesehenen Geber 9, 10 ist von der maximal zu einer Gruppe zusammenzufassenden Anzahl der Antriebsmotoren abhangig.
- Aus dieser maximalen Anzahl werden im Einzelfall die jeweils benötigten Geber verwendet. Sind z.B. auf einer Bühne insgesamt sechzig Prospektzüge vorhanden und werden für ein Bühnenbild maximal 25 Prospekt züge benötigt, so braucht das Führungsaggregat nur mit 25 Gebern ausgestattet zu sein. Werden für andere Buhnenbilder beispielsweise 6, 10 oder 12 Prospektzüge benötigt, dann sind von den 25 Gebern ebenfalls nur 6, 10 bzw.
- 12 Geber erforderlich.
- Jeder der Geber 9 und 10 läßt sich ständerseitig über eine Schaltvorrichtung 16 mit dem Ständer eines der Empfänger 7 verbinden. An den Läufer jedes Gebers 10 ist über einen Schalter 17 ein Grenzwertmelder 18 anschließbar, dessen Ausgangssignal die zugehörige Kupplung 12 gegebenenfalls über einen Leistungsverstärker steuert. Dem Läufer des Gebers 9, der als 'Fuhrungsgeber dient, ist ein Nachlaufverstärker 19 nachgeschaltet, dessen Ausgang über den zugehörigen Schalter 17 mit dem zugeordneten Grenzwertmelder 18 und über einen weiteren Schalter 20 mit dem Motor 14 verbunden ist. An den Motor 14 ist eine weitere Tachodynamo 22 gekuppelt, deren Ausgang mit einem zweiten Eingang des Nachlaufverstärkers 19 verbunden ist.
- Die Schaltvorrichtung 16 ist in der Zeichnung der Übersichtlichkeit wegen als Kreuzschienenverteiler dargestellt, wird jedoch in der Praxis zweckmäßigerweise aus Relais oder elektronischen Bauelementen aufgebaut.
- Zur Erläuterung der Arbeitsweise der Einrichtung sei angenommen, daß die Antriebsmotoren M2, M3 und Mx zu einer Gruppe zusammengeschaltet sind und im Gleichlauf betrieben werden sollen. Zur Vorbereitung des Gleichlaufs werden zunächst die Läufer der den noch stillstehenden Motor M2, M3 und Mx zugeordneten Empfänger 7 mit dem Netz verbunden, die Schalter 17 der mit den Empfängern 7 über die Schaltvorrichtung 16 verbundenen Geber 9 und 10 geschlossen und der Motor 14 über einen Schalter 21 in Betrieb gesetzt. Der Motor 14 setzt die Antriebsvorrichtung 15 und damit die angekuppelten Läufer der Geber mit niedriger Drehzahl in Bewegung. Sobald während der Drehbewegung die von der Phasenlage zwischen dem gespeisten Läufer des Empfängers und dem Läufer des zugehörigen Gebers abhängige Spannung Null wird, spricht der Grenzwertmelder 18 an und löst über den Antrieb 11 die Kupplung 12. Nach Ausrichtung aller Geberläufer, für die beispielsweise eine Umdrehung der Geber 9, 10 ausreicht, werden die Schalter 17 und 21 geöffnet, die Läufer der Geber mittels der Schalter 13 erneut an die Antriebs vorrichtung 15 gekuppelt und der Schalter 20 geschlossen.
- Nun werden die Motoren M2, M3 und Mx über die Drehzahlregeleinrichtungen hochgefahren und nach Erfüllung ihres Arbeitsauftrages stillgesetzt. Weicht während des Laufes der Antriebsmotoren die Stellung des Läufers des Führungsgebers 9 von der des zugeschalteten Empfängerläufers ab, erzwingt das dem Gleichlaufregler 19 zugeführte Ausgangssignal des Gebers eine Zusatzdrehung des Motors 14, bis die Abweichung ausgeglichen ist. In gleicher Weise wird der Drehzahlregeleinrichtung der Antriebsmotoren M3 und Mx ein Korrektursignal über einen Anpaßverstärker 2 zugeführt, wenn die Läuferstellung der diesen Motoren zugeordneten Empfänger von der der zugeschalteten Geber abweicht.
- Der Führungsgeber 9 wird vorzugsweise jeweils mit dem an den ersten Motor der ausgewählten Gruppe angekuppelten Empfänger 7 verbunden.
- 4 Patentansprüche 1 Figur
Claims (4)
- Patentansprüche 9 Einrichtung zur Gleichlaufsteuerung von drehzahlgeregelten Antriebsmotoren, insbesondere von Antriebsmotoren in Bühnenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Anzahl der maximal zu einer Gruppe zusammenfaßbaren Motoren (M1 bis Mx) entsprechende Anzahl von Geberelementen (9,10) elektrischer Wellen vorgesehen ist, die entsprechend der im Einzelfall erforderlichen Anzahl der Motoren über eine Schaltvorrichtung (16) mit Je einem an jeden der Motoren gekuppelten Empfängerelement (7) zusammengeschaltet und mit einer an einen Nachlaufmotor (14) angeschlossenen Antriebsvorrichtung (15) mittels ge einer Kupplung (12) verbunden sind, welche in einer den Gleichlauf vorbereitenden Synchronisierphase bei einer mit der Empfängerstellung übereinstimmenden Stellung des jeweils zugehörigen Gebers gelöst und nach Ablauf der Synchronisierphase erneut eingekuppelt wird, und daß der Geber (9) über einen Verstärker (19) mit dem Nachlaufmotor (14) verbunden ist, während die übrigen Geber (10) der Gruppe über je einen Anpaßverstärker (2) auf die jeweils zugehörige Drehzahlregeleinrichtung (1) geschaltet sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (15) ein Rad ist, an dessen Umfang die Geber (9,10) verteilt sind.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Geber (9,10) ein Grenzwertmelder (18) zugeordnet ist, der in der Synchronisierphase bei übereinstimmender Stellung des Gebers (9,10) und des jeweils zugehörigen Empfängers (7) ein Signal zum Lösen der Kupplung (12) abgibt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachlaufmotor (14) derart steuerbar ist, daß er während der Synchronisierphase die Geber (9,10) zur Ausführung nur einer Umdrehung mit niedriger Drehzahl antreibt.Leerseite
Priority Applications (7)
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| DE2215821A DE2215821C3 (de) | 1972-03-30 | 1972-03-30 | Anordnung mit elektrischen Wellen zur winkettreuen Gleichlaufregelung von drehzahlgeregelten Antriebsmotoren, insbesondere von Antrfebsmotoren in Bühnenanlagen |
| CH350273A CH551713A (de) | 1972-03-30 | 1973-03-09 | Einrichtung zur gleichlaufsteuerung von antriebsmotoren, insbesondere von antriebsmotoren in buehnenanlagen. |
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