DE2219963C3 - Verfahren zum Verschweißen von mit Isolation versehenen Teilen - Google Patents
Verfahren zum Verschweißen von mit Isolation versehenen TeilenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein solches Verfahren
ist aus der DL-PS 53 183 bekannt. Dort wird ein mit Lack überzogenes Wicklungsende abgeschnitten und in
eine Nut einer Lamelle eines Kollektors eingelegt. Dann wird eine Schweißelektrode auf die Lamelle aufgesetzt
und durch die vom Schweißstrom erzeugte hohe Wärme in der Lamelle der Lack gelöst und verteilt, so daß eine
metallische Berührung zwischen Lamelle und Wicklungsende entsteht und die Verschweißung erfolgt. Das
Herstellen der Nuten sowie das gesonderte Abschneiden stellen aufwendige Verfahrensschritte dar.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren aufzuzeigen, daß das Verschweißen
von mit Isolation versehenen Teilen mit einem Metallteil ohne zusätzliche Mittel oder Arbeitsgänge
auf sichere Weise zuläßt. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Gestaltung nach dem kennzeichnenden Teil des
Je nach dem Durchmesser des zu verschweißenden Drahtes hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die
Schneide mit zur Längsachse der Schweißelektrode in einem Winkel von ca. 70 bis 80° geneigten Flächen
ausgebildet ist. Wird die Schneide mit einer geneigten F'äche ausgebildet, so wird die Verschweißung weiter
verbessert, da im Verhältnis zur stumpfwinkligen, d. h. auch symmetrischen Elektrode mehr Schmelze zur
Verfügung steht. Endet die geneigte Fläche bei Aufliegen der Schneide auf dem Metallteil in einem
Abstand vom Metallteil, der etwa dem Durchmesser des zu verschweißenden Drahtes entspricht, so ist ein
sicheres Eindrücken des zu verschweißenden Teiles bzw. des Drahtes in das Metallteil gewährleistet.
Als Material für die Schweißelektrode hat sich Wolfram als besonders vorteilhaft erwiesen. Als
Werkstoff für das Metallteil wird mit Vorteil eine Kupferlegierung und für das mit Isolation versehene
Teil ein Kupferlackdraht gewählt.
Anhand der Zeichnung wird eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schweißverbindung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht auf die Schweißverbindung mit aufgesetzter Elektrode und
Fig. 2 eine Querschnittsdarstellung gemäß der Linie H-Il durch die Schweißverbindung nach Fig. 1.
Das Metalltv.il, im vorliegenden Fall eine Anschlußfahne
aus einer Kupferlegierung, ist mit t bezeichnet und das mit Isolation versehene Teil, im vorliegenden
Fall ein Draht, trägt das Bezugszeichen 2. Die Schweißelektrode 3 liegt mit der Schneide 4 auf dem
Metallteil 1 auf und hat bereits ein Stück 5 vom mit Isolation versehenen Teil, im vorliegenden Fall einem
Kupferlackdraht 2, abgeschnitten. Die geneigte Fläche 6 liegt am geschmolzenen Bereich 7 des Drahtes 2 an und
drückt diesen in den ebenfalls weichgewordenen Bereich des Metallteils 1 hinein. Die geneigte Fläche 6
liegt zur Längsachse der Schweißelektrode 3 in einem Winkel von ca. 70 bis 80°, der entsprechend dem
Drahtdurchmesser ausgewählt wird.
Der Schweißvorgang wird wie folgt beschrieben: Die
Schweißelektrode 3 quetscht zunächst den Draht 2 gegen das Metallteil 1 ab. Der Draht 2 bleibt durch die
Schweißelektrode 3 bzw. die geneigte Fläche 6 festgeklemmt und sobald die Schweißelektrode 3 auf
dem Metallteil 1 aufliegt, wird der Schweißstrom eingeschaltet. Die Schweißelektrode 3 brennt in das
Metallteil 1 ein und schiebt mit der geneigten Fläche 6 Schmelze zum Draht 2. Der Lack des Drahtes 2
verbrennt an der Schweißstelle und der Schweißstrom geht auch über den Draht 2. Die Schmelze hüllt den
Draht ein und stellt eine zusätzliche Abstützung dar.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich im Verhältnis zu einem Verfahren zur Verbindung von
abisolierten Drähten gleichwertige Widerstandswerte der Schweißverbindung zwischen einem Lackdraht und
einer Anschlußfahne erreichen, jedoch kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Abisolation
entfallen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist von besonderem Interesse bei der Verbindung von Spulenanschlüssen
mit Steckanschlußfahnen, beispielsweise bei Magnetsystemen für Magnetventile.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Verbinden von mit Isolation versehenen Teilen mit einem Metallteil mittels einer
Schweißelektrode, die mit dem Metallteil zum Schmelzen des Metallteils und Lösen der Isolation
sowie zum anschließenden Verschweißen in elektrisch leitende Berührung gebracht wird, dadurch
gekennzeichnet, daß mit einem als Schneide (4) ausgebildeten Ende der Elektrode (3) das mit
Isolation versehene Teil (2) abgeschnitten und mit einer an die Schneide (4) anschließenden, gegenüber
dem Metallteil (1) schräg verlaufenden Fläche (6) gehalten und von dieser in die Schmelze (7) des
Metallteils (1) hineingedrückt wird.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneide stumpfwinklig ausgebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide mit zur Längsachse der
Schweißelektrode (3) in einem Winkel von ca. 70 bis 80° geneigten Fläche (6) ausgebildet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide einseitig mit einer
geneigten Fläche (6) ausgebildet ist.
5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
geneigte Fläche (6) bei Aufliegen der Schneide auf dem Metallteil (1) in einem Abstand vom Metallteil,
der etwa dem Durchmesser eines zu verschweißenden Drahtes (2) entspricht, endet.
6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißelektrode (3) aus Wolfram ist.
7. zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallteil
(1) aus einer Kupferlegierung ist.
8. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
mit Isolation versehene Teil ein Kupferlackdraht (2) ist.
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