DE222852C - - Google Patents

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DE222852C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
Elften -.
PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Beizen von Fellen für die Zwecke des Filzens, bei der in bekannter Weise die Haare der über einen Arbeitstisch durch Förderrollenpaare geführten Felle mittels einer sich drehenden Auftragsbürste mit Beizflüssigkeit behandelt und mit einer zweiten sich drehenden Bürste wieder vergleichmäßigt werden.
Das Wesen der Erfindung besteht in der
ίο besonderen Ausgestaltung und Anordnung der Förderrollenpaare. Das vordere Förderrollenpaar, welches vor der Auftragsbürste angeordnet ist, besitzt in gleicher Weise wie das hintere Förderrollenpaar, welches vor der Glättbürste, die zum Vergleichmäßigen dient, angeordnet ist, tiefe Längsrillen, zwischen denen sich das Fell ausbiegt, so daß die Haare gesträubt werden. Hierdurch wird erreicht, daß sämtliche Fellhaare bei sparsamstem Verbrauch an Tränkungsflüssigkeit bis zu der Wurzel getränkt werden, ohne daß die Haut des Felles selbst angefeuchtet oder benetzt und der Wert des Felles hierdurch beeinträchtigt wird.
In beiliegender Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt die neue Maschine im Längsschnitt.
Fig. 2 ist ein teilweiser Schnitt nach der Richtung A-A der Fig. 1.
• Fig. 3 stellt eine Einzelheit der Vorrichtung in größerem Maßstabe dar.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besitzt die Maschine einen Tisch α aus Glas mit Längsrinnen, -streifen oder -kannelierungen (Fig. 2).
Die Kanten, welche die Rinnen voneinander trennen, sind zweckmäßig sehr schmal, so daß die Berührungsfläche mit dem Fell eine möglichst kleine ist. Der Tisch ist leicht von links nach rechts geneigt (Fig. 1).
Die Maschine zeigt zwei Paar Förderrollen b, b und c, c, die kanneliert sind und ineinander eingreifen.
Wie oben gesagt, sind die Kannelierungen tief. Die Zähne der oberen Rolle weisen auf der bei der Drehung nacheilenden Seite vorstehende Teile oder Rauhkanten d auf, wie Fig. 3 zeigt, die einen Schnitt durch die im Eingriff befindlichen Zähne darstellt.
Zwischen den Rollen b und c ist eine sich drehende Bürste e angeordnet, über der sich eine durch Leitungen g mit einem Nitratbehälter h verbundene Verteilungsvorrichtung- f befindet. Eine Platte i bildet eine Art Abstreicher, die aus der Bürste einen Überschuß von Flüssigkeit ausdrückt, der ihr im Falle einer schlechten Regulierung der Verteilung zugeführt werden könnte; eine Rinne j fängt die so aus der Bürste ausgedrückte Flüssigkeit auf. Hinter den Rollen c ist eine zweite Bürste k angeordnet. Die Rollen b und c sowie die Bürsten β und k werden durch Treibriemen von auf einer Antriebswelle I sitzenden Riemenscheiben aus angetrieben.
Ein mit Rinnen versehener Tisch η dient dazu, einen etwaigen Überschuß an Flüssigkeit aufzufangen; eine Klappe m gestattet den Zugang zu dem zwischen den beiden Tischen α und η gebildeten Raum.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Das Fell wird zwischen die beiden Förderrollen b, b gebracht, die das Fell zu sich heranziehen und nach der Bürste e hinschieben und gleichzeitig die Wirkung haben, die Haare zu richten und zu sträuben sowie das Fell für die Einwirkung der Bürste e vorzubereiten. Wird also das Fell in der Richtung des Pfeiles ι bewegt, so werden die Haare gegen die Rauhkanten d gedrückt und gesträubt.
ίο Die Bürste e wird in an sich bekannter Weise beständig mit der genau notwendigen Menge aus einer Lösung von Quecksilbernitrat bestehenden Flüssigkeit befeuchtet, die durch den Verteiler f auf der ganzen Bürste verteilt wird. Hähne oder ähnliche Reguliervorrichtungen gestatten in üblicher Weise die genaue Regulierung der zu der Bürste gelangenden Flüssigkeitsmenge.
Der Abstreicher i bildet eine Sicherheitsvorrichtung, um die Flüssigkeitsmenge, die die Haare der Bürste durchtränkt, zu regulieren und jeden Überschuß dieser Flüssigkeit zu verhindern.
Die Bürste e bürstet das Fell in der Richtung der Haare und tränkt diese mit Nitrat. Sie führt dem Fell die gerade nötige Flüssigkeitsmenge zu.
Das Fell gelangt dann zwischen die beiden Rollen c, c. Diese richten die Haare und setzen die von den ersten Rollen und der Bürste e begonnene Einwirkung fort; sie sichern die Fortbewegung des Felles, ohne die Haut anzufeuchten. Letzteres wäre ein Übelstand, der bei Benutzung einfacher Rollen oder bei flachen Kannelierungen eintreten könnte.
Das Fell wird dann der Einwirkung der Bürste k unterworfen, die die Haare glättet und bewirkt, daß die Flüssigkeit bis zur 'Wurzel der Haare dringt; diese Bürste nimmt entweder die in den Haaren befindliche überschüssige Flüssigkeit fort oder fügt solche hinzu, je nach den Umständen und der Menge von Flüssigkeit, die das Fell bei seinem Durchgange unter der ersten Bürste aufgenommen hat. Diese Bürste k spielt die Rolle einer Reguliervorrichtung hinsichtlich der Gleichmäßigkeit der gelieferten Arbeit.
Infolge der Anordnung der Maschinenteile und der Arbeitsweise werden die Haare vollständig bis auf ihre Wurzel durchfeuchtet, während die Haut selbst nicht benetzt wird.
Andererseits verhindert die beschriebene rillenförmige Anordnung des Tisches, daß das Fell auf der Fleischseite benetzt wird, falls die Flüssigkeit zu reichlich oder unregelmäßig zufließt. Die Flüssigkeit fließt auf dem Boden der Rinnen, während das Fell auf dem am höchsten vorstehenden Teil aufruht und auf diese Weise geschützt ist. Der Wert der Haut wird auf diese Weise bei der das Filzen vorbereitenden Behandlung des Haares nicht beeinträchtigt.
Die Anordnung der Oberfläche des kannelierten Tisches hat außerdem den Vorteil, das Gleiten des Felles auf diesem Tische zu erleichtern.
Die neue Maschine liefert eine tadellose Arbeit, regelmäßiger als die durch Handarbeit erzielte, und gestattet dennoch eine bedeutende Schnelligkeit. Sie hat den weiteren Vorteil, eine geringere Flüssigkeitsmenge als die bisherigen ähnlichen Vorrichtungen zu beanspruchen.
Die kannelierten Rollen sind aus einem mittleren Teil gebildet, auf den der zylindrische, die Kannelierungen tragende Teil aufgetrieben ist, so daß dieser zylindrische Teil ausgewechselt werden kann, wenn er abgenutzt ist. Die verschiedenen Achsen der Rollen und Bürsten sind in federnden Lagern mit verstellbarem Druck gelagert.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Beizen von Fellen für die Zwecke des Filzens, bei der die Haare der über einen Arbeitstisch durch Förderrollenpaare geführten Felle mittels einer sich drehenden Auftragsbürste mit Beizflüssigkeit behandelt und durch eine zweite sich dre- , hende Bürste wieder vergleichmäßigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrollenpaare (b, b, c, c) mit tiefen Längsrillen (Zähnen) versehen sind, zwischen denen sich das zu bearbeitende Fell ausbiegt, wodurch die Haare gesträubt und für die Arbeit der Bürsten vorbereitet werden.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne der oberen Förderrollen auf der bei der Drehung nacheilenden Seite mit Rauhkanten versehen sind. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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