DE93712C - - Google Patents

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DE93712C
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pickling
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Beizmaschine zum Beizen von Pelzen und Fellen, um dieselben für die Zwecke der Hutmacherei geeignet zu machen. Dieser Maschine werden die Pelze nach einander zugeführt und kommen aus derselben vollständig fertig für die Weiterverwendung heraus, während inzwischen die Säure selbstthätig und gleichmäfsig auf die Pelze aufgetragen wurde, so dafs die letzteren sehr gut und gleichmäfsiger, als dies bisher mit der Hand möglich war, gebeizt werden.
Die Felle werden auf einander folgend zwischen Vorschubwalzen in die Maschine eingeführt, gelangen dann auf einen feststehenden Auftragtisch, woselbst die eigentliche Beizung erfolgt, indem aus einem darüber angeordneten Strahlrohr Säure auf die Felle gespritzt und mittelst einer rotirenden Bürste in dieselben eingerieben wird, während die überschüssige Säure in eine darunter befindliche Pfanne abläuft und wieder zur Verwendung gelangt. Die so gebeizten Felle werden darauf zwischen über einander gelagerten Quetschwalzen ausgeprefst und so von Säure befreit, und gelangen, nachdem sie noch zwischen einer Glättvorrichtung hindurchgegangen sind, auf ein endloses Band, welches dieselben auf einander folgend wieder aus der Maschine herausbefördert.
In beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι die Maschine in Seitenansicht,
Fig. 2 in Vorderansicht.
Fig. 3 dagegen ist ein Einzellängsschnitt in gröfserem Mafsstabe, durch welchen die Anordnung der Arbeitstheile der Maschine gezeigt wird.
Fig. 3a ist eine Einzelheit im Schnitt nach Linie 3a~3a der Fig. 3.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht von einem Theile der einen Maschinenseite in vergröfsertem Mafsstabe, durch welchen eine Ausführungsform der zum Antrieb der sich bewegenden Theile dienenden Zahnradverbindungen gezeigt wird.
Fig. 5 ist ein Querschnitt nach Linie 5-5 der Fig. 3.
Fig. 6 ist eine schaubildliche Seitenansicht eines Theiles einer besonderen Ausführungsform des unterhalb der Säureauftragbürste anzuordnenden Pelzträgers bezw. Auftragtisches.
Fig. 7 ist eine umgekehrte Schnittansicht des Schutzleders und seiner Trägertheile.
Fig. 8 ist eine Einzelheit im Schnitt der zur Einstellung der Lager der verschiedenen Walzen angewendeten Vorrichtung in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 9 ist eine Einzelseitenansicht, durch welche die Maschinenseite gezeigt wird, welche der in Fig. 5 veranschaulichten gegenüberliegt.
Die Einführung der Felle in die Maschine geschieht in Pfeilrichtung durch die am Vordertheil derselben über einander angeordneten Speisewalzen 11,12 (Fig. 3), welche zur sicheren Erfassung der Pelze vorzugsweise mit Gummiüberzug versehen sind, und von denen die
obere Walze 11, ebenso wie die oberen Walzen aller später zu beschreibenden Walzenpaare, mittelst in senkrecht verschiebbaren Lagerklötzen 13 und in Einsatzstücken 16 des Maschinengestelles angeordneten Druckfedern ig (Fig. 8) von oben federnd gegen die Felle angedrückt werden.
Der Antrieb der Walzen 11 und 12 erfolgt vermittelst in einander greifender Zahnräder 20 (Fig, 4), von denen das untere mit einem, von einem Zahnrad 22 auf der mittelst Antriebsscheibe 24 getriebenen Welle 23 in Drehung versetzten Zwischenrad 21 in Eingriff steht.
Vor der oberen Speisewalze 11 ist, nahe dem unteren Rande derselben, eine gleichfalls vorzugsweise mit Gummiüberzug versehene Führungswalze 26 (Fig. 3) und unterhalb derselben, nach auf- und abwärts beweglich, zur Verhinderung des Herausschleuderns von Säure am vorderen Maschinenende, ein Schutzleder 27 angeordnet. Letzteres ist in Führungen 28 geführt und mit Armen 29 versehen, gegen welche an einer im Maschinengestell gelagerten Querwelle 3 1 sitzende Hebel 30 angreifen. Die gegenüberliegenden Hebelenden tragen Gewichte 33 bezw. stehen unter Federwirkung, so dafs die Hebel 30 nachgiebig gegen die Arme 29 angedrückt werden und das Schutzleder 27 in Schutzstellung gebracht wird.
Zwischen Walze 26 und Schutzleder 27 kann, unter Nachabwä'rtsdrückung des letzteren, ein Pelz in die Maschine eingeführt werden, welcher dann durch die Wirkung der Vorschubwalzen 11,12 weiter befördert wird und so zum feststehenden, mittelst Zapfen 35 (Fig. 6) in Lagern des Gestelles 10 ruhenden Auftragtisch 34 gelangt, der die in Fig. 3 gezeigte, im Querschnitt gewöhnlich dreieckige Gestalt besitzt und mit flacher quergerippter Oberfläche versehen ist, um den Pelz am Seitwärtsgleiten zu verhindern. In bestimmten Zwischenräumen ist der Auftragtisch an seiner vorderen und hinteren Kante mit Ausschnitten 37 versehen, durch welche der Säureüberschufs abfliefsen kann.
Auf diesem Auftragtisch erfolgt nun die Vertheilung und das Einbürsten der Beizflüssigkeit in die Haare, und zwar ist zu diesem Zweck über dem Tisch 34 eine Bürste 38 (Fig. 5) in, den vorbeschriebenen Walzenlagern entsprechend, senkrecht verstellbaren Lagern drehbar gelagert und wird durch ein Zahnrad 39 (Fig. 9) von einem Zwischenzahnrad 41, dessen abgesetzter Theil mit einem Zahnrad 42 auf der Welle der Speisewalze 12 eingreift, derart angetrieben, dafs die Bürste die in dem erforderlichen Verhältnifs zur Vorwärtsbewegung der Pelze stehende Umdrehungsgeschwindigkeit erhält.
Die Säureauftragung erfolgt während der Thätigkeit der Maschine ununterbrochen, vorzugsweise vermittelst eines sich über der Bürste 38 quer zur Maschine erstreckenden und durch geeignete Klemmvorrichtungen 44 in seiner Lage festgehaltenen Spritzrohres 43 (Fig. 3 und 4), welches von einem Vorratsbehälter aus oder durch ein mit einer Pumpe 46 (Fig. 2) in Verbindung stehendes Rohr 45 gespeist wird. Letzteres entnimmt die. Säure mittelst einer Röhre 47 einem unterhalb der Maschine stehenden Behälter 48, in den die vom Tisch in eine Pfanne 50 abfliefsende Säure durch ein Rohr 49 zurückfliefst.
Nach erfolgter Einbürstung der Beizflüssigkeit in die Haare gelangen die Pelze zunächst zwischen die mit Gummiüberzug versehenen, über einander angeordneten Prefswalzen 56, 57 (Fig. 3), von denen wiederum die obere in der beschriebenen Weise nachgiebig gelagert ist. Beim Hindurchgehen durch diese Walzen wird der im Pelze verbliebene Säureüberschufs ausgequetscht. Ihre Umdrehung erhalten diese Prefswalzen in der gleichen Weise wie die Speisewalzen 11, 12 vermittelst Zahnräder 58, von welchen das untere Rad mit dem vorgenannten Zwischenrad 21 in Eingriff steht.
Nach dem Verlassen des Prefswalzenpaares gelangen die Pelze zwischen einen Glättapparat, welcher aus einer mit Gummiüberzug versehenen, in auf Federn 58° ruhenden Lagern 58b sich drehenden (Fig. 3a) und, wie aus Fig. 4 ersichtlich, vermittelst eines mit dem Zahnrad 58 der unteren Prefswalze in Eingriff stehenden Zahnrades 6y in Umdrehung versetzten Rippenwalze 58a und einem darüber angeordneten festen Backen 59 besteht, und vermittelst dessen die Glattstreichung der Haare selbsttätig erfolgt.
Nachdem die Pelze auch die Glättvorrichtung verlassen haben, werden sie schliefslich vermittelst eines über Walzen 63, 64 gehenden und durch ein mit dem Zahnrad 67 der Rippenwalze 58a in Eingriff stehendes Zahnrad 66 in Antrieb versetzten endlosen Bandes 62 aus der Maschine herausbefördert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Maschine zum Beizen der Felle, bei welcher eine gleichmäfsige Zuführung der Beizflüssigkeit zur Haarschicht dadurch zu Stande kommt, dafs die Felle mittelst eines ersten Prefswalzenpaares (11, 12) einem feststehenden Tisch (34) zugeführt werden, über welchem die Vertheilung und das Einbürsten der Beizflüssigkeit in die Haare erfolgt, dafs hiernach ein zweites Prefswalzenpaar (56,57) den entbehrlichen Ueberschufs von Beize ausquetscht und endlich
    das Glattstreichen der Haare mittelst eines aus festen Backen und kreisender Rippenwalze bestehenden Glättapparates selbstthätig erfolgt.
    Eine Beizmaschine der unter ι. festgesetzten Art, bei welcher das Verspritzen der Beizflüssigkeit nach aufsen vollständig auch an der Einführstelle dadurch verhindert wird, dafs die Felle zwischen einer drehbaren Walze (26) und dem elastisch angedrückten Rand eines verstellbaren Schutzleders (27) zu dem Innenraum des Beiztroges gelangen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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