DE224681C - - Google Patents

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DE224681C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K47/00Dynamo-electric converters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 224681-KLASSE 21 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Oktober 1909 ab.
In Fällen, in denen zwei elektrische Verteilungsnetze zwecks Belastungsausgleich durch ein umkehrbares Zwischenaggregat, z. B-. einen rotierenden Umformer oder einen Motorgenerator gekuppelt sind, ist die Verwendung einer Kompoundwicklung auf der normal als Gleichstromerzeuger wirkenden Seite nicht ohne weiteres zulässig, weil bei Umkehrung des Arbeitsvorganges der Erzeugerteil als Motor arbeitet.
ίο Hierbei muß sich die Stromrichtung umkehren. Es wird daher die Hauptstromwicklung, die beim Betrieb der Maschine als Stromerzeuger in der gleichen Richtung wie die Nebenschlußoder fremderregte Wicklung wirkte, beim Betrieb als Motor dieser Wicklung entgegenwirken. Die Folge davon ist, daß die Maschine das Bestreben hat, durchzugehen, bzw. daß die Stromaufnahme derart wächst, daß die Sicherungen durch schmelzen oder der selbsttätige Über-Stromschalter in Tätigkeit tritt.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, die die Hauptstromerregung bei Umkehr der Stromrichtung umschaltet, abschaltet oder schwächt. Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele.
In Fig. ι bezeichnet 1,2,3 ein Drehstromnetz, 4 einen Synchronmotor, 5 die damit gekuppelte Kompoundmaschine. Die Maschine besitzt eine Nebenschlußwicklung 6 mit vorgeschaltetem Regelungswiderstand und zwei Hauptstrom wicklungen 7 und 8, die je mit einem elektrischen Ventil 9 und 10 (Unipolarzellen, Rückstromschalter o. dgl.) in Reihe geschaltet und zusammen mit diesen derart parallel geschaltet sind, daß sie bei gleichzeitigem Stromdurchgang einander entgegenwirken wür-. den. Die beiden Ventile sind jedoch so angeordnet, daß für jede Richtung des Hauptstromes nur eine der Wicklungen 7 und 8 durchflossen wird. Arbeitet der Motorgenerator als Drehstrom-Gleichstrom-Umformer, so wirkt z. B. die Hauptstromwicklung 7 gleichsinnig mit der Nebenschlußwicklung 6, während die Wick-. lung 8 unwirksam ist. Arbeitet das Aggregat als Gleichstrom-Drehstrom-Umformer, so ist 7 unwirksam und 8 wirkt gleichsinnig mit 6.
Falls es genügt, die Gleichstrommaschine nur beim Generatorbetrieb zu kompoundieren, dagegen beim Motorbetrieb nur im Nebenschluß zu erregen, so kann nach Fig. 2 die Wicklung 8 wegfallen.
Ist es statthaft, beim Betrieb des Aggregates als Gleichstrom-Drehstrom-Umformer den Motor mit schwacher Gegenkompoundierung laufen zu lassen, so kann man auch noch das Ventil 9 fortlassen. Man kann ferner in diesem Falle nach Fig. 3 die Hauptstromwicklung in zwei in Reihe geschaltete Teile zerlegen, deren einer nur bei der einen Stromrichtung voll wirksam, bei der anderen Stromrichtung dagegen durch ein Ventil 10 nahezu kurzgeschlossen ist. Oder man kann nach Fig. 4 parallel zur Hauptstromwicklung einen Widerstand 11 in Reihe mit einem elektrischen Ventil schalten.
In den Fällen, in denen die Ankerstromstärke zu hoch ist, um die Verwendung von Rückstromschaltern, Unipolarzellen o. dgl. im Ankerstromkreis zweckmäßig erscheinen zu lassen, kann für die Kompoundierung in an sich bekannter Weise eine Hilfserregermaschine be-
nutzt werden. Dieser Fall ist in Fig. 5 beispielsweise für ein Gleichstrom-Gleichstrom-Aggregat dargestellt. Die Hilfserregermaschine 12 wird durch eine in den Hauptstrom geschaltete Wicklung 13 erregt und speist zwei wie bei Fig. 1 angeordnete Erregerwicklungen der Gleichstrommaschine 5. Man kann natürlich auch hier statt der Umschaltung der Kompoundierung ihre Abschaltung gemäß Fig. 2 oder ihre Schwächung gemäß Fig..3 und 4 anwenden.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Zum Belastungsausgleich zwischen zwei elektrischen Netzen dienende Z wisch enmaschine, deren als Generator wirkende Gleichstromhälfte mit einer Kompoundwicklung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß diese zusätzlich wirkende Hauptstromerregung des Kompoundgenerators bei Umso kehr der Stromrichtung selbsttätig umgeschaltet, abgeschaltet oder geschwächt wird, zum Zwecke, die alsdann als Motor arbeitende Kompoundmaschine vor übermäßiger Stromaufnahme oder vor dem Durchgehen zu schützen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompoundmaschine außer der Nebenschluß- bzw. Fremderregung zwei einander entgegengeschaltete Hauptstromerregerwicklungen besitzt, die derart durch elektrische Ventile mit dem Anker verbunden sind, daß je nach der Stromrichtung im Anker stets nur eine von ' beiden wirkt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Betrieb der Kompoundmaschine als Gleichstromerzeuger zusätzlich wirkende Hauptstromerregerwicklung für sich oder in Reihenschaltung mit einem elektrischen Ventil zu einem zweiten elektrischen Ventil für entgegengesetzte Stromrichtung so parallel geschaltet ist, daß sie beim Betrieb der Kompoundmaschine als Motor abgeschaltet wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1,. dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstromerregerwicklung in zwei in Reihe geschaltete Teile zerlegt ist, deren einer mit einem elektrischen Ventil so parallel geschaltet ist, daß die Kompoundmaschine beim Betrieb als Motor nur mit schwacher Gegenkompoundierung läuft.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Hauptstromerregerwicklung ein mit einem elektrischen Ventil in Reihe geschalteter Widerstand liegt, der die Hauptstromerregung der Kompoundmaschine, falls diese als Motor läuft, schwächt.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompoundierung in an sich bekannter Weise mittelbar durch eine vom Hauptstrom erregte Hilfserregermaschine erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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