DE2247882B2 - Festkörperbauelement zum thermisch gesteuerten Schalten - Google Patents
Festkörperbauelement zum thermisch gesteuerten SchaltenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Festkörperbauelement zum thermisch gesteuerten Schalten mit einem plättchenförmigen
Substrat aus elektrisch isolierendem Material, auf welchem eine zwei, auf ihm angeordnete
elektrische Kontakte überbrückende temperaturempfindliche Schicht aus einem Material, enthaltend
a) Atome, die bei chemischer Verbindung mit anderen Elementen eine unvollständig gefüllte d-Schale
oder eine unvollständig gefüllte f-Schale aufweisen,
b) eine Substanz, die s- und p-Elektronsn von den
Leitungsbändern der Atome entfernt und welches
c) bei einer bestimmten kritischen Temperatur einen scharfen deutlichen Wechsel der Leitfähigkeit
zwischen einem isolierenden Zustand und einem leitenden Zustand zeigt,
sowie eine elektrische Heizvorrichtung aufgebracht sind.
Ein derartiges Festkörperbauelement ist bekannt (Philips Research Reports, Bd. 22, 1967, Seiten
170-177, insbesondere Seite 171).
Beim bekannten Festkörperbauelement sind die einzelnen Bauelementschichten aufeinanderliegend
auf einem Substrat aus Glas in Sandwichbauweise angeordnet. Als temperaturempfindüdie Schicht wird
hierbei VO2, welche unmittelbar auf das Glassubstrat aufgebracht ist, verwendet. Als elektrische Heizvorrichtung
dient eine NiCr-Schicht, welche von der VO2-Schicht durch eine dazwischenliegende SiO-Schicht
isoliert ist. Das bekannte Festkörperbauelement kann nur bei niedrigen Spannungen Anwendung
finden, da die SiO-Schicht bei Hochspannung zwischen der temperaturempfindlichen VO2-Schicht und
der elektrisch aufheizbaren NiCr-Schicht keine ausreichende Isolation herstellen kann. Darüber hinaus
muß die SiO-Schicht relativ dick bemessen werden, um überhaupt eine elektrische Isolation zu erzielen.
Darüber hinaus treten beim Aufbringen dieser Isolationsschicht Temperaturen bis etwa 800° C auf. Hierbei
läßt es sich nicht vermeiden, daß die Eigenschaften des temperaturempfindlichen Materials der VO2-Schicht
beeinträchtigt werden.
Auch bei den Festkörperbauelementen zum thermisch gesteuerten Schalten in den US-Patentschriften
3543104 und 3543 196 sind die einzelnen Bauelementschichten in Sandwichbauweise übereinanderliegend
auf dem Substrat aufgebracht, so daß auch hier die gleichen, im vorstehenden schon erwähnten
Schwierigkeiten bei der Herstellung der Festkörperbauelemente auftreten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Festkör-
perbauelement zum thermisch gesteuerten Schalten der eingangs genannten Art zu zeigen, bei dem auch
bei Hochspannung zwischen der elektrischen Heizvorrichtung und der temperaturempfindlichen Schicht
die notwendige Isolation vorhanden ist, so daß es auch r>
für Hochspannungszwecke einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Substrat aus einem wärmeleitenden elektrisch
isolierenden Material mit hoher Durchschlagsfestigkeit besteht und daß auf der einen Substratseite »·
die elektrischen Kontakte und die diese Kontakte überbrückende temperaturempfindliche Schicht und
auf der anderen Substratseite die Heizvorrichtung aufgebracht sind.
Dadurch, daß die Heizvorrichtung, welche insbe- '">
sondere von einem dünnen Ohmschen Widerstandsfilm aus Metall gebildet sein kann, auf der einen Seite
des Substrats und die temperaturempfindliche Schicht auf der anderen Seite des Substrates aufgebracht sind,
läßt sich zwischen diesen beiden Schichten eine hohe -» Isolation erzielen und außerdem werden die Eigenschaften
der temperaturempfindlichen Schicht durch das nachträgliche Aufbringen des die Heizvorrichtung
bildenden dünnen Ohmschen Widerstandsfilmes nicht beeinträchtigt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht ein Festkörperbauelement, Fig. 2 eine Ansicht längs der Linie H-II in Fig. 1,
Fig. 3 perspektivisch das Festkörperbauelement jo gemäß Fig. 1 und 2,
Fig. 4 die Temperatur/Widerstandscharakteristik des Festkörperbauelementes in den Fig. 1 bis 3,
Fig. 5 perspektivisch eine abgewandelte Ausführungsform des Festkörperbauelementes für die elek- J>
trische Schaltung in Fig. 9,
Fig. 6 bis 9 elektrische Schaltungen für das Festkörperbauelement und
Fig. 10 und 11 schematische Darstellungen der unterschiedlichen
Wirkungsarten des Festkörperbauele- w mentes.
In der Fig. 1 wird als Substrat 1 ein rechteckiges Saphirplättchen verwendet, das eine Breite von etwa
0,4 mm, eine Länge von etwa 0,75 mm und eine Dicke von etwa 0,15 mm aufweist. Auf einer Seite des Substrats
1 sind elektrische Kontakte 3 aus einer Nickelchromlegierung als Filme aufgebracht, auf denen ferner
jeweils sich eine Goldschicht 5 mit geringerer Abmessung befindet. Der Raum zwischen den beiden
elektrischen Kontakten 3 ist durch eine dünne tempe- >o
raturempfindliche Schicht 4 aus Vanadiumdioxid (VO2) überbrückt, die mit den elektrischen Kontakten
3 verbunden, von denen Goldschichten 5 jedoch getrennt ist.
Auf der anderen Seite des Substrats 1 ist eine Heizvorrichtung 7 in Form eines dünnen Ohmschen Widerstandsfilmes
aus einer Nickel-Chromlegierung vorgesehen, dessen Enden jeweils mit elektrischen
Kontakten 8 in Form von Goldschichten verbunden sind. b0
Die beschriebenen Teile sind auf einer Keramikplatte 9 angeordnet, wie auch aus Fig. 3 ersichtlich
ist, und in einer Vorrichtung 11 untergebracht, die aus einer metallenen Bodenplatte 13 sowie aus vier
Kontaktstiften 15, 17, 19 und 21 besteht, die sich je- b5
weils durch vier Isolierfassungen 25, 27, 29 und 31 hindurch durch die Bodenplatte 13 erstrecken. Die
Keramikplatte 9 besteht beispielsweise aus Al2O1.
Auf der Oberfläche der Keramikplatte 9 sind vier metallische
Kontaktflächen 35, 37, 39 und 41 vorgesehen, die jeweils über Zuleitungen 45, 47, 49 und 51
mit den Stiften 15, 17, 19 und 21 verbunden sind.
Die Goldschichten 5 sind jeweils mit einer Lötkugel 53 versehen, die beispielsweise aus einer Germanium-Goldlegierung
oder aus einer Zinn-Goldlegierung besteht und durch welche das Substrat 1 und die
davon getragenen Teile auf der Keramikplatte 9 befestigt sind. Die beiden Lötkugeln 53 stehen jeweils mit
den Kontaktflächen 35 und 37 in Verbindung. Zuleitungen 55 und 57 verbinden jeweils die beiden elektrischen
Kontakte 8 mit den beiden Kontaktflächen 39 und 41.
Aus Fig. 3 ist die vollständige Anordnung ersichtlich, wobei ein Abschlußdeckel 59 strichpunktiert
dargestellt ist.
Das Substrat 1 kann auch aus Quarz und anderen Glasarten hergestellt werden; es können auch BeO
oder Al2O3 verwendet werden. Das Substrat 1 soll ein
elektrischer Isolator mit hoher Durchschlagsfestigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit sein.
Vanadiumdioxid zeigt bei Erhitzung auf eine kritische Temperatur eine sehr große Widerstandsänderung
in der Größenordnung von 1000 : 1. Die Charakteristiken dieses Materials und ähnlicher Stoffe
werden weiter unten erläutert.
Bei der Herstellung des Festkörperbauelementes gemäß Fig. 1 bis 3 wird das Substrat 1 zuerst über
seine gesamte Fläche mit der Nickel-Chromlegierungsschicht 7 überzogen, beispielsweise durch Aufdampfen
in inerter Atmosphäre. Die Schichtdicke liegt in der Größenordnung von 0,05-0,1 μηι. Anschließend
wird mit einer Dicke von beispielsweise 0,2 μπι eine Goldschicht aufgebracht. Das Gold wird
dann vom mittleren Teil des Substrats 1 abgeätzt und dann auch ein Teil der Nickel-Chromlegierungsschicht,
in der Weise, daß Schultern verbleiben, welche, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit der temperaturempfindlichen
Schicht 4 aus Vanadiumdioxid verbunden werden. Die Schicht 4 aus Vanadiumdioxid wird
bei einer Temperatur von 350—450° C mit einer Dicke von 0,15-0,25 μηι aufgetragen, wobei sich das
Vanadiumdioxid im polykristallinen und nicht im amorphen Zustand befindet. Dieser Film bedeckt zunächst
den mittleren Teil des Substrats 1, die beiden Schultern aus der Nickel-Chromlegierungsschicht und
die beiden Goldschichten 5, wird dann jedoch so weit abgeätzt, daß er von den Goldschichten 5 getrennt ist.
Das Vanadiumdioxid ist ein Beispiel für eine Klasse von Stoffen, enthaltend
a) Atome, die bei chemischer Verbindung mit anderen Elementen eine unvollständig gefüllte d-Schale
oder eine unvollständig gefüllte f-Schale aufweisen,
b) eine Substanz, die s- und p-Elektronen aus den Leitungsbändern der Atome entfernt, und welches
c) bei einer bestimmten kritischen Temperatur einen scharfen, deutlichen Wechsel der Leitfähigkeit
zwischen einem isolierenden Zustand und einem leitenden Zustand zeigt.
Das Diagramm gemäß Fig. 4 verdeutlicht, wie sich der elektrische Widerstand eines solchen Materials im
Bereich der kritischen Temperatur Tc verhält.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ergibt sich eine relativ breite Hystereseschleife, jedoch ist
es auch möglich, durch Änderung der Herstellungsbe-
dingungen des Materials eine schmalere Hystereseschleife
zu erhalten.
Für die temperaturempfindliche Schicht eignen sich beispielsweise folgende Stoffe:
Vanadiumdixod VQ,
Vanadiumdixod VQ,
Vanadiumtrioxid V2O,
Silbersulfid Ag,S
Titanoxid T,O5
Vanadiumtrioxid (V2Oj) weist eine scharfe Änderung
der Leitfähigkeit bei etwa 150° K sowie eine unzureichend
definierte Änderung bei etwa 500° K auf. Durch Dotieren dieses Materials mit 1 % Chromtrioxid
(Cr2O3) wird jedoch erreicht, daß sich die Änderung
der Leitfähigkeit bei der tiefen Temperatur zu etwa 170° K verschiebt, während sich die Änderung
der Leitfähigkeit bei der höheren Temperatur schärfeir ausbildet und auf etwa 270° K absenkt. Diese zweite
Änderung der Leitfähigkeit liegt in entgegengesetzte«- Richtung zur ersten Änderung. Dies verdeutlicht, daß
die jeweiligen kritischen Temperaturen durch Variieren der Dottermaterialmenge eingestellt werden können.
Das in der temperaturempfindlichen Schicht 4 beim Ausführungsbeispiel verwendete Vanadiumdioxid ist
so dotiert, daß seine kritische Temperatur bei 55° C liegt. Wenn die Temperatur unterhalb der kritischen
Temperatur liegt, beträgt der Widerstand zwischen den Stiften 15 und 17 200 X 10J Ω. Wenn zwischen
den Stiften 19 und 21 eine Spannung angelegt wird, fließt ein Strom durch den Ohmschen Widerstandsfilm 7 und die erzeugte Wärme wird durch das Substrat 1 in die temperaturempfindliche Schicht aus Vanadiumdioxid geleitet. Erreicht diese Schicht 4 die:
kritische Temperatur, fällt der Ohmsche Widerstand zwischen den Stiften 15 und 17 plötzlich auf einen
sehr viel kleineren Wert ab, beispielsweise auf 200 Ω.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel hat es. sich gezeigt, daß die temperaturempfindliche
Schicht 4 aus Vanadiumdioxid nach etwa 15 ms umschaltet,
wenn der Ohmsche Widerstandsfilm 7, welcher als Heizvorrichtung dient, eine Leistung in der
Größenordnung von 500 mW verbraucht. Die Zeit, die die Schicht 4 benötigt, um wieder in den ursprünglichen
(hochohmigen) Zustand zu gelangen, beträgt ebenfalls etwa 15 ms. Es ist möglich, ein schnelleres
Umschalten zu erzielen, wenn man dem Ohmschen Widerstandsfilm 7 eine höhere Leistung zuführt. Der
erhöhte Wärmestau im Substrat 1 bewirkt jedoch eine verlängerte Rückstellzeit. Es hat sich als vorteilhaft
erwiesen, die Wärme als Impuls mit relativ hoher Leistung zuzuführen, wodurch man ein schnelleres Umschalten
erhält, während gleichzeitig die Gesamtwärmczufuhr niedrig gehalten werden kann und dadurch
ein relativ rasches Zurückkehren in den Ausgangszustand möglich ist.
Wie in Fig. 10 angezeigt, ist der Stromfluß über den Querschnitt des Materials verteilt, wenn das Material
über seine kritische Temperatur erhitzt ist. Wenn der Stromfluß durch äußere Schaltkreisbedingungcn
verringert oder wenn das Material auf eine Temperatur abgekühlt wird, die etwas niedriger als
diejenige liegt, bei der es hochleitend wurde, dann zeigt der Stroinfluß die Neigung, sich in einem schmaleren,
längscrstrcckcndcn Bereich des Materials zu konzentrieren (Fig. 11). Der konzcntriertcrc Strom
erzeugt in diesem Bereich ausreichend thermische Wärme, um diesen Teil des Materials in seinem siiirker
leitenden Zustand zu halten.
Fig. ft zeigt eine Schaltung mit einer Stromquelle 601, die in einem Verbraucher /?603 einen Überstrom
mißt und einen npn-Transistor Q\ ausschaltet, um den Strom im Verbraucher auf einen sicheren Wert
zu begrenzen. Ein Widerstand R6%5 wird so gewählt,
daß genügend Basisstrom fließt, um über den Transistor Q\ einen ausreichenden Verbtaucherstrom unter
normalen Arbeitsbedingungen zu liefern. Die temperaturempfindliche Schicht 4 wird zwischen den Emit-
i» ter und die Basis des Transistors Q\ gelegt. Zwischen
der Basis und dem Kollektor des Transistors Ql liegt der Widerstand Λ605 mit beispielsweise HKK) Ω. Der
Ohmsche Widerstandsfilm 7 liegt in Reihe mit dem Verbraucher R603.
ι > Bei normalen Arbeitsbedingungen ist der Transistor
Ql durchgeschaltet, da die Temperatur der temperaturempfindlichen Schicht 4 unterhalb der kritischen
Temperatur liegt. Wenn jedoch durch den Verbraucher Λ603 und durch den Ohmschen Wider-
-'<> standsfilm 7 ein Überstrom fließt, wird die temperaturempfindliche
Schicht 4 auf erhöhte Leitfähigkeit geschaltet, wodurch der dem Verbraucher Ä603 gelieferte
Strom auf den erforderlichen Wert gebracht wird.
-'"> Die Schaltung gemäß Fig. 7 ist der zuvor erläuterten
ähnlich, jedoch mit derjenigen Ausnahme, daß sie selbstschaltend ist, wenn die temperaturempfindliche
Schicht 4 auf einen niedrigen Widerstandswert gebracht ist.
J» Ein npn-Transistor Q3 ist über den Ohmschen Widerstandsfilm
7 und einen Verbraucher Ä803 an eine Gleichstromquelle 805 angeschlossen. Der Film 7
liegt mit einem Widerstand /?807 in Reihe an der Gleichstromquelle 805, und die Basis des Transistors
Q3 ist über eine Zenerdiode Z)801 an die Verbindungsstellen
der temperaturempfindlichen Schicht 4 mit dem Widerstand 7?8O7 angeschlossen. Der Widerstand
R809 liegt zwischen der Basis und dem Emitter des Transistors Q3 und dient zum Ableiten
von Streuströmen.
Die aus Fig. 8 ersichtliche Schaltung ist eine Weiterentwicklung der zuvor erläuterten Schaltung, wobei
an Stelle einer Zenerdiode eine Vorspannungsquelle 907 verwendet wird. Darüber hinaus überbrückt der
Ohmsche Widerstandsfilm 7 einen niedrig bemessenen Widerstand R90S, so daß höhere Verbraucherströme
verwendet werden können. Wie schon bei der zuvor erläuterten Schaltung, verwendet diese Schaltung
einen npn-Transistor Q4, der in Reihe mit dem Ohmschen Widerstandsfilm 7 und einem Verbraucher
/?901 liegt und an eine Gleichstromquelle 903 angeschlossen ist. Die temperaturempfindliche Schicht 4
liegt in Reihe mit der als Vorspannungsquelle dienenden Glcichspannungsquelle 907 sowie mit einem Widerstand
Λ909 und ist ebenfalls an die Gleichspannungsquclle
903 angeschlossen. Die Basis des Transistors QA ist an die Verbindungsstelle der temperaturempfindlichen
Schicht 4 mit dem Widerstand Λ909 angeschlossen. Diese Schaltung ist ebenfalls
M> sclbsthaltcnd, wenn die temperaturempfindliche
Schicht 4 in den nicdcrohmigen Zustand erwärmt worden ist.
Die aus Fig. 9 ersichtliche Schaltung macht Gebrauch von der Vorrichtung gemäß Fig. 1-3 in Vcr-
b1) bindung mit einem Triac 950, wie sie in Fig. 5 dargestellt
ist. Der Triac 950 dient als Wechselstromschalter und ist in Reihe mit einer Wechselstromquelle 951
sowie einem Verbraucher 953 verbunden. Parallel
zum Triac 950 liegen in Reihe geschaltet der Ohmsche Widerstandsfilm 4 und ein Widerstand R955 mit
1000 Ω. Die Steuerelektrode des Triac 950 ist an die Verbindungsstelle zwischen dem Ohmschen Widerstandsfilm
4 und dem Widerstand R9SS angeschlossen. Der Ohmsche Widerstaiidfilin 7 ist an eine einstellbare
Steuerstromquelle 957 augeschlossen, die bei Spannungen in der Größenordnung von 5—50 V
arbeitet. Demgegenüber kann die Spannung zwischen dem Verbraucher und der Steuerschaltung durchaus
1500 V,ff betragen.
Bei dieser Vorrichtung wird die kleine Steuerspannung
zur Steuerung des Widerstandes der temperaturempfindlichen Schicht 4 verwendet, wodurch die
an die Steuerelektrode des Triac 950 angelegte Spannung den Verbraucherstrom steuert. Im Verbraucher
953 fließt so lange ein Strom, wie die temperaturempfindliche
Schicht 4 auf Grund der am Ohmschen Widerstandfilm 7 angelegten Spannung über der kritischen
Temperatur gehalten wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
809 626/200
Claims (10)
1. Festkörperbauelement zum thermisch gesteuerten Schalten mit einem plättchenförmigen
Substrat aus elektrisch isolierendem Material, auf welchem eine zwei, auf ihm angeordnete elektrische
Kontakte überbrückende temperaturempfindliche Schicht aus einem Material, enthaltend
a) Atome, die bei chemischer Verbindung mit anderen Elementen eine unvollständig gefüllte
d-Schale oder eine unvollständig gefüllte f-Schale aufweisen,
b) eine Substanz, die s- und p-Elektronen von den Leitungsbändern der Atome entfernt
und welches
c) bei einer bestimmten kritischen Temperatur einen scharfen deutlichen Wechsel der Leitfähigkeit
zwischen einem isolierenden Zustand und einem leitenden Zustand zeigt,
sowie eine elektrische Heizvorrichtung aufgebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß
das Substrat (1) aus einem wärmeleitenden, elektrisch isolierenden Material mit hoher Durchschlagsfestigkeit
besteht, und daß auf der einen Substratseite die elektrischen Kontakte (3) und die diese Kontakte überbrückende temperaturempfindliche
Schicht (4) und auf der anderen Substratseite die Heizvorrichtung (7) aufgebracht
sind.
2. Festkörperbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Heizvorrichtung
ein dünner Ohmscher Widerstandsfilm (7) aus Metall ist.
3. Festkörperbauelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandsfilm
(7) aus einer Nickel-Chromlegierung besteht und darauf zwei im Abstand voneinander angeordnete
elektrische Kontakte (8) aus einer Goldschicht angeordnet sind.
4. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Substrat (1) ein Saphirplättchen ist und die von der temperatuternpfinulichcn Schicht (4) überbrückten
elektrischen Kontakte (3) aus einer Nikkel-Chromlegierung
bestehen und mit einer Goldschicht (5) bedeckt sind.
5. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche 1—4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Substrat (1) auf einer Keramikplatte (9) mit bedeutend größeren Abmessungen angeordnet ist in
der Weise, daß die temperaturempfindliche Schicht (4) der Keramikplatte (9) gegenüberliegt
und mittels abstandhaltender Lötkugeln (53), weiche elektrische Kontakte zwischen den von der
temperaturempfindlichen Schicht (4) überbrückten Kontakten (3) und auf der Keramikplatte (9)
vorgesehenen metallischen Kontaktflächen (35, 37) herstellen, im Abstand gehalten ist.
6. Festkörperbauelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikplatte (9)
an einer metallenen Bodenplatte (13) befestigt ist und eine kappenförmige Umhüllung (59) zur Umhüllung
der Keramikplatte (9) und des Substrats (1) vorgesehen ist.
7. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das
temperaturempfindliche Material Vanadiumdi
oxid ist.
8. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das
temperaturempfindliche Material Vanadiumtrioxid ist.
9. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das
temperaturempfindliche Material Silbersulfid ist.
10. Festkörperbauelement nach einem der Ansprüche
1—6, dadurch gekennzeichnet, daß das temperaturempfindliche Material Titanoxid ist.
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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