DE226285C - - Google Patents
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Description
Gegenstände, die mit Hartlot gelötet werden müssen, wie es vielfach bei Bijouterieartikeln
der Fall ist, bedürfen als Lotflußmittel Borax. Dieser wurde an den Lötstellen,
beispielsweise bei Schmuckketten, an jeder Stoßfuge jedes einzelnen Gliedes ohne
weiteres in flüssigem Zustand aufgetragen und trocknete während des Lötprozesses dadurch,
daß das Wasser, welches der aufgelöste Borax enthielt, verdunstete. Da nun der Borax die Eigenschaft besitzt, daß er, in
reichlicher Masse aufgetragen, leicht abblättert bzw. das beim Lötprozeß nicht erforderliche
überflüssige Quantum Borax von der Lötstelle absprang, so ist bisher bei Massenlötungen
in Glüh- oder Lötöfen der Mißstand eingetreten, daß beispielsweise die Porzellano.
dgl. Muffeln öfters erneuert werden mußten, weil der Borax die Eigenschaft besitzt, zerstörend
auf den Ton der Muffeln einzuwirken, so daß an Stellen, wo der Borax mit der
Muffel in Berührung kam, Löcher entstanden. Durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildende Verfahren wird dieser Mißstand vermieden.
Die Erfindung besteht darin, daß der auf die Lötstelle aufgebfachte Borax nach dem
Trocknen durch mäßige Wärme: mit einer Deckmasse versehen wird, welche keine Neigung
hat, sich in der Glühhitze zu verändern, mit anderen Worten, so beschaffen ist, daß sie bei jeder Temperatur an den Stellen,
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auf welche dieselbe aufgetragen ist, festklebt und mit dem Borax keine chemische Verbindung
eingeht, die den Lötprozeß verhindert.
Zu solchen Deckmassen gehört z. B. Graphit, welcher infolge seiner bekannten Eigenschaften
keine Neigung hat, sich mit dem Borax oder mit dem Ton zu verbinden, so daß bei Anwendung von Graphit als Deckmasse
in der vorbeschriebenen Weise Ton-, Porzellan- u. dgl. Muffeln sehr lange Zeit bis
zur eigenen Hinfälligkeit benutzt werden können.
Es mag noch darauf hingewiesen werden, daß Graphit als Deckmasse für zu lötende
Gegenstände an sich bekannt ist. Dabei hat aber der Graphit lediglich den Zweck, diejenigen
Stellen, welche nicht gelötet werden sollen, vor der Berührung mit dem Lot zu schützen.
Paten τ-An s PRu CH:
Verfahren zum Löten von Bijouterieartikeln durch Erhitzen in Muffeln, dadurch
gekennzeichnet, daß der auf die Lötstellen aufgetragene Borax nach dem Antrocknen mit einer Deckmasse versehen
wird, die keine Neigung hat, sich in der Glühhitze zu verändern oder mit Borax und Ton eine chemische Verbindung einzugehen
, sondern eine neutrale Schicht bildet, welche eine Berührung des Borax mit der Muffel verhindert.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Claims (1)
- KAISERLICHESPATENTAMT.PATENTSCHRIFT- JVi 226285 KLASSE 49/. GRUPPEFirma CH. ESZIG in PFORZHEIM.
Publications (1)
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ID=486847
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