DE227033C - - Google Patents

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DE227033C
DE227033C DENDAT227033D DE227033DA DE227033C DE 227033 C DE227033 C DE 227033C DE NDAT227033 D DENDAT227033 D DE NDAT227033D DE 227033D A DE227033D A DE 227033DA DE 227033 C DE227033 C DE 227033C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F3/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork
    • G04F3/02Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms
    • G04F3/04Additional arrangements in connection with ordinary non-electric clocks for this purpose

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
PAUL SCHRÖDER in STUTTGART.
Hemmwerk verzögert wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. November 1909 ab.
Es ist· bekannt, Treppenhausanlagen während der Dauer der Abendzeit, etwa von 6 bis io^'Uhr, dauernd elektrisch zu beleuchten und das Ein- und Ausschalten dieser Abendbeleuchtung selbsttätig zu bewirken. Nach dieser Zeit wird die Beleuchtung durch Druckknöpfe, welche in den verschiedenen Stockwerken angebracht sind, periodisch eingeschaltet, und zwar etwa für die Dauer von je 3 Minuten.
Das ist während der ganzen Nacht möglich, etwa von abends 10 bis morgens 5 Uhr. Bei Tage ist die Benutzung der Beleuchtung vollständig ausgeschlossen.
Die Erfindung betrifft nun einen für den genannten Zweck besonders zweckmäßigen und dabei einfachen Zeitschalter, von dem auf der Zeichnung eine Ausführungsform dargestellt ist.
Für den Apparat wird. irgendein bekanntes,
Uhrwerk mit etwa 45 tägiger Gangzeit benutzt,
ao durch welches mit Hilfe einer. Klinkvorrichtung ein Schaltstern gedreht wird, wie in Fig. 1 schematisch dargestellt ist.
An einer Scheibe α des Zifferblattes sind in bestimmten Abständen Stifte J1, b2 und bs eingeschraubt. Durch diese wird die Klinke c bewegt und damit der Schaltstern d gedreht. Das Klinkwerk ist der Einfachheit halber in der Zeichnung weggelassen. Auf dem Schaltstern d liegen drei Kontaktfedern S1, e2 und e, auf. Der Schaltstern ist in Fig. 2 im abgewickelten Zustande gezeichnet. Er besitzt sechs Flächen A, N, T, A11N1^T1. Bei der Stellung A, Abendstellung, sind die Federn e3 und e% durch die Kontaktfläche f1 miteinander leitend verbunden, während die Feder ex auf einer Isolierfläche aufliegt. Bei der Stellung N, Nachtstellung, sind die Federn ex und e2 miteinander leitend verbunden, während die Feder es auf einer Isolierfläche aufliegt. Bei der Stellung T, Tagesstellung, sind alle Kontaktfedern isoliert. Die Stellungen A1, N1, T1 entsprechen den Stellungen A, N, T. Die Stellung A erreicht der Schaltstern d bei Eintritt der Dunkelheit in dem Beispiel, also etwa um 6 Uhr abends. Er wird bei Eintritt der Nachtzeit in die Stellung N kommen, im Beispiel um 10 Uhr abends. Die sämtlichen Kontaktfedern werden bei der Stellung T auf einer Isolierfläche aufliegen, welches der Zeit von 5 Uhr morgens entspricht.
Mit der Achse des Schaltsternes d ist eine Scheibe g mit zwei Segmenten gekuppelt. Diese Segmente stoßen bei den Stellungen A und A1 des Schaltsterns an einen Sperrhebel h, welcher sich um den Punkt i dreht, und drücken den an seinem anderen Ende angebrachten Sperrzahn in das Zahnrad m eines Hemmwerkes k für den eigentlichen Hauptschalter, wodurch das Hemmwerk gesperrt wird. Der Hauptschalter hat folgende Bauart (vgl. auch Fig. 3):
In dem Solenoid s bewegt sich ein Kern I, der an seinem unteren Ende durch ein magnetisierbares Stück 0 belastet ist. Am oberen Teile des Kernes I ist ein Anschlagstift ν und eine nur nach unten ausweichende Klinke p angebracht. Diese übt also beim Einziehen des Kernstückes 0 in das Solenoid s auf die Stifte tv tz, ts.... des
Hemmwerkes keine Wirkung aus, fängt sich aber beim Niedergang des Kernes an einem derselben. Der Anschlagstift ν drückt beim Heben des Kernes auf die Arme ^1, q2 zweier Wirikelhebel u, die an ihren aufrecht stehenden Schenkeln Kontakte r tragen, die sich im Ruhezustande des Solenoids berühren und den Stromschluß für dessen Erregung vermitteln. Die Kontakte werden durch eine Feder w gegeneinander gezogen. Das Kernstück ο wirkt in seiner tiefsten Stellung auf -.einen Stromschlußhebel n, der einerseits mit einem Kontaktmesser W1, anderseits mit einem magnetisierbaren Klotz H2 ausgerüstet ist.
Bei Erregung des Solenoids wird das1 Kernstück 0 magnetisch und nimmt den Klotz n2 mit, so daß der Schalter nx geschlossen wird. Sobald der Stift ν die Arme qv q2 nach oben gedrängt und die Kontakte r voneinander getrennt hat, ist das Solenoid ausgeschaltet und das Kerngewicht vom Schalthebel η getrennt. Ein sofortiges Zurückfallen des Kernes ist aber nicht möglich, weil die Klinke p von einem der Stifte t zurückgehalten und die Drehung des Hemmwerkes k durch irgendeine bekannte Vorrichtung verzögert oder auch ganz verhindert wird, wie oben beschrieben wurde.
Die Wirkungsweise des Apparates ist nun folgende:
Beim Eintritt der Dunkelheit löst der Stift δχ das Klinkwerk c aus, der Schaltstern d wird in die Stellung A gedreht, und das Segment der Scheibe g drückt den Sperrhebel h herunter und sperrt das Zahnrad m. Kurze Zeit darauf werden die Kontaktfedern e2 und e3, welche bisher auf einer Isolierfläche auflagen, auf die Kontaktfläche f1 gebracht; hierdurch wird der Strom über es, fx, C2, Kontakte r und Spule s geschlossen. Der Solenoidkern 0 bewegt sich daher nach oben und wird durch die einseitig ausweichende Klinke fi an dem Stift Ji1 gefangen. Der .Stromkreis durch das Solenoid ist wieder unterbrochen, da sich die ,Kontakte r durch den Einfluß des Stiftes ν voneinander getrennt haben. Der Solenoidkern kann aber nicht in seine Ruhelage zurückfallen, da das Hemmwerk k am Zahnrade m gesperrt ist. Der Hauptschalter η ist beim Aufwärtsgehen des Solenoidkernes geschlossen worden. Die Lampen L brennen nun dauernd, bis. durch den Stift b2 eine weitere Auslösung des Klinkwerkes c erfolgt, etwa um 10 Uhr abends. Hierdurch gelangt der Schaltstem d in die Stellung N, so daß die Kontaktfeder e3 auf einer Isolierfläche, die Kontaktfedern e2 und ^1 auf der Kontaktfläche f2 ruhen. Jetzt gibt das Segment der Scheibe g den Sperrhebel h und dieser das Hemmwerk k frei. Der Solenoidkern sinkt langsam herab, bis die Klinke p von dem nach unten bewegten Stift ^1 abgleitet, fällt dann schnell herab und schlägt den Schalthebel η heraus. Die Lampen L erlöschen.
. Durch die vorerwähnte Stellung der Kontaktfedern ex und e% ist der Stromkreis für die Druckknopfleitung bereitgestellt; erfolgt eine Kontaktgabe mittels eines der Druckknöpfe D, so wird der Stromkreis durch diesen Druckknopf über ev f2, e2, r und Spule s geschlossen. Der Solenoidkern wird nach oben gezogen, und die Lampen L werden durch den Schalter η eingeschaltet. Sie brennen einige Minuten, bis der Solenoidkern, von der Klinke freigegeben, herabfällt und den Schalter wieder öffnet. Diese Beleuchtung kann beliebig oft während der Nachtzeit benutzt werden. Sobald der Stift bs das Klinkwerk c nochmals auslöst, werden die sämtlichen Kont'aktfedern auf die Isolierfläche T, d. i. in die Tagesstellung gebracht. Die Beleuchtung kann von diesem Zeitpunkt ab nicht mehr benutzt werden. Erst 80 ' durch weitere Auslösung seitens* des Stiftes O1 beginnt das Spiel von neuem.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch,· ,
    Zeitschalter, bei welchem der Kern eines Solenoids während des Aufwärtsganges den Hauptschalter schließt und am Ende des Rückganges wieder öffnet, während des letzteren aber durch ein von ihm. angetriebenes Hemmwerk verzögert wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Uhrwerk (a) gesteuerter Schaltstern (d) den Stromscliluß des Solenoids fs) für die Dauerbeleuchtung (über e2, ß3) herstellt und während dieser Zeit das Hemmwerk (k) . mechanisch (mittels g, k, m) sperrt, für die periodische Beleuchtung (über ev e2) vorbereitet und für eine bestimmte Zeit (z. B. bei Tage) ganz verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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