DE227348C - - Google Patents

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DE227348C
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ammonia
evaporation
boiler
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M13/00Fumigators; Apparatus for distributing gases

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
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  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 227348 KLASSE 45 #. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. November 1909 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zur Verdampfung von Ammoniak, zum Zwecke, Ungeziefer, insbesondere Wanzen u. dgl., zu beseitigen.
Gemäß der Erfindung wird eine besonders intensive Verdampfung des Ammoniaks dadurch herbeigeführt, daß demselben größere Wärmemengen zugeführt werden, so daß eine erhebliche Verdampfung noch stattfindet, wenn
ίο die Verdampfungsflamme bereits erloschen ist.
Diese Maßnahme hat den folgenden Zweck:
Eine Vertilgung von Ungeziefer, z. B. von
Wanzen, ist nur dann in genügendem Maße möglich, wenn die zur Abtötung des Ungeziefers dienenden Ammoniakdämpfe die Luft des betreffenden Raumes vollständig durchsättigen, weil sonst die Dämpfe nicht in die kleinsten Ritzen und Fugen eindringen, in welchen sich die Tiere aufhalten. Eine genügend intensive Verdampfung von Ammoniak mit Hilfe einer Heizflamme war nun bisher nicht möglich, weil sofort nach eintretender Verdampfung durch die Ammoniakdämpfe die Heizflamme zum Erlöschen gebracht wurde und infolgedessen eine genügende Übersättigung der Luft mit den Ammoniakdämpfen nicht eintrat.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird aber erst so viel Wärme in dem Ammoniak und dem Verdampfapparat aufgespeichert bzw. das Ammoniak unter einen solchen Druck gebracht, daß, selbst wenn das Ausströmen des Ammoniaks beginnt und dadurch die Heizflamme erlischt, noch eine genügende Nachverdampfung eintritt, um die erforderliche 40
45
Übersättigung der Luft mit Ammoniakdämpfen herbeizuführen.
Die neue Vorrichtung besteht aus einem das Ammoniak aufnehmenden kleinen Dampfkessel, welcher durch ein Sicherheitsventil verschlossen ist. Das Sicherheitsventil ist so belastet, daß ein Ausströmen des Ammoniaks erst stattfindet, nachdem eine verhältnismäßig hohe, bestimmte, gewünschte Spannung der Ammoniakdämpfe im Kesselinnern erreicht ist, während gleichzeitig die Einrichtung getroffen ist, daß, wenn das Sicherheitsventil sich einmal geöffnet hat, durch mechanische Vorrichtungen o; dgl. die Öffnung des Sicherheitsventiles nicht mehr wieder geschlossen wird, so daß durch die in dem Kessel aufgespeicherte Wärme nach dem Erlöschen der Heizflamme das im Kessel vorhandene Ammoniak noch weiter verdampft und infolgedessen eine intensive Schwängerung der Luft mit den Ammoniakdämpfen stattfindet.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar zeigt:
Fig. ι die schematische Ansicht eines Kessels mit Sicherheitsventil zur Ammoniakverdampfung, während .
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des Sicherheitsventiles zur Darstellung bringt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist unter dem Kessel α in bekannter Weise eine Spirituslampe b o. dgl. angeordnet, welche den Kessel heizt. Das Innere des Kessels ist mit Ammoniak in entsprechender Menge angefüllt.
Durch einen Hebel c, der im Punkte d gelagert ist, wird vermittels einer Schneide h das Sicherheitsventil unter Druck geschlossen gehalten. Das Gewicht g wird entsprechend den Einkerbungen je nach der Größe des gewünschten Druckes mehr oder weniger weit von dem Drehpunkt d des Hebels c entfernt aufgehängt.
Das Sicherheitsventil ist so beschaffen, daß
ίο es, wenn es einmal abgeblasen hat, nicht mehr durch das Gewicht g verschlossen werden kann.
Dies geschieht, wie es in Fig. 2 beispielsweise zur Darstellung gebracht wird, durch Anordnung von besonderen Sperrkörpern 1.
In der Fig. 2 wird der Kanal k des Sicherheitsventiles durch die Kugel i verschlossen gehalten, die unter dem Drucke der Schneide h (am Hebel c) steht. Seitwärts von der Führung der Kugel i sind nun kleine Kanäle m angeordnet, in welchen kleinere Kugeln I liegen. Die Kanäle sind in ihrem oberen Teile weiter ausgespart wie in ihrem unteren Teile, so daß, wenn die Kugel i auf dem Kanal k ruht, die Kugeln I in dem oberen Teile der Kanäle m festgehalten werden. Wird dagegen durch den Druck der Ammoniakdämpfe die Kugel i gehoben, so wird dadurch der Weg für die Kugeln / frei, und dieselben fallen in den unteren Teil der Kanäle m seitwärts von dem Kanal k.
Läßt nun der Druck im Innern nach, so daß die Kugel i zurücksinkt, so kann dieselbe nicht mehr auf die Öffnung des Kanals k gelangen, weil die Kugeln I in ihrer unteren Stellung nunmehr eine Auflage für die Kugel i bilden. Nachdem also die Ammoniakdämpfe im Kessel einen gewissen Druck überschritten haben, so daß das Sicherheitsventil geöffnet wird, bläst der Kessel ununterbrochen, solange als derselbe noch genügend Hitze zur Verdampfung von Ammoniak enthält, die Dämpfe ab. Dieses Abblasen wird also fortgesetzt, auch wenn die Flamme der Lampe b durch die Ammoniakdämpfe erstickt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Ungeziefervertilgung durch Verdampfung von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfungskessel mit einem belasteten Ventil versehen ist, das nach einmaliger Erreichung eines bestimmten Druckes dauernd in der Offenstellung verbleibt, zum Zwecke, auch nach Erlöschen der Heizflamme durch die in den Gefäßen aufgespeicherte Wärme noch eine weitere Verdampfung herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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