DE227773C - - Google Patents

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DE227773C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/34Weft stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet, ein Schußfühler für Auswechselwebstühle, der die Auswechslung vor vollständiger Abwicklung des Fadens veranlassen soll. Der neue Fühler J besteht, was an und für sich bekannt ist, aus zwei einzelnen zusammenwirkenden Teilen. Diese sind aber nach der Erfindung in der Weise angeordnet, daß der eine Fühlerteil, der vor dem anderen in der Richtung auf die
ίο Spule zu etwas'vorsteht, durch einen Riegel an der Ausführung einer Eigenbewegung gehindert wird, solange die Spule noch genügend bewickelt ist. Nähert sich der Fadenvorrat seinem Ende, so wird der Riegel «ausgelöst, und zwar dadurch, daß er bei der Vorschwingung des Brustbaumes auf einen mit der Lade bewegten Teil, z. B. die Wandung des Schützens, auftrifft. Nun wird der bis dahin verriegelte Fühlerteil frei und kann gegenüber
so dem anderen Fühlerteil eine Schwingbewe-{rung ausführen, sobald er bei der Bewegung des Brustbaumes auf das vordere, vom Faden schon ganz befreite Ende des Spulenträgers auftrifft, während der andere Fühlerteil noch
»5 an dem geringen vorhandenen Fadenvorrat cine Stütze findet. Bei dieser Ausschwingung des erstgenannten Fühlerteiles wird dann die Auswechselvorrichtung in Tätigkeit gesetzt oder der Stuhl stillgestellt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Draufsicht auf einen Schützenkasten an einem Ende der Lade eines Webstuhles. Die Ansicht zeigt auch das eine Ende des festen Brustbaumes, an dem ein Ansatz den Fühler mit den zugehörigen Bewegungsvorrichtungen trägt. Die Vorderplatte des Schützenkastens und die Vorderwand des in demselben liegenden Schützens ist weggenommen gedacht. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Ebene 2-2 in Fig. 1. Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt durch den Übertrager und die benachbarten Teile. Fig. 4 ist ein Einzelschnitt in der Ebene 4-10 in Fig. 1, in der Richtung nach einwärts, gegen den Brustbaum zu. Fig. 5 ist eine Ansicht des Ansatzes an dem Brustbaum und der daran befestigten Teile, von der Lade aus genommen. Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt durch den Fühler und seinen Träger. Fig. 7 zeigt einen Teil des Trägers für den Fühler. Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Schützen und den zweiten Fühler nach der Ebene 8-8 in Fig. i. Fig. 9 ist ein senkrechter Schnitt nach der Ebene 9-9 in Fig. 7. Fig. 10 ist ein senkrechter Schnitt nach der Ebene 4-10 in Fig. 1, nach auswärts genommen. Fig. ii, I2'und 13 veranschaulichen die Bewegung des Fühlers.
A ist der Schützenkasten an einem Ende der Lade; in dem Kasten befindet sich ein Schützen B mit einem herausnehmbaren Spulenträger C, von dem der Faden nahezu abgewickelt ist. .Die Vorderseite des Schützens hat einen Schlitz a, ebenso ist die Vorderseite des Schützenkastens mit einer dazu passenden Öffnung b (Fig. 1 und 2) versehen, durch welche der Fühler E eintreten kann, wenn die Lade nach vorwärts gegen den Brustbaum F sich bewegt, um alsdann mit der Spule in Berührung zu kommen.
Der verlängerte Brustbaumtisch G trägt den Fühler E und den die Bewegung des Fühlers
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auf die selbsttätige SchußfadcnnachfüHvoriichtung übertragenden Hebel oder Übertrager H. Diese Einrichtung selbst ist hier nicht näher erläutert, da sie bekannt ist. Der
5' Übertrager H ist nahe an seinem Mittelpunkt um einen Zapfen c (Fig. 3) drehbar gelagert ' ; und an seinem äußeren Ende mit einem gekrümmten Schlitz d (Fig. 4) versehen, durch den ein Hebel / greift. Dieser ist an seinem
inVieren Ende an einem Zapfen e (Fig. 1, 3 und 5) gelagert. Das äußere Ende des Hebels / wird für gewöhnlich in seiner rückwärts geneigten Lage (Fig. 1) durch eine Feder/ (Fig. 2, 3 und 5) gehalten. Wenn das äußere
Ende des Hebels I nach vorwärts bewegt wird (was geschieht, sobald der Fühler infolge der bevorstehenden Erschöpfung des Fadenvorrates sich nach vorwärts bewegt), so wirkt der Hebel 7 auf den Übertrager und schwingt da-
durch denselben auf seinem Zapfen e herum, wodurch in beliebiger und bekannter Weise die selbsttätige Schußspulenauswechslungsvorrichtung in Wirkung tritt.
Das äußere freie Ende des Hebels / ist mit
einem aufwärts gekrümmten keilförmigen Finger/ (Fig. 1 und 13) versehen, der mit einem keilförmigen Ausschnitt K (Fig. 11 und 13) an dem vorderen Ende des langen Fühlerarnics zusammenwirkt.
Der Fühler E ist als Winkclhebel ausgebildet und auf einem Zapfen g (Fig. 6 und 11) an dem zweiten Fühler L gelagert. Für gewöhnlich befinden 'sich der Fühler und der Finger / außer Eingriff miteinander, wie in
Fig. ι dargestellt. Wenn jedoch der Fühler um seinen Zapfen g schwingt, so kommt der Ausschnitt. K in solche Stellung, daß er mit dem Abstellfinger 7 in »Eingriff treten kann (Fig. 13) und den Finger / vorwärts bewegt,
um die Schußspulcnauswechslungsvorrichtung in Betrieb zu setzen. Der Fühler wird in seine Ruhestellung durch eine Feder h zurückgebracht (Fig. xi).
Der zweite Fühler L ist auf einem Gleit-
stück gelagert und kann so nach vorwärts und lückwärts bewegt werden. Eine Feder M (Fig. 6, 9 und 10) zieht ihn nach rückwärts, der auf dem Spulenträger aufgewickelte Faden jedoch drückt ihn mittels des Fühlers nach
vorwärts, wenn die Lade anschlägt. Das hintere Ende des Fühlers L liegt so, daß es durch die Öffnungen b und α in die Kammer des Schützens eintreten kann. Wenn die Lade nach vorwärts schwingt, kommt der auf dem
Spulenträger C aufgewickelte Faden, sofern eben noch genug davon vorhanden ist, zur Berührung mit dem Fühler E und drückt ihn zusammen mit dem Fühler L nach vorwärts, gegen den Zug der Feder M. Das ist die Nor-
malstellung.
Der Fühler E wird für gewöhnlich an einer Schwingung um seinen Zapfen g. durch den Riegel N (Fig. 11) gehindert, der auf dem zweiten Fühler gleitbar gelagert ist, und zwar zwischen einer Kante des Fühlers E und einer Wange i an dem Fühler L. Für gewöhnlich steht der Riegel in seiner hinteren Stellung auf dem Fühler L (Fig. 1), und zwar unter dem Zug einer Feder 0 (Fig. 2, 6, 10 und 13). In dieser Stellung verriegelt'er den Fühler, indem er ihn an dem Schwingen um seinen Zapfen g verhindert und daher außer Eingriff mit dem Fingerhebel / hält. Der Riegel wird auf den Fühler L durch einen Führungsstift I (Fig. 2, 8 und 11) gedrückt. Die öffnung h in der vorderen Wand des Schützenkastens ist hoch genug (Fig. 2), um den Riegel N eintreten zu lassen, wenn die Lade vorwärts schlägt, aber der Riegel erstreckt sich nach aufwärts über den Schlitz α in dem Schützen, so daß er in die Kammer desselben nicht eintreten kann.
Die Wirkungsweise erscheint nun verständlich. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, erstreckt sich der Fühler E weiter nach rückwärts, gegen den Spulenträger hin, als der Fühler L oder der Fühlcrriegel N. Das ist der Fall sowohl wenn weder der.Fühler E noch der Fühler L in der Schützenkammer sich befindet, als auch wenn keiner von beiden in Berührung mit dem Fadenvorrat ist. Es ist im allgemeinen stets der Fall, ausgenommen wenn der Fühler E um seinen Drehzapfen geschwungen ist. Im Normalzustand, wenn genügend Fadenvorrat auf dem Spulenträger in dein Schützen ist, wirft der Fadenstapel den Fühler E zurück, wenn die Lade nach vorwärts schlägt, und der Fühler £,.der Fühler /. und der Fühlerriegel JV werden mit der Lade nach vorwärts geschoben'und beim Rückgang der Lade durch die Federn M- und 0 zurückgezogen. Dabei wird der Fühler E an einci Schwingung um seinen Zapfen durch den Ric gel verhindert. Die Wirkungsweise bleibt die selbe, bis der Faden so weit abgewickelt ist daß er nicht mehr in Berührung mit den Fühler E tritt. Dieser Zeitpunkt ist in Fig. 1 dargestellt. Aus dieser ist ersichtlich, daß de Faden D so weit abgewickelt ist, daß der Spu lenträger C gegenüber dem Fühler E blo! liegt, während der Faden nun an das hinter Ende des Fühlers L auftrifft. In dieser Augenblick befindet sich aber noch genügen Faden auf der Spule, um eine unmittelbare Bc rührung zwischen dem Fühler E und dem Fi denträger C zu verhindern. Aus diesei Grunde tritt auch jetzt bei der gemeinsame Vorwärtsbewegung des Fühlers I. und de Fühlers E eine Schwingung des letzteren 111 seinen Zapfen nicht ein. Dagegen wird mn mehr ein Zeitpunkt erreicht, in dem d< Fühlerriegcl N zum Anschlag an die Außci
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wand des Schützens gelangt. Wenn nun die Lade vorwärts geht, so wird der Riegel zurückgestoßen und dadurch der Fühler E CiIt--S riegelt. Trotzdem schwingt dieser aber noch nicht, weil er bei der nächsten Vorwärtsbewegung noch immer nicht auf den Fadenträger C auftrifft und daher keinen Anstoß erhält. Sobald nun aber der Faden so weit abgewickelt ist, daß der Fühler E auf den Fadenträger
jo selbst aufschlägt, und zwar bevor auch der Fühler L zum Anschlag mit dem Fadenstapel D gelangt (Fig. 12), erhält der Fühler einen Anstoß, schwingt um ,seinen Zapfen in die in Fig. 13 dargestellte Lage und kommt
zum Eingriff mit dem Abstellfinger /, mit dem Ergebnis, daß der Hebel / in die Nut d des Übertragers eintritt und demnach die Schußspulenauswechselvorrichtung auslöst.
Der Fühler tritt also in Wirkung, wenn nur
ao noch verhältnismäßig ganz wenige Windungen des Fadens sich auf dem Fadenträger befinden,, durch das Auftreffen des Fühlers E auf denjenigen Teil des Fadenträgers, der dann schon ganz vom Faden entblößt ist. Dadurch
«5 wird nicht nur eine äußerst feine Einstellung ermöglicht, sondern die Wirkungsweise der Anordnung unterliegt auch nicht den verschiedenen eingangs erwähnten Störungen. Die Wirksamkeit ist einfach abhängig von der
Durchmesserdifferenz zwischen dem vom Faden befreiten Ende des Spulenträgers und dem anderen, noch mit einigen Windungen des Fadens bedeckten Ende. Hier können die Verhältnisse aber so gewählt werden, daß eine
irgendwie nennenswerte Verschwendung von Faden nicht eintritt.
Die Genauigkeit und Empfindlichkeit des
Fühläcrs beruht auf dem Umstand, daß er als
. Winkelhebel ausgebildet ist, dessen längerer
Arm mit dem Abstellfinger zum Eingriff gelangt und einen keilförmigen Ausschnitt besitzt, wie ebenso auch der Finger keilförmig gestaltet ist. Daher kommt es, daß mehr ein Kraftmoment als eine positive Schwingung
des Fühlers zur Auslösung der Auswechslungsvorrichtung· nutzbar gemacht wird. Wenn nämlich das bloßgelegte Ende des Fadentiägers den Fühler berührt, so schwingt er infolge des erzeugten Kraftmomentes herum,
und zwar weit genug, um wenigstens die eine Kante der Nut über die Kante des Kontrollerfingers zu bringen. Dann muß aber unter allen Umständen der Finger J zum Eingriff mit dem Fühler gelangen. Dadurch wird z. B.
auch erreicht, daß während des normalen Betriebes (ein verhältnismäßig weiter Abstand zwischen dem Fühler und dem Abstellfinger / belassen und damit jede ungewollte Inbetriebsetzung der Auswechslungsvorrichtung ver-
mieden werden kann.
Ein Kraftmoment wirkt auch bei der Entriegelung des Fühlers, da bei dem durch die Wandung des Schützens ausgeübten Stoß der Fühlerriegel so weit nach vorwärts fliegt, daß er den Fühler frei macht. Hierbei sei bemerkt, daß die Fühlerriegel feder 0 sehr schwach ist im Vergleich mit der Feder M.
Der Fühler E kommt zuerst in Berührung mit dem Fadenstapel auf der Spule, bleibt alsdann ohne eigene Wirkung, d. h. berührt weder den Faden noch die Spulenspindel und kommt endlich in Berührung mit der vom Faden entblößten Spindel. Während der ersten Zeit bewegen sich die Fühler E und L zusammen und gleichmäßig in derselben Richtung. Der Fühler E ist verriegelt und macht daher keine Bewegung gegenüber dem Fühler L. Während dieser ersten Zeit kommt der Fühler L selbst nicht zur Berührung mit dem Faden oder der Spindel, Berührt er etwa gelegentlich einmal den Fadenstapel, so wird dadurch irgendeine besondere Wirkung nicht hervorgerufen, da der Fühler E verriegelt ist und daher keine Bewegung gegen den Fühler L ausführen kann. Die zweite Periode tritt ein, wenn der Faden so weit abgewickelt ist, daß der Fühler näher an die Spule herantreten kann wie bisher und daher der Fühler L selbst mit dem Fadenstapel in Berührung kommt. Im Anfang ist dann der Riegel noch eingerückt und verhindert eine eigene Bewegung des Fühlers E. Gegen den Schluß hin wird aber, bei der fortschreitenden Abwicklung des Fadens, der Riegel durch die Wandung des Schützens zurückgeworfen und entriegelt daher den Fühlc:r E. Nach und nach kommt nun bei dem jedesmaligen Vorgehen der Lade der Fühler E näher und näher an die von Faden entblößte Spulenspindel heran und trifft endlich auf, um alsdann gegenüber dem Fühler L verstellt zu werden, worauf dann, wie vorher beschrieben, die Auswechslungsvorrichtung in Tätigkeit tritt.
Der Fühlerriegel N ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung. Es kommt nämlich häufig vor, daß der Faden auf der Spulenspindel unregelmäßig aufgewickelt ist, so daß, auch wenn die Spule noch sehr voll ist, auf den einen oder anderen Fühler Stöße ausgeübt werden könnten, die die gegenseitige Verstellung der Fühler bewirken würden, wenn nicht die Verriegelung vorhanden wäre. Diese Verriegelung wird aber erst aufgehoben, wenn der Faden schon beinahe abgewickelt ist. Die Anordnung wird zweckmäßig so getroffen, daß noch mehrere Schüsse gemacht, werden können, nachdem der Fühler E entriegelt und bevor er gegen den Fühler L bewegt wird. Dadurch wird die Bewegung des Fühlers E sicherer.
Der Fühler E löst die Schußspulenauswechselvorrichtung aus, während noch genug
Faden auf der Spule im Schützen vorhanden ist, um sicher zu stellen, daß der Fadenvorrat reicht, bis die Spule ersetzt wird. Durch Einstcllungsvorrichtungen, die noch beschrieben werden sollen, kann die Größe dieses Fadenvorrates genau reguliert werden, so daß allen gebräuchlichen Forderungen genügt wird.
Der Betrag, um den das hintere Ende des Fühlers E über den Fühler L hinausragt, ist in
ίο den Zeichnungen der Deutlichkeit halber übertrieben dargestellt, in Wirklichkeit ist der Unterschied viel geringer, nämlich nur groß genug, um die beschriebene Wechselwirkung zwischen Fühler und Regulator zu sichern. Tn
Verbindung mit der Fühlervorrichtung sind, eine Anzahl von Einzelheiten angeordnet, die noch der Erläuterung bedürfen. An dem Ansatz G ist die Grundplatte P befestigt, auf der der Fühlerträger gelagert ist. Ferner hat
so der Ansatz G einen horizontalen Schlitz« (Fig. 5), während die Grundplatte P mit einem vertikalen Schlitz/) (Fig. 2, 5 und 6) versehen ist. Durch diese Schlitze greift ein Bolzen Q. Die Schlitze gestatten eine senk-·
S5 rechte und wagerechte Einstellung der Fühler, so daß sie in die genau richtige Stellung zum Schützen und zum Schützenkasten gebracht werden können.
Zwischen der Grundplatte P und dem
Fühler L ist der einstellbare Träger für den Fühler L gelagert. Dieser besteht aus einem Unterteil R und einer Kappe 6" (Fig. 6 und 9), die zur Führung des Fühlers L dient und auch die Feder M aufnimmt. Dieser Träger kann
vor- und zurückgestellt werden, läßt aber auch eine Winkelverstellung sowie eine Hin- und Herschwingung auf der Grundplatte P zu. Diese letztere ist mit einer Nut r (Fig. 6 und 7) versehen, in welche ein Stift T auf der
Unterseite von R eingreift. Der Unterteil R hat ebenso eine Nut s (Fig. 7) parallel mit der Nut r, und auch die Kappe 6".ist mit einer ähnlichen Nut s (Fig. 1) ausgestattet, durch welche die beiden Befestigungsbolzen U, U
(Fig. 7 und 9) greifen. Dadurch ist der Träger auf der Grundplatte befestigt. Löst man diese Bolzen, so kann der Träger R, S nach vorwärts und rückwärts verstellt und dadurch die Dauer der Berührung zwischen dem
Fühler und der Schußfadenspule eingestellt werden.
Diese beiden Bolzen U, U greifen auch durch einen Schlitz t (Fig. 7) in der Grundplatte P, der rechtwinklig zu den Schlitzen r
und s läuft. Dieser Schlitz gestattet eine Winkelverstellung des Supports R, S um den Stift T mit Bezug auf die Längsrichtung des Schützens und der darin enthaltenen Schußfadenspule. Das ermöglicht eine sehr genaue
Einstellung des Fühlers E, so daß der Zeitpunkt, in dem er das vom Faden entblößte Ende des Fadenträgers berührt, sehr genau festgelegt werden kann.
Wegen des Vorhandenseins dieser Einstellung ist es nicht notwendig, schon bei der Herstellung dafür zu sorgen, daß die Hinterflächen der Fühler in verschiedene Ebenen fallen. Die notwendige gegenseitige Verstellung kann vielmehr schon durch die Winkelverstellung bewirkt werden. Die Fühlerführung wird in der gewählten Winkeleinstellung festgehalten durch Bolzen V, V (Fig. 7 und 9), die auf der Grundplatte P sitzen und gegen den Träger R, S stoßen.
Die Kappe S ist an dem Unterteil R durch die Bolzen w, w (Fig. 2, 7 und 11) befestigt. Die Kappe ist nach aufwärts gebogen, wie bei W in Fig. 10 ersichtlich, und bildet so eine Führung für den Abstellfinger /. Diese Bogenführung dient auch dazu, die Schwingung des Hebels in beiden Richtungen zu begrenzen. Das ist von erheblicher Wichtigkeit, um falsche Bewegungen desselben, während er unter dem Stoß des Fühlers E seine Schwingungen ausführt, zu verhindern. Der Fühler L besitzt einen Vorsprung χ (Fig. 10), der ebenfalls in dieser bogenförmigen Führung gleitet, wodurch die Festhaltung des Fühlers in seiner Stellung noch mehr gesichert wird. Der Abstellfinger J befindet sich hinter diesem Vorsprung, und demgemäß unterstützt die Feder M die auf Zurückstellung des Fingers / in seine Ruhelage und auf die Erhaltung in dieser gerichtete Wirkung der Feder f.
Der Zapfen c (Fig. 3), auf welchem der Übertrager H schwingt, befindet sich an einem Arm X, an dem der Abstellfinger / angelenkt ist. Der Zapfen hat eine horizontale öffnung, die einen größeren Durchmesser besitzt als ein Bolzen Y1 durch den der Arm X auf einem Fortsatz Z des Ansatzes G befestigt ist. Diese Anordnung gestattet die Einstellung des Abstellfingers im Verhältnis zum Schützen, so daß die gegenseitige Stellung der Fühlernut K und des Abstellfingers / geregelt werden kann.
Die beschriebene Vorrichtung hat besondere Vorzüge, wenn sie bei Webstühlen mit selbsttätigem Schußspulenersatz verwendet wird. Indessen wird sie mit Nutzen auch bei Webstühlen gebraucht werden können, die mit Einrichtungen zur selbsttätigen Stillsetzung vor dem völligen Verbrauch des Fadens auf der im Schützen befindlichen Schußspule versehen sind.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Zweiteiliger Schußfühler für Webstühle, insbesondere Auswechselstühle, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Fühlerteil (E), der in der Richtung nach der Spule hin weiter vorsteht als der andere Fühlerteil (L), bei genügender Spulen-
    ihr genau
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    bewicklung durch einen Riegel (N) an der Ausführung einer Eigenbewegung gehindert ist, jedoch, sobald die Spulenbewicklung· sich der Erschöpfung nähert, entriegelt wird und dann beim nächsten Auftreffen auf den Spulenkern in eine Schwingung gegenüber dem anderen Fühlerteil versetzt wird, durch die die Auswechselvorrichtung in Gang gesetzt oder der Stuhl abgestellt wird.
  2. 2. Schußfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine (vorstehende) Fühler (E) als Winkelhebel ausgebildet und auf detri anderen Fühlerteil (L) so gelagert ist, daß er in seine wirksame Stellung durch Auftreffen auf das vom Faden bereits entblößte Ende des Spulenträgers gebracht wird, während der andere Fühlerteil (L) sich auf den noch vorhandenen Fadensfapcl stützt.
  3. 3. Schtißfühlcr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Einschwingung des vorstehenden Fühlerteiles (E) in die Arbeitslage verhindernde Riegel (N) auf dem zweiten Fühlerteil (L) so gelagert ist, daß er bei einer bestimmten Verringerung des Fadenvorrates der Spule auf einen mit der Lade bewegten Teil (z. B. die Wandung des Schützens oder des Schützenkastens) auftrifft und dadurch züruckgeschleudert wird, den einen Fühlerteil (E) entriegelnd.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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