DE229757C - - Google Patents

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DE229757C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
    • D21F9/04—Complete machines for making continuous webs of paper of the cylinder type

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 229757 KLASSE 55 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Dezember 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine neue Packung für Rundsiebzylinder an Papier- und Pappenmaschinen, die gegenüber den bekannten Doppelpackungen den Vorteil aufweist, daß 5 ohne Schwierigkeiten und ohne Wässerüberdruck das zwischen den beiden Packungen übertretende Wasser mit darin enthaltenen Faserteilen abgefangen und wieder verwendet werden kann, wobei die zweite innere Packung
ίο sich nicht unter Druck befindet. Man hat bisher wohl doppelte und mehr Dichtungen angeordnet, die aber immer nur die Möglichkeit eines Faserverlustes verringerten, entweder unter Druck arbeiteten oder aber besondere Gußstücke zum Abfangen benötigten. Es. wurde aber noch keine Dichtung angewendet, die, auf geringstem Raum wirkend, ohne besondere Abfangvorrichtung zwischen Siebzylinder und Büttenwand ohne Wasserdruck arbeitet.
Fig. ι ist eine Seitenansicht einer mit der neuen Packung ausgestatteten Rundsiebzylindermaschine.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch den Zylinder und die Bütte in Richtung der Linie 2-2 nach Fig. 3 genommen. ,
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch das Ende der Bütte und des Zylinders unter Hinweglassung einiger Teile.
α bedeutet die Bütte, b den Siebzylinder, c einen ringförmigen Flansch, der an dem Ende des Zylinders nahe an dem Umfang angebracht ist; d ist ein kreisrunder Ring, welcher auf der Innenseite der Bütte angeordnet ist. e ist ein Packring, der zwischen den Enden des Zylinders und den Enden der Bütte liegt und auf den Flansch und den Ring zur Hervorbringung einer Dichtung beider aufgebunden ist. Die Bütte ist an dem einen Ende, wie bei f angegeben, offen, so daß das Abwasser von dem Innern des Zylinders an dieser Stelle aus der Bütte herausfließen kann.
Zwischen der Endwandung der Bütte und dem Ende der Form außerhalb des oben genannten Packungsringes ist ein zweiter Packungsring angeordnet, wobei zwischen beiden Packungsringen ein freier Raum verbleibt. Zu diesem Zwecke wird mit der Endwandung der Bütte ein zweiter Kranz 10 von angenäherter Ringform um den ersten runden Ring herumgelegt. Mit diesem Ring ist eine steife Metallplatte 20 befestigt, welche mit einem rechtwinklig umgebogenen Flansch 25 ausgestattet ist. Letzterer ragt gegen das Ende des Zylinders und ist mit diesem ziemlich in Berührung. Auf diese Weise entsteht eine ringförmige Nut zwischen den Enden des Zylinders b und der Platte 20. Der rechtwinklig gebogene Flansch 25 ist von dem Packungsring c etwas entfernt, so daß ein ringförmiger Raum 30 verbleibt. In der Nut ist ein Packungsmaterial 35 angeordnet, welches die Eigentümlichkeit hat, daß es unter Druck sich seitlich ausbaucht. Dieses Packungsmaterial wird durch ein dicht anziehbares Band 36 derart gehalten, daß es in die Nut eingezwängt wird und sich seitlich ausdehnen muß, so daß es sich zwischen das Ende des Zylinders und der Platte 20 einklemmt. Es kann, wie auf der Zeichnung angegeben, eine Kammer 40 gebildet sein, in der jedes Fasermaterial, welches
etwa noch durch die Packung 35 hindurchgehen sollte, niedergeschlagen wird. Es ist ersichtlich, daß durch die Anordnung der. doppelten Packungsringe, die voneinander entfernt liegen, auf den inneren Ring e kein Wasserdruck wirkt, so daß auch keinerlei Bestreben des Fasermaterials vorhanden ist, unter diesem Packungsring hinwegzugehen und sich mit dem Abwasser zu vermischen. Von der Kammer 40 führt ein Ableitungsrohr 41 derart, daß etwa in die Kammer gelangendes Fasermaterial abgeleitet und zur Wiederbenutzung gesammelt werden kann. Die Metallplatte 20 besteht vorteilhaft aus zwei Teilen A und B, wobei die Teilfläche durch die Achse des Zylinders b derart geht, daß dieser Zylinder aus der Bütte herausgenommen werden kann, wenn man nur den oberen Teil B der Platte 20 weggenommen hat.
Wenn man die Kammer 40 wegläßt, so kann auch eine öffnung in der Wandung der Bütte angebracht sein, durch welche das durch die Packung 35 hindurchgehende Stoffmaterial abfließen kann. Es kann dann in einem Kasten oder auf sonstige Weise gesammelt werden, um vor Verlust bewahrt zu werden. Diese Packvorrichtung kann an beiden Enden des Zylinders b verwendet werden.
Diese Konstruktion sieht eine Kammer an einem oder beiden Enden der Bütte an den Enden des Zylinders b vor, was namentlich dann empfehlenswert ist, wenn der Vorrat der Bütte oder der sich auf dem Zylinder sammelnde Stoff sehr dick ist. In diesem Falle erfolgt eine Ansammlung in diesen Kammern, aus denen der Stoff leicht zurück in den Stoffkasten gebracht werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rundsiebzylinder mit zwei Packungen für Papier- und Pappenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Büttenwandung eine mit einem nach innen gerichteten Flansch (25) ausgestattete Platte (20) befestigt ist und auf diesem Flansch eine 4-5 Packung (35) derart angeordnet ist, daß sie beim Anziehen eines Bandes (36) sich einerseits gegen die Platte (20) und andererseits gegen die Stirnseiten des Siebzylinders anlegen muß, wobei zwischen dem Flansch (25) und dem bekannten Packungsring (e) ein freier Raum bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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