DE229946C - - Google Patents

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DE229946C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/44Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information of incendiary type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jlft 229946 KLASSE 72 d. GRUPPE
Dr.WILH. MOMMSEN in CHARLOTTENBURG.
Hohlgeschoß zur Entzündung von Luftballons. Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1910 ab.
Die Erfindung betrifft ein Hohlgeschoß mit einer Füllung, die sich beim Zutritt von Luft selbsttätig entzündet, so daß das Geschoß beim Eindringen in gasgefüllte Räume, insbesondere Luftschiffe, das in denselben befindliche Gas zur Entzündung bringt; sie besteht darin, daß die Verschlußpfropfen für die in der Geschoßwand vorgesehenen Öffnungen mit einem Draht verbunden sind, der
ίο an der Patronenhülse befestigt ist und beim Abfeuern des Geschosses die Verschlußpfropfen aus den Öffnungen herauszieht, so daß die Luft in das Innere des Geschosses eindringen und die Füllung entzünden kann.
Das Geschoß ist auf der Zeichnung in vier Figuren dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι den Längsschnitt des Hohlgeschosses vor dem Abfeuern, Fig. 2 einen Längsschnitt einer Ausführungsform des Geschosses in der Flugstellung, Fig. 3 und 4 zwei weitere Ausführungsformen des Geschosses.
Das Geschoß ist ein Hohlgeschoß aus Stahl oder anderem Metall. Der Hohlraum des Geschosses α wird mit einem der bekannten Brennstoffe, die sich durch Zutritt von atmosphärischer Luft von selbst entzünden, wie Phosphorwasserstoff, Zinkäthyl usw., gefüllt. Die Füllung kann durch eine im Geschoßmantel b vorhandene, mit luftdichtem Schrau- bendeckel versehene Öffnung c geschehen.
Der Mantel des Geschosses hat Luftlöcher d, e, f, von welchen das an der Spitze des Geschosses befindliche Loch d in der Bereitschaftsstellung durch einen Federpfropfen g hermetisch verschlossen wird, während die Luftlöcher e, f an dem unteren Teile des Ge
schoßmantels bei der Ausführungsform nach Fig. ι und 2 durch die Verschlußblättchen oder Gummipfropfen mit Federmechanikknöpfen h, i luftdicht verschlossen werden. Diese Verschlußblättchen werden von außen her in die innere Hülsenwand derart eingefaßt, daß sie beim Abschießen des Geschosses in der Patronenhülse zurückbleiben. Der das Bohrloch d an der Spitze des Geschosses hermetisch verschließende Federpfropfen g ist mit einem dünnen Metalldraht k, einem Stück Seidenzwirn oder Darmsaite mit dem oberen Teil des Hartgummipfropfens I verbunden.
Durch den Boden m des Geschoßmantels geht bei m1 ein Metalldraht η hindurch. Dieser Metalldraht ist in den unteren Teil des Hartgummipfropfens I eingelassen und mit seinem unteren Ende entweder an einer Querstange 0 oder Hülse bei o1 (Fig. 1) oder in zwei gabelförmigen Enden f, q (Fig. 2) am Boden der Patronenhülse befestigt. Um den Zutritt von Luft zu verhindern, ist ein Verschlußring r angebracht.
Bei dem Abschießen des Geschosses wird der Hartgummipfropfen I durch den in der Patronenhülse befestigten Metalldraht η in den keilförmigen Einschnitt s des Geschoßbodens m ,,hineingezogen und dadurch der mit dem Hartgummipfropfen I durch den Draht k verbundene Verschlußfederpfropfen g in das Inne're des Geschosses gezogen, während der Metalldraht η infolge des Widerstandes, den der Hartgummipfropfen in der Ausnehmung s des Geschoßbodens findet, den Pfropfen I losläßt und in der Patronenhülse zurückbleibt. Hierdurch wird das Luftloch bei d dem Zu-
tritt der atmosphärischen Luft geöffnet und der im Hohlraum des Geschosses befindliche Brennstoff entzündet, wobei infolge des Luftdrucks von oben an den bisher von den Hülsenpfropfen i, h verschlossenen Durchbohrungen c, f des Mantels eine Flamme aus dem Geschoß austritt.
Bei der Ausführungsform des Geschosses nach Fig. 3 sind die Federpfropfen h, i nicht in die Patronenhülse eingelassen, sondern durch Drähte usw. t, u mit dem Hartgummipfropfen I so verbunden, daß die drei Federpfropfen g, t, u beim Abschießen des Geschosses gleichzeitig durch den Metalldraht η nach innen gezogen und die Luftlöcher d, e, f dadurch während des Geschoßfluges geöffnet werden.
Die Ausführungsform des Geschosses nach Fig. 4 zeigt keine Durchbohrung des Mantelbodens; hier fällt auch der Draht η mit dem Hartgummipfropfen und dem Einschnitt im Geschoßboden weg. Statt dessen führen zwei mit dem oberen Drahtstück k bei ζ zusammenlaufende, durch die Verschluß-Federpfropfen h, i durchführende dünne Metalldrähte v, w an dem äußeren Mantel des Geschosses entlang und werden an dem oberen Halse der Patronenhülse bei χ und y befestigt. Bei dem Abschießen des Geschosses werden die Verschlußpfropfen bei d, e und f herausgezogen, und die Drähte v, w lassen infolge der Vorwärtsbewegung des Geschosses und des damit verbundenen Widerstandes die Pfropfen h, i los oder zerreißen dabei und geben das Geschoß frei.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Hohlgeschoß zur Entzündung von Luftballons mit einer Brennstoffüllung, die sich beim Zutritt der Luft selbsttätig entzündet, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußpfropfen für die in der Geschoßwand vorgesehenen Öffnungen mit einem Draht verbunden sind, der an der Patronenhülse befestigt ist und beim Abfeuern des Geschosses die Verschlußpfropfen aus den Öffnungen herauszieht, so daß die Luft in das Innere des Geschosses eindringen und die Füllung entzünden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnunger..
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