DE232177C - - Google Patents

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DE232177C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B13/00Doors, gates, or other apparatus controlling access to, or exit from, cages or lift well landings
    • B66B13/02Door or gate operation
    • B66B13/14Control systems or devices
    • B66B13/16Door or gate locking devices controlled or primarily controlled by condition of cage, e.g. movement or position
    • B66B13/165Door or gate locking devices controlled or primarily controlled by condition of cage, e.g. movement or position electrical

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Elevator Door Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 232177 KLASSE 35«. GRUPPE
HEINRICH KERSTEN in BERLIN.
' Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1910 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine elektromagnetisch bewegte Türverriegelung, bei welcher beim Einsteuern des Aufzuges an der Tür, von welcher der Aufzug seine Fahrt beginnt, die Verriegelung dieser „ Tür stattfindet, die nur dann aufgehoben wird, wenn der Fahrkorb vor derselben zur Ruhe gelangt ist, so daß während der Fahrt des Aufzuges eine gesicherte Verschlußlage gewährleistet ist.
Der die Verriegelung beeinflussende Elektromagnet wird hierbei nur während der Zeit des Einsteuerns des Aufzuges an der Tür, von welcher aus der Aufzug seine Fahrt beginnt, und während der Zeit des Aussteuerns an der Tür, vor welcher der Aufzug zur Ruhe gelangt ist, erregt.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen eine Verriegelung und Entriegelung der Türen durch Einwirkung von Elektromagneten erfolgt. Hierbei stehen jedoch die Elektromagnete während der ganzen Fahrt des Aufzuges dauernd unter Strom, bei dem Erfindüngsgegenstand dagegen nur bei der Anfahrt und beim Anhalten des Fahrkorbes, wodurch der Stromverbrauch ein bedeutend geringerer wird.
Während der Fahrt bleiben sämtliche Verriegelungen in Verschlußlage, da dieselben dann nicht unter Einwirkung des Elektromagneten stehen. Wenn jedoch bei den bekannten Vorrichtungen, wo die Verschlußriegel während der ganzen Fahrt unter Einwirkung des Magneten stehen, der Strom versagt, so wird die Verriegelung gelöst oder mindestens beim Vorbeifahren an einer Tür aus ihrer Verschlußlage gebracht, so lange wenigstens die Gleitbahn sich im Bereich der Tür befindet.
Kommt der Aufzug zwischen zwei Stockwerken zur Ruhe, so bleiben bei dem Erfindungsgegenstand die Verschluß riegel in gesicherter Verschlußstellung, während bei den bekannten Einrichtungen die Magnete o. dgl. die Verriegelungen nur so lange in ihrer Verschlußlage halten, als die Steuerung wirkt. Es werden bei diesen Vorrichtungen also die Verschlüsse entriegelt, sobald der Fahrkorb zwischen zwei Stockwerken zur Ruhe kommt.
In Fig. ι und Fig. 2 bezeichnet α den Elektromagneten, dessen Kern mit einem lose auf der Achse t des Zahnrades d angeordneten Winkelhebel c, welcher die Sperrklinke 0 trägt, verbunden ist. Das mit dem Sperrad s fest verbundene Zahnrad d steht im Eingriff mit dem Zahnrad e und bewirkt letzteres bei seiner Drehung mittels des Stiftes f, welcher in einer Aussparung des Riegels b sich bewegt, die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Riegels b.
Der Hub des Magnetkernes ist derart bemessen, daß das Zahnrad e bei jedem Anzug des Magneten eine halbe Umdrehung ausführt und der Kern des Elektromagneten durch sein Eigengewicht jedesmal nach Ausschalten des Stromes in seine tiefste Lage zurückkehrt,
wobei die Sperrklinke ο über die Zähne des Sperrades s gleitet und der Magnetkern die Anfangsstellung für die Drehbewegung des Sperrades s, welche stets in derselben Richtung erfolgt, wie in der Fig. ι und Fig. 2 durch einen Pfeil angedeutet ist, wieder einnimmt.
Der Elektromagnet a, welcher durch eine besondere Leitung an das Netz oder an eine Batterie angeschlossen ist, erhält nur während des Einsteuerns und Aussteuerns des Aufzuges und nur an der Tür, von welcher aus der Fahrkorb seine Fahrt beginnt oder zur Ruhe kommen soll, einen ihn erregenden Strom und bringt hierdurch den Riegel b in oder außer Verschlußstellung.
Zur Erreichung dieses Zweckes befindet sich, wie aus dem in Fig. 3 dargestellten Schaltungsschema ersichtlich ist, in der Stromzuführungsleitung zu dem Elektromagneten a ein Kontakt x, welcher durch irgendeinen von den Steuerungsapparaten bewegten mechanischen Teil der Aufzugsanlage seine Bewegung erhält und nur während der Zeit des Einsteuerns und Aussteuerns geschlossen, dagegen während der ganzen Fahrt des Aufzuges geöffnet bleibt. Ferner ist in dieselbe Stromzuführungsleitung bei jeder Türverriegelung ein Kontakt m angeordnet, welcher seine Bewegung durch einen von der Gleitbahn h am Fahrkorb beeinflußten Hebel g mittels des Ansatzstückes i erhält.
Der Kontakt m ist stets geöffnet und wird nur dann geschlossen, sobald sich die Rolle ζ des Hebels g auf der Gleitbahn h befindet.
Es erhält nun derjenige Elektromagnet Strom, bei welchem die Stromzuführungsleitung zu gleicher Zeit durch den Kontakt χ und den Kontakt m geschlossen wird. Dies ist der Fall während der Zeit des Ein- und Aussteuerns und sobald sich der Fahrkorb vor der betreffenden Tür befindet. Um zu erreichen, daß nur bei erreichter Verschlußstellung des Riegels b eine Fahrt des Aufzuges vor sich gehen kann, ist an dem Riegel b ein Kontaktstück k angebracht, welches den Kontakt p, der in einer während der Fahrt des Aufzuges unter Strom stehenden Leitung, z. B. der Steuerleitung, angeordnet ist, beeinflußt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende: Befindet sich ein Fahrkorb vor einer Tür in Ruhestellung, so ist der Riegel b außer Verschlußstellung, der Kontakt p geöffnet, der Kontakt m geschlossen, und die Rolle ζ des Hebels g befindet sich auf der Gleitbahn h.
Wird eingesteuert, so findet eine Erregung des Elektromagneten α an der betreffenden Tür statt, wodurch die Verriegelung bewirkt wird. Bevor die Verriegelung stattgefunden hat, erfolgt die Rückleitung des Steuerstromes durch Kontakt m.
Hat sich der Fahrkorb in Bewegung gesetzt, so verläßt die Rolle ζ des Hebels g die Gleitbahn h, der Kontakt m wird geöffnet und findet der Stromlauf des Steuerstromes dann durch den an den Riegel b geschlossenen Kontakt ρ statt.
Fährt der Aufzug an einer Tür vorbei, so wird wohl durch die Gleitbahn h am Fahrkorb der Kontakt m geschlossen, der Magnet a jedoch nicht erregt, da der Kontakt χ geöffnet, die Leitung also hierdurch unterbrochen ist. Der Riegel g bleibt also in sicherer Verschlußlage.
Kommt der Fahrkorb vor einer Tür zur Ruhe, so wird die Stromzuführungsleitung für den Magneten α durch Schließen des Kontaktes χ und des Kontaktes m geschlossen, wodurch wiederum der Magnet α erregt und die Entriegelung bewirkt wird. Sobald der Magnet α stromlos wird, fällt der Kern in seine tiefste Lage zurück.
Hält der Fahrkorb zwischen zwei Stockwerken, so bleibt die Verriegelung gesichert, da dann die Stromzuführungsleitung für den Elektromagneten α nicht geschlossen wird. In diesem Falle schließt sich wohl Kontakt χ,, der Kontakt m bleibt jedoch geöffnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Türverriegelung an Aufzugsschachttüren, bei welcher die Bewegung des Sperriegels durch einen neben jeder Schachttür angeordneten Elektromagneten erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (a) während der Zeit des Einsteuerns an der Tür, von welcher aus der Fahrkorb seine Fahrt beginnt und während der Zeit des Aussteuerns an der Tür, vor welcher der Fahrkorb seine Fahrt beendet hat, Strom erhält und hierdurch den Verschlußriegel (b) in seine Verschlußstellung hinein- oder aus derselben herausbewegt, wobei die beiden Stellungen des Riegels zwangsweise gesichert bleiben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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