DE2326302C2 - Verbrennungseinrichtung zur kontinuierlichen Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches, insbesondere für Gasturbinen - Google Patents
Verbrennungseinrichtung zur kontinuierlichen Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches, insbesondere für GasturbinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbrennungseinrichtung zur kontinuierlichen Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches,
insbesondere für Gasturbinen, init einer Mischkammer, in der eine turbulent zugeführte
Luftströmung und Brennstoff vermischt werden, mit einer achsgleich angeordneten Reaktionskammer, in
der das Luft-Brennstoff-Gemisch gezündet und verbrannt wird, und mit einer Abschreckkammer, in der die
Temperatur der Verbrennungsgase durch Zufuhr von weiterer Luft herabgesetzt wird.
Bei Dauerversuchen mit Gasturbinen unter Verwendung einer Verbrennungseinrichtung auch der vorgenannten
Art wurde bis jetzt festgestellt, daß bei höheren Verbrennungstemperaturen des in der Reaktionskammer
gezündeten Luft-Brennstoff-Gemisches die Auspuffgase einen unerwünscht hohen Anteil an Stickstoff-
5 oxid enthalten. Wenn die Verbrennungstemperaturen zur Verringerung dieses Stickstoffoxidanteils der
Ausputigase mit einer entsprechend verringerten Zufuhr des Brennstoffes herabgesetzt wurden, dann
ergab sich daraus ein schlechterer Leistungsfaktor
ίο generell über alle unterschiedlichen Betriebszustände
der Gasturbine, so daß die höheren Verbrennungstemptraturen vorgezogen wurden und man statt dessen
versuchte, die Verringerung des Stickstoffoxidanteils der Auspuffgase über die der Reaktionskammer
ι -: nachgeschaltete Abschreckkammer zu beeinflussen. Die in der Reaktionskammer vor der Zündung des
Luft-Brennstoff-Gemisches vorherrschenden Verhältnisse können jedoch auch dabei nicht völlig unberücksichtigt
bleiben. Insoweit ist davon auszugehen, daß in dieser Reaktionskammer eine Verwirbelung der Gemischanteile
stattfindet, wobei zwischen einer natürlicher; und einer forcierten Wirbe'schichtung unterschieden
werden kann. Bei der natürlichen Wirbelschichtung erfahren die einzelnen Gemischanteile eine ständige
Relativbewegung, wodurch ihre Vermischung verstärkt und damit der Gesamtwirkungsgrad der Verbrennung
erhöht wird. Bei dieser natürlichen Wirbelschichtung erfahren jedoch die einzelnen Gemischanteile aufgrund
einer relativ kurzen Verweilzeit in der Reaktionskam-
jo mer nur eine geringe Homogenisierung. Diese intensive
Vermischung der einzelnen Gemischanteile ist andererseits bei der forcierten Wirbelschichtung nicht feststellbar,
die in der Reaktionskammer für den Zweck aufrecht erhalten werden muß, optimale Verhältnisse
für die Zündung des Luft-Brennstoff-Gemisches und ein stabiles Brennen der Flamme zu erhalten. Bezüglich der
Flammenbildung liegt dabei die Vorstellung vor. daß sich die Flamme nur innerhalb der Reaktionskammer
aus der Zone der forcierten Wjrbelschichtung in die Zone der natürlichen Wirbekshichti.rg ruhig ausbreiten
sollte, was bis jetzt nur mit einer äußerst diffizilen Regelung bei der Zufuhr der Gemischanteile in die
Reaktionskammer erreicht werden konnte.
Bei einer aus der US-PS 26 21477 bekannten
Verbrennungseinrichtung der eingangs genannten Art weist die Mischkammer im wesentlichen eine zu der
Reaktionskammer koaxiale Anordnung innerhalb einer Luftkammer auf, wobei ihr mit einer Beschaufelung
versehenes Einlaßende an diese Luftkammer so angeschlossen ist. daß die in die Luftkammer axial
einströmende Luft durch die Beschaufelung eine Strömung durch die Mischkammer in der entgegcnge
s'Uten Richtung erfährt und dabei so stark verwirbelt
wird, daß der stromabwärts von dieser Beschaufelung in
die Mischkammer zugeführte Brennstoff im Zusammen wirken mit der heißen Wand der Reaktionskammer eine
Verdampfung erfährt. Das in der Mischkammer vermischte Luft-Brennstoff-Gemisch erfährt danach
eine nochmalige Umlenkung im Bereich des in der Achse der Reaktionskammer ausgebildeten Auslaßen
des der Mischkammer, wo es dann am Einlaßende der Reaktionskammer, an welchem weiterer Brennstoff
zugeführt werden kann, sofort gezündet wird. Mit einer Verbrennungseinriclitung dieser Ausbildung ist jedoch
bi kein optimaler Verbrennungsablauf im Sinne einer
optimalen Verringerung des Stickstoffoxidanteils der Auspuffgase erreichbar, weil die Vergasung des
Brennstoffes abhängig ist von den Wandtemperaturen
der Reaktionskammer und daher besonders die
Anfahrphase entsprechend kritisch ist. Weiterhin geht durch die nochmalige Umlenkung des Luft-Brennstoff-Gemisches
vor dessen Zuführung in die Reaktionskammer die in der Mischkammer bewirkte forcierte
Wirbelschichtung zumindest teilweise wieder verloren, so daß in der Reaktioniskammer relativ beruhigte
Verbrennungszonen entstehen, die zu einem ungleichformigen
Verbrennungsablauf führen und damit eher zu einer Vermehrung als 211 einer Verringerung des
Stickstoffoxidanteik der Auspuffgase beitragen.
Aus rip- US-PS 33 68 6CW ist eine Verbrennungseinriclitung
oiine eine der Reaktionskammer vorgeschaltete
Mischkammer bekannt, bei der die über ihren Umfang mit einer Vielzahl einzelner Einströmöffnungen
versehene Reaktionskammer von einem Siebkörper umgeben ist, über dessen Sieböffnungen die Luft aus
einer äußeren Luftkammer in eine Ringkammer und aus dieser in die Reakiionskammer zugeführt wird. Die
Luftströmung innerhalb der Reaktionskammer findet daher bei dieser Verbrennungseinrichtung unter reduzierten
Druckverhältnissen statt und erfährt nur dadurch eine die Vermischung mit dem in der Achse der
Reaktionskammer zugeführten Brennstoff untei stützende
Verwirbelung, das aus der Ringkammer zusäuliche Luft auf an die sich an einer Lochplatte ausbildende
Flammenbasis zugeführt wird. Damit wird bei dieser bekannten Verbrennungseinrichtung der Zweck verfolgt,
an der Lochplatte eine von der Strömungsgeschwindigkeit des zugeführten Brennstoffes unabhängige,
relativ breit ausgebildete Flammenbasis als Vorpussetzung dafür zu schaffen, jede Pulsation der folglich die
Reaktionskammer weitgehend ausfüllenden Flamme zu unterdrücken. Diese Vorkehrungen für eine stabile
Brennweise der Flamme werden bei dieser bekannten Verbrennungseinrichtung weiterhin dadurch unterstützt,
daß eine im Anschluß an die Reaktionskammer vorgesehene Abschreckkammer ohne Zwischenschaltung
eines entsprechenden Siebkörpers unmittelbar an die äußere Luftkammer angeschlossen ist, wobei eine im
Übergang der Reaktionskammer zu der Abschreckkammer vorgesehen ,'.uslaßdüüe den Zweck erfüllt, den in
der Reaktionskammer stattfindenden primären Verbrennungsablauf untersütj:end zu vergleichmäßigen.
Auch mit dieser Verbrennungseinrichtung ist es jedoch nicht möglich, den Stickstoffoxidanteil der Auspuffgase
insbesondere für die Verhältnisse einer Gasturbine vertretbar klein zu halten, die zur Verwendung bei
Kraftfahrzeugen vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Verbrennungseinrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ohne Beeinträchtigung des Gesamtwirkungsgrades
der Verbrennung der Stickstoffoxidanteil in den Auspuffgasen möglichst klein gehalten wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einer Verbrennungseinrichtung der eingangs
genannten Art an dem Umfang der Reaktionskammer so ausgebildete Einströmöffnungen für das Luft-Brennstoff-Gemisch
vorgesehen sind, daß das Gemisch zur Erzeugung einer Wirbelströmung tangential der Reaktionskammer
zuleitbar ist. oder daß an dem Umfang der Reaktionskammer Einströmöffnungen für Sekundärluft
so ausgebildet und angeordnet sind, daß eine in der Mischkammer erzeugte und sich in der Reaktionskammer
fortsetzende Wirbelströmung verstärkt wird. Dabei kann für die eine Ausführungsform dieser Verbrennungseinrichtung
im Übergang der Reaklionskammer zu der Abschreckkammer eine Austrittsdüse vorgesehen
sein, durch welche die Verbrennungsgase aus der Reaktionskammer mit einer gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Verbrt'ijiungsilarnme höheren
Geschwindigkeit ableitDm Jnd. Tm, gleichartig
w:.r^nde Ausirittsdüse kann bei der anderen Verbrennungseinrichtung
im Übergang der Reaktionskammer ϊ Jpr Abschreckkammer auf einfachste Weise dadurch
bereit gestellt werden, daß in diesem Übergang weitern Einströmöffnungen für eine geregelte Zuleitung von
Sekundärluft vorgesehen sind, womit in diesem Fall eine aerodynamische Austrittsdüse erzeugt werden kann,
durch welche folglich ebenfalls die Verbrennungsease
aus der Reaktionskammer mit einer gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennungsflamme
höheren Geschwindigkeit ableitbar sind.
Es wird damit eine insbesondere für Gasturbinen geeignete Verbrennungseinrichtung zur kontinuierlichen
Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches bereit gestellt, mit der es primär mögliclj ist, jede als
Folge der turbulent zugeführten Luftströmung in der Mischkammer erhaltene Verdampfung bzw. Vergasung
des Brennstoffes und eine damit erreichte ' 'jmogenisierung
dieser beiden Gcmischantcüc bis hinein in die
Reaktionskammer aufrecht zu erhalten. Damit kann für ein zur Unterstützung dieser Homogenisierung gleichzeitig
bevorzugtes Luft-Brennstoff-Mischungsverhältnis von wenigstens 40 :1 die Ausbildung von taschenförmigen
Verbrennungszonen innerhalb der Reaktionskammer mit einer Temperatur von insbesondere mehr
als etwa 1650 C verhindert werden, bei denen sonst die
schädlichen Stickstoffoxide erzeugt werden würden. Mittels der erfindungsgemäßen Verbrennungseinrichtung
gelingt es daher, bei Verbrennungstemperaturen von durchschnittlich etwa 11000C den Anteil der
Stickstoffoxide in den Auspuffgasen sehr niedrig zu halten. Die innerhalb der Reaktionskammer verstärkt
aufrecht erhaltene Wirbelströmung des homogenisierten Gemisches trägt im übrigen auch zu einer äußerst
stabilen Flammenbildung bei. wobei die im Übergang zu
der Abschreckkammer ausgebildete Austrittsdi-se d'=
Stabilisierung unterstützt.
Ein Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verbreni jngseinrichtung wird nachfolgend anhand der
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
4' F i g. I einen Längsschnitt der Verbrennungseinrichtung
gemäß einer ersten Ausführungsform.
Fig. 2 einen Querschnitt der Verbrennungseinriciitung
nach der Linie 2-2 in F i g. 1 und
Fig. 3 einen Längsschnitt der Verbrennungseinrich-
tung gemäß einer zweiten Ausführungsform.
In der Ausführungsform gemäß den F i g. I und 2 besteht die zur kontinuierlichen Verbrennung eines
Luft-Brennstoff-Gemische? ausgebildete Verbrennungseinrichtjng
aus einer Mischkammer A. einer
achsgleich ungeordneten Reaktionskammer Sund einer
Abschreckkanimer C über welche die Verbrennungseinrichtung beispielswevve an eine Gasturbine anschließbar
ist. Die Mischkammei· A weist ;inen die
Reaktionskammer β koaxial umgebenden Mantel 1 auf. der zum mittig ausgebildeten Einlaßende hin unter
Bildung eines Halses 2 e'.igeschnürt ist. Die zylindrische
Wand 3 des Martels 1 ist in einem radialen Abstand 4 zur zylindrischen Umfangsfläche eines gestanzten
Blechmantels 5 angeordnet, an welchem Flansche 6
h) ausgebildet sind, die sich bezüglich des jeweiligen
Randes 7 einer Vielzahl von schlitzartigen Öffnungen 8 nach außen e. strecken. Die Gesamtheit D diener
Öfnungen 8 bildet das Auslaßende der Mischkammer A
damit gleichzeitig eins Einlaltende der Rcaktionskamnicr
Π, bezüglich welcher sie als Einströmöffmingen für
das Luft-Brennstoff-Gemisch folglich so ausgebildet sind, daß das Gemisch der Renktionskammer /ur
Rr/.eugung einer Wirbelströimmg tangential zugeleitet
wird.
Die Gemischbildung wird innerhalb der Mischkammer A vorgenommen, die eine an den Blechmantel 5
angeflanschte gewölbte Stirnwand 9 aufweist und an ihrem F.inlaßende durch ein in den Hals 2 des Mantels I
eingesetztes Einsatzstück 12 abgeschlossen ist. Der sich zu diesem Einsatzstück 12 hin erstreckende Endabschnitt
11 des Halses 2 weist eine so auf die konvexe
Außenfläche 10 der Stirnwand 9 abgestimmte Formgebung
auf. daß dadurch innerhalb der Mischkammer A eine turbulente Strömung der beiden Gemischanteile
gefördert wird. In das Einsatzstück 1? ist ein weiteres Einsatzstück 13 eingesetzt, welches zur Halterung einer
Einspritzdüse 15 dient, durch welche der Brennstoff in der die allgemeine Strömungsrichtung des Gemisches
ergebenden Achse 14 in die Mischkammer A zugeleitet wird. Die Einspritzdüse 15 ist an einem Ringflansch 15a
befestigt, der durch eine Druckfeder gegen einen an dem Einsatzstück 13 ausgebildeten Sitz 13a vorgespannt
wird. An dem Einsatzstück 12 ist noch eine die Einspritzdüse 15 koaxial umgebende Einströmöffnung
16 ausgebildet, deren Austrittsseite mit einem Schaufel-Kranz 16a versehen ist. Über die Einströmöffnung 16
wird Primärluft in die Mischkammer A zugeleitet, wobei der Schaufelkranz 16a eine turbulente Strömung
erzeugt, die zu einer raschen Verdampfung bzw. Vergasung des über die Einspritzdüse 15 zugeleiteten
Brennstoffe."1 und damit zu einer starken Homogenisierung
des Gemisches beiträgt. Diese auch durch die konvexe Außenfläche 10 der Stirnwand 9 und durch das
Ende 11 des Halses 2 unterstützte Homogenisierung des Gemisches wird nachfolgend nochmals verstärkt, wenn
das Gemisch über die Einströmöffnung D in die Reaktionskammer ßzugeleitet wird.
Die zur Zündung und Verbrennung des aus der Mischkammer A zugeleiteten Luft-Brennstoff-Gemisches
ausgebildete Reaktionskammer B weist einen zu der Achse 14 koaxialen zylindrischen Keramikkörper 17
mit einer glatten Innenwand 18 und einer kuppeiförmigen Stirnwand 19 auf, deren konkave Fläche 19a die
Wirbelströmung des Gemisches innerhalb der Reaktionskammer ßunterstützt, die durch dessen tangentiale
Zuleitung über die Einströmöffnungen D erzeugt wird. Die Einströmöffnungen D bestehen aus deckungsgleich
mit den öffnungen 8 des Blechmantels 5 der Mischkammer A ausgebildeten öffnungen 20 des
Keramikkörpers 17, wobei die Ränder 20a dieser Öffnungen 20 jeweils in einer an einen gedachten
Innenzylinder der Reaktionskammer B angelegten Tangentialebene liegen. Die gedachten Verlängerungen
dieser Öffnungsränder 20a werden durch die Innenflächen 6a der Flansche 6 an den öffnungen 8 gebildet,
womit folglich das aus der Mischkammer A zugeführte
Gemisch durch die Einströmöffnungen D in eine Vielzahl von Teilströme aufgeteilt wird, weiche wegen h
der tangentialen Zuleitung eine Wirbelströmung um die Achse 14 ergeben. Für eine optimale Gestaltung dieser
Wirbelströmung sollten jeweils die beiden Öffnungsränder 20a einer Öffnung in einem einem Mittelpunktswinkel
von etwa 10 bis 12° entsprechenden Abstand voneinander liegen und dabei die Mittelachse 21 jeder
Öffnung 20 einen Winkel von etwa 65= zu der
zugeordneten Durchmesserlinie 22 einnehmen. Alle Öffnungen sollten im wesentlichen gleich lang sein wie
die Reaktionskammer B, wobei noch wesentlich ist. daß ihre stromabwärts gelegenen Enden im wesentlichen in
derselben Ebene liegen wie ein bodenseitiger Ring- > flansch 23, der mit semer im wesentlichen quer zu der
Achse 14 ausgerichteten Wand 23a mit dem Keramikkörper 17 einstückig verbunden ist und dessen
Innenrand 23b eine zentrale öffnung umgrenzt, die
einen im Übergang der Reaktionskammer B zu der i" Abschreckkammcr C vorgesehene Austrittsdüse 24
bildet, Das in die Reaktionskammer B in einem Mischverhältnis von wenigstens 40 : I zugeleitete
Luft-Brennstoff-Crcmisch wird mittels einer Zündeinrichtung
F gezündet und brennt dann aufgrund der ι > Wirbelströmung in einer die Reaktionskammer B
praktisch voll ausfüllenden Flamme, wobei die Austrittsdüse 24 die Verbrennungsgase aus der Reaktionskammer
mit einer gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrcnnungsflamme höheren Geschwindig-
-'" keit ableitet. Die in der Reaktionskammer B vorherrschenden
Verbrennungstemperaturen von durchschnittlich etwa IIOO"C werden dann in der anschließenden
Abschreckkammer Cerniedrigt.
Die Abschreckkammer C weist einen mit dem r> zylindrischen Keramikkörper 17 der Reaktionskammer
B einstückig verbundenen Mantel 25 von größerem Durchmesser auf, der an den Ringflansch 23 über eine
Schulterpartie 26 angeschlossen ist. In dem Mantel 25
sind Öffnungen 31a ausgebildet, über die in die JO Abschreckkammer C ein Sekundärluftstrom aus einer
Luftkammer Ezuleitbar ist, die innerhalb eines äußeren
Gehäuses 28 ausgebildet ist. In diese Luftkammer Ewird die mittels eines Kompressors 30 auf beispielsweise
4 bar komprimierte Luft nahe dem Einlaßende der Ji Mischkammer A zugeleitet, womit der Primärluftstrom
über die Einströmöffnung 16 in die Mischkammer A und der Sekundärlufistrom über ·: hsparallele Strömungskanäle
29 und die öffnungen 31a in die Abschreckkammer C gelangen kann. Zur Drosselungsmöglichkeit des
w Sekundärluftstromes zu Gunsten des Primärluftstromes sind die öffnungen 31a noch mittels eines Regelorgans
33 verschließbar, das eine auf dem Mantel 25 der Abschreckkammer C mittels eines Gestänges 35
verschiebbare Hülse 34 umfaßt.
ti In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist die
Mischkammer A der Verbrennungseinrichtung an ihrem der Reaktionskammer B abgewandten Ende 36 eine
Vielzahl von Einströmöffnungen 37 für die Primärluft auf und ist in der Gesamtheit auch hier so gestaltet, daß
>*> innerhalb der Mischkammer eine starke Wirbelströmung
erhalten wird. Diese starke Wirbelströmung wird ohne konstruktionsgebundene Umleitung direk* über
eine mittige Ausströmöffnung 42 in die Reaktionskammer B weitergeleitet und darin durch einen Sekundär-'ί
luftstrom verstärkt, der über Einströmöffnungen 38 in der zylindrischen Wand 39 der Reaktionskammer B
zugeleitet wird. Am Übergang von der Mischkammer zur Reaktionskammer bildet sich dabei eine Art
aerodynamischer Kuppel aus. Die Wirbelströmung 40 ο des mittels einer Zündeinrichtung 46 bereits in der
Mischkammer A zündbaren Gemisches ist so geregelt, daß die Verbrennung nur innerhalb der Reaktionskammer
B stattfindet und ein Zurückschlagen der Flamme zurück in die Mischkammer A mit einer entsprechend
s großen Strömungsgeschwindigkeit der Primärluft verhindert
wird. Dem gleichen Zweck dient auch eine Ober weitere Einströmöifhungen 44 im Übergang der
Reaktionskammer B zu der Abschreckkammer C so
geregelte Zuleitung der Sekundärluft, daß in diesem
Übergang eine aerodynamische Austrittsdüsc 43 erzeugt wird, durch weiche die Verbrenrningigase aus der
Reaktionskammer Ii mit einer gegenüber der Ausbrcilungsgeschwindigkeit
der Vcrbrennungsflamme höhe-
ren Gechwindigkeit abgeleitet werden. Fiinc weitere
Teilmenge der Sekundärluft wird über Eünströmöffnungen
45 in die Abschreckkammer C zugeleitet, um auch hier die Verbrenniingstemperatiiren in der Abschreckkammer
C'/.u erniedrigen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verbrennungseinrichtung zur kontinuierlichen
Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches, insbesondere für Gasturbinen, mit einer Mischkammer,
in der eine turbulent zugeführte Luftströmung und Brennstoff vermischt werden, mit einer achsgleich
angeordneten Reaktionskammer, in der das Luft-Brennstoff-Gemisch gezündet und verbrannt wird,
und mit einer Abschreckkammer, in der die Temperatur der Verbrennungsgase durch Zufuhr
von weiterer Luft herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Umfang der
Reaklionskammer (B) so ausgebildete Einströmöffnungen
(D) für das Luft-Brennstoff-Gemisch vorgesehen sind, daß das Gemisch zur Erzeugung einer
Wirbelströmung tangential der Reaktionskammer zuleitbar ist.
2. Verbrennungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Obergang der
Reaktion^ immer (B) zu der Abschreckkammer (C) eine Austnttsduse (24) vorgesehen ist, durch weiche
die Verbrennungsgase aus der Reaktionskammer mit einer gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Verbrennungsflamme höheren Geschwindigkeit ableitbar sind.
3. Verbrennungseinrichtun- zur kontinuierlichen Verbrennung eines Luft-Brennstoff-Gemisches, insbesondere
für Gasturbinen, mit einer Mischkammer, in der eine turbulent zugeführte Luftströmung und
Brennstoff vermischt werden, mit einer achsgleich angeordnet..! Reaktionskammer, in der das Luft-Brennstoff-Gemisch
fezund*" und verbrannt wird,
und mit einer Abschreckkammer, in der die Temperatur der Verbrennunjr-gase durch Zufuhr
von weiterer Luft herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Umfang der Reaktionskammer (B) Einströmöffnungen (38) für Sekundärluft
so ausgebildet und angeordnet sind, daß eine in der Mischkammer (A) erzeugte und sich in der
Reaktionskammer fSJ fortsetzende Wirbelströmung
verstärkt wird.
4. Verbrennungseinrichtung nach Anspruch ?.
dadurch gekennzeichnet, daß im Übergang der Reaktionskammer (B) m der Abschreckkammer (C)
weitere Einströmöffnungen (44) für eine geregelte Zuleitung von Sekundärluft zur Erzeugung einer
aerodynamischen Austrittsdüse (43) vorgesehen sind, durch welche die Verbrennungsgase aus der
Reaktionskammer (B) mit einer gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennungsflamme höheren Geschwindigkeit ableitbar sind.
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