DE2362759C2 - Verfahren zum Herstellen eines Düngemitteldorns - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Düngemitteldorns

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DE2362759C2 DE19732362759 DE2362759A DE2362759C2 DE 2362759 C2 DE2362759 C2 DE 2362759C2 DE 19732362759 DE19732362759 DE 19732362759 DE 2362759 A DE2362759 A DE 2362759A DE 2362759 C2 DE2362759 C2 DE 2362759C2
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fertilizer
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Allen M. Louisville Ky. Bond jun.
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

Komponenten
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Düngemitteldorns nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einem aus der DE-PS 11 39 133 bekannten Verfahren dieser Art werden das Bindemittel und die Düngstoffe in der Presse unter hoher Temperatur miteinander verpreßt. Das Gemisch verbleibt so lange in der Presse, bis es durch Nachkondensation ausgehärtet ist. Die lange Verweildauer in der Presse macht das bekannte Verfahren unwirtschaftlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs erläuterten Gattung dadurch wirtschaftlicher zu gestalten, daß die Verweildauer in der Presse herabgesetzt wird.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß man durch Anwendung eines ausreichend hohen Druckes in der Presse das Gemisch so stark verfestigen kann, daß es vor vollständiger Aushärtung aus der Presse ausgestoßen werden kann. Die noch »grünen« Düngemitteldorne lassen sich ohne wesentliche Bruchgefahr handhaben, insbesondere verpacken und versenden. Sie härten nach relativ kurzer Zeit unter Umweltbedingungen von selbst aus. Dadurch wird die Verweildauer des Materials in der Presse stark herabgesetzt, so daß die Produktionsleistung der Presse erheblich gesteigert und dadurch der Düngcmitteldorn in der Herstellung deutlich verbilligt wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind den UnteransDrüchen 2 bis 6 zu entnehmen.
Nährstoffe
Gewicht
(kg)
A.Düngemittel1)
1. Ainmoniumsulfa t
2. Harnstoff
3. Diammoniumphosphat
4. Kaliumchlorid
B. Zusätze
5. Micronährstoffe2)
6. Pigmente
C. Harzbindemittel3)
7. Harnstofformaldehyd
harze
D. Feuchtigkeit
8. Wasser
') 0,84 mm-Sieb.
2) Gefrittete Spurenelemente.
J) 0,074 mm-Sieb.
(21- 0- 0)
(38- 0- 0)
(18-46- 0)
( 0- 0-62)
(0-0-0)
(0-0-0)
(0-0-0)
(0-0-0)
25,0
4,9
93
7,1
1,0
0,05
4,5
0,0-0.8
Die Düngemittelkomponente A 1 bis 4 und die Zusätze B 5 sowie B 6 werden in einem Mischer 1 gegeben, um beim Durchlaufen zu einer homogenen Masse vermischt zu werden. Das Harzbindemittel C 7 und gegebenenfallr Wasser D 8 können an jeder geeigneten Stel-Ie in den Mischer 1 gegeben werden. Gemäß der Zeichnung erfolgt die Zugabe dieser Komponenten, nachdem die anderen Komponenten bereits teilweise miteinander vermischt worden sind. Die die Nährstoffe liefernden Materialien und das Bindemittel werden miteinander vermischt, bis entweder die Teilchen von Nährstoffe liefernden Materialien mit dem Bindemittel bedeckt sind, oder eine körnige Mischung vorliegt, um dann in den Formhohlraum einer als Brikettiermaschine 2 ausgebildeten Presse gegeben zu werden.
In der Brikettiermaschine 2 wird jeweils eine bestimmte Menge des aus dem Mischer 1 kommenden homogenen Gemischs zu einem zum Ausstoßen aus der Presse ausreichend festen »grünen« Düngemitteldorn 3 komprimiert, welcher vorzugsweise ein spitzes und ein stumpfes Ende 4 bzw. 5 aufweist. Dieser Dorn wird dann außerhalb der Presse ausgehärtet, was bei Raumtemperatur während eines Zeitraums von einem Tage geschehen kann. Die Aushärtetemperatur kann erhöht werden, um die Aushärtezeit zu verkürzen.
Es ergibt sich nach dem Aushärten ein harter, steifer Dorn 3' mit einer so großen mechanischen Festigkeit und einer so hohen Schlagfestigkeit, daß er mit einem Stahlkopfhammer auch in einen härteren Boden eingeschlagen werden kann, ohne daß ein ins Gewicht fallendes Abbrechen oder Abbröckeln von Teilen oder sonstige Schäden eintreten, insbesondere keine sichtbaren Schäden.
Der Dorn 3 bzw. 3' kann mit seinem stumpfen Ende 5
in eine in einem Behälter 6 enthaltene Harzlösung getaucht werden, welche nach dem Aufbringen auf den Dorn sich zu einer Kappe verfestigt
Die oben angegebenen Mengen an NPK-Komponenten müssen nicht unbedingt mit Prozentsätzen von 16:8:8 vorliegen, sondern können beispielsweise in Prozentsätzen von 8 :4 :4,5 :5 :5 oder 15:5:5 vorliegen, je nach den zu erfüllenden Erfordernissen oder der beabsichtigten Verwendung. Die höheren Konzentrationen an Nährstoffen sind bevorzugt wenn beispielsweise die je Baum erforderliche Anzahl von Dornen gering gehalten werden soll.
Desgleichen können die oben angegebenen NährstoF-fe liefernden Materialien durch andere bekannten NPK-liefernde Materialien teilweise oder vollständig ersetzt werden, beispielsweise folgendermaßen:
N - Harnstoff 46- 0- 0
Ammoniumnitrat 35- C 0
Moioammoniumpbosphat 13-52- 0
P — Monoammoniumphosphat 13-52- 0
Dreifachsuperphosphat 0-46- 0
Superphosphat 0-21- 0
K — Kaliumsulfat 0- 0-48
Sekundäre Nährstoffe, wie beispielsweise Calcium, Magnesium und Schwefel, welche verschiedentlich von verschiedenen Pflanzen in großen Mengen benötigt werden, können gleichfalls zugesetzt werden, wenn gewünscht oder für erforderlich gehalten, doch stehen sie gewöhnlich im Boden bzw. Erdreich ausreichend zur Verfügung. Die Micornährstoffe werden derart zugegeben, daß die gewünschten Spurenelemente in der jeweils gewünschten Menge vorliegen. Es können Materialien ausgewählt werden, welche mindestens eine Eisen-, Kupfer-, Mangan-, Barium-, Zink- und/oder Molybdän liefernde Komponente enthalten.
Der Zusatz von Pigmenten dient lediglich zur Erzielung der gewünschten Dornfarbe.
Als Bindemittel wird eine Harnstofformaldehydverbindung verwendet, welche eine verhältnismäßig unlösliche Struktur ergeben soll. Dieses Bindemittel ist also nicht dazu gedacht, zum N-Nährstotf signifikant beizutragen. Es soll lediglich soviel Bindemittel verwendet werden, als zur Erzielung der erforderlichen mechanischen Festigkeit erforderlich ist. Ein verwendbares bekanntes Bindemittel weist ein Harnstoff-Formaldehyd-Verhältnis von etwa 1,00 :1,38 bis etwa 1,00 :1,80 auf.
Mit diesem oder einem äquivalenten, hitzehärtbaren Harzbindemittel kann ein Gemisch aus 7 bis 10% Bindemittel und 93 bis 90% an NPK-Materialien mit nicht mehr als 5,0% freier Feuchtigkeit durch Brikettieren zu einen »grünen« Dorn sehr zufriedenstellender Festigkeit verarbeitet werden. Der Zusatz von Wasser zu den trockenen Ingredienzien kann dadurch auf ein Mindestmaß reduziert werden, daß man das Gemisch aus Bindemittel und NPK-Materialien auf eine Temperatur erhitzt, bei welcher das Bindemittel fließt und die Aushärtung beschleunigt ist. Bei Verwendung des vorstellend erwähnten bekannten Bindemittels kann diese Temperatur bei etwa 82° C liegen.
Liegt der freie Feuchtigkeitsgehalt des in die Brikettiermaschine 2 gegebenen homogenen Gemisches zwischen 2,0 und 5,0%, dann ist ein anschließendes Wasserverdampfen nicht erforderlich. Die so hergestellten Dorne können leicht den Formwerkzeugen entnommen werden. Jeder Dorn fällt so sauber an, daß keine Reinigungsschwierigkeiten gegeben sind. Er härtet zufriedenstellend aus, wenn er einen Tag lang einer Atmosphäre mit einer Temperatur von 21° C und 60% realtiver Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Die Aushärtungszeit kann verkürzt werden, wenn eine Erwärmung erfolgt, beispielsweise in einem Ofen. Die Erwärmung kann auch durch Wärmestrahlung oder auf dielektrischem Wege geschehen.
Das Aushärten des bekannten oder äquivalenten Bindemittels an der Atmosphäre wird erstens durch einen freien Feuchtigkeitsgehalt von 2,0 bis 5,0%, zweitens einen geringfügigen pH-Wertabfall, hervorgerufen durch bestimmte säurebildende Komponenten in den NPK-Materialien, drittens durch den Zusatz geringer Mengen an Katalysator, wie beispielsweise Ammoniumchlorid, und viertens durch die Entwicklung von Reibungswärme während des Dornpressens begünstigt
In den zur Herstellung des »grünen« Dorns 3 verwendeten Materialien sollte Wasser vorhanden sein, um ein kräftiges, atmosphärisch ausgehärtetes Produkt guter Konsistenz zu erhalten. Die primären Düngemittelingredienzien oder -komponenten und das Bindemittel des Gemisches der oben angegebenen, bevorzugten Zusammensetzung sind hygroskopisch. Demzufolge absorbieren sie dann, wenn sie feuchten Wetterbedingungen ausgesetzt sind, genügend Wasser aus der Atmosphäre, um zunächst die Herstellung eines »grünen«, aushärtbaren Domes 3 guter Festigkeit zu erlauben. Werden die trockenen Materialien, d. h. das Bindemittel und die Düngemittelkomponenten, merklich entwässert, dann sollte zusätzliches Wasser während des Vermischens zugegeben werden, um eine wirksame Bindung zu gewährleisten. In einem solchen Fall ist ein Wasserzusatz zwischen 1,5 und 2,5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des in die Brikettiermaschine 2 gegebenen Gemisches, vorzuschlagen.
Ein gleichmäßig harter, steifer Düngemitteldorn, der im wesentlichen aus nicht fasrigen Teilchen besteht, kann auch nach einem Verfahren hergestellt werden, bei dem NPK-Nährstoffe liefernde Materialien und ein nicht ausgehärtetes, hitzehärtbares Harz, wie beispielsweise Harnstofformaldehyd, miteinander in einem Kollergang vermischt werden, bis eine im wesentlichen homogene Mischung aus Teilchen von NPK-Nährstoffe lieferndem Material, welche mit unausgehärtetem, hitzehärtbarem Harz bedeckt sind, sich ergibt, worauf das Gemisch zu einem Dorn mit einem stumpfen und einem spitzen Ende komprimiert wird, woran sich ein Aushärten des hitzehärtbaren Harzes in ein im wesentlichen wasserunlösliches hitzeausgehärtetes Harz anschließt.
so Überraschenderweise weist das »grüne«, komprimierte Produkt bzw. Brikett eine ausreichende Festigkeit auf, um aus den Formwerkzeugen ausgestoßen, gehandhabt und vor dem Aushärten gepackt werden zu können, ohne daß ein Zerbröckeln erfolgt.
Vorzugsweise wird ein körniges Harzbindemittel verwendet und vordem Brikettieren den Düngemittelkomponenten zugegeben bzw. damit vermischt. Es kann jedoch auch ein flüssiges Harzbindemittel verwendet werden, und zwar derart, daß eine zufriedenstellende Verteilung, vorzugsweise in der gesamten Dornmasse, gewährleistet ist, ferner eine ausreichende, jedoch verhältnismäßig geringe Menge von beispielsweise 5 bis 15 G>-w.-% im Dorn zurückgehalten wird.
Wird ein flüssiges Bindemittel verwendet, dann kann die Qualität der damit erzeugten Dorne dadurch verbessert werden, daß das Bindemittel über die Oberfläche der trockenen Nährstoffteilchen gleichmäßig verteilt wird, beispielsweise in einem Kollergang. Viele flüssige
Bindemittel haben jedoch unerwünschte Eigenschaften, d. h. enthalten entweder Wasser oder ein anderes Lösungsmittel, welches verdampft werden muß, und polymerisieren lediglich bei erhöhten Temperaturen.
Die Düngemittelkomponenten und das körnige Bindemittel weisen vorzugsweise eine Teilchengrößenverteilung von 0,84 bzw. 0,074 mm auf. Es können jedoch auch andere Teilchengrößenverteilungen angewendet werden, je nach Bedarf.
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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55
60
65

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines ein wasserunlösliche, ausgehärtetes, duroplastisches Harzbindemittel und NPK-Düngstoffe enthaltenden Düngemitteldorns, wobei man das Harzbindemittel mit den NPK-Düngstoffen vermischt, das Gemisch in einer Presse zu dem Düngemitteldorn verpreßt und den Düngemitteldorn aushärten läßt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch aus dem Harzbindemittel und den NPK-Düngestoffen zu einem Düngemitteldorn mit einer für das Ausstoßen aus der Presse ausreichenden Festigkeit verpreßt, den Düngemitteldorn vor dem Aushärten aus der Presse ausstößt und außerhalb der Presse aushärten läßt
2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Gemisch einen HarzbindemitteJgehalt von 5 bis 15 Gew.-% einstellt
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Gemisch einen Harzbindemittelgehalt von 7 bis 10 Gew.-% einstellt
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Gemisch einen Feuchtigkeitsgehalt von 2 bis 5 Gew.-% einstellt
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß man als Harzbindemittel ein Harnstoff-Formaldehyd-Harz einsetzt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das Harzbindemittel und die NPK-Düngestoffe in körniger Form einsetzt
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit der einzigen Figur der Zeichnung näher erläutert Die Zeichnung zeigt schematisch die erfindungsgemäße Herstellung eines Düngemitteldoms.
Zur Herstellung von Düngemitteldornen mit einer.s Gehalt von 16,0 Einheiten an Stickstoff, 8,0 Einheiten an P2O5 und 8,0 Einheiten an K2O wird ein Stoffgemisch folgender Zusammensetzung verwendet:
DE19732362759 1973-12-17 1973-12-17 Verfahren zum Herstellen eines Düngemitteldorns Expired DE2362759C2 (de)

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