DE2362964A1 - Verfahren und vorrichtung zum thermischen vorspannen von glas in einer fluessigkeit - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum thermischen vorspannen von glas in einer fluessigkeitInfo
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Description
<SSO Kerne, $000 München 40,
D IpI,-1 ng. R. H. Bahr DlpL-Phys. Eduard Betzier
11°14 DipL-Irtg. V/. Herrmann-Trentepohl **■»
r«TEHT«««X..TE SEÄS
Telex 00229853 T.I0X 5215360
Γ" ~l Bankkonten:
1 *3 R J Q R Z Bayrisch· Vorelnshank Mönchen »52287
*-■*-> V £. CJ O «f Drrsdnor Bank AG Herno 7-520*99
Postscheckkonto Dortmund 558
Ref.: M 04 51 1 Lw/rd
SAINT-GOBAIN INDUSTRIES, Neuilly-sur-Seine, Frankreich
Verfahren und Vorrichtung zum thermischen Vorspannen von Glas in einer Flüssigkeit
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum thermischen
Vorspannen von Glas in einer-Flüssigke-.it und hat auch eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zum Gegenstand. Es ist bekannt, Gegenstände aus Glas vorsunpannen,
insbesondere Scheiben aus Flachglas, indem man sie in eine Kühlflüssigkeit taucht, nachdem sie auf eine Temperatur
benachbart ihrer Erweichungstemperatur erwärmt wurden. Bei den verwendeten Flüssigkeiten kann es sich usi geschmolzene
Salze, geschmolzene Metalle oder organische Flüssigkeiten, wie Öle, Polyäthylailoxane etc. handeln.
Diese thermische Vorspannung in einer Flüssigkeit bringt '
erhebliche Vorteile mit sich, von denen der eine in der Tatsache zu sehen ist, daß das Kühlverrncgen der Flüssigkeiten
wesentlich größer als das der Gase ist und es son:it erlaubt,
im Augenblick des Vorspannen*?, einen stärkeren Temperaturgradienten
zwischen der Haut und dem Kern des Glasgegen-
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Standes %\i erhalten, was es wiederum ermöglicht, -an Gegenständen
geringer Dicke und insbesondere Glasscheiben, einen Vorspanngrad zu erhalten, der praktisch durch Vorspannen in
gasförmiger Atmosphäre unmöglich au erreichen wäre.
Leider weist das Vorspannen des Glases in einer Flüssigkeit auch Nachteile auf und führtensbesondere zu einer schlechten
optischen Qualität der Oberflächen des vorgespannten Gegenstandes, was vermutlich aus den unterschiedlichen Kühlbedingungen
der Glasoberfläche von einem Punkt zum anderen
aufgrund des Vorhandenseins von Blasen und/oder von aufsteigenden
Konvektionsströmen herrührt3 die im Bad in dem
Augenblick auftreten, wo der vorzuspaKoenäe heiße Gegenstand
eingeführt- wird.
Man hat bereits vorgeschlagenE raa äiess Nachteile zu vermindern,
für oin Durchrühren fies Bades mittels einer Rührvorrichtung
(deutsche Patentschrift 640 176) zu sorgen, um
die Temperaturbedingungen im Innern des . Bades zu homogenisieren.
Die Erfahrung zeigt jedoch, eaß dieses Verfahren nicht zum gewünschten Ergebnis führt« Im übrigen.kann man
gewisse Unregelmäßigkeiten im Vorspannen an crem vorzuspannenden
Gegenstand insgesamt nicht vermeiden, insbesondere nicht zwischen dem Teil des Gegenstandes, der als erster
in Kontakt mit dem Flüssigkeitsbad
kommt j und dem Rest des Gegenstandes»
kommt j und dem Rest des Gegenstandes»
Andererseits weiß man, daß die Vorspannflüssigkeiten, die
eine geringe Viskosität aufweisent es im allgemeinen ermöglichen,
einen erhöhten Vorspanngrad . " aufgrund ihres Kühlvermögens zu erhalten, das höher a3.s
das der viskoseren Flüssigkeiten istj sie haben jedoch
einen unglücklichen Einfluß auf die optische Qualität der vorgespannten Oberflächen«
409827/0700 . ~ 3"
Durch die Erfindung sollen die obengenannten Nachteile vermieden
werden; insbesondere sollen erhöh-te Vorspanngra.de selbst an Gegenständen geringer Dicke erreicht werden, wobei
gleichzeitig zufriedenstellende optische Eigenschaften beibehalten werden.
Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich im wesentlichen
aus durch die Tatsache, daß man (selbst) im Innern
des Vorspannbad es/Flüssigkeitsvorspann strahl en erzeugt,
die man auf die Oberfläche des Gegenstandes aus vorzuspannendem Glas richtet.
Es ist beim Vorspannen in gasförmiger Atmosphäre bekannt, auf den vorzuspannenden Gegenstand Gasstrahlen oder auch
eine feinverteilte Flüssigkeit zu richten. Die Kühlbedingungen
in einem Vorspannbad sind jedoch staric unterschiedlich
aufgrund ihrer Dauer und ihrer Natur von denen, die sie in gasförmiger Atmosphäre haben; und insbesondere liegt aiis.
Verhältnis zwischen den an der Oberfläche erreichten Druck spannungen
und den iraKern erreichten Zugspannungen für ein und die gleiche Glasdicke erheblich höher für den
Fall des Vorspannens in einem Flüssigkeitsbad.
Die Schnelligkeit der Abkühlung der Haut des Glases im Augenblick des Kontaktes mit dem flüssigen Bad sorgt für
ein Erstarren aus einem Molekularzustand des Glases, der sich von dem unterscheidet, den man beim Vorspannen in
gasförmiger Atmosphäre beobachtet.
Das Verfahren nach der Erfindung, das darin besteht, auf
den Gegenstand Flüssigkeitsstrahlen eben im Innern
des Vorspannbades zu richten, unterscheidet sich aufgrund
seiner Katur und seiner Ergebnisse sehr erheblich vom
Verfahren des Vorspannens in gasförmiger Atmosphäre.
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Darüberhinaus bringt die Tatsache, daß der vorzuspannende
Artikel nicht in Kontakt mit der Kühlflüssigkeit gleichzeitig über die-gesamte Oberfläche gebracht wird, das Auftreten
von dauernden oder temporären · Spannungen mit sich, die stark unterschiedlich zu denen sind, die man
beim Vorspannen in gasförmiger Atmosphäre sowohl hinsichtlich ihrer Verteilung wie ihrer Intensität beobachtet.
.Aufgrund des Standes der Technik und aufgrund dessen, was
man über den im allgemeinen nachteiligen Einfluß der Konvektionsstrb'me
wußte, war es nicht selbstverständlich, daß diese auf die heiße Glasoberfläche mitten im Vorspannbad
gerichteten Flüssigkeitsstrahlen nicht der optischen Qualität des vorgespannten Glases schadeten.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden,
in Fig. 1 die Behandlung des unteren Teils der Glasscheibe durch Flüssigkeitsstrahlen dargestellt ist;
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung, um Plüssigkeitsstrahlen auf die gesamte Oberfläche der Glasscheibe zu richten, und
Fig. 3 zeigt eine Variante einer Vorrichtung der Bauart entsprechend der der Fig. 2. ·
In Figur 1 erkennt man ein Reservoir 6, dessen Tank das flüssige Vorspannbad 7 enthält, welches durch eine Flüssigkeit,
wie schweres und viskoses Öl gebildet wird, das üblich zum Vorspannen in einer Flüssigkeit ist. Solche Öle sind insbesondez-e
in der deutschen Patentschrift 899 402 beschrieben.
Die vorzuspannende Glasscheibe 8 wird vertikal in das Bad "
eingeführt "und darin in an sich bekannter Weise durch selbstkleminende Zangen 5 gehalten.
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Nach der Erfindung ordnet man in dem Bad zu beiden Seiten des unteren Teils der Glasscheibe horizontale Rohre 10 und 10'
an, die in. Verbindung längs ihrer Erzeugenden stehen und sich mit Schlitzen 9 und 91 gegenüber der Glasscheibe befin- ·
den. Diese Rohre 10 und 10' sind mit einem Ölspeicher 11
über eine Pumpe 12 und Leitungen 13, 13a und 13b verbunden.
Ein. Schieber 16 ist in der Leitung 13 vorgesehen.
Der Speicher 11 enthält geeignete, nicht dargestellte Einrichtungen,
um das Öl auf der gewünschten. Temperatur zu halten. Ein Überlauf 14 ermöglicht es, kontinuierlich zum
Speicher 11 das im Überschuß im Speicher 6 befindliche
Öl zurückzuschicken.
In Figur 2 ist eine Vorrichtung zum Vorspannen im flüssigen Bad nach der Erfindung dargestellt, die es ermöglicht, die
ganze Oberfläche der Glasscheibe durch die Vorspann flüssigkeitsstrahl en zu bestreichen.
In dieser Figur 2 erkennt man, daß der das Vorspann bad enthaltende Speicher 6 mit drei Paaren von Rohren" 10 - 10·
zur Speisung mit Öl analog denen der Fig. 1, die mit Longitudinalschlifczen
15 - 1.5' versehen sind, ausgestattet ist. Diese Speiseröhre sind mit dem Ölspeicher 11 über die Pumpe
12 sowie Leitungen 13 verbunden, wobei die die Speiserohre
auf dem linken Teil der figur bedienenden Leitungen aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung fortgelassen
wurden. Wie iia FaIi der Fig. 1 ermöglicht ein Überlauf 14
es, in de η Speicher 11 die aus dem Speicher 6 überlaufende
Flüssigkeit zurückzuschicken.
Insbesondere ixt Fig, 2 erkennt man» daß der Speicher 6
eine ausreichende Höhe besitzt, damit eine merkliche FlUssigkeitshöhe
h über dem oberen Paar von Speiseschlitzen steht. Hierdurch wird, es möglich, eine beachtliche Flüssig-
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keitsschicht, die praktisch frei von Turbulenzen ist, oberhalb
des Bereichs des Vorspannbades zu halten, in welchem die
Flüssigkeitsstrahlen ihren Ausgang nehmen. Diese Anordnung
ist vorteilhaft, da die Anmelderin festgestellt hat, daß es wünschenswert ist, daß die in das Vorspannbad eingeführte Glasscheibe
während einer gewissen Dauer einen Kühlbeginn im ruhigen Öl bei ihrer Durchführung durch die Schicht h erfährt.
Figur 3 zeigt eine Ausführungsvariante der Vorrichtung zu Fig. 2.
Nach dieser Ausführungsvariante v/erden die Paare von Öl
verspritzenden Rohren 10- 10' durch zwei vertikale Kästen
18 - 18· ersetzt, die mit Öl vom Speicher 11 aus gespeist
und mit Perforationen 17 auf ihrer Seite versehen sind, die sich gegenüber der vorzuspannenden Glasscheibe 8 befindet.
IM die Oxydation des Öls zu vermeiden, sind die Gefäße 6 und
11 mit Ausnahme des Schlitzes 3 geschlossen und werden mit Stickstoff über eine Rohrleitung A gespeist*
Bei den Vorrichtungen nach den Figuren 2 und 3 kann es vorteilhaft sein, den Schlitzrohren 10 - 10' oder den
perforierten Kästen 18 - 18· Schlingbewegungen in einer
vertikalen Ebene zu erteilen, urn die Wirkung der Flüssigkeitsvorspannstrahlung auf die Glasoberfläche zu vergleieh-
«äßigen. Diese Maßnahme ist interessant, insbesondere wenn es sich um eine Glasscheibe geringer Dicke handelt, d. h.,
die in Millimetergrößenordnung oder selbst noch darunter liegt. Je weiter die Dicke des Glases vermindert wird und
je mehr man die Schlitze oder die Kästen au die Glasoberfläche annähern muß, um den Wärmeaustausch zu intensivieren,
desto mehr wird die '-Yirkung der flüssigkeitsstrahler! dann,
wenn sie ortsfest gehalten sind, lokalisiert.
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Im allgemeinen ist das in das Bad eingeführte Öl von der
gleichen Art wie das das Bad bildende Öl, welches im Speicher 6 enthalten ist. Es kann jedoch in gewissen Fällen vorteilhaft sein, wenn man besondere Vorspanneffekte zu erreichen sucht, eine einzuführende Flüssigkeit zu verwenden, die ein Kühlvermögen größer als- das des Vorspannbades aufweist. Um leicht die beiden Flüssigkeiten trennen zu können, ist es
in diesem Falle zweckmäßig, nicht-mischbare Flüssigkeiten zu wählen.
gleichen Art wie das das Bad bildende Öl, welches im Speicher 6 enthalten ist. Es kann jedoch in gewissen Fällen vorteilhaft sein, wenn man besondere Vorspanneffekte zu erreichen sucht, eine einzuführende Flüssigkeit zu verwenden, die ein Kühlvermögen größer als- das des Vorspannbades aufweist. Um leicht die beiden Flüssigkeiten trennen zu können, ist es
in diesem Falle zweckmäßig, nicht-mischbare Flüssigkeiten zu wählen.
Insbesondere kann man die Wahl treffen, in das Bad eine
Flüssigkeit mit einer Dichte geringer als die der Flüssigkeit des Bades derart einzuführen, daß dieses eingeführte
Öl an der Oberfläche des' Bades eine aufschwimmende Schicht unbewegten Öls bildet, die durch den Überlauf 14 rezykli eiert wird und deren Dicke im übrigen auf jeden gewünschten Wert zwischen etlichen Zentimetern und der Höhe h eingeregelt
werden kann.
Flüssigkeit mit einer Dichte geringer als die der Flüssigkeit des Bades derart einzuführen, daß dieses eingeführte
Öl an der Oberfläche des' Bades eine aufschwimmende Schicht unbewegten Öls bildet, die durch den Überlauf 14 rezykli eiert wird und deren Dicke im übrigen auf jeden gewünschten Wert zwischen etlichen Zentimetern und der Höhe h eingeregelt
werden kann.
Werden die Flüssigkeitsverteiler über einzelne Schieber gespeist, beispielsweise wie die Schieber 16 der Fig. 2, so
ist es möglich, auf unterschiedliche -Werte den Durchsatz
der Ölstrahlen auf die verschiedenen Teile der Glasscheibe zu regeln. Oft ist es insbesondere vorteilhaft, auf den
unteren Teil der Glasscheibe eine größere Flüssigkeitsmenge als auf den oberen Teil der Scheibe zu richten, um die
Fehler beim Vorspannen zu eliminieren, die ohne diese Vorkehrung aufgrund der Tatsache auftreten können, daß der
untere Teil der Glasscheibe notwendigerweise als erster in das Vorspannbad eindringt.
ist es möglich, auf unterschiedliche -Werte den Durchsatz
der Ölstrahlen auf die verschiedenen Teile der Glasscheibe zu regeln. Oft ist es insbesondere vorteilhaft, auf den
unteren Teil der Glasscheibe eine größere Flüssigkeitsmenge als auf den oberen Teil der Scheibe zu richten, um die
Fehler beim Vorspannen zu eliminieren, die ohne diese Vorkehrung aufgrund der Tatsache auftreten können, daß der
untere Teil der Glasscheibe notwendigerweise als erster in das Vorspannbad eindringt.
Die Flüssigkeitsstrahlen können kontinuierlich in das Vorspannbad eingeführt werden, in welches man nacheinander die
vorzuspannenden Glasscheiben eintaucht; man kann aber auch
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in gewissen besonderen Fällen dazu gebracht werden, die Glasscheiben
in ein völlig ruhiges Bad einzutauchen und die Flüssigkeitsstrahlen - Merkmal der Erfindung - nur dann
auszulösen, vr/enn die Glasscheibe in die endgültige Stellung
im Vorspannbad gelangt ist.
Im Prinzip befindet sich die in Form von Strahlen eingeführte Flüssigkeit auf der gleichen Temperatur wie das
Vorspannbad, was es ermöglicht, kontinuierlich zu arbeiten. Wie bereits gesagt, befinden sich die Heizorgane für diese
Flüssigkeit vorteilhaft im Speicher 11; der Speicher 6 enthält das eigentliche Vorspannbad und ist nicht notwendigerweise
selbst mit Heizorganen ausgestattet.
Im Falle ganz besonderer Fabrikationen kann man dazu veranlaßt werden, in Form von Strahlen in das Vorspannbad eine Flüssigkeit
einzuführen, die sich auf einer unterschiedlichen Temperatur, insbesondere einer Temperatur niedriger als
die des Bades, befindet. Dies ist leicht unter der Bedingung realisierbar, daß zwischen jeder Vorspannoperation das Bad
auf die gewünschte Temperatur, beispielsweise mit· Hilfe von
im Speicher 6 befindlichen/Organen zurückgeführt wird.·
*Heiz-
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung,ohne sie
zu begrenzen:
Verwendet wird eine Vorrichtung, wie sie in Fig, 3 dargestellt
ist, bei der die perforierten Platten der Kästen Abmessungen von 160 χ 130 mm und 6 mm Dicke aufweisen.
Diese Platten tragen jeweils 70 löcher von 1 nun Durchmesser. In horizontaler Richtung stehen die Löcher 10 rom
und in vertikaler Richtung 30 mm auseinander. Die Löcher
einer Reihe sind schachbrettartig bezüglich denen der oberen und unteren Reihe angeordnet.
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Das Niveau des Öls des Vorspannbades wird auf 130 ram von der oberen Reihe von Löchern geregelt. Die Außenfläche der
perforierten Platten befindet sich 40 ram von den Flächen der Glasscheibe entfernt.
Das Vorspann bad besteht aus Thermesso-Öl 148» Es handelt
sich um ein Öl, das von der Firma ESSO STANDARD verkauft wird und dessen Viskosität bei 25,3 Centipoise bei 100° C
liegt. Das gleiche Öl ist im Speicher 11 enthalten, um es in die Kästen .einführen zu können. Das Öl des Bades und
des Speichers 11 wird auf 120 C gehalten. Die Pumpe 12
wird derart geregelt, daß der Druckverlust in den Öffnungen 17 bei 0,1 bar liegt.
Die vorzuspannenden Scheiben sind Scheiben einer Dicke von 2 mm und von Abmessungen vo-n 150 χ 100 mmo Sie werden in
einem elektrischen Ofen über eine ausreichende Dauer erwärmt, damit die Oberflächentemperatur im Augenblick des
Tauchens in das Öl bei etwa 680° C liegt. Diß Glasscheiben
sind, wie in Figo dargestellt, an selbstkleramenden Zangen
aufgehängt. Ihre Tauchgeschwindigkeit in das Ölbad liegt bei 75cm/sec. Die Verweildauer oeder Scheibe im Bad liegt
bei 30 Sekunden; das Öl wird kontinuierlich über die Öffnungen der Kästen eingeführt.
Beim Austritt aus dem Bad werden die Glasscheiben gekühlt und im Hinblick auf ihr Bruchbild geprüft: Man stellt
fest, daß unter dem Aufschlag eines spitzen Gegenstandes das Glas in sehr kleine Stückchen splittert, wobei die
Anzahl der Bruchstücke bei etwa 20/cm liegt, d.h. daß man eine Vorspannung erhalten hat, wie sie für sog. Einscheibensicherheitsglas
üblich ist. Nimmt man die Vorspannung bei der gleichen Temperatur mit dem gleichen Öl vor, ohne jedoch Öl entsprechend den
Charakteristiken nach der Erfindung einzuführen, so erreichen
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- 10 -
- ίο - ■
die Glasscheiben nur eine beachtlich niedrigere Vorspannung;
dies stellt sich im Bruchbild durch größere Bruchstücken dar.
Im übrigen kann man -feststellen, daß die optische Qualität
der Oberfläche des unter den Bedingungen nach der Erfindung vorgespannten Glases ausgezeichnet ist. Insbesondere ist
sie wesentlich besser als die, die man für Scheiben des gleichen Glases, die auf einen hohen Vorspanngrad gebracht sind
( 20 Stücken pro Quadratzentimeter etwa), und zwar in nichtdurchrührtem
Öl erhalten hätte, was die Tfahl eines wesentlich
weniger viskosen Öls als Thermesso-Öl notwendig gemacht hätte, beispielsweise des Öls Essotherm 500, dessen Viskosität nur
4 Centipoise bei 100° C beträgt.
Im vorstehenden Beispiel hat..man versucht, in den vorgespannten
Glasscheiben eine gleichförmige Vorspannung zu erhalten.
Man sieht, daß in vielen Fällen, insbesondere für Kraftfahrzeug-Windschutzscheiben,
es wünschenswert ist, Glasscheiben,"deren Vorspannung unterschiedlich is"t, herzustellen.
Es ist beispielsweise bekannt, daß in gewissen Fällen man es
versucht, Windschutz scheiben aus vorgespanntem Glas herzustellen,
deren Vor spannt grad sehr viel höher im Umfangsteil
als im zentralen Teil liegt ( siehe beispielsweise FR-PS 1 259550.
Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht es auch, diese
Ergebnisse zu erhalten, indem man das Auftreffen der 01-strahlen
auf besondere bestimmte Zonen der vorzuspannenden Scheibe, wie beispielsweise im Fall der Fig. 1 begrenzt,
- 11
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, wo Öl strahl en nur auf den unteren Band der Glasscheibe
auftreffen. Um eine Windschutzscheibe zu erhalten,
die einen höheren Vorspanngrad am Umfang wie im. zentralen Teil aufweist, kann man so nach der Erfindung
eine Vorrichtung auslegen, deren das Spritzöl abgebende Schlitze oder Öffnungen nur den Umfang der Scheibe einnehmen.
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Claims (1)
- Patentansprüche:Γ1 Γ) Verfahren zum Vorspannen von Gegenständen aus Glas, insbesondere Glasscheiben, in einem Flüssigkeitsbad, dadurch gekenn ze lehnet, daß eben im Innern des Flüssigkeitsbades auf den Gegenstand aus vorzuspannendem Glas Vorspännflüssigkeitsstrahlen gerichtet werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die in das Bad in Form von Strahlen eingeführte Vorspannflüssigkeit die gleiche Flüssigkeit wie die das Vorspannbad bildende ist.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeich net, daß die in das Bad in Form von Strahlen eingeführte Flüssigkeit nicht mischbar mit der Flüssigkeit des Bades ist und ein Kühlvermögen, das höher als das des Vorspannbades ist, aufweist,4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dad.urch gekennzeichnet, daß nur ein Teil des vorzuspannenden Gegenstandes von den Flüssigkeitsstrahl en beaufschlagt wird.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Wirkung der Flüssigkeitsstrahlen nach dem Einbringen des vorzuspannenden Gegenstandes in das Vorspannbad eintritt.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichn et ,daß die als Flüssigkeitsstrahlen abgebenden Organe auf eine ausreichende Tiefe in das Vorspannbad getaucht werden, um von einer Flüssigkoits-409827/0700Schicht, praktisch frei von Turbulenzen, überlagert zu werd en.7ο Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Flüssigkeitsschieht, die praktisch frei von Turbulenzen ist, aus einer Flüssigkeit von einem spezifischen Gewicht besteht, das niedri ger als dao der Flüssigkeit des Vorspannbades und mit diesem nicht mischbar ist.8c Verfahren nach Anspruch 7f dadurch gekennzeichnet, daß die aufschwimmende Flüssigkeit ein Kühlvermögen größer als das der das Bad bildenden Flüssigkeit hat. ' ■" '9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet /laß die die Flüssigkeit sstrahlen abgebenden Organe in einer Bewegung bezüglich der Glasoberfläche atigetrieben sind.10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch g e k'e η η zeichnet, daß die Wirkung der durch die Strahl-Bewegungsorgane erzeugten Strahlendie Gesamtheit der Glasoberfläche einnimmt.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß die in Form von Strahlen eingeführte Flüssigkeit sich auf einer Temperatur unterschiedlich zu der das Vorspannbad bildenden Temperatur befindet.12. Vorrichtung für die thermische Vorspannung von Gegenständen aus Glas·, insbesondere Glasscheiben, in einem Flüssigkeitsbad, dadurch gekennzeichnet, daß in der die Vorspannflüssigkeit enthaltenden Wanne40 9827/0700- 14 -'Organe Borgeselien siii£0 welche flüssigkeittrvovspannstralilea auf. die Oberfläche der §lasselieiloe zn beiden Seiten der leiztsrsis abstrahleno13« YeifZ'ieiltmng ns,db. Jlßgpi^su 12, üsuUiToh g e k e η η — ζ e i e ίι π e ΐ v äa£ iia die SuLüssigkeitsvorspann— strahlen abstrahlenden organe clttrcli Hohre mit Schlitzen entsprechend einer Erzeugenden parallel zur Glasscheibe gebildet siMo14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13S dadurch gekennzeichnet, daß die Organe wie die mit Schlitzen versehenen Rohre mit Vorspannflüssigkeit von einem Speicher aus über eine Zirkulationspumpe gespeist werden, wobei dieser Speicher mit Flüssigkeit durch den Überlauf der Wanne gespeist ist.15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß eine Vielzahl von Organen wie mit Schlitzen ausgestattete Rohre, abgestuft über die Höhe der Wanne vorgesehen sind, damit die abgestrahlte Vorspannflüssigkeit die gesamte Oberfläche der Scheibe einnimmt.16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die die Flüssigkeittr'orspannstrahlen abgebenden Organe durch vertikale Kästen gebildet sind, die mit Perforationen auf ihrer der Glasscheibe gegenüberliegenden Oberfläche versehen sind.- 15 -409827/0700236295417. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16 f gekenn ζ eichn et durch einen Durchsatzregelschieber an der Speisung der Organe zur Abstrahlung der Vorspannflüssigkeitsstrahlen.18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet , daß die die Vorspannflüssigkeit enthaltende Wanne oberhalb der Organe, welche die Vorspannflüssigkeitsstrahlen abstrahlen, einen Teil von einer Höhe derart aufweisen, derart, daß die hierin enthaltene Yorspannflüssigkeits^chicht praktisch frei von Turbulenz ist.19. Vorrichtimg nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeic hnet,. daß die Speicher geschlossen und unter Stickstoff gehalten sind.AO9827/0700Leerseite
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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