DE2363744C3 - Verfahren zum Herstellen eines lumineszierenden Sulfids - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines lumineszierenden SulfidsInfo
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Description
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial für den
Stoff (b) ein Gemisch aus Aktivkohle und Schwefel angewandt wird, und daß der Schwefel bei der
Erhitzung wenigstens zum Teil vom Kohlenstoff aufgenommen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet daß als Ausgangsmaterial für den
Stoff (b) Aktivkohle angewandt wird, daß das Reaktionsgemisch (a) mit Schwefel gemischt und der
θ! T\&\ f\&r V* t*ht^7llnfy %%J&t\tCVC%&T\G *>*(HTi I &t\ XffXTn ΐώ vfl/Avyf^rft %ψύύ r%\\rvam&t*%f**%
ein in einem derartigen Verfahren gewonnenes Iumineszierendes Sulfid. Weiter bezieht sich die
Erfindung auf eine Kathodenstrahlröhre mit einem derartigen lumineszierenden Sulfid.
Bekanntlich bilden die Sulfide von Zink und Kadmium und auch die Zinkkadmiumsulfide hervorragende
Grundgitter zum Aktivieren mit einwertigen Aktivatormetallen, wie Silber, Kupfer und Gold. Dabei werden
Stoffe gewonnen, die beim Anregen durch verscnieden-
iii artige Anregungsmittel wie Elektronen, Ultraviolettstrahlung oder Röntgenstrahlung besonders wirksam
Iumineszieren. Auch die sogenannten selbstaktivierien
Sulfide, die keine fremden Aktivatorelemente enthalten, sind wirksame Leuchtstoffe. Es wird angenommen, daß
in diesen selbstaktivierten Sulfiden geringe Mengen einwertiger Zink- oder Kadmiumionen vorhanden sind,
die die lumineszierenden Zentren bilden. Die lumineszierenden Sulfide werden insbesondere häuhg in
^Kathodenstrahlröhren zum Wiedergeben von Bildern,
2Ü--Z. B. Fernsehbildern, sowohl in Schwarzweiß als auch in
Farbe, angewandt
Hohe Strahlungsausbeuten können mit den lumineszierenden Sulfiden nur dann erreicht werden, wenn das
-Aktivatorelement einwandfrei in das Grundgitter !eingebaut ist. Um einen guten Einbau der erwähnten,
£einwertigen Aktivatoren in das Grundgitter, das aus ^zweiwertigen Ionen aufgebaut ist zu erzielen, ist ein
Ladungsausgleich erforderlich. Dieser Ladungsaus-
: gleich kann bekanntlich durch gleichzeitiges Einbauen »!einwertiger Anionen, z.B. von Halogenen, zusammen
mit den einwertigen Aktivatorionen in das Grundgitier
!erzielt werden. Weiter ist es möglich, den erwähnten ^Ladungsausgleich dadurch zu erzielen, daß in das
Grundgitter neben den einwertigen Aktivatorioneii auch dreiwertige Kationen eingebaut werden (siehe dtv
Artikel von Kroger und Dikhoff in »Physica XVi. se. 3
(1950) Seite 297, und die US-Patentschrift 26 23 858). Hierfür kommen die dreiwertigen Metalle Aluminium,
Gallium, Indium, Scandium und die Seltenen Erden in
■fi>-Betracht Zu den Seltenen Erden werden in dieser
Beschreibung und in den Ansprüchen auch die Elemente -Yttrium und Lanthan gerechnet
Die zum Ladungsausgleich benutzten Elemente werden Ivr, allgemeinen Kcaktivatoren genannt Auch
im Falle der selbstaktivierten Sulfide ist zum Gewinnen eines wirksamen Leuchtstoffes das Einbauen eines
Koaktivators notwendig. Die Koaktivierung mit Hilfe der erwähnten dreiwertigen Metalle weist gegenüber
der Koaktivierung mit Hilfe von Halogenen unter
n> anderem den Vorteil auf, daß das Verhältnis zwischen
den Aktivator- und den Koaktivatormengen besser eingestellt werden kann, wodurch sehr gut reproduzierbare
Stoffe gewonnen werden.
Die mit dreiwertigen Metallen koaktivierten Sulfide
Die mit dreiwertigen Metallen koaktivierten Sulfide
Kohlenstoff aufgenommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet daß die Kohlenstoffmenge von 1 bis
100 g und die Schwefelmenge von 5 bis 200 g 6eträgt wobei beide Mengen pro !00Og des
Reaktionsgemisches berechnet sind.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines lumineszierenden Sulfids aus mindestens
einem der Elemente Zink und Kadmium und auf tionsgemisch, das Zink- und/oder Kadmiumsulfid und
die Aktivator- und Koaktivatorelemente enthält, auf hohe Temperatur, z. B. auf eine Temperatur zwischen
950 und 1250°C erhitzt wird. Diese Erhitzung erfolgt vorzugsweise in einer schwefelhaltigen Atmosphäre,
weil in einer derartigen Atmosphäre der dreiwertige Koaktivator gut in das Sulfidgitter aufgenommen wird.
Es ist bekannt, dazu während der Erhitzung ein Gasgemisch, das Schwefelwasserstoff (HjS) und/oder
Schwefelkohlenstoff (CS2) enthält durch ein Reaktionsgefäß zu leiten, in dem sich das Reaktionsgemisch
befindet. Dieses Verfahren weist den Nachteil auf, daß mit einer verhältnismäßig verwickelten Ofenapparatur
gearbeitet werden muß, was zumal bei der Herstellung in größerem Umfange nachteilig ist Ein großer Nachteil
des bekannten Verfahrens ist weiter, daß eine ausgedehnte Anlage erforderlich ist, um das erwähnte
Gasgemisch zu gewinnen und zum Ofen zu transportieren. Da das übliche Gasgemisch sehr giftig und
übelriechend ist. sind dabei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen notwendig.
Aus der US-Pa'entschrift 35 95 804 ist ein Verfahren
zum Herstellen von mit Aluminium koaktivierten Sulfiden bekannt, bei dem die vorgenannten Nachteile
zum größten Teil beseitigt sind. Bei diesem Verfahren wird nämlich die schwefelhaltige Atm· .■•'•äre im
Reaktionsgefäß selbst während der Erhitzt - gebildet.
Dazu wird das Reaktionsgemisch mit KohLratoff, z. B.
in Form von Aktivkohlekörnern. i-nd mit Schwefel
gemischt. Während der t"rhi:zu o wird in dem mit
einem Deckel geschlossen*-- ■ keakuonsgefäö vorwiegend
CS2 aus dem beigeii.isrhten Kohlenstoff und
Schwefel gebildet Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß nach der Erhitzung eine zusätzlicne Bearbeitung,
nämlich die Trennung des Reaktionsproduktes /on den Kohlenkörnern stattfinden muß. Diese Trennung kann
z. B. durch Sieben erfolgen. Eine vollige Abscheidung
des Kohlenstoff?, s aus dem lumineszierenden Sulfid ist
jedoch in der Y\ axis nur schwer durchführbar. Dies ist
vorwiegend eiiie Folge davon, daß das Reaktionsprodukt
meistens die Form einer leicnt gesinter'en Masse hat, die pulverisiert werden muß, wonach die Siebbearbeitung
stattfinden kann. Während der Pulverisier- und Siebvorgänge wird eine Menge feiner Kohlepartikei
gebildet die sich nicht auf einfache Weise vom lumineszierenden Sulfid trennen lassen. Beim Auftragen
des IuTiineszierenden Sulfids auf einen Leuchtschirm,
zu '■-■ --ine kathodenstranlröhre, findet meistens noch
eine weitere Verkleinerung der Kohlepartikel statt Das
Vorhandensein von Kohlepartikeln, insbesondere von äußerst feinen Kohlepartikeln, in einem Leuchtschirm
ist deshalb „:örend. weil dadurch ein Teil des emittierten
Lichtes absorbiert wird, so daß, z. B. beim Anregen durch Elektronen, eine unerwünschte Herabsetzung der
H elligkeit des Leuchtschirmes auftritt
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren zur iiersieüung iurnineszierender Sulfide zu schaffen, bei
dem gleichfalls eine schwefelhaltige Atmosphäre während de; Erhitzung im Reaktioi.sgefäß entsteht,
wobei aber die Nachteile des aus der US-Patentschrift 35 95 804 bekannten Verfahrens vermieden werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen eines !umineszierenden Sulfids von mindestens einem
der Elemente Zink und Kadmium, welches selbstaktiviert oder mit mindestens einem der Elemente Silber,
Kupfer und Gold aktiviert und mit mindestens einem der Elemente Aluminium, Gallium, Indium, Scandium
gemisch (a), das Zinksulfid und/oder Kadmiumsulfid und/oder Zinkkadmiumsuifid und die Aktivator- und
Koaktivatorelemente in den gewünschten Mengen in Form von Verbindungen dieser Elemente enthält, sowie
ein Stoff (b) aus dem bei Erhitzung eine Kohlenstoff-Schwefel-Verbindung
und/oder Schwefelwasserstoff entstehen kann, in ein Reaktionsgefäß gebracht werden,
wonach das Reaktionsgefäß geschlossen und anschließend auf eine Temperatur zwischen 950 und 125O0C
erhitzt wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff (b) durch eine Zwischenwand vom Reaktionsgemisch (s)
getrennt in das Reaktionsg'',fäß eingebracht wird, wobei
ein Materialtransport zwischen (b) und (a) über die Gasphase erfolgen kann.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird der Stoff.
aus dem eine Kohlenstoff-Schwefel-Verbindung und/ oder Schwefelwasserstoff entstehen kann, nicht, wie bei
dem aus der US-Patentschrift 35 95 804 bekannten Verfahren, mit dem Reaktionsgemisch homogen gemischt,
sondern durch eine Zwischenwand vom Reaktionsgemisch getrennt in das Reaktionsgefäß
eingebracht Dabei ist ein Materialtransport zwischen dem Stoff (b) und dem Reaktionsgemisch (a) über die
Gasphase möglich. Bei Versuchen, die zur Erfindung geführt haben, hat sich überraschenderweise herausgestellt
daß die Bildung der schwefelhaltigen Atmosphäre nicht unbedingt in gleichmäßiger Verteilung über dem
Reaktionsgemisch stattzufinden braucht Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem die schwefelhaltige
Atmosphäre im Reaktionsgefäß örtlich getrennt -gebildet wird, werden lumineszierende Sulfide gewcn-
~nen, bei denen die dreiwertigen Koaktivatorionen sehr
r^gut in das Kristallgitter eingebaut s:nH Das erfindungs-
-gemäße Verfahren hat weiter den Vorteil, daß die -gewonnenen !umineszierenden Sulfide nicht mit Koh-
-lenstoffpartikeln verunreinigt sind. Die Helligkeit der
-erfindungsgemäßen lumineszierenden Sulfide bei Anre- ^gung durch Elektronen ist denn auch sehr hoch. Mit
iidiesen Sulfiden können Helligkeiten erreicht werden,
^die denen der nach bekannten Verfahren durch -Erhitzung eines Reaktionsgemisches unter Hindurchlei-3en
von Schwefelwasserstoff bereiteten Sulfiden gleich
— Als Zwischenwand zwischen dem Stoff (b) und dem ^Reaktionsgemisch (a) kann man 2. B. eine Quarzwolle-—schicht
anwenden. Der Stoff (b) wird dann auf dem j-Boden des Reaktionsgefässes angebracht, wonach die
^Quarzwolleschicht und darauf das Reaktionsgemisch
^angebracht werden. Die Quarzwolleabtrennung verhinzdert
eine Verunreinigung des Reaktionsgemisches (a) Bni't dem Stoff (b) und ertaubt den Transport von Gasen
nzwischen (a) und (b).
E Sei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht die Zwischenwand aus mindestens einem Behälter, der mit einem oder
mehreren Öffnungen versehen ist Dieser Behälter wird mit dem Stoff (b) gefüllt und im Reakiionsgefäß in der
Nähe des Reaktionsgemisches (a) aufgestellt. Bei diesem Verfahren kann der Behälter nach der Erhitzung
besonders leicht aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden, wonach das Reaktionsprodukt auf bekannte
Weise auf Leuchtschirme aufgetragen werden kann.
Der erwähnte Behälter für den Stoff (b) besteht vorzugsweise aus einem Rohr aus feuerfestem Material.
z. B. Quarz, dessen Wand mit Perforationen versehen ist Dieses Rohr wird derart im Reaktionsgefäß
aufgestellt daß es zum größten Teil oder völlig vom
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird der Gebrauch eines Stoffes (b) bevorzugt, der bei der Erhitzung
hauptsächlich Schwefelkohlenstoff liefert. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß mit einer SchwefeJkoblen-Stoffatmosphäre
sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
Ein derartiger Stoff, der Schwefelkohlenstoff liefert und äußerst zweckmäßig beim erfinritugsgemäßen
Verfahren angewandt werden kann, ist Aktivkohle, die Schwefel aufgenommen hat. Dieser Stoff kann durch
Erhitzung eines Gemisches aus Aktivkohle und Schwefel hergestellt werden. Während der Erhitzung
bei der Herstellung des lumineszierenden Sulfids liefert dieser Stoff vorwiegend Schwefelkohlenstoff und
außerdem geringere Mengen organischer Sulfide und Schwefelwasserstoff.
Vorzugsweise wird beim erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsmaterial für den Stoff (b) ein Gemisch
aus Aktivkohle und Schwefel angewandt In der ersten Phase der Erhitzung bei der Herstellung des lumineszierenden
Sulfids wird der Schwefel wenigstens zum Teil vom Kohlenstoff aufgenommen. Der so gebildete Stoff
(b) liefert während der weiteren Erhitzung die gewünschte Schwefelkohletistoffatmosphäre.
Es ist weiter möglich beim erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsmatenal für den Stoff (b)
Aktivkohle anzuwenden. Dabei wird das Reaktionsgemisch (a) mit Schwefel gemischt. Der Schwefel wird
während der Erhitzung wenigstens zum Teil vom Kohlenstoff aufgenommen und der so gebildete Stoff (b)
liefert die gewünschte Schwefelkohlenstoffaimosphäre.
Wenn man beim erfindungsgemäßen Verfahren als Stoff (b) Aktivkohle benutzt, die Schwefel aufgenommen
hat. wird vorzugsweise eine Kohlenstoffmenge zwischen 1 und 100 g und eine Schwefelmenge zwischen
5 und 200 g pro 1000 g Reaktionsgemisch (a) gewähll
Die lumineszierenden Sulfide enthalten eine Aktivatorelementmenge
von 0,001 bis 0.1 At°/o und eine
Koaktivatorelementmenge von 0,001 bis 0,5 At% welche beiden Mengen in bezug auf Zink und Kadmium
zusammen berechnet werdea Die erwähnten Mengen führen nämlicn zu den wirksamsten lumineszierenden
Stoffen.
Die größten Helligkeiten werden mit lumineszierenden
Sulfiden er/ielt die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt sind und Silber und/oder Kupfer
als Aktivator und Aluminium als Koaktivator enthalten.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer Zeichnung und i^iner Anzahl Ausführungsbeispiele
näher erläutert
Die Zeichnung gibt, teilweise im Schnitt ein Beispiel
für ein Reaktionsgefäß. das mit einem Reaktionsgemisch (a) und mit einem Behälter mit einem Stoff (b)
versehen ist, welches Reaktionsgefäß bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens angewandt
werden kann.
In der Zeichnung ist 1 ein Quarztiegel, der mit einem Quarzdeckel 2 abgeschlossen und mit einem Reaktionsgemisch 3 gefüllt ist aus dem bei der Erhitzung ein
lumir.eszierendes Sulfid gebildet werden kann. Im Tiegel
ί ist ein Quarzglasrohr 4 derart aufgestellt daß das Rohr völlig vom Reaktionsgemisch 3 umgeben ist Das Rohr 4
ist mit einer Anzahl Löcher 5 versehen, durch die ein Materialtransport über die Gasphase zwischen dem
Inneren des Rohres i und dem Reaktionsgemisch 3 möglich isL Das Rohr 4 ist mit einem Stoff 6 gefüllt, aus
dem sich bei der Erhitzung eine Kohlenstoff-Schwefei-Verbinuung
und/oder Schwefelwasserstoff bilden kann. Das Rohr 4 ist an der Unterseite mit einem
Quarzwollepfropfen 7 abgeschlossen. Der Tiegel 1 hat einen Inhalt von ungefähr Vz L ist ungefähr 15 cm hoch
und hat an der Oberseite einen Durchmesser von ungefähr 11 cm. Das Rohr 4 hat einen Durchmesser von
ungefähr 33 cm und eine Höhe von ungefähr 10 cm.
Eine Menge von 4500 g ZnS wird in Wasser suspendiert Dieser Suspension wird 0,452 g Silber in
Form von Silbernitrat und 0,113 g Aluminium gleichfalls
als Nitrat zugesetzt Die Suspension wird darauf eingedampft wonach das gewonnene Produkt homogenisiert
wird. Von dem auf diese Weise gewonnenen Reaktionsgemisch wird 500 g mit 15 g Schwefel
gemischt und in einen Tiegel, wie in der Zeichnung dargestellt, eingebracht In ein perforiertes Qüarzglasrohr
gemäß der Zeichnung wird ein Gemisch von 10 g
% Schwefel und 10 g Aktivkohle gebracht. Anschließend wird dieses Rohr derart im Tiegel aufgestellt, daß es
völlig vom Reaktionsgemisch umgeben ist Der Tiegel wird jetzt mit einem Deckel abgeschlossen und danach
i Stunde auf eine Temperatur von 1100"C erhitzt Nach
if/ifHem Erkalten wird der Tiegelinhalt, der die Form einer
das Quarzglasrohr völlig umschließenden, leicht gesinterten Masse hat. aus dem Tiegel entfernt Das
Quarzglasrohr läßt sich leicht vom Reaktionsprodukt trennen. Das Reaktionsprodukt, das nach dem Homoge-
v, nisieren und Sieben gebrauchsfertig ist besteht aus
einem blau lumineszierenden mit Silber aktivierten und mit Aluminium koaktivierten Zinksulfid. Das gewonnene
iumineszierendc Sulfid v/eist keine Kohlepartikel auf
und besitzt bei der Anregung durch Elektronen die gleiche Helligkeit wie ein Iumineszierendes Sulfid mit
dergleichen Zusammensetzung, das auf bekannte Weise durch die l. hitzung eines Reaktionsgemisches unter
Hindurchleitung von Schwefelwasserstoff hergestellt worden ist
'"' Beispiel 2
Es wird auf analoge Weise wie im Beispiel 1 beschriebet vorgegangen. Ausgegangen wird jedoch
von einer Suspension vrr 92C g ZnS und 80 g CdS in
jo Wasser, der 0,032 g Kupfer als Kupfersulfat und 0,014 g
Aluminium als Aluminiumsulfat zugesetzt wird. Nach dem Eindampfen und Homogenisier en wird 500 g des
gewonnenen Reaktionsgemisches 15 % Schwefel beigemischt und danach in den Tiege. gebracht Das
Quarzglasrohr wird mit 10 g Aktivkohle gefüllt Nach einer Erhitzung von 13 Stunden auf fO5OcC wird ein
grün Iumineszierendes mit Kupfer aktiviertes und mit Aluminium koaktiviertes Zinkkadmiumsulfid gewonnen,
das frei von Kohlepartikeln ist und bei Elektronenanregung die gleiche Helligkeit aufweist wie ein Sulfid mit
gleicher Zusammensetzung, das nach einem bekannten Verfahren gewonnen wird, bei dem ein Schwefelwasserstoffstrom
während des Erhitzens durch das Reaktionsgemisch hindurchgeleitet wird.
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wird ein gelb Iumineszierendes Zinkkadmiumsulfid, das mit
Kupfer aktiviert und mit Aluminium koaktiviert ist
so hergestellt Hierbei wird von einer Suspension von
85OgZnS und 15OgCdS in Wasser ausgegangen, ävc
0;062g Kupfer als Sulfat und 0,053 g Aluminium als
Sulfat zugesetzt ist Vom gewonnenen Reaktionsgemisch wird 500 g in den Tiegel gebracht Das
Quarzglasrohr wird mit einem Gemisch von 25 g Schwefel und 10 g Aktivkohle versehen- Der Tiegel
samt Inhalt wird 2 Stunden auf eine Temperatur von 1025°C erhitzt- Das auf diese Weise gewonnene
Iummeszierende Sulfid ist frei von Kohlepartikeln und
besitzt eine Helligkeit, die nahezu gleich der eines Sulfids mit der gleichen Zusammensetzung ist, das unter
Hindurchleiten von Schwefelwasserstoff während der Erhitzung des Reaktionsgemisches hergestellt ist
• Beispiel 4
Ein blau lumineszierendes Zinksulfid, das seibstaktiviert
ist und Aluminium als Koaktivator enthält wird ausgehend von einem Reaktionsgemisch aus Zinksulfid
und dem Aluminiumkoaktivator, hergestellt. Von
diesem Reaktionsgemisch wird 500 g in einem Tiegel 1 Stunde auf eine Temperatur von 10503C erhitzt.
Während der Erhitzung wird die gewünschte schwefelhaltige Atmosphäre im Tiegel durch ein Gemisch von
10 g Aktivkohle und 25 g Schwefel gebildet, welches
Gemisch sich in einem perforierten Quarzglasrohr
befindet. Dieses Rohr ist im Tiegel derart aufgestellt, daß es völlig vom Reaktionsgemisch umgeben ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
«■217/2X3
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines lumineszierenden Sulfids von mindestens einen; der Elemente Zink
und Kadmium, welches selbstaktiviert oder mit mindestens einem der Elemente Silber. Kupfer und
Gold aktiviert und mit mindestens einem der Elemente Aluminium, Gallium. Indium. Scandium
und Seltene Erden koaktiviert ist. wobei ein Reaktionsgemisch (a), das Zinksulfid und/oder
Kadmiumsulfid und/oder Zinkkadmiumsulfid und die Aktivator- und Koaktivatorelemente in den
gewünschten Mengen in Form von Verbindungen dieser Elemente enthält, sowie ein Stoff (b). aus dem
bei Erhitzung eine Kohlenstoff-Schwefe'-Verbindung
und/oder Schwefelwasserstoff entstehen kann, in ein Reaktionsgefäß gebracht werden, wonach das
^Reaktionsgefäß geschlossen und anschließend au$
z^eine Temperatur zwischen 950 und 1250° C erhitzt
^zwird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stoff (b) durcn eine Zwischenwand vom Reaktions- =gemisch (a) getrennt in das Reaktionsgefäß eingebracht
wird, wobei ein Materialtransport zwischen (b) und (a) über die Gasphase erfolgen kann.
ΞΞ
ΞΞ
2. Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekenndaß
die Zwischenwand aus mindestens
r——einem mit einer oder mehreren Öffnungen versehe-
==nen Behälter besieht daß der Behälter mit dem Stoff
iz^^(b) gefüllt und im Reaktionsgefäß in der Nähe des
——^Reaktionspemisches (a) aufgestellt wird.
= =z
= =z
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn-EEiü^eichnet
daß der Behälter aus einem Rohr aus _i—feuerfestern Material besteht wobei die Rohrwand
^:Trnit Perforationen versehen L., und daß das Rohr
derart im Reaktionsgefäß aufges:ellt wird, daß das —Ro?if mindestens zum größten Teil vom Reaktions-
- —-^geirisch umgeben ist
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
: =:: gekennzeichnet, daß ein Stoff (b) angewandt wird,
der bei der Erhitzung hauptsächlich Schwefelkohlenstoff
liefert
_i —z:
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn-—"=IZ
— zeichnet daß als Stoff (b) Aktivkohle angewandt
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