DE236444C - - Google Patents
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- DE236444C DE236444C DENDAT236444D DE236444DA DE236444C DE 236444 C DE236444 C DE 236444C DE NDAT236444 D DENDAT236444 D DE NDAT236444D DE 236444D A DE236444D A DE 236444DA DE 236444 C DE236444 C DE 236444C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L17/00—Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L2700/00—Installations for increasing draught in chimneys; Specific draught control devices for locomotives
- F23L2700/002—Specific draught control devices for locomotives
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236444 KLASSE'24f.
GRUPPE
Mit künstlichem Zuge betriebene Feuerung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine mit künstlichem Zuge betriebene Feuerung, bei
welcher beim öffnen des Dampf Zuganges zur Dampfmaschine die Hauptzugwirkung eingestellt
und der Hilfsbläser abgestellt, dagegen beim Abschluß des Dampfzuganges zur Dampfmaschine die Hauptzugwirkung unterbrochen
und der Hilfsbläser in Tätigkeit gesetzt wird.
ίο Das neue Merkmal der Erfindung gegenüber
den bisherigen Einrichtungen dieser Art besteht nun darin, daß neben dem bekannten,
den Dampfzugang sowohl zum Hilfsbläser als auch zu den Dampfdüsen beherrschenden Ventil,
welches beim Öffnen des Dampfzuganges zur Dampfmaschine durch den Frischdampf selbsttätig in die Offenstellung getrieben
wird, jedoch von Hand aus abgeschlossen werden kann, wenn der Dampf zugang zur Dampfmaschine
abgeschlossen ist, noch ein zweites von Hand einstellbares Ventil angeordnet ist,
welches unabhängig von dem erstgenannten Ventil lediglich den Dampfzugang zum Hilfsbläser
beherrscht.
Hierdurch wird nicht allein der Vorteil erzielt, daß der Dampfzugang zu den Dampfdüsen
abgesperrt werden kann, ohne daß der Dampfzugang zum Hilfsbläser , unterbrochen werden muß, sondern auch eine verhältnismäßig
weitgehende Abstufung der Zugwirkung ermöglicht wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfmdungsgegenstandes ist auf der beiliegenden
Zeichnung in Anwendung an einen Loko-Hiotivkessel dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt durch einen Teil der Einrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. i,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. i, gesehen in Richtung des Pfeiles 3,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie E-F der Fig. i, gesehen in Richtung des Pfeiles 4.
, Fig. 5 zeigt den mit der Einrichtung versehenen Lokomotivkessel in Seitenansicht, und
Fig. 6 läßt diesen Lokomotivkessel in Draufsicht erkennen.
Fig. 7 zeigt den Lokomotivkessel zum Teil in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt durch
den Dom. Die
Fig. 8 und 9 zeigen in größerem Maßstabe die Seitenansicht von Einzelheiten, gesehen in
Richtung des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles 65 bei zwei verschiedenen Stellungen.
Wie aus der Zeichnung (Fig. 5 bis 7) hervorgeht, ist 1 der Lokomotivkessel und 2 der
Zylinder der Dampfmaschine, deren Schieberkasten 63 durch eine Leitung 64 mit dem
Dom 5 in Verbindung steht. Die Welle 6 erstreckt sich durch den oberen Teil des Loko-
motivkessels hindurch und ist an ihrem inneren Ende bei 7 gelagert. Der Dampfzugang
zur Leitung 64 kann bei 8 (Fig. 7) durch einen Schieber 9 abgeschlossen oder geöffnet
werden. Der Schieber 9 ist durch eine Stange 10 mit einem auf der Welle 6 befestigten Hebel
11 gelenkig verbunden. Auf der Welle 6 ist der Regulatorhebel 12 (Fig. 5) befestigt.
Der Schieberkasten 63 steht ferner durch eine Leitung 13 mit dem Hauptbläser 14 in Ver-
bindung. Seitlich an dem Lokomotivkessel ist eine Ventileinrichtung 15 (Fig. 5) vorgesehen. Dieselbe besitzt ein Gehäuse, in dessen
zylindrischem Teil 16 der Kolben 17 verschiebbar gelagert ist. Letzterer läuft an dem
einen Ende in den Kolben 18 aus, welcher größeren Durchmesser als der Kolben 17 besitzt
und in dem Gehäuseteil 19 verschiebbar ist. Das andere Ende des Kolbens läuft in
einen Ventilkörper 20 aus, dessen Sitz sich bei 21 befindet. Der Gehäuseteil 16 steht durch
den Durchgang 22 mit dem Gehäuseteil 23 in Verbindung, in dessen Stopfbüchse 24 die
Stange 25 verschiebbar gelagert ist. Letztere ist mit dem Ventilkörper 26 starr verbunden,
der seinen Sitz bei 27 findet. Der Vorsprung 28 des Ventilkörpers 20 kann bei seiner Verschiebung
auf den Ventilkörper 26 wirken und hierbei den Ventilkörper von seinem Sitz abheben.
Die Stange 25 ist mit der Stange 29 verbunden. Auf der Stange 29 ist eine hohle
Welle 30 angeordnet (Fig. 1, 5, 8 und 9), welche in den Lagern 31 drehbar, aber achsial
nicht verschiebbar gelagert ist. Auf dieser Welle 30 ist ein Handhebel 32 befestigt und
ein Ring 33 innerhalb zweier Stellmuttern lose drehbar gelagert. An den Ring 33 (Fig. 5 und 7) ist bei 35 ein Hebel 36 angelenkt,
mit welchem bei 37 ein Hebel 38 gelenkig verbunden ist. Mit dem Hebel 38 ist bei
39 die Stange 29 gelenkig verbunden.
In den Gehäuseteil 19 mündet die Leitung 40, welche mit der zum Schieberkasten führenden
Leitung 64 in Verbindung steht. Die mit der Bohrung 42 in Verbindung stehende Leitung 41 ist eine Entlüftungsleitung", welche
der Luft den Austritt aus dem Gehäuseteil 19 gestattet, wenn sich der Kolben 18 nach rechts
(Fig. 1) bewegt. Die in den Durchgang 22 mündende Leitung 43 steht mit den Dampfdüsen
des Feuerraumes in Verbindung. Der Gehäuseteil 16 steht ferner über das Rückschlagventil
44 mit einer Umgehungsleitung 45, 46 in Verbindung. An dem Teil 46 dieser
4-5 Leitung ist eine zum Hilfsbläser 47 führende Leitung 48 angeschlossen (Fig. 2 und 5). Der
Gehäuseteil 23 steht ferner durch den Verbindungsstutzen 49 mit dem Ventilgehäuse 50 in
Verbindung. In letzterem ist ein A^entilkörper 51 angeordnet, welcher durch Drehung
einer Spindel 52 gegen den Ventilsitz geschraubt werden kann und hierdurch den Verbindungsstutzen
49 von der Leitung 45, 46 abschließt. In den Gehäuseteil 23 mündet die Leitung 54, welche mit dem Dampfraum des
Kessels, speziell mit dem Dom 5, in Verbindung steht. Auf der Spindel 52 ist ein Hebel
55 und auf der Welle 30 ein Hebel 56 befestigt. Die beiden genannten Hebel sind durch zwei Laschen 57, 57 miteinander gelenkig
verbunden. Der Hebel 55 sowie der Hebel 56 sind mit kugelsegmentförmigen Ansätzen
71, 71 bzw. 72, 72 versehen. Die Durch-Lohrungen
75 bzw. 76 in den Laschen für die Gelenkbolzen 73, 74 erweitern sich nach den Enden hin allmählich (Fig. 8 und 9). Hierdurch
wird erreicht, daß jede Drehbewegung der Welle 30 auf die Spindel 52 übertragen \vird, letztere aber gegenüber der Welle 30
eine Relativverschiebung in achsialer Riehtung ausführen kann, wenn der Ventilkörper
51 aus der Schließstellung in die Offenstellung oder umgekehrt bewegt werden soll.
Die vorbeschriebene Einrichtung besitzt folgende Wirkungsweise:
Bei Ingangsetzung der Maschine wird der Regulatorhebel 12 in die Offenstellung gedreht,
in welcher der Schieber 9 den Dampfzugang zur Leitung 64 freigibt. Die Folge davon ist, daß der Dampf in den Schieberkasten
und von dort in den Zylinder der Dampfmaschine geführt wird und, nachdem er daselbst kraftabgebend gewirkt hat, als Auspuffdampf
durch die Leitung 13 zum Hauptbläser 14 gelangt, wodurch die Hauptzugwirkung
ausgeübt wird. Der durch die Leitung 64 zum Schieberkasten 63 gelangende Frischdampf
gelangt auch durch Leitung 40 in den Gehäuseteil 19. Ferner tritt durch Leitung
54 Dampf in den Gehäuseteil 23. Da der KoI-ben 18 einen größeren Durchmesser als der
Kolben 17 besitzt, so wird der Dampf im Gehäuseteil 19 die Kolben 18, 17 in die in Fig. 1
dargestellte Lage verschieben, in welcher der Ventilkörper 20 gegen seinen Sitz 21 gepreßt
ist, so daß das Gehäuse oberhalb des Rückschlagventils 44 von der Dampfleitung 54 abgesperrt
ist, indem sich auch Ventil 51 in der Schlußstellung befindet. Der Ventilkörper 26
kann nicht auf seinen Sitz geführt werden, weil er durch den Ansatz 28 des Ventilkörpers
20 daran gehindert werden würde. Infolgedessen kann der durch die Leitung 54 in den
Gehäuseteil 23 tretende Dampf durch die Leitung 43 zu den Dampfdüsen des Feuerraumes
gelangen.
Wenn die Maschine außer Tätigkeit gesetzt, d. h. wenn der Dampfzutritt zum Zylinder
2 durch Schließen des Schiebers 9 unterbrochen und demnach auch die Hauptzugwirkung
abgestellt ist, wird auch der Dampfdruck in dem Gehäuseteil 19 verschwinden.
Infolgedessen wird der im Gehäuseteil 23 vorhandene Dampf den Kolben 17 nach links verschieben
und deshalb der Dampf über das Rückschlagventil 44 und Leitung 45 in die zum Hilfsbläser führende Leitung 48 freien
Zutritt erhalten.
Sollte indes der Rost mit Kohlen nicht hoch genug beschickt sein und demnach die Möglichkeit
bestehen, daß der durch die Dampfleitung 43 und die Dampfdüsen in den Feuer-
raum geführte Dampf das Feuer ausbläst, so kann durch Bewegung des Hebels 38 und
durch Verschiebung der Stangen 29, 25 in der Welle 30 der Ventilkörper 26 gegen den Venlilsitz
27 gedrückt und hierdurch der Dampf zur Leitung 43 und den Dampfdüsen abgesperrt
werden.
Wird hierauf durch Bewegung des Hebels 32 die Welle 30 in den Lagern 31 im Sinne
des Pfeiles 60 (Fig. 1, 3 und 5) gedreht, so wird der Ventilkörper 51 von seinem Sitz.53
abgehoben, hierdurch eine Verbindung zwischen der Leitung 54 und der Umgehungsleitung
45, 46 sowie der Leitung 48 trotz Absperrung des Dampfzuganges zu den Dampfdüsen
hergestellt und demgemäß durch den Hilfsbläser der zu einer guten Rauchverbrennung
nötige Zug im Feuerraum aufrecht erhalten.
In einzelnen Fällen, z. B. beim Fahren im Gefälle, bei welchem der Dampfzugang von
der Dampfmaschine abgesperrt ist, kann es zur Steigerung des Dampfdruckes vorteilhaft
_ sein, neben dem Ventil 26 auch das Ventil 51
offen zu halten, wodurch die Zugwirkung des Hilfsbläsers entsprechend verstärkt wird.
Ferner ist es in allen denjenigen Fallen, in welchen die Lokomotive schwere Züge fortzuschaffen
hat, empfehlenswert, auch während der Hauptzugwirkung das Ventil 51 offen zu
halten und hierdurch die Hauptzugwirkung entsprechend zu verstärken.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:J. Mit künstlichem Zuge betriebene Feuerung, bei welcher beim Öffnen des Dampfzuganges zur Dampfmaschine die Hauptzugwirkung beginnt und der Hilfsbläser abgestellt, dagegen beim Abschluß des Dampf Zuganges zur Dampfmaschine die Hauptzugwirkung unterbrochen und der Hilfsbläser in Tätigkeit gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem bekannten, den Dampfzugang sowohl zum Hilfsbläser als auch zu den Dampfdüsen beherrschenden Ventil (26) noch ein zweites von Hand verstellbares Ventil (51) angeordnet ist, welches unabhängig von dem erstgenannten Ventil lediglich den Dampfzugang zum Hilfsbläser beherrscht.
- 2. Feuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil(51) in eine Umgehungsleitung (45,46) eingeschaltet ist, welche einerseits mit der zum Hilfsbläser führenden Leitung (48) und anderseits mit einer Frischdampfzuleitung in Verbindung steht.
- 3. Feuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel(52) des Absperrventils (51) mit einer drehbaren, jedoch achsial nicht verschiebbaren Welle (30) derart in Verbindung steht, daß die Spindel (52) bei Drehung dieser Welle (30) mitgedreht wird und zugleich eine achsiale Verschiebung ausführt.
- 4. Feuerung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (30) und die Spindel (52) je einen Hebel (56 bzw. 55) tragen, die an ihren freien Enden kugelsegmentförmige Ansätze (72, 71) haben, mittels Laschen (57) gelenkig miteinander verbunden sind und von Gelenkbolzen (74, 73) durchsetzte, sich nach beiden Enden hin allmählich erweiternde Durchbohrungen (76,75) aufweisen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236444C true DE236444C (de) |
Family
ID=496128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT236444D Active DE236444C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236444C (de) |
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0
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