DE236464C - - Google Patents

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DE236464C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F13/00Making discontinuous sheets of paper, pulpboard or cardboard, or of wet web, for fibreboard production
    • D21F13/04Making discontinuous sheets of paper, pulpboard or cardboard, or of wet web, for fibreboard production on cylinder board machines
    • D21F13/06Format rolls
    • D21F13/08Automatic cut-off rolls

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- 'te 236464 KLASSE 55 d. GRUPPE
LEOPOLD KORETZ in NIEDERSCHLEMA i. Sa.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1909 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung an Pappenmaschinen mit Formatwalze, welche die selbsttätige Abnahme, Zusammenfaltung und Paketierung der feuchten, von der Formatwalze der Pappenmaschine kommenden Pappen bewirkt.
Die durch ein Messer von der Formatwalze abgetrennten Pappbogen gelangen über eine Bandleitung auf einen zweiteiligen Tisch, auf
ίο welchem sie gelegt und gefaltet werden. Das Pappenpaket, geht dann durch eine Presse und fällt zu einem Paket gepreßt in einen untergestellten Wagen.
Fig. ι ist eine Längenansicht der Maschine.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht derselben.
Fig. 3 bis 9 sind Einzelheiten.
Das zum Aufschneiden des Pappenzylinders dienende Messer m (Fig. 1) ist an einer in den Stützen s, s1 gelagerten Spindel mittels mehrerer Arme befestigt und ausbalanciert. Durch das Exzenter χ, die federnd gelagerte Zugstange ζ und den Hebel b wird das Messer m gegen den Pappenzylinder auf der Formatwalze gedrückt, sobald der Schlitz in der Formatwalze dem Messer m gegenübersteht, wobei die Pappe durchschnitten wird. Die Welle, auf der das Exzenter χ sitzt, wird durch Schnecke und Schneckenrad in Bewegung gesetzt. Die Form dieses Exzenters bewirkt zunächst nur einen geringen Rückgang des Messers m nach dem Schneiden, so daß das Messer den Bogen abstreift; erst dann kehrt es in seine ursprüngliche Lage zurück.
Der Pappbogen gelangt nun über eine Bandleitung B auf den zweiteiligen Tisch g, g1, wo er gelegt und zusammengefaltet wird. Der Tisch g, g1 läuft mit vier Rollen auf den Bahnen h, Jt1. Die hin und her gehende Bewegung des Tisches erfolgt mittels der Zugstangen n, n1 und der schwingenden Hebel 0, o\ 0"-, die auf der gemeinschaftlichen Achse -p befestigt sind. Jede Tischhälfte g bzw. g1 ist mit ihrer Achse fest verbunden; die Achsen tragen an ihren Enden Laufrollen und sind durch Verbindungsschienen zusammengehalten, so daß sie einen Wagen bilden. Die Riemscheiben j, j1 übertragen ihre Bewegung mittels zweier konischer Räder und einer Schnecke auf das Schneckenrad q. Der am Rad q sitzende Kurbelzapfen und die Zugstange bewegen den Hebel o2 und damit auch den Tisch g, g1 vor- und rückwärts.
Sobald die Pappbogen auf den Tisch g, g1 aufgelaufen sind, wird dieser dadurch zum Stillstand gebracht, daß die Zugstange mittels des Exzenters χ1 eines Doppelhebels und des Steges k vom Bolzen des Gabelhebels 0- abgehoben wird; zugleich faßt die Klaue d diesen Bolzen und hält so mittelbar den Tisch g, g1 fest. Die mit einer Rolle versehene Zugstange rollt während der weiteren Drehung der Kurbel
auf dein Stege k hin und her, der Tisch aber bleibt unterhalb der Bandleitungswalzen stehen. Das Zusammenklappen der Tischhälften g, g1 und damit das Zusammenfalten der darauf ausgebreiteten Pappbogen erfolgt durch das Exzenter x1, einen Gewichtshebel und die Zugstange, mittels derer der Hebel f1 gehoben und dadurch der dreiannige Hebel i, i1 nach abwärts gezogen wird. Die Stifte «·, u1 treffen
ίο die Hebel w, w1 und drehen diese um 90° nach unten. Der Hebel i, i1 ist durch die Kloben v, v1 geführt, und seine zwei kurzen Arme sind mit Scharnieren versehen, so daß sie der Abwärtsbewegung der Hebel w, ze»1 zu folgen imstande sind. Die Stirnräder e, e1 übertragen die Drehung von der Achse des Schneckenrades q auf die Achse, auf welcher die Exzenter x1 und x'1 sitzen.
Der zusammengefaltete Bogen Holzstoffpappe (Fig. 8) gleitet aus den zusammengeklappten Tischhälften abwärts zwischen die Preßbalken P, P1, von denen der Balken P feststeht. Der Balken P1 ist beweglich und wird durch die Stangen Z, Z1 und die Hebel J, J1 Se8'en den Balken P gepreßt, wenn das Exzenter x2 den Gewichtshebel hebt. Beim Rückgang des Balkens P1 fällt das so entstandene Pappenpaket in einen unterhalb der Presse befindlichen Wagen T-Fg.
Bei Verwendung der Einrichtung nur für eine Pappenmaschine wird erstere selbsttätig ausgerückt, wenn di: Pappe paketiert ist, und selbsttätig wieder eingerückt, sobald der nächste Pappenbogen von der Formatwalze abgetrennt ist. Dasselbe ist der Fall bei ihrer Verwendung für zwei einander gegenüberstehende, gegeneinander arbeitende Pappenmaschinen (Fig. 6), wenn die von entgegengesetzten Seiten zugeführten Bogen gleichzeitig, in die Ablege- und Paketierungsvorrichtung eingeführt werden; laufen sie aber abwechselnd ein, so bleibt sie ununterbrochen in Tätigkeit, erfordert aber eine veränderte Form der Exzenter x1 und x2.
Als Vorteile einer Verwendung der vorbeschriebenen Einrichtung ergeben sich:
1. Verbilligung der Produktion durch die Ersparung der Handarbeit,
2. größere Sicherheit des Betriebes durch die Ausschaltung der Handarbeit.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Abschneiden und Ablegen der Pappe für Pappenmaschinen mit Formatwalze, bei welcher ein von außen gegen die Formatwalze wirkendes Messer den Pappenzylinder durchschneidet und nach dem Durchschneiden desselben das Pappenende auf eine Bandführung leitet, welche die Pappen einer Falzvorrichtung zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandführung (B) die aufgeschnittene Pappe über einen hin und her gehenden, aus zwei zusammenklappbaren Hälften (g und g1) bestehenden Tisch befördert, wo die Pappen in Schlangenlinien abgelegt werden (Fig. 7), worauf nach dem Zusammenklappen der Tischhälften (g und g1) die abgelegten Pappenbogen zusammengefaltet werden und hierauf in eine Presse (P, P1) gelangen, welche die zusammengefalteten Pappbogen zu einem Paket preßt, das dann in einen unter der Presse (P, P1J stehenden Wagen (Wg)
. fällt.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Hilfe eines Exzenters (x), einer unter Federwirkung stehenden Zugstange (z) und eines Hebelarmes (b) stehende gekrümmte Schneidemesser (tn) nach dem Schneiden erst einen kurzen Weg zurücklegt, um die Pappe auf die Bandführung (B) zu drängen, und dann in die Ruhelage zurückkehrt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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