DE2365902A1 - Selbsttaetige feuerwaffe - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
23659Q2
Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Bührle AG
8050 Zürich
Brreich^iq zur
Brreich^iq zur
Weiter;iivjr:3 er^ian
t'·"'5
t'·"'5
DipI.g
Dipl.-lng. O. Flügel
Dipl.-lng. O. Flügel
Selbsttätige Feuerwaffe
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Feuerwaffe mit einem Gehäuse und einem im Gehäuse verschiebbaren Verschlussteil, mit
einem im Gehäuse gelagerten Sicherungshebel, der eine Rückprallbewegung des Verschlussteiles verhindert, mit einem schussbewegten
Teil, von welchem der Sicherungshebel in Zusammenwirkung mit einem Steuernocken nach Abgabe eines Schusses in
eine den Verschlussteil freigebende Stellung verstellbar ist, wobei der Sicherungshebe.l auch über einen Entriegelungshebel
verstellbar ist, der beim Spannen des Verschlussteiles über einen von Hand rückholbaren, den Verschlussteil mitnehmenden
Körper betätigbar ist.
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Es ist eine selbsttätige Feuerwaffe dieser Art aus der CH-PS 474 734 bekannt, bei welcher ebenfalls die Rückprallbewegung
eines beweglichen Verschlussteiles - eines Steuerstückes durch einen Sicherungshebel verhindert wird. Der Sicherungshebel wird jeweils nach Abgabe eines Schusses von einem durch
den Gasdruck angetriebenen Verstellglied über einen Steuernocken betätigt. Der Steuernocken ist mit einer Achse verbunden,
auf welcher auch ein Entriegelungshebel befestigt ist, der beim Spannen des Verschlusses über einen Mitnehmerkörper betätigbar
ist und mit dem Steuernocken schwenkbar ist. Der Mitnehmerkörper wird beim Spannen von Hand über ein Spannelement nach
hinten gezogen, was ein Verschwenken des Entriegelungshebels und somit auch des Steuernockens und ein Verstellen des Sicherungshebels
in eine den Verschlussteil freigebende Stellung zur Folge hat.
Es ist bei dieser Feuerwaffe von Nachteil, dass der mit dem Mitnehmerkörper
wirkverbundene Entriegelungshebel bei Betätigung des Sicherungshebels durch den schussbewegten Teil jeweils mit
dem Steuernocken mitgeschwenkt wird. Es sind zusätzliche Mittel
notwendig, die den Mitnehmerkörper während des Schiessens in seiner vorderen Stellung blockieren, damit die Ueberlastung und
eventuelles Zerreissen des Spannelementes vermieden wird.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile
zu vermeiden und eine einfachere Feuerwaffe zu schaffen.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der
Entriegelungshebel über eine Einwegkupplung mit dem Sicherungshebel in Antriebsverbindung steht, und dass bei Betätigung des
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Sicherungshebels vom schussbewegten Teil der Körper durch den
Entriegelungshebel in seiner vorderen Stellung blockiert wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine selbsttätige Feuerwaffe, teilweise als Längsschnitt und teilweise in Ansicht dargestellt (Verschluss
in der Zündstellung verriegelt);
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2; Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2;
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie V-V in Fig. 2.
Ein in der Fig. 1 mit 1 bezeichnetes Waffengehäuse ist in weiter
nicht dargestellter Weise fest mit der Wiege einer Lafette verbunden. Ein Rohr 2 ist in einem hülsenförmigen Teil 3 des
Gehäuses 1 verschiebbar gelagert. Das Rohr 2 ist federnd gegen die Lafette abgestützt. Eine mit dem Rohr 2 verbundene Hülse 4
besitzt einen nach innen gerichteten Flanschring 5, welcher einen Abstand von der hinteren Stirnfläche 6 des Rohres 2 aufweist
und dessen Stirnflächen 7, 8 senkrecht zur Achse des Rohres 2 gerichtet sind.
Ein Verschlussträger 11 ist gemäss Fig. 1 im unteren, einen rechteckigen
Hohlquerschnitt aufweisenden Teil la des Gehäuses 1 verschiebbar gelagert. Der Verschlussträger 11 steht unter dem
Druck einer Feder 12, welche sich an der Rückwand 13 des Gehäuses 1 abstützt. An der Rückwand 13 ist ein Puffer 15 angeordnet.
Eii; Kopf 16 des Verschlussträgers 11 besitzt eine nach vorn
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offene und zum Rohr 2 koaxiale Bohrung 17, in welcher ein zylindrischer
Verschlusskörper 18 dreh- und verschiebbar gelagert ist. Der Verschlusskörper 18 weist einen nach aussen ragenden
Flanschring 19 auf. Der Verschlusskörper und die mit dem Rohr 2 verbundene Hülse 4 sind über die Flanschringe 5 und 19 in
nicht näher dargestellten Weise durch Verdrehen des Verschlusskörpers 18 verriegelbar.
Der Verschlusskörper 18 weist eine durchgehende, im Durchmesser
abgesetzte und zur Rohrachse koaxiale Bohrung 22 auf. Ein Zündstift 23 ist im Kopf 16 des Verschlussträgers 11 befestigt
und ragt in die Bohrung 22 des Verschlusskörpers 18 hinein. Der Verschlusskörper 18 besitzt eine ihn vollständig durchdringende
Bohrung 24, deren Achse zu seiner Längsachse senkrecht gerichtet ist und sie schneidet. Ein Bolzen 25 ist in die Bohrung 24 angeordnet,
für welchen der ihn durchdringende Zündstift 23 als Drehachse und Lagesicherung dient. Die beiden Enden des Bolzens
25 ragen in zwei Schlitze 26 hinein, welche in die Wand des Verschlussträgerkopfes
16 eingeschnitten sind. Der hintere Teil der Schlitze 26 ist der Achse des Verschlusskörpers 18 parallel
und der vordere Teil 28 ist schräg zu dieser Achse gerichtet.
Nach Fig. 1 ist eine Hülse 29 auf dem Rohr 2 befestigt. Die Hülse 29 besitzt einen nach aussen ragenden Flanschrand 30, für
welchen der hülsenförmige Gehäuseteil 3 als Führung dient. Die Hülse 21J) weist ferner einen nach unten ragenden Ansatz 31 auf.
Ein zum Rohr 2 paralleler Stössei 32 ist mit dem Ansatz 31 verbunden. Eine Düse 33 ist in die Wand des Rohres 2 eingesetzt.
Eine senkrecht zur Rohrachse gerichtete Gasentnahmebohrung mit
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der Düse 33 setzt sich in einer den Ansatz 31 und den Stössel 32 durchdringende Bohrung 35 fort. Ein Zylinder 36 ist in einer
Wand 37 des Gehäuses 1 befestigt und wird durch einen mit dem Gehäuse 1 verbundenen Träger 38 gehalten. Ein Kolben 39 ist im
Zylinder 36 angeordnet und durch den nach vorn wirkenden Druck einer Feder 40 belastet. Eine Kolbenstange 41 ist in weiter
nicht dargestellter Weise im hinteren Boden des Zylinders 36 beweglich gelagert und ragt nach hinten aus der Gehäusewand 37
heraus. Der Stössel 32 ist im vorderen Boden des Zylinders 36 verschiebbar gelagert. Eine die Wand des Zylinders 36 durchdringende
Bohrung 42 mündet in den Kolbenraum 43.
Gemäss den Fig. 1, 2 und 5 besitzt der Verschlussträger 11
einen gabelförmigen Verschlussträgerfuss 44, der eine von der Stirnseite her eingefräste Vertiefung 45 aufweist. Ein Mitnehmer
46 ist der Waffenachse parallel und ragt durch einen Schlitz des Verschlussträgerfusses 44 hindurch nach vorn. Ein quer gerichteter
Ansatz 48 des Mitnehmers 46 liegt vor dem Grund 49 der Vertiefung 45. Der Ansatz 48 ist auf einer der Waffenachse
parallelen Stange 50 verschiebbar gelagert und stützt sich unter dem Druck einer Feder 51 an der Gehäusewand 37 ab. Der
Mitnehmer 46 ist mit einer Kette 52 verbunden. Ein Nocken 53 des Ansatzes 48 ragt in einen Schlitz 54 hinein, welcher im
Bereiche der Vertiefung 45 auf der (in Schussrichtung betrachtet) rechten Seite des Verschlussträgerfusses 44 eingeschnitten
ist. Der Nocken 53 weist eine senkrecht zu einer Horizontalebene gerichtete Fläche 55 auf, die mit der nach vorn gerichteten
Längsmittelebene der Waffe einen spitzen Winkel
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einschliesst. Auf der gleichen Seite und in der Höhe versetzt
weist der Verschlusstragerfuss 44 eine der Waffenachse parallele Nut 56 auf, deren vordere, vertikale Begrenzungsfläche 57
ebenfalls mit der nach vorn gerichteten Längsmittelebene der Waffe einen spitzen Winkel einschliesst (Fig. 1, 4).
Gemäss Fig. 2 ist auf der rechten Aussenseite des Gehäuseunterteils
la ein Lagerstück 58 befestigt. Das Lagerstück 58 weist drei Ausnehmungen 59, 60, 61 auf, deren Mittelebenen
senkrecht zur Längsmittelebene der Waffe gerichtet sind. Eine dieser Ebene parallele Sackbohrung 62 des Lagerstückes 58
mündet in die Ausnehmungen 59, 60, 61. In dem zwischen den Ausnehmungen 59 und 60 liegenden Abschnitt der Bohrung 62 ist
eine Büchse 63 mit kerbverzahnteν Bohrung drehbar gelagert.
Eine Achse 64 ist in der Bohrung 62 angeordnet und mit der Büchse 63 verkeilt. Die Nabe eines in der Ausnehmung 59 angeordneten
als Hebel ausgebildeten Steuernockens 65 ist mit der Achse 64 verkeilt. Der Steuernocken 65 ragt durch einen Schlitz
66 im Gehäuse 1 in dasselbe hinein. Am Rohr 2 ist eine Steuerfläche 67 in Form eines Nockens angebracht, welche eine zu
diesem konzentrische, zylindrische Fläche 68 aufweist. Eine Kegelfläche 69, deren Spitze auf der Rohrachse liegt, verbindet
die Fläche 68 mit der Oberfläche des Rohres 2 (Fig. 3).
Gemäss Fig. 4 ist ein Sicherungshebel 70 in die Ausnehmung 60 des Lagerstückes 58 eingesetzt und steht mit der Achse 64 in
Antriebsverbindung. Eine in einer Bohrung 71 des LagerStückes 58 angeordnete Feder 72 belastet den Sicherungshebel 70, sodass
sich dieser mit einer ebenen Fläche 73 am Lagerstück 58 abstützt.
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Der Sicherungshebel 70 ragt durch einen mit der Ausnehmung 60 fluchtenden Schlitz 74 in der Wand des Gehäuseteiles la hindurch
in die Bahn des Verschlussträgers 11 hinein. Gemäss Fig. 5 ist in der Ausnehmung 61 des Lagerstückes 58 ein Kupplungsstück 75 angeordnet, dessen Nabe 76 in den zwischen den Ausnehmungen
61 und 60 liegenden Teil der Bohrung 62 hineinragt und mit der Achse 64 in Antriebsverbindung steht. Das Kupplungsstück 75 weist einen nach unten ragenden Ansatz 77 auf, der mit
einer bezüglich der Bohrung 62 radial gerichteten Fläche 78 versehen ist. Die Ausnehmung 61 enthält ferner einen Entriegelungshebel 79, welcher auf der Achse 64 drehbar gelagert ist. Die
über den Entriegelungshebel 79 hinaus nach oben vorstehende und an der Nabe des Kupplungsstückes 75 anliegende Nabe 80 besitzt
eine zur Bohrung 62 radial gerichtete Fläche 81. Der Entriegelungshebel 79 ist durch eine sich am Lagerstück 58» abstützende
Feder 82 belastet, sodass er mit einer Fläche 83 seiner Nabe am Lagerstück 58 anliegend gehalten wird. Der Entriegelungshebel
79 greift durch einen Schlitz 84 in den Gehäuseteil la hinein. Eine Fläche 85 am Hebelende ist der Fläche 55 des Mitnehmernockens
53 parallel und liegt in einem kleinen Abstand hinter dieser.
Die Wirkungsweise ergibt sich aus dem Aufbau:
Der Verschlussträger 11 nimmt nach dem Aufprall seines Kopfes 16 auf die Hülse 4, d.h. nach dem Anstechen der Zündkapsel
einer sich im Patronenlager des Rohres 2 befindenden Patrone durch den Zündstift 23 die Stellung gemäss Fig. 1 ein. Dabei
werden der Verschlusskörper 18 und die Hülse 4 über ihre
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Flanschringe 19, 5 in nicht dargestellter Weise verriegelt. Die
Enden des Bolzens 25 befinden sich in den hinteren Teilen 27 der Schlitze 26 des Kopfes 16, und das hintere Ende des Stössels
32 liegt am Kolben 39 an. Geraäss Fig. 3 liegt das Ende des Steuernockens 65 hinter der Kegelfläche 69 des Rohres 2. Gemäss
Fig. 4 ragt der Sicherungshebel 70 in die Nut 56 des Verschlussträgerfusses 44 hinein. Die Fläche 70a des Sicherungshebels
liegt hinter der vorderen Begrenzungsfläche 57 der Nut 56 und
weist von dieser einen Abstand auf, der kleiner ist als die Länge des geraden Teils 27 der Schlitze 26 des Verschlussträgerkopfes
16. Gemäss Fig. 5 liegt die Fläche 78 des Kupplungsstückes 75 an der Fläche 81 des Entriegelungshebels 79 an.
Wenn der Verschlussträger 11 nach dem Auftreffen auf die Hülse 4 stark zurückprallt, stösst seine Begrenzungsfläche 57 gegen
die Fläche 70a des Sicherungshebels 70 und wird abgefangen. Beim Stoss wird der Sicherungshebel 70 im wesentlichen durch eine
Druckkraft belastet, welche ein (in der Fig. 4 betrachtet) im Gegenuhrzeigersinn wirkendes, schliessendes Moment auf diesen
ausübt, sodass er weiter in der Sperrstellung verharrt. Während des Rückprallens des Verschlussträgers 11 bewegt sich nur der
gerade Teil 27 der Schlitze 26 des Verschlussträgerkopfes 16 den Enden des Bolzens 25 entlang, sodass der Verschlusskörper
18 nicht gedreht wird und vollständig mit dem Rohr 2 verriegelt bleibt.
Der Gasdruck, welcher sich nach der Zündung der in der Patrone befindenden Geschosstreibladung entwickelt, wirkt über die
Patronenhülse 90 und den Verschlusskörper 18 auf die Hülse 4
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des Rohres 2, welches damit nach hinten beschleunigt wird und sich im stillstehenden Gehäuse 1 verschiebt. Dabei läuft die
Kegelfläche 69 des Rohres 2 gegen den Steuernocken 65, wodurch derselbe mit der Achse 64 und dem Sicherungshebel 70 im
(in den Fig. 3 bis 5 betrachtet) Uhrzeigersinn gedreht wird. Wenn der Steuernocken 65 mit der Zylinderfläche 68 des Rohres
2 in Berührung kommt, ist der Sicherungshebel 70 vollständig aus der Nut 56 des Verschlussträgerfusses 44 herausgetreten.
Dies ist der Fall, bevor das hintere Ende der Kolbenstange 41, welche durch die mit dem Rohr 2 bewegten Stössel 32 nach hinten
gestossen wird, auf den Verschlussträgerfuss 44 trifft. Während der Bewegung des Steuernockens 65 und des Sicherungshebels 70 wird das Kupplungsstück 75 mitgeschwenkt; der nicht
mit der Achse 64 verkeilte Entriegelungshebel 79 jedoch verharrt in der dargestellten Lage. »
Wenn das Geschoss die Gasentnahmestelle im Rohr 2 passiert hat, strömt das Gas durch die Düse 33 und die Bohrung 35 des Ansatzes
31 und des Stössels 32 vor den Kolben 39 und anschliessend in den Zylinderraum 43. Dadurch werden der Kolben 39 und
der Verschlussträger 11, welche sich bis zu diesem Zeitpunkt mit der Geschwindigkeit des Rohres 2 bewegten, zusätzlich beschleunigt.
Der Kolben 39 bewegt sich daher vom Stössel 32 weg.
Nachdem das Geschoss das Rohr 2 verlassen hat und nur noch ein Restgasdruck über die in diesem zurückgebliebene Patronenhülse
90 auf den Verschlusskörper 18 wirkt, trifft der Bolzen 25 auf den vorderen schrägen Teil 28 der Schlitze 26. Der Bolzen
25 erhält dadurch einen Drehantrieb, durch welchen der
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Verschlusskörper 18 um seine Achse gedreht wird. Der Kolben
39 wird am Ende seines Hubes, nachdem er dem Verschlussträger 11 die die Kadenz der Waffe bestimmende Geschwindigkeit erteilt
hat, abgebremst, während der Verschlussträger 11 sich weiter nach hinter; bewegt. Da der Kolben 39 nun hinter der
Bohrung 42 liegt, strömt das noch im Zylinderraum 43 befindliche Gas ins Freie ab, worauf der Kolben 39 durch die Feder
40 wieder in seine Ausgangslage gemäss Fig. 1 zurückgetrieben
wird.
Wenn sich der Verschlussträger 11 bei seiner Rückwärtsbewegung von der Kolbenstange 41 trennt, ist der Verschlusskörper 18 so
weit gedreht worden, dass er nun in nicht dargestellter Weise vom Rohr 2 entriegelt wird. Da der Bolzen 25 an der vorderen
Begrenzung der Schlitze 26 zur Anlage gelangt, wird er mit dem Verschlusskörper 18 auf die Geschwindigkeit des Verschlussträgers
11 beschleunigt und von diesem mitbewegt. Die leere Patronenhülse wird aus dem Rohr 2 gezogen. Während
der gemeinsamen, weiteren Bewegung von Verschlussträger 11 und Verschlusskörper 18 verhindert eine in der Zeichnung
nicht dargestellte Kupplungsvorrichtung eine Verschiebung dieser Teile 11 und 18 relativ zueinander.
Nachdem der Verschlussträger 11 seine Energie an die Feder
abgegeben hat, wird er nach dem Aufprall auf den Puffer 15 durch diese wieder nach vorn bewegt, wobei der Verschlusskörper
18 in weiter nicht dargestellter Weise eine neue Patrone
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in das Rohr 2 einführt, welches sich nach Ausführung der durch eine Anschlagfläche 88 des Gehäuses 1 begrenzten Rücklaufbewegung
wieder in seine Ruhelage bewegt hat.
Am Ende der Rohrbewegung nimmt der Steuernocken 65 wieder die
Stellung gemäss Fig. 3 ein, und der Sicherungshebel 70 ragt·
in die Bahn des Verschlussträgers 11 hinein.
Am Ende des Vorlaufes des Verschlusskörpers 18 prallt der Flanschring 19 auf eine Stirnfläche 89 des Rohres 2. Der
Verschlussträger 11 bewegt sich, da er nun wieder vom Verschlusskörper 18 entkuppelt ist, weiter nach vorn, wobei der
Bolzen 25 mit dem Verschlusskörper 18 zurückgedreht wird, bis der Verschlusskörper 18 wieder in nicht dargestellter
Weise mit dem Rohr 2 verriegelt ist.
Der Sicherungshebel 70 wird durch den sich gegen die vorderste Stellung bewegenden Verschlussträger 11 aus dessen Bahn
herausgeschwenkt, dann unter der Wirkung der Feder 72 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 4) angetrieben und in die Nut 56
des Verschlussträgerfusses 44 hineinbewegt.
Zum Spannen des Verschlusses 11, 18, d.h. zum Bewegen desselben in die Hakenstellung, wird der Mitnehmer 46 durch eine
in weiter nicht dargestellten Weise auf die Kette 52 ausgeübte Kraft aus der Stellung gemäss Fig. 1 nach hinten gezogen.
Dabei wird durch den Mitnehmernocken 53 eine Kraft auf
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den Entriegelungshebel 79 übertragen, durch welche derselbe
im {in der Fig. 5 betrachtet) Uhrzeigersinn um die Achse geschwenkt und aus der Bahn des Mitnehmernockens 53 herausbewegt
wird. Das Kupplungsstück 75 wird durch den Entriegelungshebel 79 mitgeschwenkt, wodurch die Achse 64 gedreht
und durch diese der Sicherungshebel 70 ausser Eingriff mit
der Nut 56 des Verschlussträgerfusses 44 bewegt wird. Der
Verschlussträger 11 kann deshalb durch den am Verschlussträger
fuss 44 anliegenden Mitnehmer 46 nach hinten bewegt werden. Wie vorstehend beschrieben, führt dabei der Verschlussträger
11 zuerst gegenüber dem Verschlusskörper 18 eine Relativbewegung aus, wodurch dieser vom Rohr 2 entriegelt
wird und anschliessend die Rückwärtsbewegung von Verschluss träger 11 und Verschlusskörper 18 gemeinsam erfolgt.
Wenn der Nocken 53 des Nitnehmers 46 hinter den Kopf 79a
des Entriegelungshebels 79 gelangt ist, wird dieser durch die Feder 82 wieder in die Bahn des Nockens 53 bewegt. Nachdem
der Verschluss 11, 18 die Hakenstellung erreicht hat, wird der Entriegelungshebel 79 durch den Nocken 53 des unter
der Wirkung der Feder 51 in seine Ausgangsstellung zurück— kehrenden Mitnehmers 46 kurz aus dessen Bahn hinausgeschwenkt,
worauf sich der Hebelkopf 79a wieder hinter die Fläche 55 des Nockens 53 legt..
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Claims (4)
- - 13 - M 381aPatentansprücheί 1.)Selbsttätige Feuerwaffe mit einem Gehäuse und einem im Gehäuse verschiebbaren Verschlussteil, mit einem im Gehäuse gelagerten Sicherungshebel, der eine Rückprallbewegung des Verschlussteiles verhindert, mit einem schussbewegten Teil, von welchem der Sicherungshebel in Zusammenwirkung mit einem Steuernocken nach Abgabe eines Schusses in eine den Verschlussteil freigebende Stellung verstellbar ist, wobei der Sicherungshebel auch über einen Entriegelungshebel verstellbar ist, der beim Spannen des Verschlussteiles über einen von Hand rückholbaren, den Verschlussteil mitnehmenden Körper betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Entriegelungshebel (79) über eine Einwegkupplung (75 - 81) mit dem Sicherungshebel (70) in Antriebsverbindung steht, und dass bei Betätigung des·; Sicherungshebels (70) vom schussbewegten Teil (2) der Körper (48) durch den Entriegelungshebel (79) in seiner vorderen Stellung blockiert wird.
- 2. Selbsttätige Feuerwaffe nach Anspruch 1, bei welcher der Entriegelungshebel und der Steuernocken auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwegkupplung (75 - 81) ein mit der Achse (64) verkeiltes Kupplungsstück (75) aufweist, und dass der Entriegelungshebel (79) und das Kupplungsstück (75) aneinanderliegende Mitnahmeflächen (78, 81) aufweisen.80988A/042023659 O 2
- 3. Selbsttätige Feuerwaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungshebel (70) mit der Achse (64) verbunden und mit dieser schwenkbar ist.
- 4. Selbsttätige Feuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (48) einen Nocken (53) aufweist, an welchem Nocken (53) der Entriegelungshebel (79) mit einer Steuerfläche (55) unter dem Druck einer Feder (82) anliegend gehalten wird.Ö09884/042Q
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