DE2366448C2 - Ausgabevorrichtung für Testscheiben mit Antibiotika - Google Patents

Ausgabevorrichtung für Testscheiben mit Antibiotika

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DE2366448C2
DE2366448C2 DE2366448A DE2366448A DE2366448C2 DE 2366448 C2 DE2366448 C2 DE 2366448C2 DE 2366448 A DE2366448 A DE 2366448A DE 2366448 A DE2366448 A DE 2366448A DE 2366448 C2 DE2366448 C2 DE 2366448C2
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DE2366448A
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Alan Old Lyme Conn. Clarkston
David Kenneth East Lyme Conn. Longhenry
James Edward Ledyard Conn. McKie jun.
Julius Praglin
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Description

Die Erfindung betrifft eine Ausgabevorrichtung für Testscheibchen mit Antibiotika mit einer Mechanik, die Scheibchen einzeln aus jeder einer Vielzahl mit Schcibchen gefüllter Patronen in eine zugehörige einer gleichen Vielzahl von scheibchenaufnehmenden öffnungen eines Behälters fördert
Eine derartige Ausgabevorrichtung für Teslscheibchen für Empfindlichkeitsprüfungen für Mikroorgamv men ist aus der US-PS 33 00 087 bekannt
Bie Lichtstreuung einer Anzahl von gleichen Proben einer gegebenen Suspension von Bakterien und Brühe, die jeweils ein anderes Antibiotikum enthalten, läßt sich schnell bestimmen und vergleichen mit der Vorwärislichtstreuung einer Bezugssuspension der Bakterien ohne Antibiotikum. Die Hemmwirkung jedes Antibiotikums auf das Wachstum der Bakterien wird dann aus den im wesentlichen gleichzeitigen Messungen berechnet und ausgedruckt Die Proben der Suspension aus Bakterien und Brühe werden in eine wegwerfbarc durchsichtige, in Kammern unterteilte Küvette gefüllt, in deren Kammern (bis auf eine) die Antibiotika aus einer Scheibchenausgabevorrichtung eingeführt werden. Nach einer kurzen Inkubationszeit (unter Bewegung) von etwa drei Stunden wird die Küvette in einen photometrischen Analysator eingesetzt, der die Slrculichtstärke jeder Probenkammer in irgendeinem Winkel zu einfallenden Licht mißt und sie mit der von der Kammer mit der Bezugsprobe, der kein Antibiotikum zugefügt wurde, erzeugten Streulichtstärke vergleicht. Die relative Wirksamkeit jedes Antibiotikums wird berechnet und aufgezeichnet, um zu bestimmen, welches der Antibiotika zur Behandlung des Patienten am geeignetsten ist. Die in Kammern aufgeteilte Küvette enthalt einen Speisebehälter, aus dem die geimpfte Brühe in gleichen Volumenteilen in die miteinander in Verbindung stehenden Vorräume einer Reihe von Doppelkammern gelangt. Durch Drehen der unterteilten Küveuc werden gleiche Volumina der geimpften Brühe aus den miteinander verbundenen Vorräumen in die durchsichtigen und voneinander getrennten Haupträume übertragen. Sodann werden die Scheibchen der verschiedenen Antibiotika gleichzeitig in mit öffnungen versehene Röhrchen fallen gelassen, die in allen der Kammern —
so außer der Bezugskammer - angeordnet sind. Die EIution der Antibiotika in die flüssigen Proben beginnt sofort. Sodann wird die Küvette in einen Inkubator-Schüttler eingesetzt, wo sie etwa 3 Std. lang bei etwa 360C verbleibt, um das Bakterienwachstum und die EIution der Antibiotika zu fördern. Die Messung der Lichtstreuung am Ende der Inkubations- und Schüttelperiode sowie die Berechnung des relativen Wirkungsgrades der Antibiotika erfolgen in einem Analysator, in dem die Küvette an einer Lichtquelle vorbeigeführt wird. D;is Licht läuft durch ein Linsensystem, das einen Lichtstrahl nacheinander durch die durchsichtigen Haupträume der Küvettenkammern schickt. Die Meßwerte werden bei einem vorbestimmten Streuwinkel — beispielsweise 35° — aufgenommen. Die anfänglich vorliegenden Analogsignale werden in Binärsignale umgewandelt und logarithmiert, um eine Normalisierung der durch die AnIibiotika verursachten Bakterienwachstumshemmung gegenüber dem Gesamtwuchs in der Bezugsprobenkani-
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nier zu vereinfachen. Die normalisierten Wachstumshemmungswerte werden als Werte einer Skala, die von 0 (keine Hemmung, völliger Widerstand) bis 100 (vollständige Hemmung, totale Empfänglichkeit) reicht, ausgedruckt. Zusätzlich wird das Gesamtwa;hstum in der Bezugsprobenkammer während der Inkubationsschüttclperiode als logarithmische Differenz (Wachstumsindex) ausgedruckt
Falls in der Bezugskammer kein ausreichendes Wachstum stattgefunden hat (Wachstumsindex kleiner als 0,9), ka^n die Küvette noch einmal inkubiert werden, um vor dem Wegwerfen eine weitere Messung durchzuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausgabevorrichtung fürTestscheibchen mit Antibiotika der eingangs erwähnten Art so zu gestalten, daß in schneller, sicherer und wirtschaftlicher Weise eine gleichzeitige Einfüllung der Testscheibchen mit Anitbiotika in die eilsprechenden scheibchenaufnehmenden Öffnungen des Behälters gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mechanik eine Bodenplatte aufweist, auf der eine obere Führungsplatte parallel zu und beabstandet von einer unteren Führungsplatte angeordnet ist, wobei die obere Führungsplatte eine Anordnung von Löchern zur Aufnahme jeweils eines Scheibchens enthält, die um eine vorbestimmte Strecke versetzt liegt von einer Anordnung aus jeweils ein Scheibchen aufnehmenden Löchern in der unteren Führungsplatte, daß die Mechanik eine Ausgabeplatte aufweist, die zwischen der oberen und der unteren Führungsplatte hin und her zwischen einer ersten Lage, in der eine Anordnung jeweils einzelne Scheibchen aufnehmender Löcher in der Ausgabeplatte ausgerichtet ist mit den Löchern in der oberen Führungsplatte, und einer zweiten Lage verschiebbar ist, in der die Lochanordnung in der Ausgabeplatte mit den Löchern in der unteren Führungsplatte ausgerichtet ist, daß die Mechanik eine Antriebseinrichtung aufweist, die über der Bodenplatte angeordnet ist und die Ausgabepläne zwischen der ersten und der zweiten Stellung hin- und herbewegen kann, wobei die aus den Löchern in der oberen Führungsplatte von den Löchern in der Ausgabeplatte in deren erster Stellung übernommenen Scheibchen in deren zweiter Stellung in die Löcher in der unteren Führungsplatte fallen können, und die Ausgabevorrichtung weiterhin eine Kammer aufweist, die zwischen der Basis und der unteren Führungsplatte angeordnet isi und den zu beliefernden Behälter so hält, diiß dessen Öffnungen mit den Löchern in der unteren Führungsplatte fluchten und Scheibchen aus ihnen übernehmen können, und daß die Mechanik einen oberi-n Plattenteil aufweist, der mit der Bodenplatte über emc vertikale Wand verbunden ist, wobei die obere führungsplatte HilfsÖffnungen enthält, die nät den Löchern in der unteren Führungsplatte fluchten, um ■Siheibchen zu lösen, die sich in den Löchern in der linieren Führungsplatte verklemmt haben.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemä-Ik-n Ausgabevorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchcn.
Die Wirksamkeit einer Anzahl von verschiedenen Antibiotika wird bestimmt, indem diese gleichzeitig einer Anzahl identischer Proben einer vorgegebenen ßakteriensuspension zugegeben werden. Die Proben werden dann mindestens solange inkubiert, wie erforderlich ist, um erhebliche Unterschiede in der Hemmwirkung der einzelnen Antibiotika auf das Wachstum der Bakterien in den jeweiligen Proben zu erhalten. Die Eluierung der Antibiotika während der Inkubationszeit wird vorteilhafterweise durch gleichmäßiges Schütteln während der Inkubation vereinheitlicht Weiterhin werden durch das Schütteln die sich vervielfachenden ZeI-len gleichmäßig suspendiert und die Bildung von Bläschen in den Kammern verzögert. Sodann wird die Hemmwirkung der verschiedenen Antibiotika in den Proben photometrisch analysiert und mit der Probe ohne Antibiotikum verglichen, um die relative Wirksamkeit der verschiedenen Antibiotika zu ermitteln. Zubereitung, Zugabe der Antibiotika und die photometrische Analyse der Proben werden bemerkenswert erleichtert, indem sie in einen durchsichtigen, in Kammern unterteilten Behälter bzw. eine solche Küvette eingefüllt werden, in die die Antibiotikascheibchen gleichzeitig mittels der erfindungsgemäßen Ausgabevorrichtung eingegeben werden. Die Küvette weist an einem Ende einer Reihe von Doppelkammern einen Speisebehälter auf. Die Kammerräume stehen über Lüftungs- und Verbindungsöffnungen miteinander in Verbindung. Die miteinander verbundenen Füllkammern werden auf die Seite gedreht, um sie gleichmäßig mit der Bakteriensuspension zu füllen, die aus dem Speisebehälter durch die unteren Verbindungsöffnungen zusammen mit den oberen Lüftungsöffnungen in die Füllkammern eintritt. Wird die Küvette dann gedreht, um die miteinander verbundenen Füllkammern in eine aufrechte Stellung zu bringen, fließt die Probenlösung aus den miteinander in Verbindung stehenden Füllkammern in die voneinander getrennten Prüfkammern ein. Die Antibiotikascheibchen faiien durch mit öffnungen versehene Röhrchen, die durch die oberen Abschlußwände verlaufen, in die Prüfkammern und werden in der Bakterienlösung, die sich im Prüfteil jeder Kammer befindet, untergetaucht gehalten. Die Scheibchen können je nach den praktischen Erfordernissen vor oder nach der geimpften Brühe (Inokulum) zugegeben werden.
Die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung fürTestscheibchen ermöglicht es, bequem und schnell ein einzelnes Testscheibchen, das mit einem antimikrobischen Wirkstoff getränkt ist, in Scheibchenhalter einzuführen, wobei sämtliche Testscheibchen mit einem einzigen Handgriff gleichzeitig zugegeben werden können.
Die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung wird nun anhand der Zeichnungen erläutert. In diesen sind
F i g. 1 eine Darstellung einer Anordnung von Vorrichtungen, eingeschlossen der erfindungsgemäßen Ausgabevorrichtung für Testscheibchen mit Antibiotika, zur Prüfung der Wirksamkeit dieser Antibiotika;
so F i g. 2 eine Draufsicht auf die Ausgabevorrichtung fürTestscheibchen;
F i g. 3 eine Vorderansicht der Ausgabevorrichtung nach Fig. 2;
F i g. 4 eine Ansicht auf das rechte Ende der Ausgabevorrichtung nach F i g. 3;
F i g. 5 ein Schnitt entlang der Linie 17-17 der F i g. 2; F i g. 6 ein Schnitt entlang der Linie 18-18 der F i g. 3;
Fig. 7 ein Schnitt entlang der Linie 19-19 der Fig. 2 bei funktionsbereiter Ausgabevorrichtung;
F i g. 8 ein Schnitt ähnlich der F i g. 7, aber mit der Vorrichtung in der Ausgabestellung; und
F i g. 9 ein Schnitt entlang der Linie 21 -21 der F i g. 8.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, weist eine Anordnung von Vorrichtungen zur Bestimmung der relativen Wirksamtceit einer Anzahl verschiedener Antibiotika (beispielsweise zwölf) bei der Wachstumshemmung von Bakterien eine aus Kunststoff bestehende, wegwerfbare Küvette 12, in der die Prüfung auf Empfänglichkeit
durchgeführt wird, eine Scheibchenausgabevorrichtung 14, die Testscheibchen 16 (Fig.5) in die Küvette 12 einbringt, einen Inkubator-Schüttler 30, in dem die Küvetten inkubiert und geschüttelt werden, und einen automatischen Lichtstreuanalysator 62 zur Auswertung des Bakterienwachstums und zum Ausdrucken der Ergebnisse auf einem Vordruck oder Papierstreifen 22 auf.
Vor dem Prüfablauf wird ein klinisches Isolat besorgt, in eine Petrischale 20 gegeben und über Nacht inkubiert. Der Bakteriologe entnimmt dann der Platte mit einer Schleife 24 mehrere Kolonien gleicher Morphologie und suspendiert sie durch Verwirbelung in einer Salzlösung in einem Reagenzglas 13. Unter Verwendung der Abgleicheinstellung am Photometerinstrument wird die Suspension im Reagenzglas 13 auf eine Normbakierienkonzentration gebracht, die im Lichtstreuanalysator 62 überprüft wird, indem das Reagenzglas 13 in eine öffnung im Deckel 74 eingeführt und die Anzeige eines Instrumentes 68 abgelesen wird. 2 ml dieser Suspension werden dann 18 ml einer eugonischen Brühe in einem Glas 78 mit Gewindeansatz zugefügt. Dieses Glas 78 wird auf die Kunststoffküvette 12 aufgeschraubt, wonach ein einfacher Handgriff den Inhalt des Glases gleichmäßig auf die dreizehn Kammern S0 und S\ _ 12 (F i g. 5) verteilt. Sodann werden die Scheibchen 16 mittels der Ausgabevorrichtung 14 durch öffnungen 26 (Fig. 7) zugegeben, die durch Abnehmen eines Verschlusses 34 (F i g. 4) geöffnet werden, und im Wachstumsmedium 28 (F i g. 5) in den zwölf voneinander getrennten Prüfkammern 17 (Fig.7) der Kammern Si_)2 durch rohrförmige Kunststoffinger 29 am Küvettendekkel untergetaucht gehalten. Die dreizehnte Kammer Sr enthält die Bezugsprobe. Die Küvette 12 wird nun drei Stunden lang in dem Inkubator-Schüttler 30 inkubiert, der bis zu dreißig Küvetten aufnehmen kann. Nach drei Stunden wird eine Küvette 12 in den Lichtstreuanalysator 62 eingesetzt und das Bakterienwachstum in dem Kammern Sc und Si_i2 ausgewertet. Durch Vergleich mit der Bezugskammer Sc läßt sich die relative Hemmwirkung jedes Antibiotikums in den Kammern Si -12 berechnen und über den Druckerschlitz 70 ausdrucken.
Die eugonische Brühe hat einen pH-Wert von 7,0 und folgende Zusammensetzung (in g/l):
Bestandteil
Gehalt
Pepton C
Pepton S
Dextrose
Natriumchlorid
Natriumsului
1 -Cystin
15,0
5,0
5,5
4,0
0,2
0,7
45
50
Die Messung der Wirkung der antimikrobischen Wirkstoffe auf das Wachstum der Mikroorganismen in der Brühe erfordert, daß eine Kammer (Zelle) die geimpfte Brühe enthält Um das Wachstum in der Brühe durch Vorwärtslichtstreuung ermitteln zu können, muß diese Kammer für das bestrahlende Licht optisch transparent und mit den Streulichtphotometer geometrisch konsistent sein. Eine bequeme und rasche Prüfung der Wirkung von vielen antimikrobischen Wirkstoffen auf das Wachstum eines gegebenen Mikroorganismus läßt sich erreichen, wenn man derartige optische Kammern gradlinig zu einer Einheit aufreiht Weiterhin erlaubt es die Küvette 12, gleiche Volumina der geimpften Brühe in iede Kammer Seinzuführen. Ebenso läßt die Küvette 12 das bequeme Einführen eines mit dem Antimikrobenwirkstoff imprägnierten Papierscheibchcns in alle Prüfkammern, außer der einen Bezugskammer — zu. Die Küvette 12 ist wasserdicht, optisch poliert, optisch reproduzierbar, billig, verhältnismäßig klein, stapel- und wegwerfbar. Sie besteht aus einem optisch durchsichtigen und inerten Kunststoff wie Polystyrol und wird unter Verwendung von optisch polierten Slahlformen zweiteilig im Spritzgußverfahren hergestellt. Nach dem Spritzguß werden die beiden Teile mittels eines Lösungsmittels oder durch Ultraschallenergie miteinander vereint.
Vorzugsweise wendet man das Ultraschallverfahren an, da hierbei eine Beschädigung der optischen Oberfläche durch Lösungsmittelrückständi; vermieden wird. Wie aus F i g. 5 hervorgeht, umfaßt die Küvette 12 eine gradlinige Gruppenanordnung einer Bezugskammer S1 und von zwölf Testkammern Si-12. Das einzige andere Material, das für die Küvette 12 außer Polystyren verwendet wird, ist ein flexibles Polymerisat wie beispielsweise ein Styrol-Butadien-Polymerisat. Eine Polymerisat-Dichtung und ein Verschluß 34 werden in die Küvette 12 vor dem endgültigen Zusammenfügen eingeset/.i.
Die Küvette 12 hat sechs Teile: So bildet eine Öffnung mit Innengewinde, die ein Glas 78 mit Normgewindc 18-415 aufnimmt, einen Einlaß P für die geimpfte Brühe (F i g. 8), und die Polymerisat-Dichtung am Boden der öffnung schafft eine wasserdichte Abdichtung zwischen Küvette 12 und Speiserohr.
Wie Fig.5 verdeutlicht, weist die Küvette 12 einen Speisebehälter R auf, der bei einer Drehung der Küvette von Hand die geimpfte Brühe aus dem Speiserohr aufnimmt.
Eine Reihe miteinander verbundener Füllkammern !5 (Fig.7) erstreckt sich über die gesamte Länge entlang der Längsachse der Küvette (mit Ausnahme des Speisebehälters R). Sie sind durch eine Hauptverteileröffnung 31 (Fig. 5) mit dem Speisebehälter R verbunden und übernehmen von diesem die Brühe, wenn die Küvette 12 von Hand gedreht wird, um sie abzusenken, wobei sie sich mit gleichen Mengen der Lösung füllen, die durch Verteileröffnungen 33 fließen. Die verdrängte Luft strömt durch Lüftungsöffnungen aus. Die FlächengrölJc der Verteileröffnungen 33 nimmt mit zunehmendem Abstand vom Speisebehälter R zu.
Bestandteil der Küvette 12 sind weiter die dreizehn voneinander getrennten lichtstreuenden Prüfkammern 17 (F i g. 7) der Kammern (Sc Su S2,... S12). der gleiche Volumina der geimpften Brühe aus den miteinander verbundenen Füllkammern 15 aufnehmen, wenn die Küvette 12 um 90° um ihre Längsachse gedreht wird, um diese abzusenken. Nachdem sie sich mit der geimpften Brühe gefüllt haben, sind die dreizehn Kammern S voneinander durch Trennwände 36 getrennt. Die einzige Verbindung zwischen den Kammern besteht nun durch die Verteileröffnungen 33 und die Lüftungsöffnungen, die sich am oberen Rand jeder Trennwand 36 ausreichend hoch über dem Brühenspiegel befinden. Die Lüftungsöffnungen sind erforderlich, um eine richtige Verteilung der Flüssigkeit in die abgesenkten Füllkammern 15 zu gewährleisten.
Die Küvette 12 weist weiterhin, wie aus den F i g. 5 und 7 ersichtlich ist, die zwölf mit öffnungen versehenen rohrförmigen Finger 29 auf, die sich in die zwölf Prüfkammern (Si, S2,... S12) hinab erstrecken. Jeder der als Scheibenhalter dienende rohrförmige Finger 29 nimmt durch die zwölf öffnungen 26 an der Oberseite der Küvette 12 ein antimikrobisch behandeltes Papierscheib-
chcn 16 (6,5 mm Durchmesser) auf. Das Scheibchen fällt in den Seheibchenhalter 29 hinab und liegt auf dessen ßoden 73 auf. Durch zwei Elutionsöffnungein F, die sich unmittelbar am Scheibchen in den Wänden des Scheibchenhallcrs 29 befinden, wird der antimikrobische Wirkstoff in die diesen umgebende geimpfte Brühe in der Prüfkanimer 17 ausgewaschen. Ein Polymeriüat-Streifen weist zwölf als Verschlußeinsätze dienende Nippel auf, die sich in die Öffnungen 26 hineinerstrecken und jeden Seheibchenhalter 29 wasserdicht verschließen. Der Streifen gleitet zwischen parallelen Schienen 34a und liegt auf den Öffnungen 26 an der Oberseite! der Küvette 12auf(Fig.4).
Schließlich besitzt die Küvette 12 einen L-förmigen Sieg, der auf ihrer Rückseite angeordnet ist und über die gesamte Länge der Längsachse der Küvette verläuft. Dieser Steg erlaubt das Aufsetzen der Küvette 12 auf die Haltestege 42 im Inkubator-Schüttler 30 (Fig. 1) und den Haltesteg des Photometerschlittens und sichert damit die richtige Ausrichtung der Küvette während der Inkubation und des Schütteins sowie während der photometrischen Abtastung.
Mit der Ausgabevorrichtung 14 für die Testscheibchen gemäß Fig. 2 bis 9 kann bequem und schnell ein einzelnes, mit einem antimikrobischen Wirkstoff getränktes Papierscheibchen 16 in jeden der zwölf — oder gegebenenfalls weniger — Scheibchenhaker 29 eingeführt werden, wobei sämtliche Scheibchen mit einem einzigen Handgriff gleichzeitig zugegeben werden. Ein oberer Plaltenteil 38 der freistehenden Ausgabevorrichtung 14 nimmt maximal zwölf Glaspatronen 39 auf, die die mit Wirkstoff getränkten Scheibchen 16 enthalten, [•ine Bodenplatte 41 der Ausgabevorrichtung 14 enthält eine Führungsschiene 48, die die Küvette 12 in aufrechter Lage aufnimmt. Der obere Plattenteil 38 und die Bodenplatte 41 sind über eine hintere senkrechte Wand 43 in Form eines C-Profils miteinander verbunden. Die Küvette 12 wird auf der Führungsschiene 48 in einen Irinenraum 50 bis zu einem Anschlag 45 eingeführt Der Oberteil der Küvette 12 wird dabei durch Einführen paralleler Schienen 34a in einen Sichtschlitz 27a auf der Unterseite einer Führungsplatte 27 geführt. Auf der Unterseite der Führungsplatte 27 befindet sich ein weiterer Schlitz 27b als Durchgang für das Glas 78. Im mittleren Abschnitt 47 der Ausgabevorrichtung 14 befindet sich eine Mechanik, die bei Betätigung eines Hebels 51 ein einzelnes Scheibchen 16 aus jeder Patrone 39 herausschiebt und es in den Scheibchenhalter 29 der Küvette 12 fallen läßt. Auf diese Weise lassen sich zwölf Scheibchen gleichzeitig in die Küvette 12 einbringen.
Die Patronen 39 werden durch Löcher 19 in den obe-Γι·η Plaiienieil 38 an einer Tragplatte 21 und einer Absiandsplatte 23 eingesetzt. Der mittlere Abschnitt 47 weist auf Abstand liegende waagerechte FührungsplatlL-n 25 und 27 auf, zwischen denen eine Ausgabeplatte 37 hin- und hergleiten kann. In der oberen Führungsplatte 25 sind Löcher 52 vorgesehen, die die Scheibchen 16 aus den Patronen 39 aufnehmen und durch die sie durch Löcher 55 in der unteren Führungsplatte 27 in die Öffnungen 26 der Küvette 12 fallen. Ein Sichischlitz 21a erlaubt es dem Benutzer, die Funktion zu überwachen und durch Hilfslöcher53a in der oberen Führungsplatte 25 Funklionsfehler — beispielsweise durch eiin im Loch 55 der unleren Führungsplatte 27 verklemmtes Scheibchen 16 — zu beheben. Die Ausgabepläne 37 mit Löcher 53 läßt sich mittels des Hebels 51 über eine keilver-•/.uhnle Welle 57 hin- und herbewegen. Zahnstangen 59, die die Welle 57 antreiben, sind mit den Enden der Ausgabeplatte 37 verbunden, um sie mittels des Hebels 51 hin- und herzubewegen. Druckfedern 61 liegen zwischen der senkrechten Wand 43 und der hinteren Kante der Ausgabeplatte 37, um letztere in ihre Aufnahmestellung zurückzubewegen.
Das Zusammenbringen der Normal-Impfbrühe und der antimikrobischen Wirkstoffe erfolgt folgendermaßen: Nach der Auswahl der gewünschten Wirkstoffgruppe wird die Ausgabevorrichtung 14 durch Umdre-
hen und Einsetzen der geeigneten Patronen 39 (Öffnung nach oben) in Löcher 19 der Ausgabevorrichtung 14 geladen (F i g. 5). Es muß sorgfältig darauf geachtet werden, daß die Scheibchen 16 jeder Patrone 39 richtig gepackt sind (d. h. unter 90° zur Patronenlängsachse) und zwischen dem obersten Scheibchen und der Patronenöffnung ein Abstand von nicht mehr als 2 mm liegt. Nachdem sämtliche Patronen 39 eingeführt sind, dreht man die Ausgabevorrichtung 14 um 180° zurück in ihre normale aufrechte Stellung. Nun wird der Polymerisat-' Verschluß von einer Küvette 12 abgenommen. Bei auf einem Labor- oder sonstigen Tisch stehender Ausgabevorrichtung 14 wird die Küvette 12 in die Schiene der Ausgabevorrichtung bis zum Anschlag 45 eingeschoben. Dann wird der Hebel 51 der Ausgabevorrichtung 14 heruntergedrückt und wieder freigegeben, wodurch in jeder öffnung 26 der Küvette 12 ein Scheibchen 16 abgegeben wird. Dann wird die Küvette 12 aus der Ausgabevorrichtung herausgenommen, und der Verschluß wird fest aufgebracht, wodurch die Küvette wieder dicht verschlossen wird.
Nach der Normalisierung werden 2,0 ml der salzigen Brühe aus dem Reagenzglas 13 (Fig. 1) mit einer sterilen Pipette in das Glas 78 (2Ox 125 mm, Flintglas mit flachem Boden, Schraubkappe) übertragen, das 18,0 ml einer sterilen eugonischen Brühe, die durch ein 0,45 μ-Membranfilter gefiltert wurde, enthält. Wie üblich, werden die Glasöffnungen geflammt, und nach dem Einführen des Impfstoffs wird auf das Glas mit der geimpften eugonischen Brühe eine Kappe aufgesetzt.
Dann wird das Glas 78 mehrere Male umgedreht, um seinen Inhalt zu vermischen, die Kappe wird abgenommen und das Glas 78 wird sofort in aufrechter Stellung in die Einlaßöffnung Pder Küvette 12 eingeschraubt, bis das Glas 78 fest an der Polymerisat-Dichtung anliegt.
Die Küvette wird dann langsam so um 180° gedreht, daß der Inhalt des Glases 78 vollständig in den Speisebehälter R ausfließt. Darauf wird die Küvette 12 so hingelegt, daß die Endwand 112 (F i g. 5) des Speisebehälters R auf einer ebenen Fläche flach aufliegt In dieser Lage verläuft die Längsachse der Küvette rechtwinklig zu dieser ebenen Fläche. Nun wird die Küvette 12 um 90° gedreht so daß die Impfbrühe aus dem Speisebehälter R in die miteinander verbundenen Füllkammern 15 fließt. Diese Drehung wird am leichtesten erreicht, indem das dem Speisebehälter gegenüberliegende Ende der Küvette 12 gefaßt und es auf die ebene Fläche herabgelassen wird, so daß die Rückseite der Küvette, auf der der L-förmige Steg sich befindet, auf der ebenen Fläche aufliegt Das Ausfließen ist nach acht Sekunden beendet, wonach die letzte Drehung durchgeführt wird. Diese Drehung besteht einfach darin, daß die Küvette um 90° in die aufrechte Lage zurückgedreht wird, d. h. in diejenige Lage, in der die Küvette mit den Wirkstoffscheibchen geladen wurde. Es ist wichtig, daß die Küvette 12 während dieser letzten Drehung in der waagerechten Lage bleibt Dies läßt sich erreichen, indem die Drehung so ausgeführt wird, daß beide Enden der Küvette während der Drehung in Berührung mit der Auflagefläche
bleiben. Eine Überprüfung der richtig gefüllten Küvette sollte gleiche Brühenpegel in allen Kammern ergeben. Die Scheibchen 16 in jedem Scheibchenhalter 29 sollten sich unmittelbar unter dem Brühenspiegel befinden. In einigen Fällen liegen die Scheibchen 16 jedoch nicht flach auf. Dieser Umstand ist jedoch unwesentlich, so lange die Scheibchen mit der Brühe in Berührung stehen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (4)

Patentansprüche:
1. Ausgabevorrichtung für Testscheibchen mit Antibiotika mit einer Mechanik, die Scheibchen einzeln aus jeder einer Vielzahl mit Scheibchen gefüllter Patronen in eine zugehörige einer gleichen Vielzahl von scheibchenaufnehmenden Öffnungen eines Behälters fördert, dadurch gekennzeichnet, daß die Mechanik eine Bodenplatte (41) aufweist, auf der eine obere Führungsplatte (25) parallel zu und beabstandet von einer unteren Führungsplatte (27) angeordnet ist, wobei die obere Führungsplatte eine Anordnung von Löchern (52) zur Aufnahme jeweils eines Scheibchens (16) enthält, die um eine vorbestimmte Strecke versetzt liegt von einer Anordnung aus jeweils ein Scheibchen (16) aufnehmenden Löchern (55) in der unteren Führungsplatte (27), daß die Mechanik eine Ausgabeplatte (37) aufweist, die zwischen der oberen und der unteren Führungsplatte (25, 27) hin und her zwischen einer ersten Lage, in der eine Anordnung jeweils einzelne Scheibchen (16) aufnehmender Löcher (53) in der Ausgabeplatte ausgerichtet ist mit den Löchern (52) in der oberen Führungsplatte, und einer zweiten Lage verschiebbar ist, in der die Lochanordnung in der Ausgabeplatte mit den Löchern (55) in der unteren Führungsplatte ausgerichtet ist, daß die Mechanik eine Antriebseinrichtung (51, 57) aufweist, die über der Bodenplatte angeordnet ist und die Ausgabeplatte zwischen der ersten und der zweiten Stellung hin- und herbewegen kann, wobei die aus den Löchern (52) in der oberen Führungsplatte von den Löchern (53) in der Ausgabeplatte in deren erster Stellung übernommenen Scheibchen (16) in deren zweiter Stellung in die Löcher (55) in der unteren Führungsplatte fallen können, und die Ausgabevorrichtung (14) weiterhin eine Kammer (50) aufweist, die zwischen der Basis und der unteren Führungsplatte angeordnet ist und den zu beliefernden Behälter (12) so hält, daß dessen Öffnungen (29) mit den Löchern in der unteren Führungsplatte fluchten und Scheibchen (16) aus ihnen übernehmen können, und daß die Mechanik einen oberen Plattenteil (38) aufweist, der mit der Bodenplatte (41) über eine vertikale Wand (43) verbunden ist, wobei die obere Führungsplatte (25) HilfsÖffnungen (53a,} enthält, die mit den Löchern (55) in der unteren Führungsplatte (27) fluchten, um Scheibchen (16) zu lösen, die sich in den Löchern in der unteren Führungsplatte (27) verklemmt haben.
2. Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Wandung (43) einen längsverlaufenden Sichtschlitz (2Ia^ aufweist, der Zugang zu den HilfsÖffnungen (53a,) bietet.
3. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Behälter aufnehmende Kammer (50) Führungs- und Anschlagelemente (4&, 45) enthält, die das Einsetzen und das Führen des Behälters (12) in die Endlage in der Kammer erleichtern.
4. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (51,57) eine kerbverzahnte Welle (57) aufweist, die mit Zahnstangen (59) kämmt, die mit entgegengesetzten Enden der Ausgabeplatte (37) verbunden sind, wobei die Welle (57) durch einen Hebel (51) betätigt die Ausgabeplatte zwischen der ersten und der zweiten Lage hin- und herbewegt
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